FESTIVALS

MOON AND STARS LOCARNO 2018

Montag 16. Juni 2018

Um 18 Uhr eröffnete Pat Burgener auf der Bühne der Piazza Piccola. Wiederum spielte er ein solides Konzert und schaffte es das noch träge Publikum zu begeistern.

Die Piazza Grande eröffnete an diesem Abend Baschi. Mit einer tollen rockigen Band. Er strotzte vor Spiellust und Spielfreude. Seine Selbstironie war erfrischend. Er improvisierte viel zu Locarno und Piazza Grande. Das Publikum ging ganz mit und war begeistert von Baschis ehrlicher und toller Show.

Bild Fredi Hallauer

Es folgte Hecht, welche auchzum erstenmal in Locarno spielten. Sie gaben alles, vor allem auch physisch. Tanz über die ganze Piazza oder spurt auf dwn Balkon nben der Bühne des Sängers und Keyboarders, oder der wilde Bühnenrundlauf des Keyboarders. Gesanglich schafften sie es, dass die ganze Piazza mitsang. Das ganze war eine riesige ausgeflippte Party.

Bild Fredi Hallauer

Peagasus holten dann das Publikum wieder herunter auf eine gute Art. Ihr dymisches Konzert rockte schön und das Publikum sang weiterhin mit. Pegasus bot aber nichts neues als bei der letzten Openair Konzerten letzten Sommer. Es war ein solides Konzert.

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Dienstag 17. Juli 2018

Colour Of Rice stand um 18 Uhr alleine auf der Bühne und schaffte es das Publikum zu verzaubern. Das Gitarrenspiel ist gute Basic, aber die Stimme ist einzigartig. Das Publikum hörte bis am Schluss ruhig und aufmerksam zu.

Bild Fredi Hallauer

Die Piazza Grande eröffnete Rita Ora. Die Engländerin mit kosovarischen Wurzeln überzeugte mit ihrer Stimme. Die Show war ziemlich gymnastisch ausgelegt. Die 6köpfige Tanz- und Turngruppe turnte Rita Ora nach. Sie sang sich durch ihre Hits. Es war ein sehr unterhaltsames Konzert.

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Emeli Sandé fuhr dann mit ihrer gewaltigen und berührenden Stimme weiter. Mit ihrer 12köpfigen Spitzenband powerte sie recht kräftig. Manchmal war die Band wirklich zu laut und zwar jeder und jede, so dass der Sound sehr undifferenziert wurde und der Gesang nicht mehr verständlich war. Emeli Sandé sang sich durch das gesamte Repertoire. Ihre Musiker und Sängerinnen wurden alle mit einem ausgiebigen Solo oder einem eigenen Stück vorgestellt. Dazwischen spielte und sang sie Solo und begleitete sich selber am Piano. Emeli Sandé eroberte sich auch die Herzen der BesucherInnen in Locarno.

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Mittwoch 18. Juli 2018

Auf der Piazza Piccola starteten Black Sea Dahu. Ihre schönen ruhigen Songs gefielen dem Publikum. Die Band setzte viele unterschiedliche Instrumente wie Cello und Xylophon, neben den üblichen Instrumenten ein. Dazwischen stand die Sängerin mit akustischer Gitarre alleine auf der Bühne und sang einen Song.

Kaufmann folgte auf der gleichen Bühne. Er startete im Duo a cappella mit dem Volkslied „I weiss nid wär i bi“. Dann spielte die ganze Band, vor allem die Lieder aus dem Album von Kaufmann. Die Mundartlieder handelten von Liebe, Selbstfindung und Selbstfindung mit rockiger, trashiger Band klang das live angenehm erfrischend.

