FESTIVALS

THUNER KULTURNACHT 2017

Am 28. Oktober fand die Thuner Kulturnacht zum 6. Mal statt. Nach der offiziellen Eröffnung spielte die Kadettenmusik in gewohnt souveräner Art.

Gleichzeitig waren zwei Sprayer tätig, welche vor den Augen des Publikums ein Bild entstehen liessen.

Im KKT boten Tanzgruppen des DAP eine hervorragende Show. Sie verflochten Ballet und Streetdance miteinander. Jugendliche und Tanzlehrerinnen liessen das Publikum staunen. Es war eine Glanzleistung.

Anstelle von Hanery Amann trat ebenfalls im KKT Jael im Trio auf. Sie spielte ihr letztes Konzert vor der Babypause. Jael war aufgestellt und witzig. Sie spielte Gitarre und Xylophon, ein Keyboarder und ein Gitarrist und Sänger unterstützten sie. Es war ein sehr schönes unf stimmungsvolles Konzert.

Im Rathausstübli spielten drei junge Burschen unter dem Namen Okay. Sie verblüfften alle. Mit Schlagzeug, Keyboard und Geige spielten sie einen Popjazz wie die ganz Grossen. Die Instrumente beherrschten sie und sie setzen ihe eigenen Idèen um. Egal ob Pophits oder Jingel Bells alles wurde zur Okay Nummer und erst noch mit viel Spass gespielt.

Im Loft 27 spielten Mirakolo, ein Quartet das Jazz und Balkan vermischt. Aber es funktionierte noch nicht ganz. Dazu kam, dass der Trompeter wie ein Animateur wirkte bei seinen allzu langen Bemühungen dass die Leute mithelfen.

Auf dem Platz vor dem Manor begleiteten 14 Alphörner mit ihren Weisen das heimkehrende Publikum in die Nacht.

Es war eine tolle Kulturnacht, meine erste und ich muss sagen, es stimmt nicht, dass es nur ein Gedränge ist, an den Orten welche ich besuchte kam man gut hinein, die Lokale waren gut besetzt aber nicht übervoll. Etwas mehr Verpflegungsstände wären angebracht, und der Shuttlebus bitte bereits ab 18.30 Uhr vom Rathaus zum KKT. aber das sind Details.

Fredi Hallauer (Bild und Text)

SEASIDE FESTIVAL SPIEZ 2017

Seaside Festival vom 25. bis 26. August 2017

Freitag

Pünktlich um 14 Uhr eröffneten Hecht das 1. Seaside Festival in einer der weltweit schönsten Buchten, der Spiezerbucht. Sie rockten voll ab und das Publikum machte mit so gut es bei dem prallen Sonnenschein konnte. Der Sänger liess sich auf den Schultern durchs Publikum tragen und liess das Publikum „Adam und Eva“ ins Mikrofon singen. Ein tolles Auftaktkonzert vor vollen Rängen.

Foto: Domenico Lavorato

Als nächstes stand ein weiterer sicherer Wert auf der Bühne, nämlich Pegasus. Gleich von Beginn weg sang das Publikum mit. Pegasus spielten einen Mix aus alten neuen Songs und zeigten eine tolle Bühnenpräsenz. Dazwischen bauten sie sich mitten im Publikum auf und sangen zwei Lieder. Ein längeres Schlagzeugsolo fehlte auch nicht.

 Gespannt durfte man auf den Auftritt von Züri West sein. Oh Erleichterung sie packten es und brillierten. Kuno und seine Mannen lieferten ein super Konzert ab. Kuno erzählte viel und sympathisch. Er lachte und sang hervorragend. Die Setliste war neu mit neuen Liedern und den alten Songs die das Publikum. Züri West sind wieder Geili Sieche.

