MONOTALES

Album: „Kiss The Money And Run“ (Irascible)

monotales_cover.jpg

Das Quintett hat ihr viertes Album aufgenommen. Es tönt frisch und sehr eingängig. Einfache Harmonien, teils im Chor gesungen mit schöner Musik zwischen Folkrock und Americana. Es rumpelt über die Strassen in der Musik, immer mit zwinkernden Augen zwischen ein bisschen Traurigkeit, dem Blues und Zuversicht. Titel wie „Summer’s Almost Gone“; oder „The Night Roy Orbison Died“ sind zwei Beispiele dafür. Darum bleibt einem nichts anderes übrig als das Geld zu küssen und mit den Monotales und dieser tollen Musik mitzurennen.

Fredi Hallauer

STEINER & MADLEINA

Album: „Cheers“ (Glitterhouse/Irascible)

91076d26-025f-4518-8f9f-5b95e226e5e5.jpg

Das Frauen-Duo überrascht auf ihrem Debüt-Album mit Frische und Elan. Nora Steiner und Madleina Pollina singen beide und spielen angenehmen Indie-Folk mit Schwung. Die Texte strotzen von Selbstbewusstsein und das nicht nur in der fröhlichen Art. Ihre grossen Fähigkeiten Texte zu schreiben bringen auch wenig angenehme Themen aus der Zwischenmenschlichkeit in eine Form, dass einem nicht gerade der laden runtergeht. Sie singen vor allem auf Deutsch, dazwischen auch Englisch. Ganz ohne sind die Texte nicht und das Gesamtpaket Text und Musik sowieso nicht. Anwärter für Album des Jahres.

Fredi Hallauer

EKAT BORG

EP: „Kontrol“ (GinkhoBox)

Cover EP Kontrol -1.jpg

Die Sängerin aus Sibirien, welche mit 18 Wohnsitz in der Schweiz genommen hat und bereits mit zwei Alben aufgefallen ist, sowie mit Energiegeladenen Auftritten an grossen Festivals, präsentiert uns eine vier Songs EP. Geschrieben und aufgenommen wurde sie in Island mit ihrem langjährigen Produzenten. Ekat Borg gibt auch hier wie immer mächtig Gas. Dieser Power-Elektro-Pop kommt nicht zuletzt wegen ihrer mächtigen, ja manchmal gefährlichen Stimme zustande. Dazu kommen natürlich auch die aufregenden und wilden elektronischen Klänge die bestens passen. Ekat Borg singt von Heimweh, aber nach welchem Heimweh, von Angst und Sehnsüchten. Sie sollte auch in unserem Land schon lange kein Geheimtipp mehr sein.

Fredi Hallauer

MILYMA

EP: „Right Eye Crier“ (Irascible)

470d0585-8829-4c1b-97d0-112f18d6d73f.jpg

Die eigenständige Frau ohne bisherige Anbindung an eine Musikszene produzierte ihre EP selber. herausgekommen ist sehr eigenwillige Popmusik mit viel Elektronik mit nur geringer Anlehnung an konventionellen Pop. Die vier Songs erzählen von den Enttäuschungen im Leben mit nur soviel Hoffnung wie es braucht um zu überleben. Der Gesang ist etwas sehr klagend und jammernd. Die Musik umrahmt das. Eher eine schwierige Einsteiger EP.

Fredi Hallauer

ODD BEHOLDER

Album: „All Reality Is Virtual“ (Sinnbus/Mouthwatering Records)

58879c28-555c-4ed9-9aed-63552ab547bf.jpg

Nach zwei EP’s veröffentlicht Odd Beholder ihr erstes Album. Die in Zürich wohnende Daniela Weinmann geht ihren eingeschlagenen musikalischen  Weg, weiter. Mit speziellen elektronischen Klängen untermalt sie ihren romantischen Pop. Die elektronischen Klänge sind sehr filigran und oft sehr stark im Hintergrund. Der Beat basiert nicht auf Basstönen sondern aus dem Zusammenspiel der einzelnen Töne. Ihr Gesang ist elfenhaftig, leicht verhallt und sicher romantisch. Dieses Album hat mich bis jetzt nicht wirklich berührt.

Fredi Hallauer

RIVAL EMPIRE

Album: „Talk“ (iGrooveNext)

Unknown-2.jpeg

Das Quartett vom Kanton St. Gallen nannte sich vormals Nicetry und debütiert nun als Rival Empire. Sie spielen Indie-Rock. Interessant ist die Stimme des Sängers und wie er damit umgeht. Er kann ganz bescheiden klingen, schafft es dann aber auch grosse Töne für ein Stadion oder eine grössere halle zu spucken. Die Songs sind musikalisch ähnlich angelegt mit schönem Gitarrensound und manchmal dramatischem Schlagzeug. Das Songwriting ist gut und die Songs unterscheiden sich voneinander. Rival Empire haben den nötigen musikalischen Biss um bekannter zu werden.

Fredi Hallauer

BLACK SEA DAHU

Album: „White Creatures“ (Mouthwatering Records)

2c95711f-81d3-472a-a259-8f7d8e35129f.jpg

Die Musik von Black Sea Dahu ist so geheimnissvoll wie der Bandname oder das Fabelwesen Dahu aus dem Jura oder der Albumtitel. Janine Cathrein, die Sängerin hat dazu noch eine ebenso geheimnissvolle Stimme, schön, berührend, manchmal leicht angerauht. Die Songs sind folkig mit einem spärlichen Instrumentarium begleitet und sehr zurückgemischt um an einzelnen Stellen zu einem ganzen Orchester anzuwachsen. Diese acht etwas längeren Songs zwingen einem zuzuhören und belohnen einem mit einem Ohrenschmaus. Für mich ein Album für die Liste, Album des Jahres.

Fredi Hallauer