FESTIVALS

MOON & STARS LOCARNO 2022

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Montag 18. Juli

Nach unserer Anreise in den heissen Süden erfrischte uns Rita Roof mit ihrem luftigen Reggae. Sie sang Englischen und Mundart Reggae und präsentierte alles mit Charme. Mit einer Leichtigkeit brachte sie das Publikum zum Tanzen und singen.

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Später spielte Chelan seine Popsongs zwischen Jazz, NuSoul, Funk und HipHop, und das im Trio. Die Musik begeisterte die Präsentation war verkrampft und die Ansagen so undeutlich, dass man sie auch hätte weglassen können.

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Dienstag 19. Juli

Den Abend eröffnete die einzige Frau auf der Piazza Grande, nämlich Candy Dulfer mit ihrer achtköpfigen Band. Sie bot ein echtes Konzert und keine Show. Die Stücke dauerten oft etwas länger und meistens spielte sie ein ausgiebiges Solo, manchmal im Duet mit Gitarre oder Piano. Sie glitzerte wie ein Svarovsky Shop und ihre Musik tat dies ebenso.

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Der zweite Act auf der Piazza Grande war Zucchero. Er trat mit einer riesen Band auf. Zwei Gitarren, zwei Schlagzeuge, zwei Keyboards, dazu Bass, drei Bläser und Backgroundsängerinnen, welche auch ein Duet mit dem Maestro sangen oder solistische Einlagen hatten. Am Schlagzeug und der Gitarre, sassen bzw standen zwei Frauen. Zucchero selber sang und spielte ein paar Mal Gitarre. Song reihte sich an Song ohne Zwischentexte. Nach 45 Minuten sang er „Baila“. Teilweise dirigierte er seine hervorragende Band und dann wurde es ein bisschen symphonisch. Es war tolle handgemachte Musik ohne Einspielungen. Einzig bei „Misere“ wurde Pavarotti akustisch und optisch mittels Video eingespielt. Seine grössten Hits verteilte Zucchero sparsam auf die zwei Stunden und so entstand ein grossartiges Konzert.

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Mittwoch 20. Juli

Royal Republic eröffneten den Abend als Freunde der Toten Hosen. Die schwedische Rockband spielte straighten Gitarrenrock mit vielen witzigen Showeinfällen. Manchmal spielte der Leadsänger etwas stark den Kasperli. Ein tolles Konzert zum Aufwärmen.

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Dann kamen sie auf die Bühne, Die Toten Hosen. Sie legten gleich gewaltig los und rockten das Moon and Stars. Auch mit den Aussagen war er gewaltig, politisch und sozialkritisch. Die Lieder kannte man und sie wurden lauthals mitgesungen. In Speerzonen wurden offizielle Pyros abgefeuert. Es fehlte nicht was zu einem Hosen Konzert gehört. Fahnen wurden vor die Bühne gebracht für ein Lied und dann wieder entfernt.

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Sehr gut inszeniert und organisiert war das ganze Drumherum. Die Toten Hosen feierten mit ihren Fans ein tolles Geburtstagsfest zum 40.sten.

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Donnerstag 21. Juli

Pegasus eröffnete den Abend. Sie wärmten das Publikum auf und kamen dabei ins Schwitzen. Dann wurde gesungen auf der Piazza Grande. Noah Veraguth betrat eine kleine Bühne und sang mit der akustischen Gitarre. Es folgte eine Trommelshow auf der Bühne. Nachher ging es Stadionhymnen mäsdig ab mit singen und tanzen. Pegasus verstand es einmal mehr die Leute zu begeistern und zu unterhalten. Toller Auftakt des Abends mit intelligenter Popmusik. Sozusagen als Zugabe stiess Anna Rossinelli zu den vier Männern um ein Duett zu singen, nämlich „Victoria Line“.

