MARC SWAY

Album: „Way Back Home“ (Columbia/Sony Music)

Marc Sway tönt kräftig, brasilianisch und sehr tanzbar auf seinem neuen Album. Es sind Erinnerungen an Brasilien, welche Marc Sway stark inspirierten. Teils sind brasilianische Tamboures zu hören. Die satten Beats mit brasiliansichen Rhythmen verleihen der Musik Schwung. Auch der Gesang ist stark und kräftig und nimmt den Antrieb der Beats auf. Neun der zehn Songs sind englisch gesungen und das zehnte ist ein Mundartlied. Marc Sway macht intelligente Popmusik mit einem Schuss World. Alle Songs sind eindrücklich. neben dem Mundartlied gefallen „Way Back Home“ und „18“ sehr gut. Das ist ein weiterer Partyknüller für gute Laune.

Fredi Hallauer

PULL N WAY

Album: „Colours“ (Musikvertrieb)

Die zwei jungen Sängerinnen aus Zug debütieren mit einem zwölf Song starken Album. Der sehr gefällige Radiopop gibt gute Laune. Es sind Elektrodance Nummern, erfrischend, temporeich und für jede Party geeignet, aber auch für den Alltag. Die beiden Stimmen passen sehr gut zueinander und flattern frühlingshaft über den abwechslungsreichen Beats. Aufgenommen und produziert wurde in Melbourne bei einem australischen Produzenten und so tönt es auch international mit der Sonne von Melbourne getränkt und der frischen Brise durchweht, welche in der Stadt manchmal bläst. Endlich wieder mal ein Popalbum das frisch und neu tönt.

Fredi Hallauer

TANYA BARANY

Album: „Lights Disappear“ (Waterfall Of Colours)

Die junge Walliser Komponistin und Sängerin mit englischen Wurzeln singt die sieben Songs auf Englisch. Ihre warme Alt-Stimme fällt einem sofort angenehm ins Ohr. Es sind ruhige Songs von ihrer Band gespielt mit dezenter Elektronik, schönen Gitarren und sauberem Beat durch Bass und Schlagzeug. Es geht ziemlich romantisch und auch etwas mystisch schwebend zu, manchmal etwas dunkler. Dazwischen kommt die Musik eigenständig zum Zug und kann es richtig gehen lassen mit Jazz Ausflügen. Dieser Dreampop gehört zur angenehmen Art dem es lohnt zuzuhören und nicht zu der langweiligen Sorte.

Fredi Hallauer

FLECHE LOVE

Album: „Naga (Part 1)“ (Musikvertrieb)

Die Schweizer Sängerin, Komponistin und Produzentin Amina Cadelli ist Flèche Love. Sie überzeugt vom ersten Ton an mit ihrem eigenständigen Sound, bestehend aus Elektronik mit tollen Beats und Effekten. Pop für Anspruchsvolle mit viel Soul, R’n’B und HipHop. Flèche Love ist zugleich kühl und doch erwärmend, hart und doch zerbrechlich. Sie singt in der höheren Tonlage und spricht tiefer, das Schlagzeug hat viele höhere Töne und dazu Klänge die an ein Cello erinnern und warm sind. Sie singt Englisch, Französisch und Spanisch. Dies ist ein faszinierendes Album und man darf sich auf Part 2 freuen.

Fredi Hallauer

BITTER MOON

EP: „Bitter Moon“ (La Suisse Primitive Records)

Hinter dem Projekt stehen Reka und Simon von The Pussywarmers and Reka. Sie begegnen sich hier mit digitalen und analogen Instrumenten und Synthies. Herausgekommen sind Soundlandschaften für das Kopfkino und Songs, gesungen von Reka. Die Songs haben einen durchgängigen Beat und sind somit tanzbar, trotzdem kommen die Klangwelten, welche die beiden erschaffen nicht zu kurz. Bitter Moon mit den sechs Stücken ist ein sehr respektables Projekt dass sich durchwegs lohnt sich anzuhören.

Fredi Hallauer

SWATKA CITY

Album: „Off Season“ (Radicalis Music)

Die Berner Band feiert ihr zehnjähriges Jubiläum mit diesem, ihrem dritten Studioalbum. Sie haben sich gewandelt, von der Gitarren betonten Rockband zu einer elektronischen Popband mit Zusatz von ein paar Instrumenten. Die Stimmung ist kühl und grau wie an einem Herbsttag. Swatka City macht uns den Zugang zu ihrer Musik nicht einfach, trotzdem ist es ein hörenswertes Album geworden, welches man nicht hören soll, wenn man zu melancholisch ist.

Fredi Hallauer

STEFANIE HEINZMANN

Album: „All We Need Is Love“ (BMG/Phonag)

Die Missionarin der Liebe hat nach längerer Pause ein neues Album aufgenommen. Inhaltlich geht es um Liebe der Menschen untereinander. Ganz sicher etwas was zu mehr Toleranz und weniger Gewalt und Krieg beitragen würde. Das ist nicht Neues und dass es Stefanie Heinzmann vertritt weiss man spätestens dann wenn man an einem ihrer Konzerte gewesen ist. Ein Teil der Songs hat Stefanie Heinzmann mitgeschrieben, sie handeln von der Liebe, wie es vom Albumtitel zu erwarten war. Musikalisch ist es guter Pop wie ihn Stefanie Heinzmann immer präsentiert, ebenfalls wie es zu erwarten war, ohne grosse Überraschungen. Schön ist bei dieser Popproduktion, dass das Autotune System sehr massvoll eingesetzt wurde, wenn überhaupt. „All We Need Is Love“ ist ein tolles Album für die nächste Party um zu tanzen und es sind fetzige Nummern für das nächste Open-Air.

Fredi Hallauer