Rea Garvey übernahm dann die Bühne und das Publikum. Er und seine Band taten das mit Leidenschaft. Mehrheitlich Mid- und Uptempo Songs gehörten zum Set. Positiv ist seine Stimme, negativ die etwas überlangen Ansagen, welche bei vielen im Publikum nicht nur gut ankamen. Gegen Schluss spielte er seinen Hit, der immer noch „Supergirl“ ist. Ein solides Konzert, aber das schwächste des Tages.
Der Hauptact war Emeli Sandé und sie überzeugte auf der ganzen Linie. Mit ihrer Schlagzeug/Perkussion lastigen Band, plus Tasten und Gitarre plus Backingvocals prägte sie einen speziellen Livesound. Ihre Stimme kam dabei sehr zur Geltung. Hühnerhaut erzeugte ihre Version von „Piece Of My Heart“, bekannt von Janis Joplin. Ein grossartiges Konzert.
Ein Dessert gab es immer zwischen den Acts beim Campfire. Dort spielte jeweils das Trio Blues for Public. Martin Diem an den Gitarren, dazu ein Bläser von der Trompete zum Euphonium zur Bluesharp. Zwischendurch erweiterte eine Sängerin den Gesang auf drei Stimmen. Musik von Blues zu Belafonte zu Reggae, einfach, transparent und fürs Herz.
Samstag
Den zweiten Festivaltag eröffneten Span. Es war sehr heiss, das deutlich ältere Publikum als am 1. Tag hörten sich die Lieder geduldig an. Beim Louenesee wurde dann kräftig mitgesungen. Ausstrahlung hatte die Band wenig was aber nichts Neues ist. Es war ein würdiges Konzert.
Weiter ging es mit The Hooters, welche ein solides Konzert spielten. Ihr, von drei Gitarren und dem Keyboard oder einem Handörgeli geprägten Sound war erfrischend. Sie brachten das Publikum zum Mitmachen, soweit es die hohen Temperaturen zuliessen.
Manfred Mann’s  Earthband betraten die Bühne. Sie erfüllten die Erwartungen des Publikums und spielten sich durch die lange Liste der Hits. Der Gitarrist überzeugte und faszinierte mit seinem Spiel mit Finger und Zähnen. Auch diese Band war ein sicherer Wert.
Krokus liessen den Rock krachen. Sie rockten die Spiezer Bucht in bester Krokus Tradition. Alle Musiker gaben alles. Sie spielten sich von Bedside Radio zu Rockin The Free World. Das Publikum flippte zum ersten Mal so richtig aus. Grossartig.
Die heissgerockte Bühne übernahmen Status Quo und rockten durch 50 Jahre ihrer Hits mit viel Feuer und Spass. Sie brachten das 10’000köpfige Publikum vollends aus dem Häuschen. Die eingeladenen Gäste im Bootshaus tanzten bis das ganze Haus zitterte. Publikum ausserhalb des Zauns ohne Bühnensicht applaudierte. Das war Rock’n’Roll.
Trauffer meisterte die Aufgabe bravourös nach Status Quo zu spielen. Das Publikum wechselte die Plätze die Jungen nach vorne die Alten nach Hinten. Dann wurde mitgesungen was die Stimmbänder hergaben von Anfang bis Schluss. Die Show war toll von Trauffer die Musik mitreissend. Manchmal war es etwas lange Entertainement statt Musik. Das Festival konnte niemand besser abschliessen als Trauffer.
Im Campfire spielte das Trio um Schöre Müller MGM mit Gerber und Blue Dög Meier. Die Post ging ab und die Bude war gerappelt voll.
Fredi Hallauer

BERNER RAP NACHT

Am 6. Mai 2017 fand die Berner Rap Nacht im Bierhübeli Bern statt. Es starteten  Soube & Dylan.

Die zwei Rapper plus eine Sängerin und Rapperin und teilweise verstärkt hatten es schwer als Newcomer den locker gefüllten Bierhübeli Saal in Stimmung zu bringen. Sie hatten gute Ideen mit Trommeln, setzten sie aber zuwenig konsequent um. Die Beats waren recht gut, die Texte dafür nicht sehr gut zu verstehen. Sie legten zuviel Energie hinein um die Leute zu animieren.

Als zweites kamen  die Gäste aus Luzern Marash & Dave zum Zug.

Sie wurden als Wirbelwinde aus Luzern angekündigt, kamen aber eher ziemlich brachial daher. Die Beats kamen ausschliesslich vom Computer und vor allem war der Gesang auch dabei, was sich dann mit dem Live Gesang zusammen oft etwas komisch und dumm anhörte, vor allem wenn es nicht synchron war. Die Texte waren pubertär, was aber dem Alter der Rapper und des Publikums sicher gerecht wurde. Sie waren ebenfalls krampfhaft bemüht die Leute zu animieren, was das Publikum denn auch tat.

