FESTIVALS

CHRISTMAS SESSION BIEL

Dienstag 19. November 2019

Bild Fredi Hallauer

An diesem Abend war Shadox and Friends angesagt. Sie starteten mit einer grossen Band, nämlich erweitert mit einem Gitarristen, einem Streichquartett und einem vierköpfigen Chor. Sie spielten souverän und ihr Bluespop wurde zu Stadionrock mit neun stimmigem Refrain. Dann kam die Lady des Mundartrocks auf die Bühne, Natacha. Sie sang drei Lieder, darunter „Nadisna“, und „Söli söli nid“. Sie hat immer noch eine grossartige Stimme und riss das Publikum buchstäblich von den Sitzen.

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Die Shadox entpuppten sich als sehr geeignete Band für Gäste. Es folgte Jasmin welche mit Shaddy ein Duett sang. Später rockte ein Schweizer Rock Urgestein das Kongresszentrum in Biel. Die Rede ist von Schöre Müller. Seine Gitarrensoli und diejenigen des Shadox Gitarristen waren erfrischend. Mit „Louenesee“ liess er einen magischen Moment entstehen.

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Zwischen den Gästen spielten Shadox jeweils drei Songs. Mit dieser grossen Besetzumg wurden alle die Songs zu Hymnen. Der nächste Gast war Florian Ast. Er begeisterte das Publikum vor allem mit „Sex“ und „Ängu“. Es war ein solider Auftritt.

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Es folgten drei weitere Songs der Shadox, und der letzte davon war sozusage das grosse Finale mit Schlagzeugsolo. Alle Musiker durften nochmals solieren. Dann wurde Ken Hensley (Uriah Heep) auf die Bühne gerufen. Er überzeugte mit einem alten und einem brandneuen Song, Keyboardspiel und sehr witzigen und sympathische Ansagen.

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Das Keyboard wurde weggeräumt und gegen eine Gitarre getauscht und alle Musiker auf die Bühne gebeten. So wurde gemeinsam „Lady in Black“ zelebriert. Ein Konzert mit den Shadox und den Gästen welches etwas anders aber trotzdem gut war ging zu Ende

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Mittwoch 20. November 2019

Bild Fredi Hallauer

Am heutigen Abend war die Bühne und das Publikum bereit für Mi Carmen Flamenco, eine grosse Flamencoshow. Fünf MusikerImnen spielten live mit zwei Gitarren, Querflöte, Cachon und einer fulminanten Sängerin. Die klassische Musik wurde eingespielt. Fünf Tänzerinnen und zwei Tänzer plus eine Solo-Tänzerin und zwei Solo-Tänzer übernahmen den temperamentvollen Tanz. Getanzt wurde, wie es der Name der Show sagt, Carmen.

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Der erste Teil war traditionellerer Flamenco, der zweite Teil moderner, auch musikalisch. Neben der Querflöte kam auch das Saxophon zum Einsatz und das recht jazzig. Tänzerisch gab es ebenfalls modernere Flamenco Varianten zu sehen. Das farbenfrohe Spektajel beinhaltete alle Emotionen, von feuriger Liebe zu tödlichem Hass, von riesen Freude zu tiefer Trauer. All das wurde auf hohem Niveau und sehr verständlich dargestellt, ohne Erklärungen oder Programmheft. Dieser Tanzabend passte bestens in das Programm der Christmas Session.

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Donnerstag 21. November 2019

Heute Abend startete Veronica Fusaro, diesmal Solo mit Loopstation. Sie trat sehr konzentriert und selbstsicher auf die Bühne. Am Anfang spielte sie mit der akustischen Gitarre nachher mit der elektrischen. Ihre variantenreiche Stimme kam seh gut zir Geltung und sie schaffte es Hühnerhaut zu erzeugen. Mit ihrer Version von „Hemmige“ gewann sie das Publikum endgültig. Ein Auftritt vor rund 800 begeisterten Leuten den sie verdient hat.

