SEASIDE SPIEZ 2027

Interviews
Carrousel
Am Freitag sprachen Kathrin und Fredi Hallauer am Seaside mit den Beiden von Carrousel
Sens Unik
Am Samstag sprachen Kathrin und Fredi Hallauer am Seside mit allen Musiker:innen von Sens Unik
Ellis Mano Band
Am Samstag sprachen kathrin und Fredi Hallauer mit den Musikern der Ellis Mano Band

Freitag, 28. August

Das Festival wurde durch Carrousel eröffnet. Das Duo wurde mit drei Bläsern, (Trompete, Posaune und Sousaphon) und einem Schlagzeuger unterstützt. Sie selbst spielten Gitarre, Tasteninstrumente und sangen. Ihr lüpfiger Franco Folk Pop brachte Sonnenschein und Leichtigkeit, trotz bewölktem Himmel. Das war die perfekte Eröffnung des wunderbaren Seaside Festivals und bereits der erste Höhepunkt.

Auf der Campfire Bühne spielten die jungen Talente von La Gustav. Sie spielten in unterschiedlichen Besetzungen ihre eigenen Kompositionen und Arrangements. Die Stile waren sehr vielseitig und so war auch die Qualität breit gefächert. Man konnte aber einige vielversprechende Talente hören.

Edb der junge Mundart-Indierocker, übernahm die Hauptbühne. Sein Gesangssound war leicht übersteuert. Er hatte eine fetzige Band. Er selbst war anfangs etwas steif und animierte das Publikum seltsam. Gegen Schluss wurde er lockerer.

Clock Clock fuhren weiter. Die deutsche Band riss das Publikum mit ihrem Elektropop mit. Sie traten mit kompletter Band auf. Trotz weiterer Regengüsse schafften sie eine positive Stimmung.


Nach dem Regen übernahmen Max Herre & Joy Denalane. Sie begeisterten das Publikum mit Deutschrap und Soul. Sie sangen zusammen, aber standen dazwischen auch alleine mit ihrer eigenen Musik auf der Bühne. Max Herre bot ein Freundeskreis Medley. Er wagte es, das Lied “ Immer wenn es regnet“ zu singen. Dazwischen rappte ein junger Isaia, ebenfalls Deutsch. Ein Solo des Backgroundsängers riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Die beiden mit ihrer exzellenten Band boten eine warme Umarmung und einen Höhepunkt des diesjährigen Seaside Festivals.

Tom Odell spielte ein emotionales Konzert der gemischten Gefühle. Seine schönen Balladen uferten in zu laute Passagen, welche den Songs manchmal die Spannung nahmen. Spannend waren die Arrangements mit Geige und Bläsern.

Text Fredi Hallauer
Das Seaside Festival in Spiez erlebte heute Abend einen fulminanten Abschluss, als Popstar Alvaro Soler das Gelände in eine brodelnde Open-Air-Tanzfläche verwandelte. Seine grandios gelaunte Band sprühte vor Energie und steckte das fröhlich feiernde Publikum sofort mit ihrer mitreissenden guten Laune an. Neben der musikalischen Spitzenklasse mit makellosem Sound und erstklassigem Gesang sorgten die Musiker kurz vor Schluss für ein absolutes Highlight: Sie verliessen die Bühne und spielten mitten in der Menge weiter. Dieser Auftritt war eine packende Party voller Rhythmus und unvergesslicher Fan-Momente!

Text: Katrin Steffen
Samstag, 29. August
Die Hauptbühne wurde durch die Ellis Mano Band eröffnet. Die fünf Musiker legten ein sattes Bluesrock Konzert hin. Die Musiker brillierten alle an ihren Instrumenten und der Sänger eroberte mit seiner Stimme und seinem Gesang die Herzen des Publikums.

Sens Unik übernahmen den Drive und setzten noch einen obendrauf. Die Hip-Hopper der ersten Generation schaffen es immer noch, die Herzen von Jung und Alt höher schlagen zu lassen. Sie legten ein energiegeladenes Konzert hin. Einfach grossartig, was Carlos, Deborah und Co. schafften.

Als Nächstes betrat Anastacia, durch eine Tür die Bühne. Sie reihte, mit ihrer Band, Hit an Hit. Sie war eine Wucht, trotzdem war das Feuer nicht gleich wie bei den vorangehenden Bands. Anastacia sprach relativ lange Zwischentexte. Es war ein solides Konzert.

Gotthard brachte wieder Schwung ins Publikum. Mit viel Spielfreude und Begeisterung liessen sie es krachen. Sie spielten Songs aus ihrem letzten Album, aber auch einige aus den Anfängen der Band, wie „Mountain Mama“ oder „Hush“. Das Publikum sang lautstark mit und dies ganz besonders bei den grossen Hits und Powerballaden. Das war ein sehr starker Auftritt, welcher Energie generierte.

Die darauffolgenden Roxette übernahmen diese Energie und bauten sie weiter aus. Die neue Sängerin war vollkommen integriert und brillierte wie andere Musiker:innen der Band. Sie spielten sich durch ihre Hits und begeisterten das Publikum. Auch bei Roxette war eine grosse Spielfreude auszumachen.