Kaiser & Dimitri folgten.

Die beiden Rapper die vormals Hobbiz hiessen, zeigten ihre wahre Klasse und Erfahrung. Sie rappten locker daher und das Publikum machte ohne Aufforderung mit. Der DJ war ein richtiger Old School Mann, der scratchte und die Plattenteller von Hand bearbeitete. Die Texte aus allen Zeiten überzeugten, waren selbstkritisch und ihr Auftritt riss das junge Publikum richtig mit.

Dawill von S.O.S begann als Solist und später war dann auch die S.O.S Crew auf der Bühne.

Er kam erfrischend daher. Bereits sein Outfit war anders, seine Beats stark von der Karibik beeinflusst. Seine Texte meist sozialkritisch und selbstkritisch. er liess die Leute auch bashen und richtig abgehen. Sein kleiner Sohn rappte auch mit und wie schon erwähnt die S.O.S Crew. Dawill ist die Entdeckung des Abends, noch kein Grosser, aber er kann es werden.

Nemo wurde als Dessert angepriesen und das Versprechen hielt er auch.

Er hüpfte sicher am wildesten auf der Bühne herum, rappte seine guten Texte mit seinem unerhörten Flow und strahlte viel Energie und Sympathie aus. Zum Schluss dann auch seine beiden Hits „Kei Bock“ und „Himalaya“. Nemo zeigte, dass er auf dem Weg ist Nummer eins der Rapper zu werden.

Fredi Hallauer

MOMENTS OF MUSIC

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Das erste Moments Of Music geht dieses Jahr über die Bühne der Kursaal Arena in Bern. Dort ist das Publikum relativ nahe bei den KünstlerInnen.

Donnerstag 4. Mai 2017

Christoph Mae

Foto: Moments Of Music

Christoph Mae eröffnete pünktlich das spezielle Festival. Er trat mit vier Musikern und vier Sänger und Tänzer auf. Gleich von Beginn weg war zu merken hier gibt es eine grosse Show. Christoph Mae überzeugte gesanglich und auf der Bluesharp. Zwischendurch entstand sogar ein Jam mit seinen Musikern, was musikalisch zum Höhepunkt des Konzertes wurde. Der Mann mit dem Hut konnte aber noch mehr, nämlich tanzen und Show machen. Er riss das Publikum förmlich von den Sitzen und das bereits beim zweiten Song, liess es zwischen den Stuhlreihen von links nach rechts und rechts nach links tanzen, mitsingen und klatschen. Er selber war immer wieder im Publikum anzutreffen. Seine Musiker und Sänger bekamen auch ihre Soli. Glänzen taten neben den Sängern vor allem der Bassist und der Drummer. Das Repertoire umfasste, fetzige Tanznummern und Balladen. Angekündigt wurde eine Achterbahnfahrt die besser ist als ein Nachtessen in einem französischen Bistro. Das Versprechen wurde erfüllt.

Foto: Moments Of Music

Lisa Stansfield

Foto Moments Of Music

Das zweite Konzert des Donnerstagabend wurde von Lisa Stanfield der bitischen Sängerin bestritten. Ihre neunköpfige Band produzierte eine Soundwand, welche sehr undifferenziert war. Lisa sang mit ihrer markanten Stimme, welche etwas grell gemischt war. Sie versuchte mit ihrem 80iger Jahren Pop die Party zu machen, was ihr aber leider nicht gelang. ein paar mal standen die Leute noch auf zum Tanzen und Klatschen, gaben es aber schnell auf, da von der Bühne der entsprechende Kick nicht kam. Nach der Hälfte des Konzertes begann sich der Saal zu lichten obwohl es erst 22.30 Uhr war. Lisa Stansfield wirkte irgendwie peinlich und musikalisch war, ausser der starken Stimme, auch nicht viel auszumachen.

