SILHOUETTE TALES

Live: Alti Moschti Mühlethurnen am 21. April 2018

Bild Fredi Hallauer

Das Luzerner Duo eröffnete ein Doppelkonzert in der Alti Moschti. Es war ei typisches folkiges Singer/Songwriterkonzert. Die Sängerin überzeugte mit ihrer kräftigen und irgendwie prickelnder Stimme. Sie begleitete sich auf der Stahlsaiten Gitarre. Ein Gitarrist untermalte und akzentuierte die Songs auf der Nylonsaiten Gitarre. Die englisch gesungenen Geschichten handelten von kleinen Alltagsgegebenheiten und waren gut verständlich. Eigentlich ist es ein Quartett, im Duo klangen sie aber auch wunderbar.

Fredi Hallauer

WINTERSHOME

Interview:

Fredi Hallauer sprach am Zermatt Unplugged mit den drei Frauen von Wintershome

Album: „Around You I Found You“ (India Media Group/Rough Trade)

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Die sechs jungen Leute, drei Frauen und drei Männer, kommen alle aus Zermatt. Alle Sechs singen, dazu spielen sie Gitarren, Keyboards, Bass und Schlagzeug und Perkussion. Herausgekommen ist ein gelungenes Album mit federleichter, luftigem Folkpop, näher beim Folk. Das Album ist sehr abwechslungsreich, da die Leadstimmen wechseln und dann gibt es wieder Chorgesang. Ihre Songs haben sie alle selber geschrieben und sie haben ein gutes Songwriting. Wintershome sind eine Band die international tönt und auch mithalten kann. Sonnenschein und Unbeschwertheit sind beim Hören dieser Musik garantiert.

Fredi Hallauer

BERGERAUSCH

Album: „Nie ghört“ (Narrenschiff)

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Der Untertitel diese Albums heisst „Lieder aus der Schweiz“. Bergerausch das ist Betinko (Bettina Klöti) mit Gesang, Gitarrenbanjo; Vera Kappeler die Pianistin zwischen Jazz und Folk; urs Vögeli an den Saiteninstrumenten und Backingvocals, Luca Ramella an den Drums und Perkussion;  Michael Flury an der Posaune und Christian Weber am Kontrabass. Die Sängerin Betinko, singt mit ihrer sonoren Altstimme Lieder und vertonte Texte, sowie Eigenkompositionen und Texte aus der Schweiz, aus den Bergen. Bekannt sind sicher Texte von Carl Albert Loosli und Adolf Wölfli, mit je zwei Texten, dann traditionelle Lieder wie „Chrieseli“, „S’Bugglet Mannli“ oder „Anneli“, aber so wie hier hat man sie noch nie gehört. Die Lieder sind teils lüpfig, teils nachdenklich und immer ist der Text sehr wichtig und dadurch auch präsent aufgenommen und gemischt. „Nie ghört“ ist ein eigenwilliges Album aber auch ein sehr kreatives.

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DUO SYBE

Album: „Silky Dance“ (Narrenschiff)

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Das Duo Sybe sind Sylvia Manoian mit Gitarre, Tambura, Oktavgitarre und Gesang; und Betty Otter mit Kontrabass, Tambura, Fussperkussion und Gesang. die beiden Frauen kommen aus Zürich. Die Tambura ist eine Langhalslaute von Rumänien und Bulgarien. Sie spielen traditionelle Musik aus Bulgarien, Eigenkompositionen und extra für sie komponierte Stücke von Valeri Dimchev aus Bulgarien, dazu noch rumänische Volksmusik von Bela Bartok arrangiert, ein Stück aus Venezuela, eines aus der Schweiz, eine Zigeunerweise und ein Klezmer Stück. Diese Musik ist echte und gute Worldmusik oder Folk der etwas anderen Art, interessant, spannend und ein Hörerlebnis.

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COLOUR OF RICE

Album: „Oh Darling“ (Echo)

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Die junge Frau aus dem Berner Jura hat ein ganzes Album mit neuen englisch sprachigen Songs eingespielt. Zu hören sind schlichte Stimme und akustische Gitarre, aber was für eine Stimme und wie sie singt. Die glasklare und schlichte Stimme geht fast direkt ins Herz, ohne Kapriolen. Colour Of Rice erzählt von ihren Reisen vom Leben und die Songs gehen immer schön vorwärts. Über Colour Of Rice gibt es gar nicht viel zu schreiben man muss sie hören und das am Besten live. Sie ist für mich eine der grossen und einfachen Stimmen der Schweiz.

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BAHUR GHAZI’S PALMYRA

Album: „Bidaya“ (Irascible)

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Der in der Schweiz im Exil lebende Syrer Bahur Ghazi spielt die Oud und zählt zu den führenden Musikern auf diesem Instrument. Nein hier geht es nicht um arabische Musik oder doch, aber nicht so wie wir es gewohnt sind. Bahur Ghazi hat vier Schweizer MusikerInnen gefunden welche auf bezaubernde Art, seine Musik und Ideen aufnehmen und umsetzen. Es sind das Patricia Draeger (acc), Christoph Baumann (p), Luca Sisera (b), Dario Sisera (d). Er selber wohnt im Bündnerland und die Bandmitgleider zum Teil auch. Die Musiksparte ist schwer zu finden, in welche diese Klänge passen. Irgendwo ist es Folk, arabische Musik und Jazz gleichzeitig. In diesen Instrumentalstücken erzählt Bahur Ghazi von seiner Heimat, von seiner Flucht, von der Schönheit seiner Heimat in der Antike  und der Schönheit der Alpen, das ist alles den Titeln zu entnehmen und man spürt es auch beim Anhören. Für mich ist diese Gruppe und diese Musik  eine grosse Entdeckung und dieses Album gehört auf die Liste  Album des Jahres 2018.

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CHRISTOPH GREUTER

Album: „Aseweg“ (Narrenschiff)

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Christoph Greuter spielte diese CD fast alleine ein mit vielen Spuren und Overdubs. Er spielt Gitarren von Steelstring über E-Gitarre zu Resonator- und Slidegitarre, dazu Dobro, Hanottere, Krienser und toggenburger Halszither, Banjo, Trümpi, E-Bow und Perkussion. Er ist sowieso ein Mann der alles macht von den Arrangements der traditionellen Stücke bis zu den Eigenkompositionen, und den Aufnahmen. Seine Stücke sind meistens Traditionals aus der Schweiz und Eigenkompositionen in ähnlichem Stil. 26 Instrumentals gibt es hier zu hören, welche sauber gespielt und kreativ gestaltet wurden. Störend bei diesem Album wirkt das Zusammengebastelte, wenn er viele Instrumente übereinander spielt. Normalerweise hört man dort ein Zusammenspiel der Musiker und hier ist es weniger lebendig. Sonst ein schönes Album.

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