Text Fredi Hallauer
Als krönenden Abschluss des diesjährigen Seaside Festivals zeigte Nena eindrücklich, warum sie seit Jahrzehnten zu den ganz Grossen im Musikgeschäft gehört. Sie versprüht auf der Bühne noch immer dieselbe mitreissende Energie wie zu Beginn ihrer Karriere und verzaubert das Publikum nach wie vor mit ihrer Ausstrahlung. Die Spiezer Bucht feierte ihre bekannten Songs von der ersten Minute an lautstark mit. Für ein absolutes Highlight des Auftritts sorgte schliesslich ihr Welthit „99 Luftballons“, der die Zuschauer:innen restlos begeisterte.

Text: Katrin Steffen
Fazit
Die Ausgabe Seaside war grundsätzlich ein gut gelungenes Festival. Der Regen am Samstag lief glimpflich ab, trotzdem kamen Clock Clock wahrscheinlich weniger zur Geltung als bei schönem Wetter. Am Abend war es wieder trocken. Der Samstag war vom Wetter wie vom programm her sehr gut und ein richtiger Sommerfestival Tag. Diesmal kamen die Künstler:innen auf den kleinen Bühnen etwas zu kurz, da ich selber nicht so Mobil war und beim Regen am Freitag mich nicht zu stark bewegen wollte (Rutschgefahr). Nach einem Sturz am Freitagabend, war ich dann am Sonntag ebenfalls eingeschränkt. Das Festival war grossartig und wir freuen uns auf die Ausgabe Nummer 10, am 27./28. August 2027.

Fredi und Kathrin Hallauer
MOON & STARS LOCARNO 2026
Donnerstag 9. Juli
Die Piazza Piccola wurde von der Deutschschweizer Band Weekend Phantom eröffnet. Zwei Gitarristen, ein Bassist und ein Schlagzeuger spielten guten Indie Rock Americana. Die Newcomerband seit 20 Jahren überzeugte.

Sal Da Vinci startete die Piazza Grande. Der Neapolitaner trat mit einer siebenköpfigen Band und vier Tänzerinnen auf. Seine Canzoni waren melodisch sehr eingängig. Die grosse, starke und emotionale Stimme, leicht schmachtend, traf direkt ins Herz. Er war begeistert von der Piazza und den Balkonen, von Zuhörer:innen besetzt. Wenn man weiss, dass er San Remo bestritt und Italien am ESC 2026 vertrat, hört man ihn schon in der Vorstellung. Ein Schuss Musical war ebenfalls zu hören und natürlich auch neapolitanische Lieder. Er sang nicht nur, sondern tanzte und bot eine grossartige Bühnenshow. Am Schluss sang die ganze Piazza Grande mit. Eine unglaubliche Festivaleröffnung.


Weiter ging es auf der Piazza Grande mit Rkomi. Der italienische Rapper trat mit einer ziemlich rockigen Band auf. Sein Stil war poppiger italienischsprachiger Rap. Seine Stücke waren bekannt und das Publikum sang immer wieder mit.

Auf der Piazza Piccola sang Daniel Kemish, dieses Jahr mit Band und ein volles Konzert. Die Band wertete die Musik und den Gesang von Daniel Kemish auf. Auffallend stark spielte der E-Gitarrist. So lässt sich Daniel Kemish geniessen, obwohl er selber immer noch etwas zu laut ist.
Freitag, 10. Juli

Den heutigen, ersten Mundartabend eröffnete eifach BEN, mit seinen drei Musikern. Auf der Bühne tummelten sich manchmal noch drei Fotografen. Seine Mundartlieder waren an diesem heissen Abend teilweise erfrischend. Gewisse Lieder waren stark an Trauffer angelehnt. Eifach Ben muss seinen Stil noch finden.

Dann gab Bligg den Ton an und hatte das Publikum sofort in seiner Hand. Das war sein sechster Moon & Stars Auftritt in seinen 30 Jahren als Bligg. Seine vielseitige sechsköpfige Band machte das, was die Lieder benötigten, u. a. mit DJ und Akkordeon. Er sang sich quer durch sein Repertoire mit ein paar neuen Liedern. Er war recht locker und überzeugte das Publikum zusammen mit seiner Band.

Für ein neues Lied kam Gölä auf die Bühne. Bligg lieferte ein tolles und fulminantes Konzert ab.

Nach einer kurzen Umbaupause trat Gölä mit der gleichen Band auf wie vor zwanzig Jahren. Er sang viele Lieder aus seinem letzten Album. Dazwischen immer wieder die alten Hits zum Mitsingen. Die Piazza Grande sang, was die Lungen hergaben. Das Konzert wurde von einer tollen Lichtshow inkl. Laser über der Piazza Grande unterstützt. Gölä begeisterte mit einem soliden und tollen Konzert.

Samstag, 11. Juli

Pünktlich um 19 Uhr startete die Dario Hess Band auf der Piazza Piccola. In der Besetzung Gitarre, Geige, Bass und Schlagzeug spielten sie fetzigen, rätoromanischen Folkrock. Die Stücke waren teils ziemlich vertrackt. Die Band strotzte vor Spielfreude und sie machten auch vor einer romanischen Wellerman Version nicht halt. Auf dem Radar behalten.

Kim Wilde rockte dann die Piazza Grande mit ihrer Band. Sie sang neue Lieder und ihre bekannten Hits. Die sechsköpfige Band spielte den typischen 80er-Turbosound. Mit ihrer Nichte sang sie zwei Duette, sonst sang die Nichte Harmonie. Ein sympathisches und solides Konzert.


