LES SIRENES

Live: „KlangFarben“ in der La Cappella Bern am 23. März 2019

Bild Fredi Hallauer

Seit 20 Jahren besteht das Frauen Vokalensemble aus Bern schon. Nun feiern sie Jubiläum mit einem neuen Programm. Es geht um Farben und Töne und so setzte sich das Programm aus lauter Liedern die etwas mit Farbe zu tun haben, zusammen. Geleitet wird das Ensemble von Yaira Yonne-Konishi, welche auch die Arrangements schrieb und auf dem Klavier begleitete. Die 16 Frauen betraten die Bühne ganz in Weiss und blieben das auch während dem ersten Set. Ein Teil bekam dazwischen Farbe auf den Unterarm. Das Programm startete mystisch und bei „Tintarella di Luna“ tanzten sie auf der Bühne herum, was aber noch etwas steif und nervös wirkte. Nach „Lady in Green“ verflog die Nervosität und eine wunderschön arrangierte und witzige Version von Lo und Leducs „Im rote Chleid“ begeisterte das Publikum. Es folgte Yellow von Coldplay, welches nur die Solistin Mirjam Grünig Heggendorn sang und der Chor stumm blieb. Das mutete etwas seltsam an, was aber nichts mit der Leistung der Sängerin zu tun hatte. Nachher sang das Ensemble noch „La Rose Bleue“ und ein feuriges „La Camisa Negra“. Beim „Back To Black“ von Amy Winhouse, trat wieder die Solistin auf und diesmal mit einem Loop Gerät, was ich persönlich seltsam fand, da ja 16 Stimmen zur Verfügung standen. Im ersten Teil dieses Songs blieben die Sängerinnen stumm, bauten aber im zweiten Teil eine schöne Atmosphäre auf. Mit „True Colors“, welches teilweise in schönes Berndeutsch übersetzt war, endete das erste Set. Die Leistungen der Sängerinnen waren grossartig und sie sangen alles auswendig.

Nach der Pause hatten alle Frauen ein schwarzes Oberteil an und im haar eine farbige Blume. Das sah irgendwie besser aus. Die Lieder wie „Azzuro“, „Lemon Tree“, „Scharlachrot“ und am Schluss „I Will Survive“ begeisterten das Publikum. Die Solistin sang wirklich Solo mit dem Chor und die Arrangements waren sehr witzig, auch bie „Walking on Sunshine“, „Noir c’est noir“ und dem „ROT Medley“. Mit einem Konfettiregen und zwei tollen Zugaben endete diese Premiere. Alle waren begeistert, sowohl Publikum wie auch die Sängerinnen. Es bleibt nur zu sagen BRAVO.

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Fredi Hallauer

TIM & PUMA MIMI

EP: „The Adventures Of Tim & Puma Mimi (Mouthwatering Records)

Tim und Puma Mimi, sie aus Japan er aus der Schweiz spielen seit 15 Jahren zusammen. Es sei vorweggenommen, das ist tolle Popmusik was die beiden machen. Hier gibt es acht Songs aus der Geschichte von Tim & Puma Mimi, zuerst ihr aller erster Song „Grey Sky“ der später als Remix nochmals zu hören ist. Einige der Songs tauchten so nicht auf ihren Tonträgern auf, sondern auf Samplern oder wurden hier ergänzt, oder wurden für eine EP geschrieben, schafften es aber dann nicht darauf. Das ist roher Elektropop zu dem die Party steigen kann. Diese acht Songs machen richtig Lust auf ein neues Album der beiden.

