FESTIVALS

BERNER SEEFESTSPIELE 2026

Mittwoch 10. Juni 2026

IDOLE Pavillon Restaurant Schöngrün um 18 Uhr

Bild Kathrin Hallauer

Vor dem Konzert traten die vier Organisator:innen vor das Publikum und eröffneten mit ein paar Worten, die 5. Ausgabe der Berner Seefestspiele.

Das Eröffnungskonzert widmeten die Organisator:innen den Idolen. Fünf Musiker:innen  der Banda Storica spielten die Bläsersinfonie Nr. 3 von Johann Christian Bach. Er war das Idol des 8-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart.

Bild Kathrin Hallauer

Es folgten 6 Notturni von Wolfgang Amadeus Mozart. Gespielt wurden sie von drei historischen Bassetthörnern/Klarinetten und von sechs Sänger:innen der HKB. Die jungen Stimmen und die alten Instrumente passten bestens zusammen.

Bild Kathrin Hallauer

Wolfgang Amadeus war das Idol von Franz Krommer. Ein Bläserensemble der HKB spielte die Partita Op. 45 Nr. 3 in B von ihm. Die zehn Musiker:innen mit Horn, Trompete, Fagott, Klarinette und Oboe bildeten die Harmoniemusik der Klassik. Mit den modernen Instrumenten in der heute aktuellen Stimmung spielten sie “ Historic Informed Performance“, also heute gespielt mit dem Blick auf die Geschichte.

Bild Kathrin Hallauer

Alle Künstler:innen spielten hervorragend und waren mit Freude bei der Musik. Den Zuhörenden, welche mit dieser Art Musik nicht so bewandert waren, half Olivier Darbellay mit seinen Erläuterungen, welche lebensnah und liebevoll waren, auf die Sprünge. So hörte man die Musik mit neuen Ohren.

Bild Kathrin Hallauer

Donnerstag 11. Juni 2026

Marietta Arushanian und Duarte Fernandes

Bild Fredi Hallauer

Marietta Arushanian gewann letztes Jahr an den Berner Seefestspielen den Egelsee Song Contest oder ESC mit Augenzwinkern und damit eine Carte Blanche für dieses Jahr an den Seefestspielen. Der Kontrabassist Duarte Fernandes begleitete sie sehr fantasievoll am Kontrabass.

Bild Fredi Hallauer

Marietta Arushanian sang im ersten Set vor allem armenische Lieder, jazzig bearbeiter, da sie Armenierin ist und in Holland lebt. Ein ukrainisches Lied interpretierte sie ebenfalls, sie wuchs dort auf.

Im zweiten Set interpretierte das Duo ausschliesslich Jazzstandards. Der Kontrabassist pflegte weiterhin seinen faszinierenden Stil, indem er die Jazzrhythmen mit Balkanrhythmen durchsetzte. Die warme und starke Stimme von Marietta Arushanian ging direkt ins Herz.

Bild Fredi Hallauer

Freitag 12. Juni 2026

Sey uns stets gegrüsst, o Nacht

Rebberg Wyssloch 18 Uhr

Bild Kathrin Hallauer

Es spielten die Horns des Berner Symphonieorchesters mit dem Sängerensemböe der HKB. Als erstes gab es  „Einzug der Gäste“ aus Tannhäuser von Richard Wagner zu hören. Gespieltvon sechs Hörner. Das zweie Stück war Nachtgesang von Franz Schubert, gespielt von vier Hörnern und zehn Sängern.

Bild Kathrin Hallauer

Neun Naturhörner spielten „Marsch und Jagdstück“ von Johannes Frederik Fröhlich, einem dänischen Komponisten.

Es folgten die Jagdlieder von Robert Schumann mit den vier Hornisten an Ventilhörnern und dem Männergesangsensemble. Den Liedern wurde Swissness beigebracht.

Bild Kathrin Hallauer

Zum Schluss spielten acht Hornisten die Siegfriedfantasie von Richard Wagner. In diesem Stück wurden auch vier Wagner Tuben eingesetzt. Dieses Stück hatte grosse Melodiebögen, verbunden mit ungewohnt leisen Tönen und dann wieder Brachialität.

Bild Kathrin Hallauer

Klangkosmos am See im SOML um 20 Uhr

Bild Kathrin Hallauer

Es startete Rico Baumann am Schlagzeug mit Michael Fehr am Gesang und dazwischen ebenfalls Schlagzeug. Es stiessen dann ein Kontrabassist und ein Gitarrist dazu. Der Sound ging in Richtung experimentell und Postpunk. Beim dritten Song kamen ein Pianist und der musikalische Leiter Daniel Woodtli an der Trompete dazu. Nun ging es Richtung Rock. Das Egelsee Streichquartett gesellte sich dazu. Dies ergab Chamber Experimental Jazz.

Das Streichquartett spielte dann „Am Meer“ von Schubert. Der Klangkosmos nahm das Publikum weiter auf eine ruhige Phase des wilden Ritts. Serej Gesang und Piano und Ändu Knecht, sein Hausschlagzeuger, kamen zum Streichquartett und Kontrabassisten dazu. Serej sang seine Lieder, welche er bei Los Serej singt. Das nächste Lied war „Langsam pressiere“ ohne Streicher, dafür mit Gitarre. Der Kontrabass spielte ein Solo als Intro. Serej erzählte, was sie am Egelsee als Knaben alles machten. So ging es noch ein paar Lieder weiter. Daniel Woodtli  setzte dann noch seine Trompete ei. Anschliessend übernahm das Streichquartett wieder die Bühne.

Bild Kathrin Hallauer

Miss C-Line sang ihr Lied der Masterarbeit am Jazzcampus Basel mit dem Streichquartett. Es waren künstlerische vokale Turnübungen mit Hall- und Echoeffekten durchsetzt. Es folgten neue Songs mit Band und mit und ohne Streichquartett. So ging dieser Klangkosmos mit modernem Jazzrock und Fusion zu Ende.