Roxette hoben dann die Piazza Grande aus den Angeln, ab dem ersten Song. Sie sangen Hit um Hit und verwandelten die Piazza in einen singenden und tanzenden Hexenkessel. Die Gitarren krachten und jaulten, die Sängerin holte alles aus ihren Stimmbändern und Per Gessle war der solide ruhige Pol in diesem Gewitter.

Das war ein Höhepunkt vom Moon &Stars 2026. Roxette sind definitiv zurück.

Sonntag, 12. Juli

Hurts spielten sozusagen die Frühschicht um 19 Uhr. Das Duo Sänger und Keyboards wurden durch Schlagzeug, Bass/Gitarre und zwei Sängerinnen ergänzt. Es war heiss auf der Piazza und auf der Bühne. Der Sänger war ziemlich affektiert und hatte ein seltsames Dauerlächeln im Gesicht. Er warf immer wieder sehr langstielige weisse Rosen ins Publikum.

Das Repertoire umfasste Songs aus allen Alben mit Schwerpunkt auf dem ersten Album. Im zweiten Teil des Konzerts fand die Band wieder zurück in ihren herkömmlichen Sound und Stimmung kam auf.

Duran Duran starteten mit gut 20 Minuten Verspätung, dafür gleich fulminant. Das Publikum sang und tanzte, trotz der Hitze sofort mit. Sie reihten Hit an Hit. Duran Duran wurden u.a. von zwei Backgroundsängerinnen, einem Saxophonisten und einem Schlagzeuger kräftig unterstützt. Ohne viele Ansagen folgte Song auf Song. Wenn sie eine Ansage machten, war sie gut, wie bei “ Ordinary World“. Eine Poprock, Wave Band, welche den Zeitgeist immer noch trifft. Dies war ein weiterer Höhepunkt.

Auf der Piazza Piccola spielte das Quintett Julie Fox. Die Band aus dem Tessin und aus Graubünden spielten Indiefolk mit Americana, oder etwas rockigen amerikanischen Folk. Vier Frauen und ein Mann musitierten mit Gitarre, Banjo, Geige, Mandoline, Shruttibox, Schlagzeug und Kontrabass. Sehr stark und typisch für diese Musik war der zweistimmige Gesang. Eine Band zum vormerken.
Montag 13. Juli

Heute startete auf der Piazza Piccola Noorai & Steven. Die Mundartsängerin kleidete ihre Lieder in ein R’n’B Gewand. Der Gitarrist spielte die Sounds dazu. Mit der E Gitarre klang es deutlich besser. Das Duo ist auf einem guten Weg.

LP startete auf der Piazza Grande mit einem Trio Gitarre, Bass und Schlagzeug. Sie s3lber spielte Ukulele und kleone Gitarren. Sie liessen es herrlich grooven. LP überzeugte mit einer grossartigen Stimme und verblüffte mit ihren Pfeiffeinlagen. Das Publ7kum groovte leidenschaftlich mit.

Jamiroquai und seine riesige Band liess sein Konzert bereits bei den ersten Tönen zum Höhepunkt werden. Da funkte und groovte es gehörig. Er sang und tanzte was das Zeug hielt und seine Hutwechsel waren ein weiteres Showelement. Die Band war sehr kompakt. Das war der beste Act der ersten fünf Tage.
Fredi Hallauer
BERNER SEEFESTSPIELE 2026
Mittwoch 10. Juni 2026
IDOLE Pavillon Restaurant Schöngrün um 18 Uhr

Vor dem Konzert traten die vier Organisator:innen vor das Publikum und eröffneten mit ein paar Worten, die 5. Ausgabe der Berner Seefestspiele.
Das Eröffnungskonzert widmeten die Organisator:innen den Idolen. Fünf Musiker:innen der Banda Storica spielten die Bläsersinfonie Nr. 3 von Johann Christian Bach. Er war das Idol des 8-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart.

Es folgten 6 Notturni von Wolfgang Amadeus Mozart. Gespielt wurden sie von drei historischen Bassetthörnern/Klarinetten und von sechs Sänger:innen der HKB. Die jungen Stimmen und die alten Instrumente passten bestens zusammen.

Wolfgang Amadeus war das Idol von Franz Krommer. Ein Bläserensemble der HKB spielte die Partita Op. 45 Nr. 3 in B von ihm. Die zehn Musiker:innen mit Horn, Trompete, Fagott, Klarinette und Oboe bildeten die Harmoniemusik der Klassik. Mit den modernen Instrumenten in der heute aktuellen Stimmung spielten sie “ Historic Informed Performance“, also heute gespielt mit dem Blick auf die Geschichte.

Alle Künstler:innen spielten hervorragend und waren mit Freude bei der Musik. Den Zuhörenden, welche mit dieser Art Musik nicht so bewandert waren, half Olivier Darbellay mit seinen Erläuterungen, welche lebensnah und liebevoll waren, auf die Sprünge. So hörte man die Musik mit neuen Ohren.

Donnerstag 11. Juni 2026
Marietta Arushanian und Duarte Fernandes

Marietta Arushanian gewann letztes Jahr an den Berner Seefestspielen den Egelsee Song Contest oder ESC mit Augenzwinkern und damit eine Carte Blanche für dieses Jahr an den Seefestspielen. Der Kontrabassist Duarte Fernandes begleitete sie sehr fantasievoll am Kontrabass.

Marietta Arushanian sang im ersten Set vor allem armenische Lieder, jazzig bearbeiter, da sie Armenierin ist und in Holland lebt. Ein ukrainisches Lied interpretierte sie ebenfalls, sie wuchs dort auf.

