LOS GATILLOS

Album: „Los Gatillos“ (Gutfeeling Records/Irascible)

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Das Trio besteht aus Pierre Omer (u.a. Dead Brothers), Money B. (Hells Kitchen) und Fred Raspail aus Genf und Lyon. Alle drei singen und sechs Hände spielen die Instrumente. Gesungen wird in Englisch, Deutsch und Französisch. Musikalisch kommen die drei von etwas verschiedenen Stilrichtungen mit mehr Folk, oder mehr Blues oder dem Swing. Zusammen lassen sie diese Schubladen liegen und machen einfach Musik mit viel Spass, etwas gespenstig manchmal, vielleicht passen sie in die Schublade Folk Noir. Entstanden sind Los Gatillos aus Spass und plötzlich hatten sie genügend Songs für ein Album. Der Spass scheint immer noch da zu sein und die Qualität von guten Songs ebenfalls.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Vom Gipfel Is Tal“ (Hitmill/Phonag)

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Der bereits bekannte Männerchor der besonderen Art ist wieder zurück. Es hat einige positive Neuerungen bei den Liedern gegeben. Die Männer sind noch dieselben und somit auch die Mischung der Dialekte. Der Vortrag der Lieder hat sich geändert, nicht jedes Lied wird von Jodel begleitet, sondern das eine oder andere Lied ist ziemlich Folkpop. Was ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass es immer noch eine Schönwetter Musik ist, und das wollen sie ja sein, nämlich die Herzen erfreuen. Trotzdem ziehen da und dort auf dem Weg vom Gipfel ins Tal Nebelschwaden vorbei. Ein schönes Beispiel ist „Di Bueb“. Lustig gelungen ist „Langnau im Ämmital“ wo die Geschichte erzählt wird von einer Begegnung mit einer schönen Frau im Zug von Bern bis Luzern, sie steigt in Langnau aus, er versucht ihr wieder zu begegnen. Die Geschichte kennt man, aber nicht diese lustigen Reimereien mit den Ortschaften von Ostermundigen bis Entlebuch. Ich finde dieses Album gelungen und wie es weitergeht darf man gespannt sein.

Fredi Hallauer

MAKE PLAIN

Album: „Side Street“ (PDM Records)

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Make Plain ist ein Duo aus dem Tessin, welches englisch singt. Auf dem Album und Live werden sie mit verschiedensten Instrumenten verstärkt. Der Stil ist klar Folkrock und make Plain ist zu vergleichen mit The Two Romans. Beide Musiker singen, abwechslungsweise und zusammen. Eine Stimme ist etwas härter und herrlich kratzig, die andere sanfter und leicht verraucht. Die Songs sind abwechslungsreich und leicht, genau nach ihrem Motto: „Alles ist klar und sonst hör die Musik und es wird klar oder leichter“. Make Plain ist eine Bereicherung für die Schweizer Musikszene.

Fredi Hallauer

SONIC DELUSION

Album: „This Material World“

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Der seit 10 Jahren in Neuseeland lebende Schweizer hat bereits sein 4. Album veröffentlicht. Diesmal ist es ziemlich funky, auch mit schönen Bläsersätzen. Seine Musik hat Einflüsse von überall und ist nicht einzuordnen, vielleicht müsste man die Schublade Funky Folk erfinden. Er selber spielt Gitarre und singt. Dabei sind auch seine langjährigen MitmusikerInnen Sev. Thiebault an den Keys und Missie Moffat an der Perkussion und Gesang. Einen Song gibt es sogar auf Spanisch, warum entzieht sich meinen Kenntnissen. Sonic Delusion hat sich mit diesem Album klar gesteigert und es ist fast ein Muss es gehört zu haben, darum ist es wohl kein Wunder, dass er am Seaside Festival alle seine CD’s, welche er dabei hatte, verkaufte.Man darf sich auf den 5. Streich freuen.

Fredi Hallauer

SUBMARYNE

EP: „Encore“ (Phonag)

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Die junge Lausanner Sängerin hat sich auf ihrer ersten EP verschiedenen bestehenden Songs angenommen, unter anderem „Addicted To You“ von Avicii, aber auch weniger bekannten Stücken, auch eines aus Frankreich. Sie singt mit einer Ausnahme englisch. Submaryne hat eine wunderschöne natürliche Stimme und die Begleitung ist sehr folkig, akustisch im Sinne einer Singer/Songwriterin. Auf das Album, welches 2019 erscheinen soll darf man sich freuen.

Fredi Hallauer

WERNER AESCHBACHER

Album: „Atchafalaya“ (Narrenschiff)

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Der geniale Örgeler Werner Aeschbacher spielt sich hier durch Atchafalaya, das ist ein Teil des Mississippi Deltas. Er liess sich in Louisiana ein Cajun Örgeli bauen. Acht Stücke spielt er mit diesem Örgeli, fünf mit Schwyzerörgeli und eines mit verschiedensten Örgelis. Es ist schön zuzuhören, wie er aus den Instrumenten Gefühle und Töne herausholt, bekannte Stücke spielt aber immer auf seine Art. Er spielt hier natürlich ein bisschen Louisina Sound mit „La Dance De Mardi Gras“, aber auch „Südstaatler“ und weitere Stücke erzählen von seiner Reise. Was mit „Tramp“ gemeint ist, darf jede(r) selber hören. „Autumn Leaves“ wird ein bisschen romantischer bevor dann das Örgeli fast überhitzt in den weiteren Stücken und das auch bei einem Tango. Werner Aeschbacher spielt seine Musik, einfach Solo pur. Ein schönes Stück Musik.

Fredi Hallauer

VERONIKA’S NDIIGO

Album: „Fly“ (Veronika Stalder/Irascible)

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Diese Musik bringt einem irgendwo auf eine Wiese, Sonnenschein und mit vielen Schmetterlingen. Die Band Veronika’s Ndiigo besteht aus Veronika Stalder (Gesang, Gitarre, Geige), Prince Moussa Cossokho (Kora, Gesang), Oli Hartung (Gitarre), Antonio Schiavano (Bass) und Samuel Bauer (Perkussion, Gesang). Da trifft Folk, World und Jazz aufeinander. Die schöne Stimme von Veronika Stalder passt gut zu den Tönen der Kora, auch sonst setzt sie die Stimme häufig als weiteres Instrument ein. Die Musiker spielen einen unverkennbaren Stil mit vielen Verzierungen, Schlenkern und Rhythmuskapriolen und doch ist alles schlicht und nichts überladen. Musik die einem verzaubert.

Fredi Hallauer