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Die Piazza Grande wartete auf James Blunt. Die Herzen der vielen jungen und älteren Frauen hatte er schon lange erobert. Er spielte bereits das fünfte Mal auf der Piazza. Zuerst liess er es rocken, dann kamen die alten Hits zum Mitsingen und Handy schwenken. Bei seinen Ansagen wurde klar, dass er sehr witzig ist. Dann liess er es wieder mit seiner Band rocken. So ging es abwechslungsreich durch das Konzert.

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Auf der Piazza Piccola begeisterte La Nefera mit ihrem Latinrap. Schlagzeug, Sousaphon oder Horn manchmal einen Rapper riss das Publikum vom Hocker. Ein super Konzert.

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Freitag 22. Juli

Auf der Piazza Piccola eröffnete Mattiu mit einem schönen und vielseitigem Konzert in rätoromanisch .

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Auf der Piazza Grande bot Seven eine tolle umwerfende Show. Seine Band, teils bekannt von „Sing meinen Song“, aber ohne Bläser, dafür mit DJ, war super. Seven startete auf dem Beleuchtungsturm und badete diverse weitere Male im Publikum.

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Sein Repertoire umfasste sowohl englische wie deutsche Songs. Es war eine riesen grosse und sehr überzeugende Show, welche aber trotzdem eine hohe Musikalität hatte. Das Schlusslied „Lass uns anders sein“ ist ein Pflichtlied für die Schulen.

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Die Fantastischen Vier übernahmen die gute Stimmung und liessen das Publikum eine riesen Party feiern. Sie teaten mit zwei Schlagzeugern, Bass, Gitarre, Keyboard, Synthie und DJ auf. In bester Laune und überwältigt von der Kulisse von Locarno, spielten sie Hit um Hit, schön aufgereiht wie Perlen auf einer Kette. Der Sound war super und jedes Wort konnte man verstehen.

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Port Polar boten ein packendes Konzert mit ihrem fetzigen, modernen Mundartrock. Neben den Gitarren setzten sie auch Synthies ein um loszufetzen.

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Samstag 23. Juli

Bei grosser Hitze spielte Argyle seinen heissen Sound mit seiner Band. Seine Musik bewegte sich zwischen Rock und Bluesrock. Auffallend war seine starke und leicht angerauhte Stimme.

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Stress spielte ein tolles Konzert und bot eine wahnsinns Show. Er badete in der Menge, schoss Konfetti ab und sang neue und alte Songs. „Angelina“ in Mundart fehlte auch nicht. Seine Aufrufe und Aussagen waren klar und deutlich, vor allem die für die Liebe und gegen den Krieg des Machthabers, welcher nichts respektiert. So spielte er Song für Song und plädierte für die Anderen ein Licht zu sein. Er liess die Leute hüpfen und singen und sogar einem Moshpit gab es. Stress liess nichts aus.

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Seed waren der letzte Act auf der Piazza Grande. Sie liessen mit ihrem Dancehall und Reggae das Publikum in den Sonntag schweben. Gleichzeitig boten sie zu 13. Ein riesen Spektakel. Mit diesen herrlichen Vibes ging ein wunderschönes Festival zu Ende.

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Im Vorfeld wurde über den Frauenanteil lamentiert. Ok auf der Piazza Grande war Candy Dulfer die einzige Bandleaderin, aber Zucchero hatte mehrere starke Frauen in der Band, Schiselle bei Seven und Carolynne bei Stress präsentierten sich ebenfalls als starke Frauen. Auf der Piazza Piccola hatte es einen grossen Frauenanteil auf der Affiche und da und dort noch eine Frau in einer Band. Die Frauen in Locarno glitzerten und funkelten nicht nur optisch sondern auch musikalisch.

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Das Moon & Stars 2022 war ein sehr vielseitiges Festival und alle Stars gaben ihr Bestes wie auch das Publikum. Die Stimmung war gut und freundlich, noch unter dem Mond war es heiss von der Sonne. Bis im nächsten Jahr.