Im zweiten Set interpretierte das Duo ausschliesslich Jazzstandards. Der Kontrabassist pflegte weiterhin seinen faszinierenden Stil, indem er die Jazzrhythmen mit Balkanrhythmen durchsetzte. Die warme und starke Stimme von Marietta Arushanian ging direkt ins Herz.

Freitag 12. Juni 2026
Sey uns stets gegrüsst, o Nacht
Rebberg Wyssloch 18 Uhr

Es spielten die Horns des Berner Symphonieorchesters mit dem Sängerensemböe der HKB. Als erstes gab es „Einzug der Gäste“ aus Tannhäuser von Richard Wagner zu hören. Gespieltvon sechs Hörner. Das zweie Stück war Nachtgesang von Franz Schubert, gespielt von vier Hörnern und zehn Sängern.

Neun Naturhörner spielten „Marsch und Jagdstück“ von Johannes Frederik Fröhlich, einem dänischen Komponisten.
Es folgten die Jagdlieder von Robert Schumann mit den vier Hornisten an Ventilhörnern und dem Männergesangsensemble. Den Liedern wurde Swissness beigebracht.

Zum Schluss spielten acht Hornisten die Siegfriedfantasie von Richard Wagner. In diesem Stück wurden auch vier Wagner Tuben eingesetzt. Dieses Stück hatte grosse Melodiebögen, verbunden mit ungewohnt leisen Tönen und dann wieder Brachialität.

Klangkosmos am See im SOML um 20 Uhr

Es startete Rico Baumann am Schlagzeug mit Michael Fehr am Gesang und dazwischen ebenfalls Schlagzeug. Es stiessen dann ein Kontrabassist und ein Gitarrist dazu. Der Sound ging in Richtung experimentell und Postpunk. Beim dritten Song kamen ein Pianist und der musikalische Leiter Daniel Woodtli an der Trompete dazu. Nun ging es Richtung Rock. Das Egelsee Streichquartett gesellte sich dazu. Dies ergab Chamber Experimental Jazz.
Das Streichquartett spielte dann „Am Meer“ von Schubert. Der Klangkosmos nahm das Publikum weiter auf eine ruhige Phase des wilden Ritts. Serej Gesang und Piano und Ändu Knecht, sein Hausschlagzeuger, kamen zum Streichquartett und Kontrabassisten dazu. Serej sang seine Lieder, welche er bei Los Serej singt. Das nächste Lied war „Langsam pressiere“ ohne Streicher, dafür mit Gitarre. Der Kontrabass spielte ein Solo als Intro. Serej erzählte, was sie am Egelsee als Knaben alles machten. So ging es noch ein paar Lieder weiter. Daniel Woodtli setzte dann noch seine Trompete ei. Anschliessend übernahm das Streichquartett wieder die Bühne.

MISS C-LINE sang ihr Lied der Masterarbeit am Jazzcampus Basel mit dem Streichquartett. Es waren künstlerische vokale Turnübungen mit Hall- und Echoeffekten durchsetzt. Es folgten neue Songs mit Band und mit und ohne Streichquartett. So ging dieser Klangkosmos mit modernem Jazzrock und Fusion zu Ende.

Mit Verspätung startete dann die angekündigte Jam Session. Den Anfang machten Daniel Woodtli mit Trompete und ein Kontrabassist. Der Schlagzeuger von Marietta Arushanians Band gesellte sich dazu und der Kontrabassist aus der gleichen Band übernahm die tiefen Töne. Ein Pianist setzte sich an die Tasten und so nahm die Session richtig Fahrt auf, mit gutem Contemporary Jazz. Als sich MISS C-LINE noch das Mikrofon angelte, war die Session perfekt. So ging diese Session weiter bis tief in die Nacht mit wechselnden Musiker:innen. Ein Genuss.

Samstag, 13. Juni 2026
„Babar, der kleine Elefant zu Besuch am Egelsee“ im SOML um 15 Uhr

Die Geschichte vom Babar wurde von Jenni Herren gelesen. Babar kam nur in der Vorstellung zu Besuch an den Egelsee. Die vorstellung wurde nicht nur durch den Text angeregt, sondern auch durch die Klaviermusik. Diana Kettler spielte die Klaviermusik von Francis Poulenc, die er zu der Geschichte geschrieben hatte.

Die Klaviertöne erzählten viel. Das Abwechseln der Worte und der Musik war bestens aufeinander abgestimmt.
FIVE SENSES mit Tanja Ariane Baumgartner, Ensemble Berner Seefestspiele und Philippe Bach.
Im Auditorium Zentrum Paul Klee um 18 Uhr.

Die sehr bekannte Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner sang drei Arien, u. a. aus Samson und Dalia von Camille Saint-Saëns. Das Ensemble der Berner Seefestspiele unter der Leitung von Philippe Bach steuerte die Musik bei. Die Sängerin war sehr ausdrucksstark. Nach den Arien sang sie zwei Songs von George Gershwin. „I got Rhythm“ sang sie ihn dann noch ein zweites Mal als Zugabe.

