FESTIVALS

BERNER RAP NACHT

Am 6. Mai 2017 fand die Berner Rap Nacht im Bierhübeli Bern statt. Es starteten  Soube & Dylan.

Die zwei Rapper plus eine Sängerin und Rapperin und teilweise verstärkt hatten es schwer als Newcomer den locker gefüllten Bierhübeli Saal in Stimmung zu bringen. Sie hatten gute Ideen mit Trommeln, setzten sie aber zuwenig konsequent um. Die Beats waren recht gut, die Texte dafür nicht sehr gut zu verstehen. Sie legten zuviel Energie hinein um die Leute zu animieren.

Als zweites kamen  die Gäste aus Luzern Marash & Dave zum Zug.

Sie wurden als Wirbelwinde aus Luzern angekündigt, kamen aber eher ziemlich brachial daher. Die Beats kamen ausschliesslich vom Computer und vor allem war der Gesang auch dabei, was sich dann mit dem Live Gesang zusammen oft etwas komisch und dumm anhörte, vor allem wenn es nicht synchron war. Die Texte waren pubertär, was aber dem Alter der Rapper und des Publikums sicher gerecht wurde. Sie waren ebenfalls krampfhaft bemüht die Leute zu animieren, was das Publikum denn auch tat.

Kaiser & Dimitri folgten.

Die beiden Rapper die vormals Hobbiz hiessen, zeigten ihre wahre Klasse und Erfahrung. Sie rappten locker daher und das Publikum machte ohne Aufforderung mit. Der DJ war ein richtiger Old School Mann, der scratchte und die Plattenteller von Hand bearbeitete. Die Texte aus allen Zeiten überzeugten, waren selbstkritisch und ihr Auftritt riss das junge Publikum richtig mit.

Dawill von S.O.S begann als Solist und später war dann auch die S.O.S Crew auf der Bühne.

Er kam erfrischend daher. Bereits sein Outfit war anders, seine Beats stark von der Karibik beeinflusst. Seine Texte meist sozialkritisch und selbstkritisch. er liess die Leute auch bashen und richtig abgehen. Sein kleiner Sohn rappte auch mit und wie schon erwähnt die S.O.S Crew. Dawill ist die Entdeckung des Abends, noch kein Grosser, aber er kann es werden.

Nemo wurde als Dessert angepriesen und das Versprechen hielt er auch.

Er hüpfte sicher am wildesten auf der Bühne herum, rappte seine guten Texte mit seinem unerhörten Flow und strahlte viel Energie und Sympathie aus. Zum Schluss dann auch seine beiden Hits „Kei Bock“ und „Himalaya“. Nemo zeigte, dass er auf dem Weg ist Nummer eins der Rapper zu werden.

Fredi Hallauer

MOMENTS OF MUSIC

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Das erste Moments Of Music geht dieses Jahr über die Bühne der Kursaal Arena in Bern. Dort ist das Publikum relativ nahe bei den KünstlerInnen.

Donnerstag 4. Mai 2017

Christoph Mae

Foto: Moments Of Music

Christoph Mae eröffnete pünktlich das spezielle Festival. Er trat mit vier Musikern und vier Sänger und Tänzer auf. Gleich von Beginn weg war zu merken hier gibt es eine grosse Show. Christoph Mae überzeugte gesanglich und auf der Bluesharp. Zwischendurch entstand sogar ein Jam mit seinen Musikern, was musikalisch zum Höhepunkt des Konzertes wurde. Der Mann mit dem Hut konnte aber noch mehr, nämlich tanzen und Show machen. Er riss das Publikum förmlich von den Sitzen und das bereits beim zweiten Song, liess es zwischen den Stuhlreihen von links nach rechts und rechts nach links tanzen, mitsingen und klatschen. Er selber war immer wieder im Publikum anzutreffen. Seine Musiker und Sänger bekamen auch ihre Soli. Glänzen taten neben den Sängern vor allem der Bassist und der Drummer. Das Repertoire umfasste, fetzige Tanznummern und Balladen. Angekündigt wurde eine Achterbahnfahrt die besser ist als ein Nachtessen in einem französischen Bistro. Das Versprechen wurde erfüllt.