Bild Kathrin Hallauer

Mit Verspätung startete dann die angekündigte Jam Session. Den Anfang machten Daniel Woodtli mit Trompete und ein Kontrabassist. Der Schlagzeuger von Marietta Arushanians Band gesellte sich dazu und der Kontrabassist aus der gleichen Band übernahm die tiefen Töne. Ein Pianist setzte sich an die Tasten und so nahm die Session richtig Fahrt auf, mit gutem Contemporary Jazz. Als sich  Miss C Line noch das Mikrofon angelte, war die Session perfekt. So ging diese Session weiter bis tief in die Nacht mit wechselnden Musiker:innen. Ein Genuss.

Bild Kathrin Hallauer

Samstag, 13. Juni 2026

„Babar, der kleine Elefant zu Besuch am Egelsee“ im SOML um 15 Uhr

Bild Kathrin Hallauer

Die Geschichte vom Babar wurde von Jenni Herren gelesen. Babar kam nur in der Vorstellung zu Besuch an den Egelsee. Die vorstellung wurde nicht nur durch den Text angeregt, sondern auch durch die Klaviermusik. Diana Kettler spielte die Klaviermusik von Francis Poulenc, die er zu der Geschichte geschrieben hatte.

Bild Kathrin Hallauer

Die Klaviertöne erzählten viel. Das Abwechseln der Worte und der Musik war bestens aufeinander abgestimmt.

FIVE SENSES mit Tanja Ariane Baumgartner, Ensemble Berner Seefestspiele und Philippe Bach.

Im Auditorium Zentrum Paul Klee um 18 Uhr.

Bild Kathrin Hallauer

Die sehr bekannte Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner sang drei Arien, u. a. aus Samson und Dalia von Camille Saint-Saëns. Das Ensemble der Berner Seefestspiele unter der Leitung von Philippe Bach steuerte die Musik bei. Die Sängerin war sehr ausdrucksstark. Nach den Arien sang sie zwei Songs von George Gershwin. „I got Rhythm“ sang sie ihn dann noch ein zweites Mal als Zugabe.

Bild Kathrin Hallauer

Nach der Pause brachte das auf 18 Musiker:innen erweiterte Ensemble die kammermusikalische Version der 5. Symphonie von Gustav Mahler. Dieses Arrangement war genauso komplex wie die Version für ein grosses Symphonieorchester. Nur hörte man hier jeden einzelnen Ton eines jeden Registers.

MARIETTA ANUSHARIAN & SAGE

Im SOML um 20 Uhr

Bild Kathrin Hallauer

Nach der Begrüssung der verschiedenen anwesenden Botschaften und einer kurzen Ansprache der niederländischen Botschafterin startete die Band mit Bass, Schlagzeug, Piano und  Trompete. Marietta Anusharian sang häufig in Armenisch, ihrer Herkunftssprache. Viele ihrer Kompositionen waren von der Volksmusik beeinflusst. So entstand ein Folkjazz, der es in sich hatte.

Bild Kathrin Hallauer

Teils waren es wilde Ritte über ungerade Takte und Rhythmen. Der junge Trompeter war einzigartig. Er spielte diese Läufe mit einer Leichtigkeit. Auch sonst ist er mit den Grössten zu vergleichen. Bass und Schlagzeug beherrschten die Balkanrhythmen aus dem Efef. Der Pianist konnte nicht nur seine Finger über die Tasten tanzen lassen, nein, er konnte auch bei den Balladen ein zu Herzen gehendes Spiel einhauchen. Marietta Anusharian hatte eine immense Dynamik und Vielseitigkeit in ihrer Stimme. Den Scat Gesang beherrschte sie ebenfalls hervorragend. Als Zugabe spielt sie einen Song nur mit Schlagzeug. Er trommelte nur mit den Händen. Diese Sängerin und ihre Band waren etwas vom Besten, was man von jungen Musiker:innen hören konnte, und sie dürfen sich mit bestandenen Bands messen. Ein Musikgenuss, wie er einem selten geboten wird.

Bild Kathrin Hallauer

Sonntag, 14. Juni 2026

TRANSFORMATIONS ROMANTIQUES mit DIANA KETLER 11 Uhr am Egelsee

Bild Kathrin Hallauer

Am Ufer des Sees wurde ein Flügel hingestellt und die Pianistin Diana Ketler entführte in die wunderschöne Klangwelt mit Klavier und Vogelgesang. Sie spielte Klavierstücke, welche Lieder ohne Gesang waren. Nach „An die ferne Geliebte“ von Ludwig van Beethoven, bearbeitet von Franz Liszt waren es zwei Stücke von Gabriel Fauré. Dann spielte sie „Der Bote“ von Valentin Silvestrov für geschlossenen Flügel und leise Töne. Das klang wunderbar am See mit den Vögeln. Zum Schluss wurde es wieder etwas lauter mit „O du mein holder Abendstern“ von Richard Wagner, wiederum bearbeitet von Franz Liszt.

Bild Kathrin Hallauer

Spaziergang um den See mit historischen Bildern und Musik von Noë Darbellay

Bild Kathrin Hallauer

Anschliessend an das Klavierkonzert machte man sich auf den Spaziergang rund um den Egelsee. Noah zeigte an verschiedenen Stationen Bilder aus der Burgerbibliothek vom Egelsee im 20. Jahrhundert. Bei jeder Station spielte Noelle-Anne Darbellay ein kurzes Stück vom Komponisten Jürg Wyttenbach aus dem Zyklus für eine singende Geigerin.

Bild Kathrin Hallauer

Die Texte waren von Paul Klee. Sie spielte Geige, wie man es sonst nicht tut, vorgeschrieben vom Komponisten. Es war ein rundum herrlicher, lehrreicher und amüsanter Spaziergang.

FEINSTE EMPFINDUNGEN um 15 Uhr, Zentrum Paul Klee

Bild Kathrin Hallauer

Als Erstes spielte ein Streicherinnentrio von jungen Musikerinnen und Olivier Darbellay am Alphorn und Horn eine neue Komposition von Jean-Luc Darbellay, namens „Anthémoz“. Es war eine moderne Komposition mit schnellen, teils einander zuwiderlaufenden Läufen. Laut und leise im wilden Wechsel. Ein anspruchsvolles Stück für Musiker:innen und Zuhörer:innen.