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Fredi Hallauer

STARS OF SOUNDS MURTEN 2022

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Donnerstag 7. Juli 2022

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Der Buena Vista Capital Club eröffnete beim schönsten Wetter das Stars of Sounds in Murten. Das Publikum war noch klein, liess sich aber von der sehr guten Salsa Band aus Bern, begeistern. Die neun Musiker*innen sangen und musizierten grossartig. Die erste grosse positive Überraschung des Festivals.

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Als zweite Band traten sechs in weiss gekleidete junge Frauen auf die Bühne, die Las Karamba aus Spanien und Lateinamerika. Sie spielten sowohl traditionellen Salsa wie auch urbane Latinmusik. Auch die Las Karambas spielten und sangen auf hohem Niveau. Die zweite Überraschung.

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Die dritte Überraschung folgte auf den Fuss. Es waren die sechs Männer von inner Circle. Sie liessen von Anfang an die Bühne Beben und die Leute tanzen. Die Jamaikaner lieferten nicht nur Hits ab, sondern spielten ein aktuelles Programm, satter Sound, erdig und erfrischend und trotzdem auch politische Statements dazwischen. Ein grossartiges Konzert.

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Freitag 8.Juli 2022

Den Schweizertag eröffneten die Fribourgerband The Hubbles. Das Quintett heizte mit internationalen Hits ein. Die Coverversionen wurden musikalisch sauber gespielt. Bei der Ausstrahlung der Band ist noch Luft nach oben.

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Zwischen den Konzerten auf der Hauptbühne spielte jeweils La Gustav auf einee kleinen Bühne am See. Die jungen Künstler*innen spielten in den verschiedensten Zusammensetzungen.

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Auf der Hauptbühne überzeugte Zian mit einem grossartigen Auftritt. Seine Bühnenpräsenz, seine Stimme und Songs plus seine hervorragende Band überzeugten das Publikum. Zian schrieb Songs für die grossen Bühnen, aber trotzdem mit Tiefgang und Intimität. Sein intelligenter Pop ist die Musik der Zukunft und seine Stimme sowieso.

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Naomie Lareine war der nächste Act. Am Anfang war sie etwas verhalten. Aber bald war sie gelöster und liess es richtig Grooven. Ein toller Auftritt für so eine junge Künstlerin.

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Die nächste Band ist seit 20 Jahren gemeinsam unterwegs. Die Rede ist von Open Season. Mit ihrem Rocksteady, Ska und Reggae rissen sie das Publikum mit. Sie hatten echt Freude am Auftreten und drehten zusammen mit dem Publikum durch. Eine richtige Party fand statt.

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Hecht fuhr mit der Party weiter. Schaffte es aber auch dazwischen ein besinnliches Lied zu spielen, so dass das Publikum aufmerksam zuhörte. Sonst gaben sie Vollgas. Manchmal machen sie etwas viel Klamauk, aber das ist Hecht und darum ok. Ihr Stil ist einzigartig in der Schweizer Mundartrock Landschaft und dieses Konzert bewies es wieder.

Bild Kathrin Hallauer

Samstag 9.Juli 2022

Der Samstag stand unter dem Thema Sun Dance. Es spielten von 12 bis 24 Uhr DJs und SheDJs ohne Unterbruch. Das zahlreich erschienene Publikum übernahm die Vibes und Grooves von der Bühne und tanzte gemütlich dazu.

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Hier noch ein paar Impressionen vom Samstag.

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Fredi Hallauer

CHRISTMAS SESSION BIEL 2021

17. November 2021

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Pünktlich um 20 Uhr eröffnete die Ellis Mano Band die Christmas Session und den ersten Abend. Ihr im Blues orientierter Rock fand Anklang. Toller Gitarrist und Tastenmann unterstützten den Sänger in den Stimmungen. Bass znd Schlagzeug sorgten für den Druck. Ein klarer Sound machte das Konzert zum musikalischen Leckerbissen.