Foto: Moments Of Music

Lisa Stansfield

Foto Moments Of Music

Das zweite Konzert des Donnerstagabend wurde von Lisa Stanfield der bitischen Sängerin bestritten. Ihre neunköpfige Band produzierte eine Soundwand, welche sehr undifferenziert war. Lisa sang mit ihrer markanten Stimme, welche etwas grell gemischt war. Sie versuchte mit ihrem 80iger Jahren Pop die Party zu machen, was ihr aber leider nicht gelang. ein paar mal standen die Leute noch auf zum Tanzen und Klatschen, gaben es aber schnell auf, da von der Bühne der entsprechende Kick nicht kam. Nach der Hälfte des Konzertes begann sich der Saal zu lichten obwohl es erst 22.30 Uhr war. Lisa Stansfield wirkte irgendwie peinlich und musikalisch war, ausser der starken Stimme, auch nicht viel auszumachen.

Foto Moments Of Music

Freitag

Stefanie Heinzmann

Fotografie: Moments Of Music

Stefanie Heinzmann ist erblondet und zuerst erkannte man sie gar nicht. Sonst trat sie mit ihrer gewohnten Band auf. Nach einer Pause war es das zweite Konzert. Sie gab mit ihrer Band ein solides und gutes Rockkonzert. Stefanie Heinzmann stand klar im Rampenlicht, aber ihre Musiker und die beiden Backgroundsängerinnen bekamen auch ihren Platz um sich musikalisch zu zeigen. Das immer aufstehen müssen und laahhhhaaa singen grenzte etwas an Nötigung. Eigentlich müsste es selber entstehen, wenn das Konzert das Publikum von den Sitzen reisst. Stefanie Heinzmann übertrieb es ein bisschen. Dem musikalischen des Konzertes tat das keinen Abbruch, ausser das ohne diese Sachen vielleicht noch 2 Lieder mehr hineingepasst hätten. Stefanie Heinzmann ist ein sicherer Wert für solche Konzerte.

Anastacia

Fotografie: Moments Of Music

Der Start des Konzertes war fulminant. Zwei Frauen hämmerten auf eine grosse Trommel und der Drummer spielte seine Drums auch im Jungle Style. Dann kam Anastacia und rockte die Bühne mit ihren Hits und weniger bekannten Songs. Die gebotene Show war ziemlich üppig. Die Trommlerinnen legten Ausdruckstanz vor, sangen und spazierten über zwei Ebenen auf der Bühne herum. Ebenfalls Anastacia war überall auf den zwei Ebenen anzutreffen. Nach einer halben Stunde zogen sich die Damen um, von Hosen, bzw. Jeans in Röcke. Ein Ventilator blies die Haare von Anastacia so künstlich echt herum und von der Backgroundsängerin den rock fast weg. Das Licht stimmte zum Erstenmal an dem Event extrem genau. Musikalisch gab es keine Höhepunkte. Anastacia sang wie immer mit ihrer starken Stimme ohne einem zu berühren. Die Band rockte was das Zeugs hielt, aber auch das ziemlich als Soundwand.

Fotografie: Moments Of Music

Fredi Hallauer

ROCK MONSTERS OF SWITZERLAND

Am 3. März fand in der Festhalle Bern dieses Festival statt mit den lauten Gitarren.

SHAKRA 

Shakra startete den Abend in der ausverkauften Festhalle. Sie waren spielfreudig und zeigten sich von der besten Seite. In Bezug auf Bühnenpräsenz übertrafen sie sich für ihre Verhältnisse. Die Gitarristen solierten fantasievoll. In ihrer halben Stunde konnten sie das Publikum erobern.

KROKUS

Die älteste der Band an diesem Abend waren Krokus. Sie spielten sich durch die meisten Songs der neuen CD und warfen immer wieder ältere Titel ein. Chris von Rohr war auf der Bühne und machte seine Sache sehr gut, obwohl er von Fieber gepeinigt wurde. Dafür gaben seine Kollegen Gas und rockten das begeisterte etwas ältere Publikum. Die Gitarristen solierten was die Saiten hielten und der Schlagzeuger bearbeitete seine Felle in einem Solo nochmals so hart. Marc Storage sang sicher und dynamisch und gehört immer noch zu den besten Shoutern. Nach einer guten Stunde verabschiedeten sich Krokus mit zwei Zugaben aber ohne „Bedside radio“.

GOTTHARD

Etwa um 22 Uhr starteten Gotthard sehr druckvoll und übernahmen die Stimmung und die Energie ihrer Vorgänger. Nic Maeder zeigte sich nicht nur als guter und geübter Shouter sondern auch als ein ebensolcher Entertainer. Leo Leonnie brillierte auf der Gitarre egal ob laut oder leise, schnell oder balladesk. Der eingesprungene Schlagzeuger von Helloween ( da Henna erkrankt ist) trommele als ob er schon immer dabei war. Faszinierend war sein Schlagzeugsolo auf dem E-Bass, natürlich auch das auf seinem Schlagzeug. Im Mittelteil spielten und sangen die beiden Gitarristen mit Nic Mäder und ihren akustischen Gitarren die Balladen von Steve Lee mit Publikumsuntersützung. Da die Band ihr 25 Jahr Jubiläum feierte gab es von alten Klassikern wie „Mountain Mama“ und „Hush“ bis zu Songs aus de neuen Album „Silver“ zu hören. Gotthard bot ein grandioses Konzert.