Bild Kathrin Hallauer

Es folgte das C-Dur-Quintett von Franz Schubert. Die Interpretinnen waren fünf junge Frauen mit zwei Violinen, einer Viola und zwei Violoncellos. Auch da waren es hohe Ansprüche, welche an die Musikerinnen gestellt wurden. Sie haben sie allesamt mit Bravour gelöst. So endeten die 5. Berner Seefestspiele.

Bild Kathrin Hallauer

BILANZ

Es war ein wunderbares Festival. Alles passte zusammen: die Musik zu den idyllischen Spielorten, die Natur zu den Klängen, die freundlichen Menschen und die Begegnungen und natürlich auch das Wetter. Macht weiter so. Die unter Impressionen präsentierten Bilder erzählen es ohne Worte.

Bild Anna-Lena Winterberger

IMPRESSIONEN

Bilder Kathrin Hallauer

Fredi und Kathrin Hallauer

ADELBODEN LIVE 2026

Urgestein Adelboden live
Bild Kathrin Hallauer

Freitag, 20. März 2026

Bild Kathrin Hallauer
Bild Kathrin Hallauer

Die Marktplatzbühne wurde um 19 Uhr von Kim Wilde eröffnet. Auch sie verstand es, das Publikum in ihren Groove mitzunehmen. Sie hatte gute Laune und sang frisch daher. Natürlich bestand das Repertoire aus ihren Hits, von denen es unzählige gibt. Ein toller Marktplatz Auftakt.

Bild Kathrin Hallauer

Später liessen dann UB40 das Publikum auf dem Marktplatz tanzen. Die elfköpfige Band reihte Song an Song. Ihr Reggae groovte herrlich und das Publikum tanzte und shakte. Sie sind auf ihrer 45-Jahre Tour, seit 2 Jahren. Ihr neuester Song handelt davon, dass man Immigranten nicht wegschicken soll. Es waren nur noch sehr wenige Musiker von Anfangs dabei. Sie konnten von ihrem grossen Fundus zehren und spielten das ganze Konzert, Hits an Hits. Das war ein herrliches Grooven.

Nightsessions waren angesagt. Wir entschieden uns für das Konzert im Cambrian. Hier trat Samora auf. Sie kam mit ihrer grossen Band, also inklusive Bläsern und Backing Sängerin. So ging dann das Konzert richtig los. Es passte nahtlos an UB40. Reggae, Reggaeton und weitere afrokaribische Rhythmen brachten das Publikum zum Tanzen. Samora war ein Wirbelwind und sang und tanzte. Schon bald wurde das Publikum zum Mitsingen aufgefordert und das tat es dann auch. Dies war ein Feuerwerk aus der Karibik mit Schweizer Musikern und Samora aus Surinam, welche in Bern lebt. Ein vielseitiger Festivaltag fand seinen Abschluss.

Bild Kathrin Hallauer

Interview mit Samora

Vor dem oben erwähnten Konzert sprachen Kathrin und Fredi Hallauer mit Samora

Bild Samora

Samstag, 21. März

Bild Kathrin Hallauer

Der zweite Festivaltag wurde auf dem Sillerenbühl von Die Draufgänger eröffnet. Es soll die angesagteste Band aus der Steiermark sein. Die vier Männer versuchten gleich, ein Feuerwerk zu zünden, welches aber sicher durch das Wetter bedingt etwas Ladehemmung hatte. Sie wurden schnell etwas bierselig. Ihre Musik bewegte sich zwischen Partyschlager und Volksmusik. Ihre Choreografien faszinierten. Der grosse Teil des Publikums hatte Freude.

Bild Kathrin Hallauer

Auf dem Dorfplatz trafen wir die Band Sivilian. Sie spielten Poprock Songs. Der Sänger hatte eine schöne Stimme und konnte das Publikum zum Mitmachen animieren. Das Songwriting konnte sich ebenfalls hören lassen.

Bild Kathrin Hallauer

Später auf der Dorfplatzbühne liessen dann Schnultze & Schnultze das Publikum tanzen. Die unverwüstliche Band liebt die alten deutschen Schlager und spielte sie mit Leidenschaft. Trotz starkem Regen sah man nur fröhliche Gesichter.

Bild Kathrin Hallauer

Die Marktplatzbühne wurde um 18.15 Uhr von 77 Bombay Street als Duo eröffnet. Die zwei spielten ihre alten Hits mit zwei Gitarren und Bassdrum. Man bekam das Gefühl, sie glaubten nicht an sich  selbst. Es war eine ziemlich aufgewärmte Sache.

Bild Kathrin Hallauer

Der Regen hatte aufgehört. Es folgten The Baseballs mit ihrer Mischung aus Rock’n’Roll, Rockabilly und Elvis. Sie heizten sofort tüchtig ein mit Musik und Show. Schlagzeug, Kontrabass, E-Gitarre und zwei Sänger reichten für einen tollen Sound. Leider redeten sie zwischen den Songs etwas viel. Weniger wäre mehr gewesen. Die Musik war toll.

Bild Kathrin Hallauer

Lo & Leduc boten das Grande Finale. Sie kamen mit der kompletten grossen Band vorbei. Das Repertoire bestand aus neuen Liedern und ihren Hits, welche sie teilweise ineinander verwoben.Die neuen Lieder hatten oft gesellschaftsrelevante Inhalte. Eine technische Panne an den Drums überbrückten sie mit einem wirklichen Freestyle Rap. Leider regnete es wieder, was der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Das neue Programm und die Show sind toll. Sie haben fast alles neu gemacht und auch die neuen Songs tönen etwas anders. Grossartig.

Bild Kathrin Hallauer

Für die Night Session wählten wir MGM im Adler aus. Die drei, nämlich Müller, Gerber, Meier, spielten alle drei akustische Gitarren und sangen. Sie bewegten sich musikalisch zwischen Singer/Songwriter, Folk und Blues. Der Raum war etwas gross, darum litt die Intensität. Die drei Koryphäen spielten hervorragend.