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Jamie Cullum übernahm die Bühne und die gute Stimmung. Er startete alleine am Piano ganz leise und langsam kam die siebenköpfige Band dazu. Er verstand es Spannungen aufzubauen und spielte  mal leise mal laut, mal Pop, Rock mal Jazz. Eine alte Jazznummer spielte er, welche sonst nicht mehr im Programm ist, und die er bei seinem ersten Schweizer Konzert spielte. Der Rockmusiker und dazu passende Attitüde kam auch nicht zu kurz mit auf dem Flügel herumrennen, vom Flügel springen und ein Bad im Publikum nehmen. Darauf folgte ein langes Solostück bei dem er den Flügel als Perkussionsinstrument benutzte, dazu Beatboxte, die Saiten im Flügel bearbeitete und dazwischen lange Passagen schönsten Jazz spielte. Einen fulminanten Weihnachtssong aus seiner Feder mit Tanzeinlage der Backgroundsänger*innen brachte den Saal zum kochen. Am Schluss wollte er das Publikum bei der Bühne und machte Party.

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18. November 2021

Der Abend wurde von Shem Thomas und seinen beiden Musikern eröffnet. Er spielte neue Songs, teils mit Drumpad. Dann nahm er die Gitarren zur Hand und spielte einen alten Song als Reggae zum mitgröhlen und dann zum Schluss noch „Crossroad“. Shem Thomas überzeugte mit seiner Vielseitigkeit und seiner souligen Stimme. Wenn sie zu viel wollten und zu laut wurden litt die Soundqualität.

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Auf den Hauptact James Morrison war das Publikum sehr gespannt. Viele junge Frauen waren anwesend. James Morrison kam mit seiner siebenköpfigen Band auf die Bühne und sang alte und brandneue Songs mit seiner souligen Stimme. Hammond und E-Gitarre brachten noch mehr Seele hinein. Die beiden Backgroundsängerinnen waren zu laut und zu schrill eingestellt. Bei den lauten Stücken scheiterte die Band an der Akustik des Kongresshauses Biel. Irgendwann verlor das Konzert seine Spannung und begann dahin zu plätschern. Dann sang James Morrison seine Hits und alle die jungen Frauen kreischten und sangen mit, das brachte die Stimmung zurück.

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19. November 2021

Heute war Musik aus der Schweiz angesagt. Der Abend wurde von Nils Burri eröffnet, da der Sänger der angekündigten Megawatt erkrankt war. Nils Burri sang, spielte Gitarre und ein auf die Füsse reduziertes Schlagzeug, dazu stand noch ein Bassist auf der Bühne. Er hatte einen schweren Stand als Ersatz, gab alles und begeisterte mit seiner Stimme und seiner Dynamik der Songs. Das Publikum konnte er für sich begeistern.

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Die nächsten Schweizerband war Natacha sie trat mit einer jungen Band auf. Der Auftritt hatte Mängel an allen Ecken. Die Band war zu laut zum Gesang, vor allem das Schlagzeug.  Natacha intonierte nicht immer sehr sauber und das Timing stimmte ebenfalls manchmal nicht. Sie sang eher unbekannte Lieder und konnte das Publikum nicht fesseln. Die instrumentalen Parts gehörten in den Dreampop. Mit der Zeit bekamen die Mischer den Sound in den Griff. Nach einer Stunde dann der erste Hit „Nadisna“. Dann noch das letzte Lied das wieder einfach so ein Popsong war. Als Zugabe dann noch „Söli söli nid“. Das Publikum war mässig begeistert. Ich hörte Stimmen wie „Hoffentlich ist George nachher besser“. Pause

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Dann kam George mit seiner Band. Sie rockten das Kongresshaus und das Publikum war bald aus dem Häuschen. Er mischte bekannte Songs mit neueren und brandneuen Liedern. Die Musiker überzeugten ebenfalls. George war authentisch und man glaubte ihm was er erzählte und sang. Das Publikum sang mit und George rettete den Abend für viele im Publikum.

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20. November 2021

Ira May machte den Anfang. Mit ihrer Band, Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug sang sie ihre Songs, darunter zwei neue. Alles war sehr schlicht und da kam die sehr starke Stimme bestens zur Geltung. Der ausgewigene Sound trug zum gelungenen Konzert bei. Ein ehrliches und gutes Konzert.