GOTTHARD UND KROKUS

Als Zugabe spielten die Bands zusammen. Beide Sänger und alle Gitarristen plus Bassisten zelebrierten „Bedside Radio“ und „Mighty Quinn“. Es war ein grandioser Abend bzw eine grandiose Nacht.

Fredi Hallauer

SEASIDE FESTIVAL SPIEZ 2017

Seaside Festival vom 25. bis 26. August 2017

Rock-Legenden in der „schönsten Bucht Europas“

seasidefestival.ch

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Vom 25. bis 26. August 2017 wird erstmals das Seaside Festival Spiez ausgetragen. In der «schönsten Bucht Europas» sorgen Kult-Bands wie Status Quo oder Manfred Mann’s Earth Band für musikalische Höhepunkte. Daneben stehen jüngere Hitparaden-Überflieger wie Trauffer, Rea Garvey oder Hecht auf dem Programm. Auch abseits der Musik setzen die Organisatoren auf Vielfalt und Qualität – beispielsweise mit dem regionalen Festival-Wein. Der Vorverkauf startet am 13. Dezember 2016. Ebenso wie derjenige fürs Partnerfestival, das SummerDays Festival in Arbon.

An der Premiere des Seaside Festivals in der Spiezer Bucht steht die musikalische Vielfalt im Zentrum: Der erste Festivaltag (Freitag, 25. August 2017) steht ganz im Zeichen moderner Pop-Musik. Rea Garvey feierte lange Jahre mit seiner Band Reamonn Erfolge auf der ganzen Welt – dank dem Hit «Supergirl». Auch als Solokünstler steht Rea Garvey für grosse Pop-Melodien und gefühlsvolle Rock-Songs. Daneben kommt die Schweizer Musik in Spiez nicht zu kurz: Hecht reiten mit ihrem mitreissenden Mundart- Rock seit Monaten auf einer Erfolgswelle. Und Pegasus wollen ihren Platz an der Spitze des neuen Schweizer Pops ebenfalls mit neuem Album zementieren. Weitere Bands, darunter auch der Headliner, werden in Kürze bekanntgegeben.

Musikgeschichte und Swissness
Am zweiten Festivaltag (Samstag, 26. August 2017) tritt eine geballte Ladung Musikgeschichte in Spiez auf. Status Quo sind seit über 50 Jahren unterwegs. In dieser Zeit hat die Band um Frontmann Francis Rossi mit Hits wie «Rockin’ All Over the World» Millionen von Fans begeistert. Jüngste Beispiele: ihre beiden akustischen Alben. In der Spiezer Bucht setzen sie allerdings für einmal wieder auf Stromgitarren. 40 Jahre Musikgeschichte gibt’s bei Manfred Mann’s Earth Band und ihrem Progressive Rock zu entdecken. Vor über 30 Jahren wurden The Hooters im «Rolling Stone» als beste neue Band des Jahres ausgezeichnet. Diesen Vorschusslorbeeren wurden sie in all den Jahren dank zahlreichen Rock-Hits mit Reggae- und Folk-Einflüssen gerecht («Johnny B»). Aber auch am zweiten Tag kommt die Schweizer Musikgeschichte nicht zu kurz: Die Mundartlegenden von Span («Louenesee») blicken ebenfalls auf eine über 40 Jahre andauernde Karriere zurück. Nicht ganz so viel Bühnenerfahrung bringt Trauffer mit. Dafür hat der «Alpentainer» aus Brienz in den letzten Jahren mit viel Swissness unzählige Rekorde gebrochen und sämtliche Shows ausverkauft. 2017 wird Trauffer live etwas kürzer treten. Umso schöner, dass er in Spiez dabei ist.

Tickets

Der Vorverkauf startet am Dienstag, 13. Dezember um 08.00 Uhr bei Ticketcorner.
Ein Tagespass kostet CHF 99.–, ein Zweitagespass CHF 179.–.
Der Besuch des Seaside Festivals ist für Kinder unter 13 Jahren (Jahrgang 2005 und jünger) – in Begleitung einer erwachsenen Person – kostenlos.