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Auf der Piazza Grande wurde Sarah Connor von vor allem weiblichen Fans erwartet, ein halbes Dutzen davon reisten ihr nach. Die deutsche Sängerin war an diesem Abend gut drauf und nicht zickig. Eine Ausnagme war das fotografieren, welches nur von ziemlich weit weg erlaubt war, darum verzichtete ich darauf. Ihr Konzert bestand aus Liedern des neuesteAlbums Muttersprache und Songs von früher sozusagen in der Vatersprache englisch. Sie spielte zusammen mit einer guten Band und konnte begeistern.

James Arthur gelang es nicht wirklich das Publikum zu begeistern mit Ausnahme der ausflippenden weiblichen Fans. Seine Stimme faszinierte seine musikalische Darbietung war zu wild und der Soundmix zu breiig und zu laut. Schade.

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Donnerstag 19. Juli 2018

Heute eröffneten The Cavers den Reigen. Die Berner Band spielte angenehm rockig und der Gesang erinnerte auch an die Everly Brothers. Die Ansagen müssen noch überprüft oder weggelassen werden.

Bild Fredi Halauer

Juldem bot ein sommerlich leichtes und rhythmisch federndes Konzert. Der sympathische Sänger aus dem Wallis überzeugte mit seiner Stimme und ihn wird man hoffentlich noch häufig hören können.

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Die Piazza Grande wurde von Milky Chance eröffnet. Das Duo aus Deutschland trat im Quartett auf. Neben den beiden Gitarristen waren es ein Schlagzeuger und ein Perkussionist, welcher auch mal den Bass spielte oder etwas Elektronik dazumischte. Der groovende Beat machte die Musik von Milky Chance zum idealen Pop für heisse Sommerabende. Angenehme Musik, aber wenig Ausstrahlung der Band.

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Wintershome, ein Highlight des Festivalssommers spielte auf der Piazza Piccola vor einer grossen Zuschauerkulisse. Ihr Folkpop war so schön und angenehm an diesem heissen Abend wie ein kühler Rosé Wein. Der Sound war sehr gut und hoffen wir das Wintershome noch an vielen Festivals spielen wird.

Jack Johnson unterstützt von Schlagzeug, Bass umd Klavier kam sehr locker daher. Er spielte seine Songs, darunter viele bekannte, und das Publikum sang unaufgefordert mit. Er erklärte seine Lieder kurz, und da merkte man schnell den Tiefgang von Jack Johnson, egal ob es um Reality Shows vom TV geht oder um einen Präsidenten Namens Trump. Auch sonst handeln viele seiner Lieder von Gesellschaft relevanten Themen. Jack Johnson war ein grosser Erfolg und kam beim Publikum sehr gut an.

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Freitag 20. Juli 2018

Auf dePiazza Piccola legten Uncle Bards and the Dirty Bastards los und wie. Die italienische Band spielt den Folkpunk wie die typischen irischen Bands. Die bei uns wenig bis unbekannten Italiener überzeugten vom ersten Ton an.

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Adel Tawil überzeugte auf der Piazza Grande mit seinem Auftritt. Seine schönen und clever getexteten Lieder, sein unaufgeregtes schlichtes Auftreten ergaben ein Konzert an dem man sich sehr wohlfühlte. Adel Tawil bemühte sich auch sehr um das Publikum und erzwang sich keine Mitmachaktivitäten. Es war ein schönes Konzert.

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Nils Burri rockte dann die Piazza Piccola. Der Berner Oberländer spielte souverän seinen Singer/Songwriter Rock. Die Songs ähneln sich etwas stark. Positiv ist seine rauchige Stimme.

Sunset Avenue rockten gleich weiter auf der Piazza Grande. Die finnische Band reihten ihre Hits aneinander und spielte dazwischen weniger bekannte, aber nicht weniger gute Songs. Der Star der Band war natürlich Samu Haber, welcher maches Frauenherz schneller schlagen liess.

