FESTIVALS

BÄRNER RAP NACHT 2018

Den undankbaren Job zu eröffnen hatte ND Light. Er trat zusammen mit seinem Bruder auf. Die beiden rapten sehr gut und animierten das Publikum mit viel Erfolg. Erstaunlich war ihr Gesang, der war echt gut. Ich glaube wirklich dass sie eine Sternschnuppe am Firmament sind.

Bild Fredi Hallauer

Es folgte Landro. Er trat selbstbewusst auf mit seinen sehr kreativen eigenen Beats. Seine Melodien und die sanftere Art zu rappen kam gut an. Es kam bereits Stimmung auf.

Bild Fredi Hallauer

Ali aus Chur rockte das Bierhübeli förmlich. Seine sympathische Energie übertrug sich aufs Publikum. Bald tanzte es zum Erstenmal an dem Abend Pogo.

Bild Fredi Hallauer

Fratelli B aus Zug jagten die Stimmung weiter hoch. Der Saal füllte sich unterdessen. Die Rapper brachten die schnellen Rhymes gut herüber. Sie spielten dann noch unplugged mit akustischer Gitarre und Cachon. Auch das war kraftvoll.

Bild Fredi Hallauer

11Ä zeigte zusammen mit vier Frauen was Frauenpower ist. Mit ihren cleveren und fraulichen Texten rappte sie sich in die Herzen. Latin angehauchte Beats brachten das Bierhübeli zum Tanzen. 11Ä überzeugte von A bis Z.

Bild Fredi Hallauer

Den Abschluss machten Dezmond Dez und Tommy Vercetti. Sie konnten das Publikum zu Beginn mitreissen kamen aber dann immer wieder in flauere Gefilde. Der Saal leerte sich fortwährend, entweder musste das junge Publikum zur Zeit zuhause sein oder sie gefielen nicht. Die beiden hatten sichtlich mehr Power als auch schon, überzeugten trotzdem nicht ganz.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

SEASIDE FESTIVAL SPIEZ 2017

Freitag

Pünktlich um 14 Uhr eröffneten Hecht das 1. Seaside Festival in einer der weltweit schönsten Buchten, der Spiezerbucht. Sie rockten voll ab und das Publikum machte mit so gut es bei dem prallen Sonnenschein konnte. Der Sänger liess sich auf den Schultern durchs Publikum tragen und liess das Publikum „Adam und Eva“ ins Mikrofon singen. Ein tolles Auftaktkonzert vor vollen Rängen.

Foto: Domenico Lavorato

Als nächstes stand ein weiterer sicherer Wert auf der Bühne, nämlich Pegasus. Gleich von Beginn weg sang das Publikum mit. Pegasus spielten einen Mix aus alten neuen Songs und zeigten eine tolle Bühnenpräsenz. Dazwischen bauten sie sich mitten im Publikum auf und sangen zwei Lieder. Ein längeres Schlagzeugsolo fehlte auch nicht.

Gespannt durfte man auf den Auftritt von Züri West sein. Oh Erleichterung sie packten es und brillierten. Kuno und seine Mannen lieferten ein super Konzert ab. Kuno erzählte viel und sympathisch. Er lachte und sang hervorragend. Die Setliste war neu mit neuen Liedern und den alten Songs die das Publikum. Züri West sind wieder Geili Sieche.

Rea Garvey übernahm dann die Bühne und das Publikum. Er und seine Band taten das mit Leidenschaft. Mehrheitlich Mid- und Uptempo Songs gehörten zum Set. Positiv ist seine Stimme, negativ die etwas überlangen Ansagen, welche bei vielen im Publikum nicht nur gut ankamen. Gegen Schluss spielte er seinen Hit, der immer noch „Supergirl“ ist. Ein solides Konzert, aber das schwächste des Tages.
Der Hauptact war Emeli Sandé und sie überzeugte auf der ganzen Linie. Mit ihrer Schlagzeug/Perkussion lastigen Band, plus Tasten und Gitarre plus Backingvocals prägte sie einen speziellen Livesound. Ihre Stimme kam dabei sehr zur Geltung. Hühnerhaut erzeugte ihre Version von „Piece Of My Heart“, bekannt von Janis Joplin. Ein grossartiges Konzert.
Ein Dessert gab es immer zwischen den Acts beim Campfire. Dort spielte jeweils das Trio Blues for Public. Martin Diem an den Gitarren, dazu ein Bläser von der Trompete zum Euphonium zur Bluesharp. Zwischendurch erweiterte eine Sängerin den Gesang auf drei Stimmen. Musik von Blues zu Belafonte zu Reggae, einfach, transparent und fürs Herz.
Samstag
Den zweiten Festivaltag eröffneten Span. Es war sehr heiss, das deutlich ältere Publikum als am 1. Tag hörten sich die Lieder geduldig an. Beim Louenesee wurde dann kräftig mitgesungen. Ausstrahlung hatte die Band wenig was aber nichts Neues ist. Es war ein würdiges Konzert.
Weiter ging es mit The Hooters, welche ein solides Konzert spielten. Ihr, von drei Gitarren und dem Keyboard oder einem Handörgeli geprägten Sound war erfrischend. Sie brachten das Publikum zum Mitmachen, soweit es die hohen Temperaturen zuliessen.
Manfred Mann’s Earthband betraten die Bühne. Sie erfüllten die Erwartungen des Publikums und spielten sich durch die lange Liste der Hits. Der Gitarrist überzeugte und faszinierte mit seinem Spiel mit Finger und Zähnen. Auch diese Band war ein sicherer Wert.
Krokus liessen den Rock krachen. Sie rockten die Spiezer Bucht in bester Krokus Tradition. Alle Musiker gaben alles. Sie spielten sich von Bedside Radio zu Rockin The Free World. Das Publikum flippte zum ersten Mal so richtig aus. Grossartig.
Die heissgerockte Bühne übernahmen Status Quo und rockten durch 50 Jahre ihrer Hits mit viel Feuer und Spass. Sie brachten das 10’000köpfige Publikum vollends aus dem Häuschen. Die eingeladenen Gäste im Bootshaus tanzten bis das ganze Haus zitterte. Publikum ausserhalb des Zauns ohne Bühnensicht applaudierte. Das war Rock’n’Roll.
Trauffer meisterte die Aufgabe bravourös nach Status Quo zu spielen. Das Publikum wechselte die Plätze die Jungen nach vorne die Alten nach Hinten. Dann wurde mitgesungen was die Stimmbänder hergaben von Anfang bis Schluss. Die Show war toll von Trauffer die Musik mitreissend. Manchmal war es etwas lange Entertainement statt Musik. Das Festival konnte niemand besser abschliessen als Trauffer.
Im Campfire spielte das Trio um Schöre Müller MGM mit Gerber und Blue Dög Meier. Die Post ging ab und die Bude war gerappelt voll.