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Nach der Pause gehörte die Bühne dem Hauptact, nämlich Nena und Band. Sie rockte sofort los und holte das Publikum nach vorne. “ Ich will euch spüren“, sagte sie mehr als einmal an diesem Abend. Sie spielte sich quer durch ihr bekanntes Repertoire und liess nichts aus. Der Sound war leider nicht der Beste, zum Glück verstand man die Texte sehr gut, aber der Bass war ser breit, breiig und unpräzis. Nena versprühte eine enorme Energie. Das Publikum ging ihr etwas zuwenig mit, obwohl ein grosser Teil kräftig mitsang. Mit 99 Luftballone ging ein toller Konzertabend zu Ende, auf alle Fälle fast, denn es folgten noch ein paar Zugaben.

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Freitag 22. November 2019

Heute startete Nicole Bernegger und ihre Band. Neben Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard gab es auch zwei Backgroundsängerinnen, welche die tiefen Lagen ebenso beherrschten wie die hohen. Nicole Bernegger sang neue und ältere Songs. Ihre Soulstimme floss in die Ohren wie warmes Öl. Zuerst sang sie Songs mit mehr Pop Einschlag um dann endgpltig die Soulröhre auszupacken. Als sie dann noch zum Gospel kam gab es nur noch Hühnerhaut und offene Münder. Nicole Bernegger und ihre Band sowie die Soundkeute zeigten, dass im Kongresshaus Biel auch ein guter Sound möglich ist.

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Gotthard sind weiterhin defrosted unterwegs und standen bzw sassen so auf der Bühne. Verstärkt wurden sie lediglich von Andi Pupato an der Perkussion und zwei Sängerunnen mit Hammerstimmen. Ihr Repertoire war das übliche dieser Tour von welcher an diesem Abend das letzte Konzert gespielt wurde. Nik Mäder, der Sänger, wurde vor acht Jahren und zwei Tagen das Erstemal vorgestellt. Ihm wurde ein Happy Birthday gesungen. Dann ging es weiter Schlag auf Schlag mit den Hits. Die Balladen spielten sie etwas schneller und auch sonst waren die Arrangements teilweise leicht verändert. Gotthard waren grossartig. Sie unterliessen auch die Insiderwitze und gerade dadurch boten sie gutes Entertainement. Der Sound war klar. Das Publikum stand die meiste Zeit und machte mit. Wiederum ein toller Abend.

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Samstag 24. November 2019

Special Guest war Edita. Sie trat zusamnen mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger auf. Ihr Gesang war überzeugend und sehr differenziert. Ihre Ansagen dagegen waren das Gegenteil nämlich sehr unbedarft und teils ein bisschen despektierlich anderen Künstlerinnen gegenüber. Diese Fehltritte konnte sie mit der Musik nicht wieder gut machen, das Publikum blieb sehr zurückhaltend.

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Nach der Pause ging es auf einem anderen Niveau weiter mit Patricia Kaas der französischen Sängerin zwischen Jazz, Chanson und Pop. Ihre Band überzeugte ebenfalls mit einem perkussivenSchlagzeuger, einem Gitarristen, einem Bassisten, einem Keyboarder und einem Hammondorgelspieler, der auch die E-Gitarre beherrschte. Patricia Kaas begann mit sehr ruhigen Liedern und steigerte dann langsam das Tempo und den Power ihrer Stimme. Die Band brillierte in ausgiebigen Soli. Langsam löste Patricia Kaas die Handbremse und schaffte so eine unheimliche Spannung zu erzeugen. Spätestens bei „Mademoiselle chante le Blues“ hielt nichts mehr das Publikum auf den Sitzen. Die Lautstärke wurde mehr und damit der Sound schlechter. Es war ein Spitzenkonzert mit sehr hoher Intensität und nicht einfach nur Party. Patricia Kaas zeigte, dass sie noch immer zu den besten Sängerinnen und Entertainerinnen gehört.

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Sonntag 25. November 2019

Am Sonntag ist traditionell der Italien Tag. Als Spezialgast startete Vittorio de Scalzi. Er kommt aus Genua, ist Multiinstrumentalist und gründete die Band New Trolls. Vittorio de Scalzi trat mit einem hervorragenden Gitarristen auf. Neben seinen eigenen Liedern sang er viele Canzoni von Fabrizio Andre. Sein Auftritt war herzlich und leidenschaftlich und man merkte seinen eigenen Liedern die Prog Rock Vergangenheit an. Er spielte dann Fusionen von Klassik und Rock. Er übernahm das Piano und die Gitarre das Orchester.Das war ein spannender Auftritt.