Nach der Pause brachte das auf 18 Musiker:innen erweiterte Ensemble die kammermusikalische Version der 5. Symphonie von Gustav Mahler. Dieses Arrangement war genauso komplex wie die Version für ein grosses Symphonieorchester. Nur hörte man hier jeden einzelnen Ton eines jeden Registers.
MARIETTA ARUSHANIAN & SAGE
Im SOML um 20 Uhr

Nach der Begrüssung der verschiedenen anwesenden Botschaften und einer kurzen Ansprache der niederländischen Botschafterin startete die Band mit Bass, Schlagzeug, Piano und Trompete. Marietta Arushanian sang häufig in Armenisch, ihrer Herkunftssprache. Viele ihrer Kompositionen waren von der Volksmusik beeinflusst. So entstand ein Folkjazz, der es in sich hatte.

Teils waren es wilde Ritte über ungerade Takte und Rhythmen. Der junge Trompeter war einzigartig. Er spielte diese Läufe mit einer Leichtigkeit. Auch sonst ist er mit den Grössten zu vergleichen. Bass und Schlagzeug beherrschten die Balkanrhythmen aus dem Efef. Der Pianist konnte nicht nur seine Finger über die Tasten tanzen lassen, nein, er konnte auch bei den Balladen ein zu Herzen gehendes Spiel einhauchen. Marietta Anusharian hatte eine immense Dynamik und Vielseitigkeit in ihrer Stimme. Den Scat Gesang beherrschte sie ebenfalls hervorragend. Als Zugabe spielt sie einen Song nur mit Schlagzeug. Er trommelte nur mit den Händen. Diese Sängerin und ihre Band waren etwas vom Besten, was man von jungen Musiker:innen hören konnte, und sie dürfen sich mit bestandenen Bands messen. Ein Musikgenuss, wie er einem selten geboten wird.
Sonntag, 14. Juni 2026
TRANSFORMATIONS ROMANTIQUES mit DIANA KETLER 11 Uhr am Egelsee
Am Ufer des Sees wurde ein Flügel hingestellt und die Pianistin Diana Ketler entführte in die wunderschöne Klangwelt mit Klavier und Vogelgesang. Sie spielte Klavierstücke, welche Lieder ohne Gesang waren. Nach „An die ferne Geliebte“ von Ludwig van Beethoven, bearbeitet von Franz Liszt waren es zwei Stücke von Gabriel Fauré. Dann spielte sie „Der Bote“ von Valentin Silvestrov für geschlossenen Flügel und leise Töne. Das klang wunderbar am See mit den Vögeln. Zum Schluss wurde es wieder etwas lauter mit „O du mein holder Abendstern“ von Richard Wagner, wiederum bearbeitet von Franz Liszt.

Spaziergang um den See mit historischen Bildern und Musik von Noë Darbellay

Anschliessend an das Klavierkonzert machte man sich auf den Spaziergang rund um den Egelsee. Noah zeigte an verschiedenen Stationen Bilder aus der Burgerbibliothek vom Egelsee im 20. Jahrhundert. Bei jeder Station spielte Noelle-Anne Darbellay ein kurzes Stück vom Komponisten Jürg Wyttenbach aus dem Zyklus für eine singende Geigerin.

Die Texte waren von Paul Klee. Sie spielte Geige, wie man es sonst nicht tut, vorgeschrieben vom Komponisten. Es war ein rundum herrlicher, lehrreicher und amüsanter Spaziergang.
FEINSTE EMPFINDUNGEN um 15 Uhr, Zentrum Paul Klee
Als Erstes spielte ein Streicherinnentrio von jungen Musikerinnen und Olivier Darbellay am Alphorn und Horn eine neue Komposition von Jean-Luc Darbellay, namens „Anthémoz“. Es war eine moderne Komposition mit schnellen, teils einander zuwiderlaufenden Läufen. Laut und leise im wilden Wechsel. Ein anspruchsvolles Stück für Musiker:innen und Zuhörer:innen.

Es folgte das C-Dur-Quintett von Franz Schubert. Die Interpretinnen waren fünf junge Frauen mit zwei Violinen, einer Viola und zwei Violoncellos. Auch da waren es hohe Ansprüche, welche an die Musikerinnen gestellt wurden. Sie haben sie allesamt mit Bravour gelöst. So endeten die 5. Berner Seefestspiele.

BILANZ
Es war ein wunderbares Festival. Alles passte zusammen: die Musik zu den idyllischen Spielorten, die Natur zu den Klängen, die freundlichen Menschen und die Begegnungen und natürlich auch das Wetter. Macht weiter so. Die unter Impressionen präsentierten Bilder erzählen es ohne Worte.

IMPRESSIONEN












Fredi und Kathrin Hallauer
ADELBODEN LIVE 2026

Bild Kathrin Hallauer
Freitag, 20. März 2026


Die Marktplatzbühne wurde um 19 Uhr von Kim Wilde eröffnet. Auch sie verstand es, das Publikum in ihren Groove mitzunehmen. Sie hatte gute Laune und sang frisch daher. Natürlich bestand das Repertoire aus ihren Hits, von denen es unzählige gibt. Ein toller Marktplatz Auftakt.

Später liessen dann UB40 das Publikum auf dem Marktplatz tanzen. Die elfköpfige Band reihte Song an Song. Ihr Reggae groovte herrlich und das Publikum tanzte und shakte. Sie sind auf ihrer 45-Jahre Tour, seit 2 Jahren. Ihr neuester Song handelt davon, dass man Immigranten nicht wegschicken soll. Es waren nur noch sehr wenige Musiker von Anfangs dabei. Sie konnten von ihrem grossen Fundus zehren und spielten das ganze Konzert, Hits an Hits. Das war ein herrliches Grooven.