Bild Kathrin Hallauer

Resüme

Adelboden live war auch in der zweiten Ausgabe ein gelungenes Festival. Die Konzerte auf dem Sillerenbühl überzeugten nicht wirklich. DJ Ötzi war ok und sehr sympathisch, die Draufgänger waren aber eher unterste Schublade. Die Marktplatzkonzerte überzeugten mit Ausnahme der etwas schwachen Darbietung. von 77 Bombay Street. Auf dem Dorfplatz gab es tolle junge Künstler:innen zu entdecken und die Night Sessions sind eine tolle Idee. Der ganze Anlass war hervorragend organisiert und alles klappte einwandfrei. Besten Dank allen im OK und allen Helfer:innen.

Fredi und Kathrin Hallauer

CHRISTMAS SESSIONS 2025

Freitag  20. November 2025

Bild Kathrin Hallauer

Die diesjährige Christmas Sessions wurde von Eva Leandra eröffnet. Die junge Sängerin begleitete ihre Popsongs selber am Keyboard. Sie setzte auch Elektrobeats ein. Nach zwei Songs trat ihre Gymerfreundin Zoë auf die Bühne. Sie spielte Gitarre und erweiterte so den Sound der Songs von Eva Leandra. Überzeugt haben die Songs mit Stimme unf Gitarre. Es wurde immer besser, denn der nächste Song war mit Klavier, Gitarre und zei wunderschönen harmonisierenden Frauenstimmen. Es war ein sympathisches Konzert der Newcomerin mit Top Gesang und wundervollen Gitarrenklängen.

Bild Kathrin Hallauer
Bild Kathrin Hallauer

Der Hauptact war Thomas Anders ehemals Modetn Talking. Der Gentleman of Music, wie er sich nennt, trat mit einer guten vierköpfigen Band auf. Gleich zu Beginn wurde klar, das seine Stimme ziemlich dünn geworden ist. Als zweites Lied sang er „Das Leben ist jetzt“. Dann stieg er in die internationalen Hits ein. Ein Teil des Publikums tanzte von Anfang an, ein anderer Teil hörte skeptisch zu. Bald schon kam beim grösseren Teil des Publikums Begeisterung auf. Thomas Anders sang sich durch sein Repertoire aus 40 Jahren Bühnenkünstler.

Bild Kathrin Hallauer

Freitag, 21. November 2025

Bild Kathrin Hallauer

Sens Unik startete den Abend mit ihrem Pionier Rap. Die Lausanner traten mit Schlagzeuger, DJ, Sängerin und zwei Rappern auf. Sie überzeugten ab dem zweiten Song. Das Publikum auf den Stühlen tanzte sitzend mit. Die Sängerin holte alles aus ihrer Stimme heraus und die Rapper rappten, als gäbe es keinen Morgen. Nach ein paar Stücken sagten sie, dass sie in 35 Jahren noch nie vor sitzendem Publikum gespielt hätten. Das Publikum stand sofort auf, tanzte und sang mit. Es gab eine riesen Hiphop Party und das Publikum war aus dem Häuschen. Einen Höhepunkt, wenn nicht der Höhepunkt der Christmas Sessions 2025.

Bild Kathrin Hallauer
Bild Kathrin Hallauer

Bligg trat mit grosser Band auf. Nach einem Lied fragte er: „Wollt ihr aufstehen“. Das Publikum stand sofort. Die nächste Party war lanciert. Bligg spielte seine bekannten Songs in recht rockigen, teils zerhackten Versionen. Der Groove blieb teilweise auf der Strecke, trotzdem schaffte er es, das Publikum mitzureissen. Der Handörgeler intonierte Venus vo Bümpliz, und das Publikum sang mit.Rosalie fehlte natürlich nicht. Er kommunizierte gut mit dem Publikum. Eine schöne Geste war, als er Sens Unik seine Anerkennung zollte, da sie die Hiphop Pioniere der Schweiz sind. Ohne sie gäbe es die deutschschweizerischen Rapper nicht. Dann sang er für alle Eltern und anschliessend für alle, welche jemanden verloren haben. So bot Bligg ein solides und gutes Konzert.

Bild Kathrin Hallauer

Samstag, 22. November 2025

Bild Kathrin Hallauer

Den Auftakt machte eine Sängerin, welche plötzlich im Backstage auftauchte als Freundin eines New Trolls Musiker und dann singen wollte. Sie nennt sich Nausica. Sie sang drei oder vier Lieder mit komplettem Playback. Ihre Stimme war wunderschön , kräftig und warm.
Vielleicht sollte man sich diesen Namen merken.

Bild Kathrin Hallauer

Dann folgte die italienische Progrock Band New Trolls. Die fünf älteren Herren liessen es rocken mit vielen Melodien. Die Musik war sehr stark und da brillierte der Gitarrist. Sie spielten auch zwei Sätze aus dem Concerto Grosso by New Trolls. Der ziemlich alte Sänger verblüffte mit seinem guten Gesang. Er hielt es sehr lange in der Kopfstimme aus. New Trolls spielten die Musik, die sie immer spielten, und das immer noch gekonnt.

Bild Kathrin Hallauer
Bild Kathrin Hallauer

Als Hauptkünstlerin kam die 85 jährige Iva Zanicchi mit sechs meist jungen Musikern. Iva Zanicchi sang ihre Lieder zwischen Pop und Canzoni mit einer beeindruckenden Stimme. Die alte Dame versteht es auf der Bühne zu stehen, zu singen und das Publikum mit Worten zu unterhalten. Leider sprang der Funke nicht wie an früheren Abenden mit den italienischen Stars.

Bild Kathrin Hallauer

Am Sonntag fand auch ein Konzert statt, wir waren aber nicht anwesend. Die Ausgabe 2025 der Christmas Sessions war eine etwas durchzogene Angelegenheit. Man merkte es auch daran, dass der Saal nicht so gut besetzt war wie in früheren Jahren. Trotzdem konnte man gute Musik erleben.