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Als letzter Künstler der Christmas Session 2019 betrat NEK die Bühne, zuerst alleine mit akustischer Gitarre. Während dem zweiten Song kam die vierköpfige Band dazu. Langsam begannen sie Gas zu geben und bald stand das Publikum, sang klatschte und hüpfte. NEK spielte immer wieder ruhigere Stücke um die Spannung zu erhalten. Seine Musiker waren sehr stark und er ein guter Entertainer ohne allzulange Reden zu halten. Er sang sich mit Inbrunst durch seine Lieder und begeisterte. Plötzlich spielten alle MusikerImnen mit Elektronik und NEK setzte zum Discodance an. Nach ein paar solchen Songs rockte er wieder. Plötzlich erklang „Laura non che“ ohne Ankündigung und das Publikum geriet vollends aus dem Häuschen. Aber fertig war das sehr abwechslunsreiche Konzert noch nicht. Nein NEK rockte weiter, spazierte bei einem ruhigen Song durchs Publikum und rockte weitere seiner Hits mit singendem Publikum. Es war grosssartig. Nach zwei Stunden verliess er und seine Band die Bühne, das Saallicht ging an, das Publikum klatschte und da stand er wieder alleine auf der Bühne und spielte ein wunderschönes letztes Lied für den Heimweg.

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Nicht vergessen 2020 Chrisrmas Sessions Biel vom 17. bis 22. November

Fredi Hallauer

ALPENKLANG

Paul Klee Zentrum Bern 2019

Samstag 14. September

Das Wochenende startete mit den Alphornklängen von Alphorn Experience. Die vier Bläser begannen in den vier Ecken des Foyers und veränderten dann die Zusammenstellung zu zwei zu zwei oder drei zu eins bis dann alle vier in der Mitte standen. Den ersten Teil spielten sie alles Chüereyhen. Es wechselten sich dann urbane mit traditionellen Stücken. Der Klang der Alphörner im Foyer war wundervoll.

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Es folgten zwei Filme in verschiedenen Räumen, welche von der eher traditionellen Volksmusik handelten.

Nun ging es weg von der Tradition und weg von Volksmusik mit Intermediate. Dieses Trio bestand aus Dominik Eberle mit Live Elektronik, Marcel Oetiker am Schwyzerörgeli und Pirmin Huber am Kontrabass. Schwyzerörgeli und Kontrabass spielten Tonfolgen und die Elektronik legte Beats und Geräusche darunter und darüber. Dabei entstand meditative und Trance Musik. Die Musik war Nonstop, es liessen sich aber verschiedene Teile erkennen. Im ganzen wirkte diese Musik kühl und emotionslos, was durch den Raum noch verstärkt wurde.

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Im Auditorium fand das Konzert mit Ambäck statt. Markus Flückiger mit Schwyzerörgeli, Andreas Gabriel an der Geige und Pirmin Huber am Kontrabass spielten von oder besser zwischen Tradition und Moderne. Herrliche Herzschmerz Walzer gingen in leise schmachtende Wiederholumgen über. Tempo- und Akkordwechsel mehrfach im Stück waren üblich. Repetitive Stücke wechselten mit Melodien und das Alles filigran, verspielt und herrlich konzertant. Die 90 Minuten verflogen nur so.

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Sonntag 15. September

Bereits um 10 Uhr spieltem wieder Alphorn Experience. Sie starteten ähnlich wie am Vortag mit unterschiedlichen Aufstellungen und Chüereyhen. Es folgten urbanere Alphornweisen und dann eine Mischung zwischen Tradition und Moderne. Jazzige Töne und aufgelöste Harmonien gehörten dazu wie die vertrauten Aphornmehrklänge. Das ganze Programm hatte auch subtilen unf wohltuenden Humor.

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Im Auditorium spielte das Albin Brun Alpin Ensemble mit Patricia Draeger am Akkordeon, Claudio Strebel am Kontrabass, Markus Lauterburg am Schlagzeug und Albin Brun Komposition, Schwyzerörgeli und Sopransaxophon. Sie spielten Neue Volksmusik mit Alpinen Themen wie Wind, Schnee, Winter oder Aussicht. Da Albin Brun und Patricia Draeger viel im Ausland spielten kamen Einflüsse von Georgien, Weissrussland oder Namibia dazu. Ein Stück aus dem Alpstein war so auf dem Schwyzerörgeli nicht spielbar, da komponierte Albin Brun es um und machte aus dem Dreivierteltakt einen Fünfachteltakt. Interessant war auch der Einsatz des perkussiven Schlagzeugs. Das war Neue Volksmusik mit Einflüssen von anderen Kulturen.