Bild:Fredi Hallauer

Samstag 21. Juni 2018

Auf der Piazza Grande gab es einen grossartigen Abschluss. Gianna Nannini, die italienische Rockröhre zog es alls Rockerin voll durch. Sie brillierte mit ihren rockigen Hits. Ihre starke Band unterstützte sie. Gianna Nannini hatte auch das Spiel mit den Rockatttüden noch intus, wie das Spiel mit dem Mikrofonständer. Ihre einfache Show überzeugte und sie brachte das Publikum in die höchste Euphorie ohne ein Wort zu sagen. Einfach nur grossartig.

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Scorpions fuhren dort weiter. Die Show startete mit einem Donnerschlag und es wude dann der Heavy Metal und Hardrock mit allen Cliches zelebriert die es gibt. Dazu gehörten die Posen und die kreischenden Gitarren, aber auch die bizarrsten Gitarrenformen bis hin zur Gitarre mit rauchendem Auspuff. Hinten lief eine Multimediashow, bestehend aus Videos und live Filmen ineinander verwoben. Dann auch ein richtig langes Schlagzeug Solo. Scorpions spielten und sangen sich durch ihr 50jähriges Repetoire. Auch da bleibt nur zu sagen: Grossartig.

BÄRNER RAP NACHT 2018

Den undankbaren Job zu eröffnen hatte ND Light. Er trat zusammen mit seinem Bruder auf. Die beiden rapten sehr gut und animierten das Publikum mit viel Erfolg. Erstaunlich war ihr Gesang, der war echt gut. Ich glaube wirklich dass sie eine Sternschnuppe am Firmament sind.

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Es folgte Landro. Er trat selbstbewusst auf mit seinen sehr kreativen eigenen Beats. Seine Melodien und die sanftere Art zu rappen kam gut an. Es kam bereits Stimmung auf.

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Ali aus Churrockte das Bierhübeli förmlich. Seine sympathische Energie übertrug sich aufs Publikum. Bald tanzte es zum Erstenmal an dem Abend Pogo.

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Fratelli B aus Zugjagten die Stimmung weiter hoch. Der Saal füllte sich unterdessen. Die Rapper brachten die schnellen Rhymes gut herüber. Sie spielten dann noch unplugged mit akustischer Gitarre und Cachon. Auch das war kraftvoll.

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11Ä zeigte zusammen mit vier Frauen was Frauenpower ist. Mit ihren cleveren und fraulichen Texten rappte sie sich in die Herzen. Latin angehauchte Beats brachten das Bierhübeli zum Tanzen. 11Ä überzeugte von A bis Z.

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Den Abschluss machten Dezmond Dez und Tommy Vercetti. Sie konnten das Publikum zu Beginn mitreissen kamen aber dann immer wieder in flauere Gefilde. Der Saal leerte sich fortwährend, entweder musste das junge Publikum zur Zeit zuhause sein oder sie gefielen nicht. Die beiden hatten sichtlich mehr Power als auch schon, überzeugten trotzdem nicht ganz.

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Fredi Hallauer

SEASIDE FESTIVAL SPIEZ 2017

Freitag

Pünktlich um 14 Uhr eröffneten Hecht das 1. Seaside Festival in einer der weltweit schönsten Buchten, der Spiezerbucht. Sie rockten voll ab und das Publikum machte mit so gut es bei dem prallen Sonnenschein konnte. Der Sänger liess sich auf den Schultern durchs Publikum tragen und liess das Publikum „Adam und Eva“ ins Mikrofon singen. Ein tolles Auftaktkonzert vor vollen Rängen.

Foto: Domenico Lavorato

Als nächstes stand ein weiterer sicherer Wert auf der Bühne, nämlich Pegasus. Gleich von Beginn weg sang das Publikum mit. Pegasus spielten einen Mix aus alten neuen Songs und zeigten eine tolle Bühnenpräsenz. Dazwischen bauten sie sich mitten im Publikum auf und sangen zwei Lieder. Ein längeres Schlagzeugsolo fehlte auch nicht.