Nightsessions waren angesagt. Wir entschieden uns für das Konzert im Cambrian. Hier trat Samora auf. Sie kam mit ihrer grossen Band, also inklusive Bläsern und Backing Sängerin. So ging dann das Konzert richtig los. Es passte nahtlos an UB40. Reggae, Reggaeton und weitere afrokaribische Rhythmen brachten das Publikum zum Tanzen. Samora war ein Wirbelwind und sang und tanzte. Schon bald wurde das Publikum zum Mitsingen aufgefordert und das tat es dann auch. Dies war ein Feuerwerk aus der Karibik mit Schweizer Musikern und Samora aus Surinam, welche in Bern lebt. Ein vielseitiger Festivaltag fand seinen Abschluss.

Interview mit Samora
Vor dem oben erwähnten Konzert sprachen Kathrin und Fredi Hallauer mit Samora

Samstag, 21. März

Der zweite Festivaltag wurde auf dem Sillerenbühl von Die Draufgänger eröffnet. Es soll die angesagteste Band aus der Steiermark sein. Die vier Männer versuchten gleich, ein Feuerwerk zu zünden, welches aber sicher durch das Wetter bedingt etwas Ladehemmung hatte. Sie wurden schnell etwas bierselig. Ihre Musik bewegte sich zwischen Partyschlager und Volksmusik. Ihre Choreografien faszinierten. Der grosse Teil des Publikums hatte Freude.

Auf dem Dorfplatz trafen wir die Band Sivilian. Sie spielten Poprock Songs. Der Sänger hatte eine schöne Stimme und konnte das Publikum zum Mitmachen animieren. Das Songwriting konnte sich ebenfalls hören lassen.

Später auf der Dorfplatzbühne liessen dann Schnultze & Schnultze das Publikum tanzen. Die unverwüstliche Band liebt die alten deutschen Schlager und spielte sie mit Leidenschaft. Trotz starkem Regen sah man nur fröhliche Gesichter.

Die Marktplatzbühne wurde um 18.15 Uhr von 77 Bombay Street als Duo eröffnet. Die zwei spielten ihre alten Hits mit zwei Gitarren und Bassdrum. Man bekam das Gefühl, sie glaubten nicht an sich selbst. Es war eine ziemlich aufgewärmte Sache.

Der Regen hatte aufgehört. Es folgten The Baseballs mit ihrer Mischung aus Rock’n’Roll, Rockabilly und Elvis. Sie heizten sofort tüchtig ein mit Musik und Show. Schlagzeug, Kontrabass, E-Gitarre und zwei Sänger reichten für einen tollen Sound. Leider redeten sie zwischen den Songs etwas viel. Weniger wäre mehr gewesen. Die Musik war toll.

Lo & Leduc boten das Grande Finale. Sie kamen mit der kompletten grossen Band vorbei. Das Repertoire bestand aus neuen Liedern und ihren Hits, welche sie teilweise ineinander verwoben.Die neuen Lieder hatten oft gesellschaftsrelevante Inhalte. Eine technische Panne an den Drums überbrückten sie mit einem wirklichen Freestyle Rap. Leider regnete es wieder, was der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Das neue Programm und die Show sind toll. Sie haben fast alles neu gemacht und auch die neuen Songs tönen etwas anders. Grossartig.

Für die Night Session wählten wir MGM im Adler aus. Die drei, nämlich Müller, Gerber, Meier, spielten alle drei akustische Gitarren und sangen. Sie bewegten sich musikalisch zwischen Singer/Songwriter, Folk und Blues. Der Raum war etwas gross, darum litt die Intensität. Die drei Koryphäen spielten hervorragend.

Resüme
Adelboden live war auch in der zweiten Ausgabe ein gelungenes Festival. Die Konzerte auf dem Sillerenbühl überzeugten nicht wirklich. DJ Ötzi war ok und sehr sympathisch, die Draufgänger waren aber eher unterste Schublade. Die Marktplatzkonzerte überzeugten mit Ausnahme der etwas schwachen Darbietung. von 77 Bombay Street. Auf dem Dorfplatz gab es tolle junge Künstler:innen zu entdecken und die Night Sessions sind eine tolle Idee. Der ganze Anlass war hervorragend organisiert und alles klappte einwandfrei. Besten Dank allen im OK und allen Helfer:innen.
Fredi und Kathrin Hallauer
CHRISTMAS SESSIONS 2025
Freitag 20. November 2025

Die diesjährige Christmas Sessions wurde von Eva Leandra eröffnet. Die junge Sängerin begleitete ihre Popsongs selber am Keyboard. Sie setzte auch Elektrobeats ein. Nach zwei Songs trat ihre Gymerfreundin Zoë auf die Bühne. Sie spielte Gitarre und erweiterte so den Sound der Songs von Eva Leandra. Überzeugt haben die Songs mit Stimme unf Gitarre. Es wurde immer besser, denn der nächste Song war mit Klavier, Gitarre und zei wunderschönen harmonisierenden Frauenstimmen. Es war ein sympathisches Konzert der Newcomerin mit Top Gesang und wundervollen Gitarrenklängen.