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Stubete mit Studierenden der Hochschule Musik spielten im hintersten Bogen Volksmusik nahe an der Tradition mit Hackbrett, Christoph Pfändler; Geige, Helen Ariane Maier; Örgeli, Florian Gass; Halszither, Manuel Elias Bucher und Kontrabass, Severin Barmettler. Es war richtig lüpfige Musik die es zu hören gab. Die Leute standen auf und tanzten.

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Nadja Räss & Markus Flückiger zeigten was mit Örgeli und Srimme möglich ist. Markus Flückiger schrieb die Stücke und spielte das Örgeli, Nadja Räss setzte ihre Stimme ein. Meistens erzählte sie Geschichten ohne Worte mit viel Feuer und Ausdruck. Ausflüge in andere Kulturen waren ebenfalls da und dort zu hören.

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Zum Abschluss spielte das Andreas Gabriel Ensemble, ein zehnköpfiges Ensemble mit Geigen, Posaune, Saxophon, Trompete, Halszither, Cello, Örgeli und Kontrabass. Dazwischen kamen auch der Büchel und das Alphorn zum Einsatz. Sie spielten zuerst die 45 minütige Suite „Verändler“ Dieser Ländler wurde dauernd verändert mit Freejazz Exkursionen und Klassik Ausflügen. Eun spannendes Werk. Es folgten dann noch ein paar kürzere aber nicht minder so interessante Stücke.

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Es war ein sehr intensives Volksmusik reloaded Wochenende mit viel spannender Musik und man darf sich schon aufs nächste Jahr freuen.

Fredi Hallauer

SEASIDE SPIEZ 2019

Freitag 23. August 2019

Bei bedecktem aber warmen Wetter startete Marc Sway mit seinem Fest. Er riss das bereits zahlreich erschienene Publikum richtig mit. Das Festivalfeeling bereits da. Ab dem vierten Song spielte dazwischen Michael Zismann mit. Das ganze Konzert war ein super Festivalstart.

Bild Domenico Lavorato

Es folgte The Gardener & The Tree. Sie spielten sich sofort in die Herzen des Publikums. Der routinierte umd doch engagierte Auftritt zeigte die Klasse der Band. Die Stimme des Sängers war und bleibt einzigartig. Die Songs waren anz gross und das Richtige für eine Festivalbühne. Am Schluss sangen sie noch, in einer sehr schönen Interpration „Blos e chlini Stadt“ von Dieter Wiesmann, die inoffizielle Schaffhauser Hymne.

Bild Domenico Lavorato

Auf der Sessionbühne standen dann Ginger & TheAlchemist. Die beiden Musiker mit Gitarren und Electronic Drums veredelten den schönen Gesang von Ginger. Die Folkpop Songs klangen sehr eingängig und berührten die Herzen. Schöne Songs mit Tiefgang.

Bild Domenico Lavorato

Dann kam der Herzensbrecher vom Dienst Bastian Baker auf die Hauptbühne. Er bot, wie immer und überall, beste Unterhaltung. Seine Band brillierte ebenfalls.

Bild Domenico Lavorato

Die Sessionbühne bekam nun die ganz grosse Soulstimme von Annie Goodchild zu hören. Die in Basel lebende Amerikanerin mit Latino Wurzeln sang sich mit grosser Ausstrahlung direkt in die Herzen und ihr Groove fuhr in die Beine. Unterstützt wurde sie von einem Gitarristen und Schlagzeuger in Personalunion und von einer unscheinbaren Sängerin mit einer ebenfalls umwerfenden Stimme. Annie Goodchild habe ich schon zum Zweitenmal entdeckt. Es war das Konzert des 1. Festivaltages.

Bild Domenico Lavorato

Fünf smarte junge Männer traten auf die Hauptbühne. Kodaline spielten ein recht ruhiges Konzert welches sich immer mehr entwickelte. Entweder kam man erst langsam in die Musik hinein, oder es war absichtliches Können. Mimik und Ausstrahlung hatte keiner der Musiker. Musikalisch aber war es grossartig.