Gespannt durfte man auf den Auftritt von Züri West sein. Oh Erleichterung sie packten es und brillierten. Kuno und seine Mannen lieferten ein super Konzert ab. Kuno erzählte viel und sympathisch. Er lachte und sang hervorragend. Die Setliste war neu mit neuen Liedern und den alten Songs die das Publikum. Züri West sind wieder Geili Sieche.

Rea Garvey übernahm dann die Bühne und das Publikum. Er und seine Band taten das mit Leidenschaft. Mehrheitlich Mid- und Uptempo Songs gehörten zum Set. Positiv ist seine Stimme, negativ die etwas überlangen Ansagen, welche bei vielen im Publikum nicht nur gut ankamen. Gegen Schluss spielte er seinen Hit, der immer noch „Supergirl“ ist. Ein solides Konzert, aber das schwächste des Tages.
Der Hauptact war Emeli Sandé und sie überzeugte auf der ganzen Linie. Mit ihrer Schlagzeug/Perkussion lastigen Band, plus Tasten und Gitarre plus Backingvocals prägte sie einen speziellen Livesound. Ihre Stimme kam dabei sehr zur Geltung. Hühnerhaut erzeugte ihre Version von „Piece Of My Heart“, bekannt von Janis Joplin. Ein grossartiges Konzert.
Ein Dessert gab es immer zwischen den Acts beim Campfire. Dort spielte jeweils das Trio Blues for Public. Martin Diem an den Gitarren, dazu ein Bläser von der Trompete zum Euphonium zur Bluesharp. Zwischendurch erweiterte eine Sängerin den Gesang auf drei Stimmen. Musik von Blues zu Belafonte zu Reggae, einfach, transparent und fürs Herz.
Samstag
Den zweiten Festivaltag eröffneten Span. Es war sehr heiss, das deutlich ältere Publikum als am 1. Tag hörten sich die Lieder geduldig an. Beim Louenesee wurde dann kräftig mitgesungen. Ausstrahlung hatte die Band wenig was aber nichts Neues ist. Es war ein würdiges Konzert.
Weiter ging es mit The Hooters, welche ein solides Konzert spielten. Ihr, von drei Gitarren und dem Keyboard oder einem Handörgeli geprägten Sound war erfrischend. Sie brachten das Publikum zum Mitmachen, soweit es die hohen Temperaturen zuliessen.
Manfred Mann’s Earthband betraten die Bühne. Sie erfüllten die Erwartungen des Publikums und spielten sich durch die lange Liste der Hits. Der Gitarrist überzeugte und faszinierte mit seinem Spiel mit Finger und Zähnen. Auch diese Band war ein sicherer Wert.
Krokus liessen den Rock krachen. Sie rockten die Spiezer Bucht in bester Krokus Tradition. Alle Musiker gaben alles. Sie spielten sich von Bedside Radio zu Rockin The Free World. Das Publikum flippte zum ersten Mal so richtig aus. Grossartig.
Die heissgerockte Bühne übernahmen Status Quo und rockten durch 50 Jahre ihrer Hits mit viel Feuer und Spass. Sie brachten das 10’000köpfige Publikum vollends aus dem Häuschen. Die eingeladenen Gäste im Bootshaus tanzten bis das ganze Haus zitterte. Publikum ausserhalb des Zauns ohne Bühnensicht applaudierte. Das war Rock’n’Roll.
Trauffer meisterte die Aufgabe bravourös nach Status Quo zu spielen. Das Publikum wechselte die Plätze die Jungen nach vorne die Alten nach Hinten. Dann wurde mitgesungen was die Stimmbänder hergaben von Anfang bis Schluss. Die Show war toll von Trauffer die Musik mitreissend. Manchmal war es etwas lange Entertainement statt Musik. Das Festival konnte niemand besser abschliessen als Trauffer.
Im Campfire spielte das Trio um Schöre Müller MGM mit Gerber und Blue Dög Meier. Die Post ging ab und die Bude war gerappelt voll.

Fredi Hallauer