Der Hauptact war Thomas Anders ehemals Modetn Talking. Der Gentleman of Music, wie er sich nennt, trat mit einer guten vierköpfigen Band auf. Gleich zu Beginn wurde klar, das seine Stimme ziemlich dünn geworden ist. Als zweites Lied sang er „Das Leben ist jetzt“. Dann stieg er in die internationalen Hits ein. Ein Teil des Publikums tanzte von Anfang an, ein anderer Teil hörte skeptisch zu. Bald schon kam beim grösseren Teil des Publikums Begeisterung auf. Thomas Anders sang sich durch sein Repertoire aus 40 Jahren Bühnenkünstler.

Freitag, 21. November 2025

Sens Unik startete den Abend mit ihrem Pionier Rap. Die Lausanner traten mit Schlagzeuger, DJ, Sängerin und zwei Rappern auf. Sie überzeugten ab dem zweiten Song. Das Publikum auf den Stühlen tanzte sitzend mit. Die Sängerin holte alles aus ihrer Stimme heraus und die Rapper rappten, als gäbe es keinen Morgen. Nach ein paar Stücken sagten sie, dass sie in 35 Jahren noch nie vor sitzendem Publikum gespielt hätten. Das Publikum stand sofort auf, tanzte und sang mit. Es gab eine riesen Hiphop Party und das Publikum war aus dem Häuschen. Einen Höhepunkt, wenn nicht der Höhepunkt der Christmas Sessions 2025.

Bligg trat mit grosser Band auf. Nach einem Lied fragte er: „Wollt ihr aufstehen“. Das Publikum stand sofort. Die nächste Party war lanciert. Bligg spielte seine bekannten Songs in recht rockigen, teils zerhackten Versionen. Der Groove blieb teilweise auf der Strecke, trotzdem schaffte er es, das Publikum mitzureissen. Der Handörgeler intonierte Venus vo Bümpliz, und das Publikum sang mit.Rosalie fehlte natürlich nicht. Er kommunizierte gut mit dem Publikum. Eine schöne Geste war, als er Sens Unik seine Anerkennung zollte, da sie die Hiphop Pioniere der Schweiz sind. Ohne sie gäbe es die deutschschweizerischen Rapper nicht. Dann sang er für alle Eltern und anschliessend für alle, welche jemanden verloren haben. So bot Bligg ein solides und gutes Konzert.

Samstag, 22. November 2025

Den Auftakt machte eine Sängerin, welche plötzlich im Backstage auftauchte als Freundin eines New Trolls Musiker und dann singen wollte. Sie nennt sich Nausica. Sie sang drei oder vier Lieder mit komplettem Playback. Ihre Stimme war wunderschön , kräftig und warm.
Vielleicht sollte man sich diesen Namen merken.

Dann folgte die italienische Progrock Band New Trolls. Die fünf älteren Herren liessen es rocken mit vielen Melodien. Die Musik war sehr stark und da brillierte der Gitarrist. Sie spielten auch zwei Sätze aus dem Concerto Grosso by New Trolls. Der ziemlich alte Sänger verblüffte mit seinem guten Gesang. Er hielt es sehr lange in der Kopfstimme aus. New Trolls spielten die Musik, die sie immer spielten, und das immer noch gekonnt.


Als Hauptkünstlerin kam die 85 jährige Iva Zanicchi mit sechs meist jungen Musikern. Iva Zanicchi sang ihre Lieder zwischen Pop und Canzoni mit einer beeindruckenden Stimme. Die alte Dame versteht es auf der Bühne zu stehen, zu singen und das Publikum mit Worten zu unterhalten. Leider sprang der Funke nicht wie an früheren Abenden mit den italienischen Stars.

Am Sonntag fand auch ein Konzert statt, wir waren aber nicht anwesend. Die Ausgabe 2025 der Christmas Sessions war eine etwas durchzogene Angelegenheit. Man merkte es auch daran, dass der Saal nicht so gut besetzt war wie in früheren Jahren. Trotzdem konnte man gute Musik erleben.
Fredi Hallauer
STÄCKETÖRI ZÄZIWIL 2025

INTERVIEWS:
Am Stäcketöri sprachen Kathrin und Fredi Hallauer mit den verschiedensten Musiker:innen und Bands. Hier sind die Interviews zu hören. (In den nächsten Wochen kommen weitere dazu, bis es 12 sind)
Interview mit Caspar von Nebenan
Interview mit Qeller
Interview mit QC von Troubas Kater
Interview mit R.U.O.K
Interview mit Gitter
Interview Ida Jane
Interview mit Ikan Hyu
Interview mit Magic Mumble Jumble
Interview mit Mattiu
Interview mit New Spoons
Interview mit Open Season
Interview mit Zoë Më
Freitag, 20. Juni

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete R.U.O.K das 3. Stäcketöri Freiluft. Die junge Zürcher Band liess es musikalisch richtig grooven. Neben den üblichen Instrumenten setzten sie eine Geige als speziellen Klang ein. Die beiden Sängerinnen hatten in Bezug auf Ausstrahlung und Gesangsqualität noch etwas Luft. Ein schönes Eröffnungskonzert.

To Athena spielte das erste Konzert auf der grossen Bühne. Neben Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Gesang spielten noch eine Geige, eine Bratsche, ein Cello und eine Harfe mit. To Athena zog alle Register ihrer Stimme, vom Parterre schaffte sie es in den Keller und dann hoch hinaus auf luftige Höhe. Sie begeisterte mit ihrem Auftritt das Publikum und sie war vom Publikum begeistert. Es wurde mitgesungen und mitgeklatscht. Ein fantastischer Auftritt und ein erster Festivalhöhepunkt.

