DÄNU EXTREM

CD: „Äx-Tra NoMal“ (Irascible Music)

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20 Jahre war er nicht mehr mit neuen Liedern zu hören, nun ist er wieder, da der Dänu Extrem, und wie. Provokativ wie immer, schon der Album Titel, aber auch die Lieder. Er zieht alle Register mit Rock, Chören, Streichern, Ukulele, einzuordnen ist er auch heute noch nicht. Das ist auch nicht wichtig, denn Dänu Extrem hat uns etwas zu sagen. Titel wie „Néstlait“verraten wohl schon etwas, aber auch „Deppe App“, „Isches das itz gsy?“ oder „Ke Strom“ machen es schon spannend. Diese CD in den Player legen und anhören und das immer wieder, denn bei so vielen Wortspiele und Hintergedanken gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Ein Wurf.

Fredi Hallauer

BAZE

Live: Mühle Hunziken am 16.09.2017

Baze trat zusammen mit drei Musikern auf und ohne DJ. Schlagzeuger, Bassist und ein Elekroniker der auch die Tasten bediente kommen wahrscheinlich alle aus dem Bereich Jazz. Der Konzertbeginn war sehr spacig mit einem überlangen Intro. Baze pflegte einen Sprechgesang der speziell ist aber sich hören lassen kann. Die Musiker groovten mit sehr langen Jazzrock Passagen daher, welche für ein Rap Konzert Publikum doch etwas zu schwierig waren. Stimmung kam nie wirklich auf. Ja das Publikum kehrte ihm vor der Bühne sogar den Rücken und redete, was Baze ziemlich hässig machte. Er sprach von Respektlosigkeit obwohl gerade er respektlos auf der Bühne rauchte und auch die vielen Nichtraucher mit seinem Qualm verstank. Baze hatte zuwenig positive Energie um das Publikum in den Bann zu ziehen. Er motzte immer wieder das Publikum an. Es war ein Konzert mit spannender Musik und einem schwierigen Baze.

Fredi Hallauer

THE TWO ROMANS

LIVE: EP Taufe „Sun“ im Gaskessel Bern am 15.09.2017

Foto: Fredi Hallauer

Die Thuner Band taufte ihre dritte EP dort wo alles angefangen hat, im Gaskessel. Nun 100 Konzerte später kehren sie an den Ort zurück. Die Band wächst musikalisch von Konzert zu Konzert. Die sechs Musiker zeigten sich wiederum von ihrer besten und vielfältigen Seite. Die Songs gehen ab sowie die Musiker. Der Schlagzeuger hatte sein erstes Solo an einem Konzert und es war eines das sich hören und sehen lassen darf. Ebenfalls der Bassist fetzte ein grooviges Solo. Der mehrstimmige Gesang überzeugte. Bei einem Song standen am Schluss alle sechs Musiker vorne und sangen a-cappella. Die drei Melodie Saitenzupfer spielten Mandoline, Banjo, akustische und elektrische Gitarren. Dazwischen kamen sie dem Bluegrass sehr nahe, wenn der Gitarrist zum Banjo auf seinem Instrument Flatpicking spielte. Es waren grosse Songs darunter, ja Hymnen, welche dass Publikum aus voller Kehle mitsang. Es war ein würdiges Publikum und ein würdiges EP-Taufkonzert. Also aufgepasst The Two Romans nie verpassen.

Foto: Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

THE GARDENER AND THE TREE

EP: „Mossbo“ (Universal)

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Die Schaffhauser Band legt eine „Wow“ EP hin. Gleich bei den ersten Tönen war ich mehrfach begeistert. Diese Stimme, warm und kräftig singt direkt ins Herz, egal ob Uptempo oder auch mal ruhiger. Die Band spielt dazu umwerfende Musik. Beim ersten Song „Amber“ fährts gleich in die Beine mit einem satten Bassdrum. Dann wirds ruhiger aber nie langweilig. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Indie-Folk und Pop, egal wie man diese Musik nennt, es sind grossartige Songs. Diese EP gehört auf die Bestenliste 2017.

Fredi Hallauer

KODE

EP: „Random Zero“ (Cold Smoke Records/Irascible)

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Das Powerwave Noisecore Trio aus Genf rumpelt erfrischend daher. Ein kräftiges Schlagzeug, ein satter Bass und Saskia Fuertes mit scheppernder Gitarre und grummelnden Synthies legen die Musik für Saskias Fuertes Gesang. Saskia Fuertes ist von den Chikitas und prägt den Sound entscheidend. Man darf auf mehr gespannt sein.

Fredi Hallauer

 

JAMES GRUNTZ

Interview:

Am 12. September sprach Fredi Hallauer mit James Gruntz

CD: „Waves“ (Zytglogge Verlag)

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James Gruntz ist es gelungen seine intelligente Popmusik noch zu verbessern und ein tolles Album abzuliefern. Der Opener  „Waves“ zeigt schon etwas an, was in den weiteren Songs ebenfalls deutlich zu hören ist, die Musik ist rhythmischer und direkter geworden. Da und dort sind soulige Einflüsse zu hören wie bei „Homework“, dann gibts auch funkiges bei „Outside“. So sind immer wieder neue Facetten zu hören. Die CD hat er mit Rico Baumann (Drums und Drummachine), Michel Spahr (Gitarre) eingespielt. James Gruntz singt, bedient die  Tasten und den Bass. Die Musik von James Gruntz ist noch cleverer geworden, trifft aber ins Herz ohne zuerst das Hirn zu belasten. Ein Meisterwerk.

Fredi Hallauer

 

MARYLANE

CD: „Grow And Fade“ (Prolog)

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Das Zürcher Indie Pop Trio liess sich drei Jahre Zeit um dieses Werk aufzunehmen und zu vollenden. Es sind viele sphärische Klänge, Elektronik welche einem in einen eigenen Film entführen. Darüber schwebt eine feenhafte Frauenstimme die dem ganzen Sound noch mehr Weite und Offenheit gibt. Ein Schlagzeug, ziemlich im Hintergrund gibt einen Takt an, welcher durch die Elektronik verfeinert wird. Mystische schöne Gitarrenklänge runden das ganze Werk ab. Anhören lohnt sich.

Fredi Hallauer