Fredi Hallauer

SEASIDE SPIEZ 2025

Bild Domenico Lavorato

Freitag 29. August

Bild Kathrin Hallauer

Die Hauptbühne des Seaside wurde dieses Jahr von Anna Rossinelli eröffnet. Es war ein gelungener Auftakt mit der sonnigen Ausstrahlung von Anna Rossinelli. Sie freute sich sehr, dass schon soviele Leute vor der Bühne standen, und so gelang ihr ein gut performtes Konzert mit ihrem breiten Repertoire. Dieser Folkpop kam auch ausgezeichnet bei dem Publikum an.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Kathrin Hallauer

Moop Mama x Älice übernahmen die Hauptbühne. Die zehnköpfige Band, bestehend aus Bläsern, Schlagwerkern und einer Rapperin/Sängerin, legte richtig kräftig los. Am Anfang war das Publikum noch etwas verhalten, doch schon bald klatschte und sang es mit. Die Worte der Rapperin waren, wie das leider oft live so ist, nicht immer gut zu verstehen, was etwas schade war, da die Inhalte sehr gesellschaftsrelevant waren. Regen begleitete das Konzert, das Publikum war so begeistert, dass es trotzdem vor der Bühne blieb. Moop Mama war die Entdeckung des diesjährigen Seaside.

Kathrin Hallauer

Bild Kathrin Hallauer

Im Campfire spielten anschliessend Schöre Müller & Phillip Bluedög Gerber mit ihren akustischen Gitarren. Sie beherrschten ihre Instrumente und ihre Musik wie nur wenige. Die Finger flitzten über die Saiten, die Slide Gitarre elektrisierte die Ohren und die Stimmen waren brachial. Das war Blues und Bluesrock, mit viel Energie und Freude gespielt.

Kathrin Hallauer

Bild Kathrin Hallauer

Nemo bespielte die Bühne mit zwei Musikern an Schlagzeug und Synthesizer. Nemo hatte immer das gleiche Bühnenoutfit an. Er pflegte, ja übertrieb sein hohes Singen, auch bei alten Liedern wie „Du“. Einmal sass Nemo am Schlagzeug. Ein ganz neuer Song präsentierte Nemo ebenfalls und ein Froschlied, in dem der Frosch immer wütender werden sollte, aber etwas hilflos auf der Bühne herumstand.

Bild Kathrin Hallauer

Nemo bot ein emotionales Konzert. Bei den Mundartliedern sang das Publikum teils mit. Als Zugabe gab es natürlich „The Code“ und da sangen viele mit. Er liess ein Teil des Publikums etwas ratlos zurück.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Domenico Lavorato

Die deutsche Sängerin Lea aus Berlin präsentierte Songs aus ihrem neusten Album „Von der Schönheit und Zerbrechlichkeit der Dinge“ Das Bühnenbild war mit riesigen Plastikblumen dekoriert. Ihre emotionalen und leidenschaftlichen Texte gingen unter die Haut. Das vorwiegend junge Publikum bereitete ihr einen herzlichen Empfang.

Katrin Steffen und Domenico Lavorato

Bild Kathrin Hallauer

Samu Haber holte das Publikum ab. Mit einem gekonnten Aufbau der Show und seiner finnischen Band verstand er es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Die Show war sehr solide und gespickt mit seinen Ohrwürmern aus Sunrise Avenue Zeiten.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Domenico Lavorato

Auf seiner Jubiläumstour machte Sido auch in Spiez halt. Die Maske, die er in seinen Anfangszeiten immer trug, hat er längst abgelegt. Das Publikum wurde durch eine musikalische Zeitreise geführt. Es war ein toller Auftritt und ein krönender Abschluss des ersten Festivaltages.

Katrin Steffen und Domenico Lavorato

Samstag 30. August

Bild Kathrin Hallauer

Die Hauptbühne eröffnete heute Dan Mudd feat. Bearbeat. Die beiden trafen sich bei Covid auf der Strasse und bringen genau diesen Blues hinüber mit ihren rauen Stimmen. Es war ein würdiger Auftakt für den Samstag.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Kathrin Hallauer

Im Campfire waren unterdessen die Teilnehmer:innen der Akademie La Gustav am Musizieren. Sie spielten in wechselnder Besetzung und unterstützten einander auch mit viel Applaus. Schön, dass es diese jungen Musiker:innen gibt, welche bereit sind, gemeinsam Musik zu machen.

Kathrin Hallauer

Bild Kathrin Hallauer

Unterdessen machten sich die Basler Lovebugs bereit und starteten ihr Konzert auf der Hauptbühne. Nach sieben Jahren ohne Auftritt, freuten sie sich, hier zu spielen. Sie gaben dem Publikum alles und heizten richtig ein, das Publikum machte auch kräftig mit.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Kathrin Hallauer

Los Serej spielten nur zu zweit am Campfire. Der Schlagzeuger war leider krank. Die beiden auf der Bühne überzeugten und waren perfekt eingespielt. Kontrabass, Piano und die beiden Stimmen passten hervorragend zusammen. Die Berndeutschen Lieder zwischen Sprechen und Singen waren sehr ansprechend. Das war eine Perle am diesjährigen Seaside.