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Nach der Pause betrat die bezaubernde und umwerfende Joss Stone die Bühne. Mit ihrer achtköpfigen Band zelebrierte sie den modernen Soul und RnB. Ihre Stimme bewegte sich zwischen säuseln, mädchenhaftem Lachen, kreischen und kratzen bis hin zur Gospelstimme. Sie sprach etwas zuviel zwischen den Stücken, aber das brauchte sie zm Tee zu trinken und die Stimme zu erholen. Joss Stone war ein Ohrenschmaus und mit ihrer sympathischen Art umgarnte sie das Publikum und gewann es sofort für sich

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21. September 2021

Roberto Brigante , der Italiener aus Thun eröffnete den heutigen Abend mit seinen herrlichen Canzoni. Er brachte auch Lokalkolorit vom Absatz in Italien mit. Das Publikum ging ganz mit und seine fünf Mitmusiker leisteten tolle Arbeit. Gutes Konzert toller Sound und hervorragende Stimmung.

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Dann kam der sehnsüchtig erwartete Auftritt von Albano und Romina Power . Sie starteten nach einem langen Intro gleich mit zwei Hits. Dann folgte ein italienischer Gast der englisch sang. Langes Palaver dazwischen und Albano Power als Heldentenor füllten das Programm und riss das italienischbstämmige Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Es folgte ein Canzone und dann sang er mit seinen Backgroundsängerinnen zusammen „Azzuro“, das Kongresshaus kochte. Romina übernahm die Bühne. Sie sang englisch, auch ein eher religiöses Lied. Chatanooga Choo Choo, Alexanders Ragtime Band folgten und dann Power To The People mit einer eher impfskeptischen Aussage. Albano sang dann Tschaikowski, gefolgt von Ave Maria, also ein kleiner Tenor Abend. Verdis Gefangenenchor aus Nabucco reihte sich ein. Hatte das Publikum nicht andere Erwartungen? Dann sangen sie noch einen amerikanischen Schmachter zusammen. Es glich einer Seifenoper. Und jetzt endlich stiegen sie in die Hits ein, das Publikum sang stimmkräftig mit. So ging es dann Schlag auf Schlag weiter und das Publikum war versöhnt.

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Die Christmas Sessions 2021 waren grossartig. Gut organisiert, keine Wartezeiten wegen dem Zertifikat, freundliches Personal beim Eingang, Garderobe, Bar und im Saal. Man darf sich auf den 22. bis 27. November 2022 freuen.

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SEASIDE SPIEZ 2021

3. September 2021

Das Seaside Festival startete mit schönstem Wetter und dank Zertifikat ohne Maske. Den Auftakt machten im Campfire junge Musiker*innen von La Gustav. Die Bands spielten auf hohem Niveau.

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Die Hauptbühne wurde von den Halunke eröffnet. Sie veröffentlichten gleichzeitig ihr neues Album „Flamingo“. Ihr Repertoire beinhaltete Lieder von früher und vom aktuellen Album. Anja übernahm mehr Anteil im Gesang, sogar Soli oder Leadgesang. Der Gitarrist brillierte ebenfalls. Ein tolles Eröffnungskonzert.

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Die Session Bühne wurde von Sina Lark aus Thun eröffnet. Mutig sang sie eigene Lieder zu akustischen Gitarre oder Covers z.B. von Ed Sheran.

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Auf der Hauptbühne folgte Open Season und zum erstenmal ging die Party trotz relativen hohen Temperaturen und Sonnenschein so richtig ab. Die Band war in bester Spiellaune

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Nächster Ort: Session Bühne, Kümstler: Aaron. Der junge Mann performte mit einer Wahnsinnsstimme und begleitete sich auf Gitarre und Klavier. Vergleiche mit Marius Bär liegen auf der Hand.

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Gentleman enterte die Hauptbühne und liess seinen Dub, Dancehall, Reggae beben. Er sprach aber viel zu viel und so konnte er die Spannung der Musik nicht halten. Auch seine Zwischentexte waren eher in Richtung doof. Nicht gerade der Knaller.