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Der nächste auf der Hauptbühne war Mark Forster. Er trat zusammen mit einer zehnköpfigen Band auf. Tolle Musik, gutes Lichtdesign und die Videowand sorgten ebenfalls für gute Unterhaltung. Die Lieder waren meist recht gut, aber nicht nur. Mark Forster verstand es das Publikum bestens zu unterhalten.

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Samstag 24. August

Bei blauem Himmel und Sonnenschein eröfneten Troubas Kater den zweiten Festivaltag. Obwohl sie eigentlich Auftrittspause haben traten sie mit grosser Spiellaune und Spielwitz auf. Sie boten ein Repertoire aus ihren bestehenden Liedern und waren wahnsinnig stark. Das Publikum stand für Troubas Kater bereits zu tausenden um zwei Uhr vor der Bühne. Die Band zeigte dass sie grosse Bühnen sehr gut bespielen können und sich als Festivalband eignen. Troubas Kater war eine Perle und der Höhepunkt bis jetzt. Werden sie noch getoppt.

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Auf der Sessionbühne spielten dann Noti Wümié. Die beiden waren wiederum einzigartig. In einer Seelenruhe spielte der Gitarrist die schönsten Passagen, während „Greis“ gekonnt improvisierze, vor allem beim Soundcheck von Wishbone Ash, welcher eigentlich störte. Ansonsten sangen und spielten sie ihre Lieder, abgerundet von witzigen und satyrischen Zwischenkommentaren.

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Nun wurde die Hauptbühne gerockt von Wishbone Ash aus England. Das Quartett bestand aus de Gründungsmitglied und Gitarristen Andy Powell, welcher auch den Gesang übernahm. Dazu kamen ein zweiter Gitarrist, Bassist und Schlagzeuger. Sie spielten sich souverän durch das Repertoire von Wishbone Ash und liessen die Rockerherzen schneller schlagen.

Bild Domenico Lavorato

Frost & Fog verblüfften auf der Sessionbühne mit einem soliden folkigen Auftritt das Rockpublikum. Zwei Gitarren und zwei Stimmen reichten um eine grosse Vielfalt zu präsentieren. Die beiden Stimmen sangen nicht einfach Harmonie sondern sie erklangen in ausgeklügelten Arrangements. Trotzdem klang alles sehr natürlich. Ein echt toller Auftritt des jungen Duos.

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Eine weitere Legende betrat die Hauptbühne, es waren Procol Harum mit dem Gründungsmitglied Gary Brooker. Der 74jährige Pianist und Sänger war sehr gut bei Stimme und schaffte auch die hohen Passagen seiner Songs. Es war ein schönes Konzert, welches einem mit den viele Hits und dieser Stimme in die Jugendzeit zurück versetzte.

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Die nächste, wieder sehr aktive Legende rockte die Hauptbühne. Die Rede ist von Bonnie Tyler, welche Spiez zum Beben brachte. Sie forderte ihrer Stimme alles ab und sang, kratzte und röhrte ihre grossen Hits. Unterstützt wurde sie vom mehrtausend köpfigen Seaside Chor. Ein überwältigendes Konzert.

Bild Domenico Lavorato

Beim Campfire spielte den ganzen Tag zwischen den Hauptacts die Zürcher Countryband Black Barons. Ihr klassischer Country kam gut an. Sehr abwechslungsreich war auch das es sowohleinen Leadsänger und eine Leadsängerin gab. Die Musik hatte Drive, den vor allem dem Drummer zu verdanken war. Der Bassist spielte den typischen Countrybass wie er bei Johnny Cash zu hören ist. Wunderschöne berührende Musik.

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Dann trat er auf, Herbert Grönemeyer. Er wurde mit tosendem Applaus empfangen und bot ein riesen Konzert. Seine Kommentare waren sowohl beste Unterhaltung, als auch politische Statements. Der Kernpunkt war sicher “ Kein Millimeter nach rechts“. Seine Hits, die anspruchsvolleren Lieder unf unbekanntes mischte er sehr geschickt und das Publikum tanzte, hörte aber auch zu. Ein Spitzekonzert eines grossen Künstlers war das.