Kathrin Hallauer

Bild Kathrin Hallauer

Joya Marleen erfrischte mit ihrer fröhlichen, unkomplizierten Art. Ihre Songs erfreuten das Publikum. Sie konnte ihre unbeschwerte Art erhalten und ihre Stimme ist nach wie vor umwerfend. Ihr Songwriting ist hervorragend und so konnte sie sich durch ein gutes Repertoire spielen.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Kathrin Hallauer

Gianna Nannini überzeugte vom ersten Ton an. Sie war der Höhepunkt des diesjährigen Seaside. Mit weniger Kapriolen, aber viel Energie sang sie sich quer durch ihr Repertoire. Ihr ausgeklügelter Programmablauf holte das Publikum ab und nahm es mit durch Italien, die Welt, die Rockmusik und durch das Leben einer sehr starken Frau. Gianna Nannini strahlte viel Positivität aus. Natürlich sang sie ihre grossen Hits, angefangen mit „America“ über „Fotoromanza“ bis zu ihrer Version von „Me & Bobby McGee“. Natürlich trug auch ihre hervorragende, rockige Band vieles zum gelingen dieses grossartigen Konzertes bei.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Kathrin Hallauer

Patent Ochsner spielten ein phänomenales Konzert, was nicht jeder Band gelingt, wenn sie nach Gianna Nannini auf der Bühne steht. Für Büne Huber war es eine grosse Ehre, da er schon seit fast ewig, ein grosser Fan von ihr ist. Bei Patent Ochsner dürfen die hervorragenden Musiker ebenfalls ihre Akzente setzen, und das taten sie auch. Das Repertoire war das momentan übliche, welches Patent Ochsner auf dieser Festivaltour spielte, mit den Höhepunkten zum Mitsingen. Büne Huber bewies einmal mehr sein grosses Können als Musiker und Volkssänger.

Kathrin Hallauer

Bild Domenico Lavorato
Bild Domenico Lavorato

Troubas Kater überzeugten mit ihrem Auftritt und ihrem musikalischen Können. Sie waren ein weiterer Höhepunkt des Abends und einen perfekten Abschluss des diesjährigen Seaside Festivals.

Katrin Steffen und Domenico Lavorato

Zusammengestellt und redigiert Fredi Hallauer
 

MOON & STARS LOCARNO 2025

Bild Kathrin Hallauer

Donnerstag, 10. Juli

Nach der seit Jahren und jeden Abend gleichen Eröffnung der Piazza Piccola durch Daniel Kemish eröffnete um 19 Uhr das rätoromanische Popduo Omnisdus die Piazza Piccola.

Bild Kathrin Hallauer

Sie spielten beide Gitarren und unterstützten sich mit einer Drumstation. Ihre Musik kam gut an, hatte aber in Bezug auf das Songwriting noch Potenzial.

Bild Kathrin Hallauer

NEK eröffnete die Piazza Grande in der Triobesetzung. Er machte mit dem Publikum eine Reise durch sein musikalisches Schaffen. Es schrubbte auf seinem E-Bass wie wild und auch Gitarre und Schlagzeug liessen es kräftig rocken. Das Publikum sang die meisten Lieder mit. Ein Italorock Konzert, dass sich mit Recht so nennen kann.

Bild Kathrin Hallauer

Es folgte auf der Piazza Grande, die junge Rose Villain.  Sie sang und tanzte Pop und Hip-Hop. Das Publikum sang ab dem dritten Stück bereits lauthals mit.  Die Band bestand aus Schlagzeug, Bass, Keyboard/Synthie und zwei Background-Sängerinnen. Im Mittelteil performten nur die drei Frauen zusammen, plus teilweise eine Drummachine.

Bild Kathrin Hallauer

Dann kam ein Teil, wo die Musik eingespielt wurde. Rose Villain rappte auch mit einem wunderschönen Flow. Ihre Texte performte sie italienisch. Sie ist für mich die Entdeckung des Moon & Stars 2025.

Bild Kathrin Hallauer

Dann ging die Party richtig los mit Gigi d‘ Agostino. Der Kapitän des Euro Dance liess als DJ die Piazza Grande tanzen. Ich weiss nicht, ob die Piazza schon einmal eine solche Party erlebt hat. Die Bässe pumpten, der Capitano feuerte die Menschen mit Handzeichen an, vorn an der Bühne stiegen Rauch und Feuer gegen den Himmel und immer wieder schossen die Konfettikanonen ihren farbigen Segen in die Luft. Es herrschte eine wunderbare und aufgedrehte Partystimmung auf der Piazza.

Bild Kathrin Hallauer

Freitag, 11. Juli

Long Tall Jefferson eröffnete die Piazza Piccola als Quartett. Er spielte seine Songs mit hervorragenden weiblichen Backings. Seine Intonationen waren am Anfang des Konzerts nicht immer sauber. Die beiden Frauen an Bass und Keyboard/Gitarre taten dem Sound sehr gut, und das Schlagzeug brachte Bewegung in die Songs.

Bild Kathrin Hallauer

Clean Bandit waren die Ersten auf der Piazza Grande. Die britische Elektropopband trat in fast Grossformation auf. Drei Männer an Keyboards, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Dann zwei Geigerinnen und eine Cellistin (alles E-Instrumente), plus zwei Sängerinnen.

Bild Kathrin Hallauer

Sie sind ein Musiker:innen Kollektiv, welches wächst und schrumpft. Es war alles ein bisschen niedlich und das Publikum wurde krampfhaft animiert, doch das Publikum machte nur zögerlich mit. Viel wurde eingespielt und die Streicherklänge oft vom Keyboard zugedeckt. Manchmal glitt der Sound in die basslastigen Discoklänge. Der Auftritt wirkte wie der einer Retortenband, welche noch nicht ganz synchron in den Bewegungen ist. Die eine Sängerin entschädigte das Publikum mit ihrer Powerstimme.

Bild Kathrin Hallauer

Dann drehte das Publikum beim Warten schon fast durch. Scooter waren angesagt. Ein fantastisch schönes Intro mit tollen Visions eröffnete die Show.

Pyros wurden abgefeuert, die beiden Synthesizer Spieler standen vor ihren Geräten, zwei Tänzerinnen kamen dazu und schlussendlich das Urmitglied Baxxter persönlich.  Nun ging die Party richtig los, zwischen Eurodance und Hardcore. Das Publikum drehte durch und die nächste grosse, aber sehr brachiale Party war lanciert.

Bild Kathrin Hallauer

Samstag, 12. Juli

Bild Kathrin Hallauer

Heute begann das Moon & Stars auf der Bambini Stage um 17 Uhr mit Professor & Profesora Bummbastic. Sie zeigten viele Experimente zum Thema Luft und Schwerkraft für Kinder ab 5 Jahren. Sie betonten immer wieder, dass Kinder nicht ohne Erwachsene experimentieren dürfen. Gezeigt wurde das Bernoulli-Prinzip des Auftriebs und andere, auch für Erwachsene verblüffende Experimente. Wunderschön waren die Kugeln, welche in einer Reihe an verschiedenen langen Fäden aufgehängt waren und dann miteinander in Schwingung versetzt wurden. Eine interessante und gut gemachte einstündige Performance.