Foto Moments Of Music

Freitag

Stefanie Heinzmann

Fotografie: Moments Of Music

Stefanie Heinzmann ist erblondet und zuerst erkannte man sie gar nicht. Sonst trat sie mit ihrer gewohnten Band auf. Nach einer Pause war es das zweite Konzert. Sie gab mit ihrer Band ein solides und gutes Rockkonzert. Stefanie Heinzmann stand klar im Rampenlicht, aber ihre Musiker und die beiden Backgroundsängerinnen bekamen auch ihren Platz um sich musikalisch zu zeigen. Das immer aufstehen müssen und laahhhhaaa singen grenzte etwas an Nötigung. Eigentlich müsste es selber entstehen, wenn das Konzert das Publikum von den Sitzen reisst. Stefanie Heinzmann übertrieb es ein bisschen. Dem musikalischen des Konzertes tat das keinen Abbruch, ausser das ohne diese Sachen vielleicht noch 2 Lieder mehr hineingepasst hätten. Stefanie Heinzmann ist ein sicherer Wert für solche Konzerte.

Anastacia

Fotografie: Moments Of Music

Der Start des Konzertes war fulminant. Zwei Frauen hämmerten auf eine grosse Trommel und der Drummer spielte seine Drums auch im Jungle Style. Dann kam Anastacia und rockte die Bühne mit ihren Hits und weniger bekannten Songs. Die gebotene Show war ziemlich üppig. Die Trommlerinnen legten Ausdruckstanz vor, sangen und spazierten über zwei Ebenen auf der Bühne herum. Ebenfalls Anastacia war überall auf den zwei Ebenen anzutreffen. Nach einer halben Stunde zogen sich die Damen um, von Hosen, bzw. Jeans in Röcke. Ein Ventilator blies die Haare von Anastacia so künstlich echt herum und von der Backgroundsängerin den rock fast weg. Das Licht stimmte zum Erstenmal an dem Event extrem genau. Musikalisch gab es keine Höhepunkte. Anastacia sang wie immer mit ihrer starken Stimme ohne einem zu berühren. Die Band rockte was das Zeugs hielt, aber auch das ziemlich als Soundwand.

Fotografie: Moments Of Music

Fredi Hallauer

ROCK MONSTERS OF SWITZERLAND

Am 3. März fand in der Festhalle Bern dieses Festival statt mit den lauten Gitarren.

SHAKRA 

Shakra startete den Abend in der ausverkauften Festhalle. Sie waren spielfreudig und zeigten sich von der besten Seite. In Bezug auf Bühnenpräsenz übertrafen sie sich für ihre Verhältnisse. Die Gitarristen solierten fantasievoll. In ihrer halben Stunde konnten sie das Publikum erobern.

KROKUS

Die älteste der Band an diesem Abend waren Krokus. Sie spielten sich durch die meisten Songs der neuen CD und warfen immer wieder ältere Titel ein. Chris von Rohr war auf der Bühne und machte seine Sache sehr gut, obwohl er von Fieber gepeinigt wurde. Dafür gaben seine Kollegen Gas und rockten das begeisterte etwas ältere Publikum. Die Gitarristen solierten was die Saiten hielten und der Schlagzeuger bearbeitete seine Felle in einem Solo nochmals so hart. Marc Storage sang sicher und dynamisch und gehört immer noch zu den besten Shoutern. Nach einer guten Stunde verabschiedeten sich Krokus mit zwei Zugaben aber ohne „Bedside radio“.

GOTTHARD

Etwa um 22 Uhr starteten Gotthard sehr druckvoll und übernahmen die Stimmung und die Energie ihrer Vorgänger. Nic Maeder zeigte sich nicht nur als guter und geübter Shouter sondern auch als ein ebensolcher Entertainer. Leo Leonnie brillierte auf der Gitarre egal ob laut oder leise, schnell oder balladesk. Der eingesprungene Schlagzeuger von Helloween ( da Henna erkrankt ist) trommele als ob er schon immer dabei war. Faszinierend war sein Schlagzeugsolo auf dem E-Bass, natürlich auch das auf seinem Schlagzeug. Im Mittelteil spielten und sangen die beiden Gitarristen mit Nic Mäder und ihren akustischen Gitarren die Balladen von Steve Lee mit Publikumsuntersützung. Da die Band ihr 25 Jahr Jubiläum feierte gab es von alten Klassikern wie „Mountain Mama“ und „Hush“ bis zu Songs aus de neuen Album „Silver“ zu hören. Gotthard bot ein grandioses Konzert.

GOTTHARD UND KROKUS

Als Zugabe spielten die Bands zusammen. Beide Sänger und alle Gitarristen plus Bassisten zelebrierten „Bedside Radio“ und „Mighty Quinn“. Es war ein grandioser Abend bzw eine grandiose Nacht.

Fredi Hallauer