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Es war ein grossartiges und gelungenes Festival. Keine Band war schlecht, egal ob Hauptbühne oder Sessionbühne. Höhepunkte waren Marc Sway, Annie Goodchild, Mark Forster, Troubas Kater und Herbert Grönemeyer. Danke Seaside Spiez.

Fredi Hallauer

MOON & STARS LOCARNO 2019

Donnerstag 11. Juli 2019

Die Piazza Grande wurde von Bastian Baker eröffnet. Er war wieder mit seiner tollen Band hier und bei bester Laune. Der Sound war sehr transparent und klar gemischt, so war das Konzert auch ein Ohrenschmaus. So ist Popmusik ein Genuss mit allen Sinnen.

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Auf der Piazza Piccola übernahmen Wintershome das Zepter. Sie rockten so richtig ab und das Publikum tanzte wie wild. Die Songs sind mehr Uptempo als früher und etwas dreckiger, was viel bringt. Hier gab es Augenweide und Ohrenschmaus zugleich.

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Auf der Piazza Grande ging es dann um Mitsingchöre mit dem grossen Herzensbrecher Eros Ramazzotti. Er brachte tausende Frauen aus dem Häuschen, er zeigte aber auch dass er mehr konnte. Mit der E-Gitarre liess er richtig rocken und jaulen. Ganz alleine mit der akustischen Gitarre gehörte er zu den wirklichen Cantautori. Auch ein Film zum Plastikproblem flimmerte über die Leinwand, ohne Musiker auf der Bühne. Seine Entertainerqualitäten zeigte er ebenfalls. Sein Machogehabe durfte natürlich nicht fehlen. Das Publikum, lies die Frauen, sangen das ganze Konzert mit und waren rund um glücklich mit dem italienischen Sänger und seinen unzähligen Hits.

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Freitag 12. Juli 2019

Auf der Piazza Grande viel sogleich auf, dass das Publikum viel jünger war als gestern. Zum Start war Sfera Ebbasta der italienische Trap Star auf die Bühne gekommen. Er performte mit DJ und Schlagzeuger. Die vielen italienisch sprachigen Jungen sangen Wort für Wort mit.

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Es folgte der ESC Held Luca Hänni mit einem kurz Auftritt. Auch er mit DJ und Keyboard und zwei Tänzer. Mit einem Lichtermeer und neuen Songs zündete er die Party.

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Dann stand der Auftritt von Jason Derulo an. Er wurde angekündigt, ein langes Intro folgte und dann ein zehnminütiges DJ Set. Aber dann ging die Party los. Drei Tänzerinnen und drei Tänzern, dem DJ und einem Bassisten performte er alle seine Hits. Eine exzellente Show und junge Frauen am Ausflippen machten diesen Auftritt zu einem Erlebnis.

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Samstag 13. Juli 2019

Die Piazza Grande füllte sich mit Klängen zwischen Klassik und Pop. Grund war der Auftritt von Il Volo. Von einem Orchester mit Streichern und Holzbläser, Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug begleitet schmetterten sie ihren Gesang über den Platz. Dazwischen waren es eher Schreihälse statt Sänger. Ihr Auftritt wirkte hölzern, mit ungelenken Bewegungen und dauerndes Umarmen nervten auf die Dauer.

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Auf der Piazza Piccola sang ZID seine Lieder mit zwei Musikern. Er überzeugte mit seiner sympathischen und einfachen Art.

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Dann durfte man gespannt sein auf Emeli Sandé. Sie stand bereits letztes Jahr auf der Piazza Grande. Sie trat mit neuer Haarfarbe und Frisur auf in einem schönen Hosenanzug und legte gleich mit viel Energie und kraftvoll los. Sie überzeugte mit den älteren Songs und den vom kommenden Album. Die achtköpfige Band tat das ihrige für dieses grossartigen Konzertes.

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Sonntag 14. Juli 2019

Bereits um 18 Uhr startete Max Giesinger auf der Piazza Grande. Das Publikum war sehr jung, der Sänger auf der Bühne ebenfalls. Seine deutschen Popsongs gehören zu den wohlfühl, heile Welt Songs. Es war ein belangloses Teeniekonzert, aber die sollen ja auch auf ihre Rechnung kommen.