Fredi Hallauer

DANA

EP: „True“ (Sophie Records)

Dana das ist einerseits die Bieler Sängerin Dana Burkhard, welche auch alle Songs geschrieben und arrangiert hat und andererseits nennt sich ihre Gruppe ebenfalls Dana. Musikalisch sind Dana im Indie Pop anzusiedeln. Sie begeistern mit cleveren Songs und Arrangements und diese Musik, diese Songs sind tanzbar. Dana hat eine tolle Stimme und schreibt Songs die man fast nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

PASCAL DUSSEX „TRUE BLUE“

Live: Band Revival im BeJazz Club am 21. März 2019

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Die Formation bestehend aus Pascal Dussex (voc), Wege Wüthrich (sax), Andy Erchinger (p), German Klaiber (b) und Elmar Frey (dr) spielte seit zwanzig Jahren nicht mehr zusammen. am heutigen Abend starteten sie das Band Revival. Sie haben immer noch CD’s aus den alten Zeiten, die Exemplare in einer noch verschlossenen Schachtel waren verstaubt, die Musik aber welche sie damals spielten und heute noch spielen tönte frisch. So spielten die fünf, bereits ergrauten Herren viele ihrer alten Stücke, aber auch viele neue Stücke. Das Repertoire war sehr spannend und vielseitig. Da wurde gejazzt, Jazzstandards wurden gespielt aber auch Stücke von Sting, Frank Sinatra, Tom Waits, Ray Charles, Dr. John und vielen mehr. Die Eigenkompositionen und die Coverversionen in neuem Kleid waren in etwa gleichmässig vertreten. Auch sonst ging es von BeBop zum Swing und Balladen quer durch die Spielarten des Jazz. Alle Musiker brillierten sowohl im Zusammenspiel wie bei den Soli. Pascal Dussex war bestens bei Stimme und steigerte sich förmlich in die Songs hinein. Die Band spielte auf das erste Hören unspektakulär und gerade dadurch waren sie grossartig.

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Fredi Hallauer

HANRETI

Album: „Cherries Apples Pineapples and Limes“ (Red Brick Chapel/Irascible)

Die Luzerner Band hat bereits wieder ein Album veröffentlicht. Sie bleiben ihrem Stil treu, weiten ihn aber auch aus. Grobe Schublade ist Indie Folk und lieben es aber bis in extreme Gefilde zu gehen. So startet der erste Song „Bloodsucking Times“ ziemlich popig und zitieren „Mule Of Kintyre“ um in einer Freejazz Eskapade zu Enden. Auch sonst geht es ziemlich bunt zu und her. Das ganze Album ist ziemlich relaxt und vielleicht merkt man erast bei mehrmaligem Anhören was da alles dahinter steckt. Dies ist spannende Musik.

Fredi Hallauer

SISSY FOX

Album: „Randomly I Bite“ (Irascible)

Die Musikerin aus Zürich entführte die Hörerschaft mit dem letzten Album noch in Parallelwelten. Dies ist nun mit dem zweiten Album vorbei. Sie setzt der Depression Space Disco, Spoken Words und PunkPop entgegen. Sie singt wie es ist als Vollzeit Arbeiterin durch das Leben zu gehen, oder über traumatisierte Kämpfer, aber auch der Titel Song hat es in sich. Musikalisch bedient sie sich in ziemlich vielen Schubladen. Da tönt es popiger mit zappaesken Einflüssen natürlich mit elektronischen Beats und Bässen angereichert. Ein Album dass man sich unbedingt anhören muss.

Fredi Hallauer

ROBERTO BRIGANTE

Album: „Sono Io“ (Cede.ch)

Der Italiener aus Thun und langjähriger Cantautore hat viele neue Lieder geschrieben. Er tat sich diesmal mit einem andern Italiener aus der Schweiz zusammen, mit Roberto De Luca, welcher das Album produzierte. herausgekommen ist ein radiotaugliches Italopop Album, dem ziemlich alle Unebenheiten genommen wurde. Es beginnt bei der Stimme von Roberto Brigante, welche etwas leicht rauhes hatte, nun tönt er nicht mehr so, schade. Die Songs sind aalglatt produziert und viel ist Schrummelpop und vom alten Cantautore, welcher etwas von Bennato hatte ist nichts geblieben. Als Gäste sind George, Roberto De Luca und Holger Herrmann dabei, welche das Album nicht besser machen. „Sono Io“ ist ein Album für das Tagesprogramm des Radios, wo man erst hinhört wenn sie nicht mehr senden.

Fredi Hallauer