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Im Campfire spielten anschliessend Boris Pilleri’s Jammin und wie. Sie brachtwn die Holzhütte zu siebt zum Beben. Spitzenmusik von Spitzenmusikern.

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Die nächstem auf der Hauptbühne und die Stars des Abends waren Patent Ochsner. Sie traten in einer riesigen Besetzung auf mit einem fünfer Bläsersatz. Einen interessanten Klang steuerte die Basstrompete bei. Alle Musiker*innen waren bei bester Laune und es wurde richtig viel musiziert. Lange Soli zwischen Jazz, Rock und Klassik boten die verschiedensten Musiker. Das Repertoire war bunt gemischt von heute bis vorgestern und zurück, Hits neben weiger Bekanntem, schnell neben langsam. Büne Huber machte schöne Ansagen. Schon während dem Konzert wurde es magisch mit dem 10’000 köpfigen Chor und bei der Zugabe mit Scharlachrot gab es Hühnerhaut. Es war einfach nur grossartig.

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4. September

Eröffnung im Campfire mit tollen Musikern von La Gustav. Grossartig was diese jungen Kümstler*innen spielen, zwischen Rock, Pop, Mundartrock mit schlauen Texten und alles mit Leidenschaft und viel Freude gespielt, in den verschiedensten Besetzungen.

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Die Hauptbühne eröffneten The Souls mit ihre heissen Poprock. Sie begesterten das schon zahlreich erschienene Publikum. Klar gewinnen sie auch hier den Preis für die schönsten Frisuren. Der Gitarrist glänzte mit geilen Soli. Ein solides Konzert.

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Sina spielte ein Konzert mit voller Band. Die Gitarrenband, manchmal mit Cello, konnte es auch rocken lassen. Sina trat souverän, wie immer, auf. Sie sang sich durch Lieder ihrer Karriere von heute bis gestern. „Memphis“ von Polo und der Schmetterband passte sie an den Thunersee und das Wallis an. Ihre kurzen Anekdoten erzählte sie amüsant. Ein sonniger fröhlicher Nachmittag mit Mundartrock.

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Auf der Sessionbühne trat May Sheila auf. Sie begleitete sich selber mit Ukulele, Gitarre und Piano. Die Begleitungen waren nicht nur glücklich und passten nicht zu ihrer schönen Stimme. Ihre Ansagen waren ebenfalls eher zuviel des Guten. Ein guter Ansatz ist vorhanden.

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Auf der Sessionbühne glänzte Julia Heart mit angenehm warmer Stimme und schönen Songs. Sie selber spielte Gitarre und wurde von einem Mann an den verschiedenen Saiteninstrumenten begleitet. Viele Leute entdeckten hier eine wichtige junge Künstlerin.

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Auf der Hauptbühne blies Ian Anderson mit Jethro Tull in die Flöte und sie legten druckvoll los. Musik machen kann er immer noch sehr gut und das koboldhafte sieht man immer noch. Leider ist seine Stimme für die höheren Lagen und überhaupt nicht mehr ausreichend. Mit Techmik, liess Audiotune wird das Defizit bearbeitet und dann tönt es absolut schlimm. Schade. Jethro Tull spielte sich durch das alte riesige Repertoire. Gute Musiker machten das Konzert zu einem Genuss.

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Peter Maffay war der nächste alternde Star. Man war gespannt, da er eine Rockshow ankündigte, unterdessen aber noch ein Liedermacher Album veröffentlichte. Er startete mit einer riesen Band und einem Gitarrenbrett bestehend aus vier Gitarristen. Es rockte so richtig und das ältere Publikum hob ab. Textlich war nichts zu verstehen. Später wechselte er zu ruhigeren Tönen, aber es gab keine Chance viel zu verstehen. So bot Peter Maffay ein tolles Konzert mit Gitarren, Backgroundsänger*innen, Perkussionistin zu den üblichen Instrumenten einer Band.

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