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Dann betrat Nena die Piazza Grande und rockte sie. Die Frau war so voll Energie und ihre grosse Band ebenfalls. Rock, Rock’n’Roll, ja sogar Punkrock donnerten sie unter die Hits. Dazwischen gab es dann Schunkelmomente. Nena trat mitten im Publikum mit Bassist und Schlagzeuger auf und liess es selber mit der E-Gitarre krachen. Selbstverständlich fehlte kein Hit und alle tönten so, wie wenn sie aktuell wären. Nena war ein weiterer Höhepunkt.

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Es folgte Andreas Burani. Er war sehr präsent mit dem Publikum, spielte einfach seine Hits, seine Deutschpopsongs. Auch hier wohlfühl heile Welt Texte, früher sagte man dem Schlager. Das Publikum liebte ihn.

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Montag 15. Juli

Der Abend auf der Piazza Grande wurde von Aloe Blacc eröffnet. Der Amerikaner startete gleich mit einet vielseitigen und überlangen Version von „I need a Dollar“. Es folgte ein tolles Konzert mit Reggae und Latin Rhytmen, Funk und Soul und einer Prise Jazz. Die tolle Band mit Saxophon und Posaune sorgte für dieses Jahr noch nicht gehörte Töne am Moon and Stars. Aloe Blacc zündete dazu eine Party und packte das Publikum bei der Feierlaune. Ein eindrückliches, schlichtes und solides Konzert, welches von der Musikalität lebte.

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Mit 15 Minuten Verspätung startete die Megashow von und mit Christina Aguilera. Das amerikanische Stimmwunder überzeugte gesanglich und im Verlaufe der Shows performte sie ihre Hits. Die Band war im Hintergrund und lieferte den Boden für die Las Vegad Glitzer Glamour Show. Christina Aguilera bot alles was dazugehört, Videos, Tanzshows mit 8 Tänzerinnen und Tänzer, mehrfach ausgiebigem Konfettiregen, mehreren Ventilatoren auf der Bühne. Mindestens zehn verschiedene, oft skurille Outfits wie Kleid mit Lämpchen und einiges mehr. Es war ein pures amerikanisches Spektakel inklusive den Ankündigungen der Sängerin, wenn es um eine Message ging.

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Fazit: Für mich ist hier das Moon & Stars 2019 zu Ende, da es am Gurtenfestival weitergeht. Es waren schöne und spannende Tage in Locarno, mit guter Organisation, netten Menschen und einem tollen Publikum. Schade war, dass die Konzerte auf der Piazza Piccola gleichzeitig mit denen der Piazza Grande stattfanden. Das gesamte Programm war gut und abwechslungsreich.

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Fredi Hallauer

STARS OF SOUNDS MURTEN

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Donnerstag 4. Juli 2019

Ich konnte erst beim zweiten Hauptbühnen Konzert auf dem Gelände sein und kam rechtzeitig zu Topkonzert von Seven. Er spielte mit seiner routinierten Band und legte weitgehend eine tolle Show hin. Musikalisch und gesanglich war alles Spitze. Am Schluss zeigte er sich showmässig beleidigt und niemand kam nach. Es war seltsam und Seven hat das nicht nötig.

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Es folgte Rea Garvey. Der irisch-stämmige Deutsche war sehr guter Laune und spielte mit seiner Band ein Energie geladenes Konzert. Er konnte das Publikum vom ersten Song an packen und mitreissen. So kamen dann auch seine Statements zu Klima und Frieden gut beim Publikum an. Natürlich fehlten auch seine romantischen Hits nicht, welche er gut wischen den schnelleren Songs einbettete. Es kam richtig Stimmug auf.

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Mit leichter Verspätung und gutem Intro schafften es die Herren von Die fantastischen Vier ihr Konzert zu starten. Sie kamen dann schnell in Schwung und pflegten ihre Schnellsprechkultur sehr ausgeprägt, nämlich so, wenn man die Texte von Konserve nicht kannte, verstand man wenig. Erschwerend kam der zu laute Sound dazu, vor allem der vershleppte Bass, welcher de Sprechgesang überdeckte. Die Fans hatten trotzdem ihren Spass an der einstudierten Show und sie kannten ja die Texte.

