CHRISTOPH GREUTER

Album: „Aseweg“ (Narrenschiff)

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Christoph Greuter spielte diese CD fast alleine ein mit vielen Spuren und Overdubs. Er spielt Gitarren von Steelstring über E-Gitarre zu Resonator- und Slidegitarre, dazu Dobro, Hanottere, Krienser und toggenburger Halszither, Banjo, Trümpi, E-Bow und Perkussion. Er ist sowieso ein Mann der alles macht von den Arrangements der traditionellen Stücke bis zu den Eigenkompositionen, und den Aufnahmen. Seine Stücke sind meistens Traditionals aus der Schweiz und Eigenkompositionen in ähnlichem Stil. 26 Instrumentals gibt es hier zu hören, welche sauber gespielt und kreativ gestaltet wurden. Störend bei diesem Album wirkt das Zusammengebastelte, wenn er viele Instrumente übereinander spielt. Normalerweise hört man dort ein Zusammenspiel der Musiker und hier ist es weniger lebendig. Sonst ein schönes Album.

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Fredi Hallauer

AIRE (EVELYN & KRISTINA BRUNNER mit JONATAN BLATY

Live: Im ONO Bern am 3. Februar 2018

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Die beiden zeitgenössischen Volksmusikantinnen und Folkmusikerinnen haben sich mit dem argentinischen Bandoneonspieler, Gitarristen und Sänger zur Gruppe Aire zusammengetan. Das neue Programm spielten sie an diesem Abend in einem vollbesetzten ONO. Die beiden Frauen spielten häufig das Cello und den Kontrabass, dazwischen nahmen sie auch das Örgeli zur Hand. Jonatan Blaty führtre mehrheitlich durch das Programm, welches eine Reise, vor allem durch lateinamerikanische Länder, Musik und Rhythmen führte, dann aber auch in die Schweiz und nach Griechenland. Die Vielseitigkeit der Drei war verblüffend. Wunderschönes Cellospiel zum Bandoneon, perkussiver Bass zur Gitarre und plötzlich übernimmt der Kontrabass die Melodie. Aus dem Walzer 1993, einem relativ traditionellen Stücklein Schweizer Volksmusik wurde ein feuriger Schweizer Walzer mit argentinischem Gewürz, d.h. Schwyzerörgeli, Bandoneon und Cello. Ein Kernstück war ein argentinischer Walzer, welcher die Brunner Schwestern von Jonatan Blaty lernten, dann an einem Volsmusikfest in der Schweiz von einer Ländlerkapelle hörten und in einem Lehrbuch über Schweizer Ländlermusik fanden in der Rubrik „Oft gespielte Stücke aus dem Ausland“, da schliesst sich der Kreis. Das man mit dem Schwyzerörgeli auch Cumbia spielen kann zeigte Kristina Brunner und dass aus Lateinamerika auch ungerade Rhythmen kommen dokumentiert das Stück, welches die Schweizerinnen den 11er nennen. Ein herrliches Konzert, sympathisch, lehrreich und ein Ohrenschmaus.

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Fredi Hallauer

CLARKSDALE BROTHERS

Album: „Strictly Dylan“

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Die Clarksdale Brothers sind eine Gruppe von Schweizern die sich vor allem der amerikanischen Folkmusik angenommen haben. Diese Album, dem zweiten mit ausschliesslich Songs von Bob Dylan spielen sie als Quintett. Der Kopf ist Rick Steiger mit Gitarre und Gesang, Chris Habegger mit Fiddle, Mandolin und Harp, Marc Hermann mit dem Kontrabass und dazu noch Paul von Känel mit Percussion und Drums und der Banjospieler Silvio Beltrametti. Hier wird Bob Dylan folkig interpretiert, was nicht neu ist, denn der Meister tat das mit The Band auch selber. Die Musik ist sehr virtuos. Ein kleiner Fehler hat der Gesang. Der Sänger will Dylan treu bleiben und versucht ein bisschen so wie Dylan zu singen was aber nicht gelingt, aber auch zuwenig eigenständig ist. Ansonsten ist das ein schönes Folkalbum.

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Fredi Hallauer

ALBIN BRUN & PATRICIA DRAEGER

Album: „Glisch D’Atun“ (Narrenschiff)

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Das Duo macht sich ihre Volksmusik selber oder ist das jetzt Weltmusik? Egal. Mit Schwyzerörgeli und Akkordeon, dazwischen auch mal das Sopransaxophon oder Duduk und einmal eine Accordina, spielen sich die beiden von Volksmusik bis in den Jazz hinein. Die zehn Stücke sind Eigenkompositionen in denen aber einige bestehende Melodien eingebaut oder darauf aufgebaut wird. So lässt sich plötzlich zu „Simelibärg“ Tango tanzen oder der „Friedberg-Jodel“ wird ein Instrumentalstück. diese filigranen Klänge belohnen einem bei genauem Zuhören. Ein Ohrenschmaus.

Fredi Hallauer

ZEPHYR COMBO

Album: „Face à l’orage“ (Narrenschiff)

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Die Zephyr Combo sind Geert Dedapper (Akkordeon, Piano, Gitarre, Drehleier); Esther Nydegger (Geige, Querflöte); Ali Salvioni (Perkussion) und Fridolin Blumer (Kontrabass). Alle vier singen, aber da gibt es keinen Chorgesang, sondern alle bei einem anderen Lied. Zephyr Combo spielen vorwiegend Tänze aus Frankreich, dazwischen auch Folksongs. Die Musik ist vielseitig und witzig arrangiert. Eine unscheinbar schöne Musik bei der man sich sogleich wohlfühlt.

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DEAN DENMARK

Album: „Through A Realm Of Utopic Beliefs“

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Der in Zürich lebende Musiker hat ist eindeutig ein folkiger Singer/Songwriter. Er erzählt in seinen Songs Geschichten und begleitet sich mit der Gitarre. Mal ist die Gitarre mehr akustisch, dann wieder leicht rockig oder verzerrt. Sein Gesang, mit einer leicht höheren Stimme aber etwas belegt, besticht bereits beim ersten Hören.  Die elf Songs klingen abwechslungsreich und vielseitig und es macht Freude Dean Denmark zuzuhören.

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SCHLAMASSEL

Album: „Schlamassel“ (schlamassel.ch)

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Schlamassel ist eine Folkband aus Bern, welche mit ihrer Musik so richtig Dampf machen können. Sie spielen vorwiegend Stücke aus Osteuropa, das heisst aus Bulgarien, der Türkei, Russland, Mazedonien, Musik von den Roma und jiddische Lieder. Diese CD ist nicht mehr neu (2015),  aber die aktuelle CD der Gruppe, welche ich erst jetzt entdeckte. Die Band besteht aus zwei Violinen, Tenorsaxophon und Klarinette, Gitarre, Bass und Perkussion und Gesang. Die Musikerinnen und Musiker kommen aus allen verschiedensten Sparten, was eine sehr lebendige eigene Musik ergibt. Mitten in einem Stück der Roma klingt das Saxophon plötzlich jazzig, die akustische Gitarre schrammelt nicht nur sondern da ist viel Flatpicking zu hören, die Geigen haben einen irischen und einen klassischen Touch und die Sängerin singt sich stilsicher durch das ganze Schlamassel. Eine Band welches es Wert ist anzuhören.

Fredi Hallauer