Ida Jane, die sechsköpfige Band, fuhr auf der kleinen Bühne weiter. Sie spielten ein Powerkonzert mit viel intelligentem, bluesigem Pop und Blues. Die Musiker brillierten alle und die Sängerin hatte ein tolles auftreten und grosse Ausstrahlung. Ida Jane zeigte bei diesem Konzert, dass man sie auf dem Radar behalten sollte.

Die grosse Bühne wurde anschliessend von Troubas Kater übernommen. Bei langsam sinkender Sonne spielten sie ihr tolles Set. Sie starteten mit alten und bekannten Liedern. Bereits nach etwa drei Liedern kam der Freestyle-Teil. QC sprach liebevoll mit dem Zäziwiler Publikum. Dann legten sie mit vorwiegend neuen Liedern los. Es war wiederum ein wundervolles Konzert, wie es nur Troubas Kater spielen können.
Samstag, 21. Juni

Der heutige Tag wurde von Caspar von Nebenan eröffnet. Die Band spielte mit Kontrabass und E-Bass gleichzeitig, dazu Schlagzeug, Akkordeon und Saxophon. Die Lieder wurden Mundart und Deutsch von der Kontrabassistin und dem E-Bassisten gesungen. Es waren oft feine und leise Töne, die Band legte aber auch recht los und liess es grooven. Es war tolle Musik, gute Songs und wunderbar gesungen.

Auf der Hauptbühne startete Zoë Më mit ihrer grandiosen Band. Auch da verfeinerten Geige und Cello den Sound. Zoë Më sang sich mit deutschen und französischen Liedern in die Herzen der Zuhörer:innen. Manchmal benutzte sie beide Sprachen im gleichen Lied. Die Musik war fein und trotzdem sehr Energie geladen. Sie hatte ein sehr sympathisches Auftreten und eine natürliche Ausstrahlung. Das Programm, welches sie spielten, ist brandneu und hielt den Festivalanforderungen und dem Publikum stand. Es lohnt sich, ein Konzert von Zoë Më zu besuchen. Die Schlange vor dem Merchstand und den Autogrammen war extrem lang.

Die kleinere Bühne wurde anschliessend von The New Spoons gerockt. Die Schlagzeugerin und Backgroundsängerin war durch das Lichtdesign und den dichtem Bühnennebel unsichtbar. Die Band spielte ein breites Rockrepertoire. Die Stimme des Leadsängers war schlecht abgemischt und überschlug sich zeitweise. Ein tolles, tanzbares Konzert.

Dann ging die Post auf der Hauptbühne mit Magic Mumble Jumble ab. Die niederländische Band verbreitete gute Laune und viel Energie. Mit Bläsern, Perkussion und Rockinstrumenten zelebrierten sie die fröhliche Botschaft der Menschlichkeit. Folk, Rock, Pop, Jazz gaben sich in diesem Sound die Hand. Die Band begeisterte das Publikum und das Publikum überraschte die Band durch die super Stimmung.

Auf der kleinen Bühne präsentierte dann Qeller seine bewegenden Klänge. Es war Musik zum Tanzen und bewegen, aber mit Tiefgang. Die Texte waren oft gesellschaftsrelevant. Wunderbar war ein Lied über und für Geflüchtete, gespielt auf einem alten analogen oder frühdigitalen Keyboard vom Flohmarkt.

Es folgte Dabu Fantastic und das Publikum ging richtig ab. Die Sonne schien auf die Bühne und überall nur fröhliche Gesichter. Dabu Fantastic spielten ihr aktuelles Festivalprogramm mit Liedern aus dem neuen Album, aber auch früheren Alben. Dabu Fantastic spielten eine tolle Show.
Sonntag 22.Juni

Um 12 Uhr eröffnete Roland Zoss & Jimmy Flitz Band den musikalischen Reigen des letzten diesjährigen Festivaltages. Er sang die 25 grössten Jimmy Flitz Lieder. Er nahm Stofftiere, um die Tiere aus der Geschichte und den Liedern zu visualisieren. Die Musiker:innen übernahmen jeweils die Sprechstimmen. Die Kinder konnten bei einzelnen Liedern mitsingen.

Die grosse Bühne wurde von Mattiu am heutigen Tag eröffnet. Er trat mit einer akustischen Gitarre, seiner Wahnsinns-Stimme und seinen beiden Schwestern mit Backgroundgesang. Er sang ausschliesslich rätoromanisch und erklärte die Inhalte kurz. Das Lied „Angelina“ von Dabu Fantastic coverte er auf rätoromanisch. Ein wundervolles Konzert.

Gitter begeisterten das zahlreiche Publikum, welches in der Gluthitze vor der kleinen Bühne standen. Sie sangen Mundartlieder. Die Texte waren manchmal etwas ungreifbar und trotzdem verständlich. Tolle Musik mit leichten irischen Einflüssen. Indie Folk Rock, welcher sich hören lassen kann.

Den Schluss des Festivals bestritten Open Season. Die Band besteht seit 25 Jahren und spielte so fantastisch wie eben geboren. Es war eine Freude, der Bläsersektion zu lauschen, dem Sänger und der Keyboarderin/Sängerin zuzuhören und zu den Rhythmen der Rhythmussektion– zu tanzen. Die Band begeisterte mit neuen Songs und alten Hits. Einfach ein grossartiges Festival.
IMPRESSIONEN











MERCI STÄCKETÖRI


Fredi Hallauer