Bild Kathrin Hallauer

Um 19 Uhr startete die Tessiner Poprock Band Sunset 99. Das Quartett rockte kräftig los, mit kreischenden Gitarren, sattem Bass, gutem Schlagzeug und einer Rocksängerin mit hervorragender Stimme. Die Gitarrenband spielte 90er Rock mit moderner Würze.

Bild Kathrin Hallauer

Megawatt rockten ab 20 Uhr die Piazza Grande. Satter Hardrock und Good Vibes, Mundarttexte prägten das Konzert. Wichtig waren auch die beiden Gitarristen, welche unterschiedliche Soli spielten, aber auch sonst sehr präsent waren. Bass und Schlagzeug trugen zum guten Boden des Sounds sehr viel bei.

Bild Kathrin Hallauer

Das Publikum war sehr aufmerksam und machte mit. Megawatt spielte sich durch ihr gesamtes Repertoire. Es war ein musikalisches und inhaltlich hervorragendes Konzert.

Bild Kathrin Hallauer

Viele Menschen warteten auf der Piazza Piccola auf Marc Amacher. Dann startete er pünktlich mit seinem Quartett. Sie spielten Bluesrock vom Feinsten mit dem rauen und typischen Gesang von Marc Amacher. Ein herrlich bodenständiges Konzert.

Bild Kathrin Hallauer

Dann starteten Scorpions ihr Konzert mit einem Schnelldurchlauf von 60 Jahren Bandgeschichte. Die Musiker traten auf die Bühne und rockten los. Der Sänger hatte zwar wieder etwas mehr Druck, als vor einem Jahr in Murten,  aber sein Tonumfang war nach kurzer Zeit auf wenige Töne geschrumpft.

Bild Kathrin Hallauer

Die anderen Musiker beherrschten ihre Instrumente. Das Repertoire der 60 Jahre Scorpions wurde etwas zu stark abgespult. Das Publikum verhielt sich eher verhalten.

Bild Kathrin Hallauer

Sonntag, 13. Juli

Die Piazza Piccola startete mit Joside einer schweizerischen Rockformation. Die klassische Trioformation schaffte schnell eine gute Stimmung vor der Bühne mit ihrem treibenden Rock.

Bild Kathrin Hallauer

Alvaro Soler spielte auf der Piazza Grande mit fünf Musiker:innen. Er selbst sang, spielte Piano/Keyboard und Gitarre. Seine beschwingten Songs auf Spanisch liessen sofort eine fröhliche Stimmung aufkommen.

Bild Kathrin Hallauer

Seine Musiker:innen waren alle Spitzenklasse, und er selbst ein ausgezeichneter Entertainer und vielseitig sehr versiert. Dies war der erfrischendste und musikalischste Auftritt am Moon & Stars 2025.

Bild Kathrin Hallauer

Samu Haber und seine drei Musiker machten den Schluss an diesem Sonntag.

Bild Kathrin Hallauer

Alle vier Männer sangen, manchmal Backings und manchmal Chor. Sein melodiöser Rock wurde kräftig mitgesungen. Schon bald suchte er die Publikumsnähe und liess einzelne Phrasen von Menschen aus dem Publikum singen. Seine Hymnen eigneten sich bestens für das singfreudige Publikum auf der Piazza Grande. Kamrad und Alvaro Soler traten noch auf die Bühne als Cowbell Spieler. Solide Songs und eine satte solide Band waren genau was es benötigte für diesen gelungenen Rockabend ohne Pyros und Feuer.

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Montag, 14. Juli

Heute gab es nur auf der Piazza Piccola Konzerte. Zuerst trat Amaya Gloor auf. Bei ihr stach vorwiegend die starke Stimme heraus. Sie sang wunderschön, klar und deutlich. Ihre internationalen Popsongs kamen beim Publikum sehr gut an.

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Später trat Nickless auf die Bühne, genauer gesagt setzte sich an das Schlagzeug. Seine drei Mitmusiker standen dazu, und es ging mit viel Drive los. Nickless sang und gab Gas, am Schlagzeug, dazwischen stand er und unterhielt das Publikum oder machte Party.

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Dazwischen spielte er akustische Gitarre. Er war ein Tausendsassa und bot gute Musik und beste Unterhaltung. Seine neueren Stücke sind sehr funky. Ein grosses Publikum feierte den grandiosen Musiker und seine Band.

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Natürlich ging das Moon & Stars noch weiter, aber uns rief das Gurtenfestival, welches Fredi 1977 mitbegründete. Ciao Locarno bis nächstes Jahr.

Bildimpressionen

Bilder Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

STÄCKETÖRI ZÄZIWIL 2025

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INTERVIEWS:

Am Stäcketöri sprachen Kathrin und Fredi Hallauer mit den verschiedensten Musiker:innen und Bands. Hier sind die Interviews zu hören. (In den nächsten Wochen kommen weitere dazu, bis es 12 sind)

Interview mit Caspar von Nebenan

Interview mit Qeller

Interview mit QC von Troubas Kater

Interview mit R.U.O.K

Interview mit Gitter

Interview Ida Jane

Interview mit Ikan Hyu

Interview mit Magic Mumble Jumble

Interview mit Mattiu

Interview mit New Spoons

Interview mit Open Season

Interview mit Zoë Më

Freitag, 20. Juni

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Pünktlich um 16 Uhr eröffnete R.U.O.K das 3. Stäcketöri Freiluft. Die junge Zürcher Band liess es musikalisch richtig grooven. Neben den üblichen Instrumenten setzten sie eine Geige als speziellen Klang ein. Die beiden Sängerinnen hatten in Bezug auf Ausstrahlung und Gesangsqualität noch etwas Luft. Ein schönes Eröffnungskonzert.