Fredi Hallauer

MOMENTS OF MUSIC

42A4A374-DD9A-7954-02528D799F89D6EB.jpgDas erste Moments Of Music geht dieses Jahr über die Bühne der Kursaal Arena in Bern. Dort ist das Publikum relativ nahe bei den KünstlerInnen.

Donnerstag 4. Mai 2017

Christoph Mae

Foto: Moments Of Music

Christoph Mae eröffnete pünktlich das spezielle Festival. Er trat mit vier Musikern und vier Sänger und Tänzer auf. Gleich von Beginn weg war zu merken hier gibt es eine grosse Show. Christoph Mae überzeugte gesanglich und auf der Bluesharp. Zwischendurch entstand sogar ein Jam mit seinen Musikern, was musikalisch zum Höhepunkt des Konzertes wurde. Der Mann mit dem Hut konnte aber noch mehr, nämlich tanzen und Show machen. Er riss das Publikum förmlich von den Sitzen und das bereits beim zweiten Song, liess es zwischen den Stuhlreihen von links nach rechts und rechts nach links tanzen, mitsingen und klatschen. Er selber war immer wieder im Publikum anzutreffen. Seine Musiker und Sänger bekamen auch ihre Soli. Glänzen taten neben den Sängern vor allem der Bassist und der Drummer. Das Repertoire umfasste, fetzige Tanznummern und Balladen. Angekündigt wurde eine Achterbahnfahrt die besser ist als ein Nachtessen in einem französischen Bistro. Das Versprechen wurde erfüllt.

Foto: Moments Of Music

Lisa Stansfield

Foto Moments Of Music

Das zweite Konzert des Donnerstagabend wurde von Lisa Stanfield der bitischen Sängerin bestritten. Ihre neunköpfige Band produzierte eine Soundwand, welche sehr undifferenziert war. Lisa sang mit ihrer markanten Stimme, welche etwas grell gemischt war. Sie versuchte mit ihrem 80iger Jahren Pop die Party zu machen, was ihr aber leider nicht gelang. ein paar mal standen die Leute noch auf zum Tanzen und Klatschen, gaben es aber schnell auf, da von der Bühne der entsprechende Kick nicht kam. Nach der Hälfte des Konzertes begann sich der Saal zu lichten obwohl es erst 22.30 Uhr war. Lisa Stansfield wirkte irgendwie peinlich und musikalisch war, ausser der starken Stimme, auch nicht viel auszumachen.

Foto Moments Of Music

Freitag

Stefanie Heinzmann

Fotografie: Moments Of Music

Stefanie Heinzmann ist erblondet und zuerst erkannte man sie gar nicht. Sonst trat sie mit ihrer gewohnten Band auf. Nach einer Pause war es das zweite Konzert. Sie gab mit ihrer Band ein solides und gutes Rockkonzert. Stefanie Heinzmann stand klar im Rampenlicht, aber ihre Musiker und die beiden Backgroundsängerinnen bekamen auch ihren Platz um sich musikalisch zu zeigen. Das immer aufstehen müssen und laahhhhaaa singen grenzte etwas an Nötigung. Eigentlich müsste es selber entstehen, wenn das Konzert das Publikum von den Sitzen reisst. Stefanie Heinzmann übertrieb es ein bisschen. Dem musikalischen des Konzertes tat das keinen Abbruch, ausser das ohne diese Sachen vielleicht noch 2 Lieder mehr hineingepasst hätten. Stefanie Heinzmann ist ein sicherer Wert für solche Konzerte.

Anastacia

Fotografie: Moments Of Music

Der Start des Konzertes war fulminant. Zwei Frauen hämmerten auf eine grosse Trommel und der Drummer spielte seine Drums auch im Jungle Style. Dann kam Anastacia und rockte die Bühne mit ihren Hits und weniger bekannten Songs. Die gebotene Show war ziemlich üppig. Die Trommlerinnen legten Ausdruckstanz vor, sangen und spazierten über zwei Ebenen auf der Bühne herum. Ebenfalls Anastacia war überall auf den zwei Ebenen anzutreffen. Nach einer halben Stunde zogen sich die Damen um, von Hosen, bzw. Jeans in Röcke. Ein Ventilator blies die Haare von Anastacia so künstlich echt herum und von der Backgroundsängerin den rock fast weg. Das Licht stimmte zum Erstenmal an dem Event extrem genau. Musikalisch gab es keine Höhepunkte. Anastacia sang wie immer mit ihrer starken Stimme ohne einem zu berühren. Die Band rockte was das Zeugs hielt, aber auch das ziemlich als Soundwand.

Fotografie: Moments Of Music

Fredi Hallauer