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Freitag 5. Juli 2019

Marc Sway startete sein brasilianisches Fest bei einer Temperatur welche nicht besser zu Brasilien passen könnte. Er brillierte als Entertainer. Seine Songs und seine Show waren ein wirliches Fest.

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Der nächste Powermann folgte, es war Dodo. Mit seiner genialen Band feierte den Reggae ab. Gute Laune hatte er und schenkte sie dem Publikum. Klar spielte er seine Hits und liess das Publikum noch mehr schwitzen als es schon tat.

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Auf der Song Flower Stage kamen lokale Artiste zum Zuge bis in den frühen Abend. Koller & Band überzeugte nur durch die Stimme. Musikalisch lagen sie in den Mundartrock der 70iger, dazu immer alles ähnlich. Die Mundarttexte dazu waren dürftig.

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Nun auf der Hauptbühne eine Powerfrau, nämlich Stefanie Heinzmann. Sie startete ein Feuerwerk von einem Konzert und war sehr locker drauf. Ihre achtköpfige Band tat das ihre dazu.

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Zurück auf der Song Flower Bühne wo Emilie Zoė auftrat. Zusammen mit einem Jazzschlagzeuger und tiefet gestimmter Gitarre, sang sie ihre Postpunk Songs. Sie ist eigenständig, schräg, schrill, kratzend aber auch schmeichelnd. Eine überaus sympathische und gute Sängerin aus der Romandie.

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Die Hauptbühne und die Herzen des Publikums übernahm Rag’n’Bone Man. Der grosse Mann mit der ganz grossen Stimme und exzellenten Musikern bot ein erstklassiges Konzert. Seine Musik war mit nichts vergleichbar was es bisher hier zu hören gab. Das zahlreiche Publikum war sehr aufmerksam.

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Auf der Song Flower Bühne spielten anschliessend The Cavers. Sie begeisterten mit ihrem Indie Folk und die Bühnenpräsenz war viel besser. Die kleine Bühne war der Ort an dem diese Band zur Geltung kam.

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Freitag 6. Juli 2019

Nach dem grossen und unangenehmen Gewitter liessen The Gardener and the Tree die Sonne wieder scheinen. Mit ihrem soliden Auftritt und grosser Stimme holten Sie den Sommer zurück. Mit ihrem Sound und mehstimmigem Gesang überzeugten sie.

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Es folgte Bastian Baker. Er powerte mit seiner Band so richtig los und die Sonne schien noch heisser. Sein Repertoire umfasste alle Alben und das Publikum sang mit. Der sympathische Herzensbrecher eroberte die Frauen Herzen und den anderen zeigte er, dass er ein guter Sänger und Entertainer ist.

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Nach der Flugshow der Patrouille Suisse ging es auf der Hauptbühne weiter.

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Am Start stand das John Butler Trio das eigentlich ein Quartett war. Der Westaustralier sah aus wie ein Herzensbrecher, aber er entfachte mit seiner Musik einen und sogar mehrere Wirbelstürme. Mit seinen Gitarren und dem Banjo jagte er unglaublich viele Töne gleichzeitig von der Bühne. Sein Paradestück mit akustischer Gitarre und Solo war natürlich auch dabei. Ein grossartiger Musiker und ein Highlight des Stars of Sounds.

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Auf der Song Flower Bühne rockte anschliessend die aus Neuseeland zurückgekehrte Caroline Chevin. Mit einer neuen Band spielte sie ihre Songs in einem Energie geladenen Stil. Sie sang und tanzte, dass dem Publikum nichts übrigblieb als mitzumachen. Ein tolles Konzert.

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Der Abschluss bildete Stefan Eicher mit Traktorkestar. Traktorkestar marschierte durch das Publikum und betrat die Bühne von vorne. Darauf veranstalteten sie La Fête. Dann trat der Maestro Stefan Eicher auf die Bühne und sang sein französisches Repertoire. Er war immer wieder mit den Solisten von Traktorkestar im musikalischen Zwiegespräch. Ein riesen Fest und ein würdiger Abschluss eines schönen Open Airs.

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Fazit: Ein wunderschönes Gelände, gute Organisation, sehr friedliche Stimmung. Die Lautstärke war oft zu übertrieben laut, vor allem die Bassdrums, das reklamierte sogar das Publikum während der Konzerte. Aber sonst tip top.

Fredi Hallauer