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To Athena spielte das erste Konzert auf der grossen Bühne. Neben Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Gesang spielten noch eine Geige, eine Bratsche, ein Cello und eine Harfe mit. To Athena zog alle Register ihrer Stimme, vom Parterre schaffte sie es in den Keller und dann hoch hinaus  auf luftige Höhe. Sie begeisterte mit ihrem Auftritt das Publikum und sie war vom Publikum begeistert. Es wurde mitgesungen und mitgeklatscht. Ein fantastischer Auftritt und ein erster Festivalhöhepunkt. 

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Ida Jane, die sechsköpfige Band, fuhr auf der kleinen Bühne weiter. Sie spielten ein Powerkonzert mit viel intelligentem, bluesigem Pop und Blues. Die Musiker brillierten alle und die Sängerin hatte ein tolles auftreten und grosse Ausstrahlung. Ida Jane zeigte bei diesem Konzert, dass man sie auf dem Radar behalten sollte.

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Die grosse Bühne wurde anschliessend von Troubas Kater übernommen. Bei langsam sinkender Sonne spielten sie ihr tolles Set. Sie starteten mit alten und bekannten Liedern. Bereits nach etwa drei Liedern kam der Freestyle-Teil. QC sprach liebevoll mit dem Zäziwiler Publikum. Dann legten sie mit vorwiegend neuen Liedern los. Es war wiederum ein wundervolles Konzert, wie es nur Troubas Kater spielen können.

Samstag, 21. Juni

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Der heutige Tag wurde von Caspar von Nebenan eröffnet. Die Band spielte mit Kontrabass und E-Bass gleichzeitig, dazu Schlagzeug, Akkordeon und Saxophon. Die Lieder wurden Mundart und Deutsch von der Kontrabassistin und dem E-Bassisten gesungen. Es waren oft feine und leise Töne, die Band legte aber auch recht los und liess es grooven. Es war tolle Musik, gute Songs und wunderbar gesungen.

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Auf der Hauptbühne startete Zoë Më mit ihrer grandiosen Band. Auch da verfeinerten Geige und Cello den Sound. Zoë Më sang sich mit deutschen und französischen Liedern in die Herzen der Zuhörer:innen. Manchmal benutzte sie beide Sprachen im gleichen Lied. Die Musik war fein und trotzdem sehr Energie geladen. Sie hatte ein sehr sympathisches Auftreten und eine natürliche Ausstrahlung. Das Programm, welches sie spielten, ist brandneu und hielt den Festivalanforderungen und dem Publikum stand. Es lohnt sich, ein Konzert von Zoë Më zu besuchen. Die Schlange vor dem Merchstand und den Autogrammen war extrem lang.

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Die kleinere Bühne wurde anschliessend von The New Spoons gerockt. Die Schlagzeugerin und Backgroundsängerin war durch das Lichtdesign und den dichtem Bühnennebel unsichtbar. Die Band spielte ein breites Rockrepertoire. Die Stimme des Leadsängers war schlecht abgemischt und überschlug sich zeitweise. Ein tolles, tanzbares Konzert.

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Dann ging die Post auf der Hauptbühne mit Magic Mumble Jumble ab. Die niederländische Band verbreitete gute Laune und viel Energie. Mit Bläsern, Perkussion und Rockinstrumenten zelebrierten sie die fröhliche Botschaft der Menschlichkeit. Folk, Rock, Pop, Jazz gaben sich in diesem Sound die Hand.  Die Band begeisterte das Publikum und das Publikum überraschte die Band durch die super Stimmung.

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Auf der kleinen Bühne präsentierte dann Qeller seine bewegenden Klänge. Es war Musik zum Tanzen und bewegen, aber mit Tiefgang. Die Texte waren oft gesellschaftsrelevant. Wunderbar war ein Lied über und für Geflüchtete, gespielt auf einem alten analogen oder frühdigitalen Keyboard vom Flohmarkt.

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Es folgte Dabu Fantastic und das Publikum ging richtig ab. Die Sonne schien auf die Bühne und überall nur fröhliche Gesichter. Dabu Fantastic spielten ihr aktuelles Festivalprogramm mit Liedern aus dem neuen Album, aber auch früheren Alben. Dabu Fantastic spielten eine tolle Show.

Sonntag 22.Juni

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Um 12 Uhr eröffnete Roland Zoss & Jimmy Flitz Band  den musikalischen Reigen des letzten diesjährigen Festivaltages. Er sang die 25 grössten Jimmy Flitz Lieder. Er nahm Stofftiere, um die Tiere aus der Geschichte und den Liedern zu visualisieren. Die Musiker:innen übernahmen jeweils die Sprechstimmen. Die Kinder konnten bei einzelnen Liedern mitsingen.

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Die grosse Bühne wurde von Mattiu am heutigen Tag eröffnet. Er trat mit einer akustischen Gitarre, seiner Wahnsinns-Stimme und seinen beiden Schwestern mit Backgroundgesang. Er sang ausschliesslich rätoromanisch und erklärte die Inhalte kurz. Das Lied „Angelina“ von Dabu Fantastic coverte er auf rätoromanisch. Ein wundervolles Konzert.

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Gitter begeisterten das zahlreiche Publikum, welches in der Gluthitze vor der kleinen Bühne standen. Sie sangen Mundartlieder. Die Texte waren manchmal etwas ungreifbar und trotzdem verständlich. Tolle Musik mit leichten irischen Einflüssen. Indie Folk Rock, welcher sich hören lassen kann.

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Den Schluss des Festivals bestritten Open Season. Die Band besteht seit 25 Jahren und spielte so fantastisch wie eben geboren. Es war eine Freude, der Bläsersektion zu lauschen, dem Sänger und der Keyboarderin/Sängerin zuzuhören und zu den Rhythmen der Rhythmussektion– zu tanzen. Die Band begeisterte mit neuen Songs und alten Hits. Einfach ein grossartiges Festival.

IMPRESSIONEN

Bilder Kathrin und Fredi Hallauer

MERCI STÄCKETÖRI

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Fredi Hallauer