PELOS

Album: „Only Your Love“

Der Mann aus Einsiedeln ist seit 25 Jahren mit den verschiedensten Bands unterwegs. Nun ist sein Debütalbum unter seinem Namen erschienen, ein Soloalbum bei dem er sich von den verschiedensten Kollegen unterstützen lässt. Es ist ein Popalbum das mal luftig mal etwas zerbrechlicher oder kantiger daherkommt. Er singt von seiner inneren Reise und viel Liebe. Die Musik ist abwechslungsreich und vielseitig, was die nicht allzustarke Stimme wieder wettmacht. Gut tönt es auch wenn jemand die Stimme sozusagen doppelt. Ein Album mit viel Soul und guten ideen, dem aber auf die Dauer irgend ein Gewürz fehlt, damit es ganz einschlägt.

Fredi Hallauer

BUMBLEBEES

Album: „Dancing Dots In The Dark“ (Radicalis Music)

Die fünf Musiker leben in Zürich und Lausanne, haben aber ihre Wurzeln in der Südschweiz. Gesungen wird englisch. Dies ist ihr Debutalbum. Sie spielen Neo-Psychedelic Sound. Die Musik ist oft schwebend durch die Keyboardklänge und Gitarrensounds, das Schlagzeug hält das Gebilde am Boden oder die einzelnen Schläge sind die tanzenden Punkte im Dunkeln. Der Gesang tönt träumerisch, verhallt, manchmal sehr schön mehrstimmig. Dieser Sound hat viel der 70iger Jahre in sich und kommt einem vertraut vor und doch sehr eigenständig. Diese Musik ist sehr angenehm und abwechslungsreich, er eignet sich zum genauen Zuhören.

Fredi Hallauer

SONIC DELUSION

Album: „Anything Goes“

Der in Neuseeland lebende Schweizer Musiker André Manella ist mit einem neuen Album am Start. Der Gitarrist und Sänger versteht es sehr gut mit seiner Loopstation und anderen Geräten umzugehen. Sein neues Album bewegt sich zwischen Indie Folk und Pop. Seine Songs sind oft sehr temporeich und dort kommt dann auch sein schnelles Gitarrenspiel zum Zug. Perkussion und subtil eingesetzte elektronische Geräte bringen diese Musik Richtung Pop. Die Stimme wurde auch minimal manipuliert und so stimmt alles zusammen. Die Songs erzählen vom Alltag und Lebensphilosophien. Alles ist sehr positiv oder sagen wir Sonic Delusion versteht es das Gute zu sehen oder wieder aufzustehen und das zu machen was er will. Ob die Songs autobiographisch sind oder einfach die neuseeländische Lebensphilosphie, wollen wir mal offen lassen. Mit „Anything Goes“ ist Sonic Delusion ein Album in der richtigen Richtung gelungen, fröhlich, aufgestellt und viel gute Musik, so richtig gut für den Alltag.

Fredi Hallauer

PABLO ILL

Album: „Still Waiting“ (Musikvertrieb)

Das Album von Pablo Ill gehört in die Radio Pop Alben. Es tönt wie so viele und hebt sich nicht aus der Masse ab. Die Musik ist nichts besonderes und das Schlimmere ist, die Stimme wurde solange durch das Autotune gedreht, dass jetzt auch nicht mehr markantes daran ist. Ob die Stimme vorher markant war weiss ich nicht. So verkommt das ganze Album ins Nichtssagende und eignet sich so als Hintergrundmusik, wo man nicht wirklich zuhören muss.

Fredi Hallauer

MARC SWAY

Live: „Way Back Home“ Tour im Bierhübeli Bern am 27. April 2019

Bild Fredi Hallauer

Die Bühne war wundervoll dekoriert mit einem buntgemusterten Tuch als Hintergrund und schönem Lichtdesign. Dann traten die Musiker mit verschiedenen Blumenhemden auf die Bühne. Marc Sway und seine Schwester Carmen Lopes Sway waren total in Blumenstoffe gekleidet. Bald wurde klar, hier gibt es kein Konzert zu hören sondern gemeinsam ein Fest zu feiern. Nach dem Titelsong, welcher Marc Sway seiner Mutter gewidmet hat, zündeten die exzellenten Musiker ein brasilianisches Feuerwerk, wo vor allem der Schlagzeuger und der Perkussionist viel zu tun hatten. Marc Sway und seine Schwester konnten dazu tanzen.

Bild Fredi Hallauer

Das Programm bestand aus den Songs des neuen Albums aber auch einigen Coverversionen von brasilianischen Kollegen und auch eigene ältere Songs und Lieder. Dazwischen boten er und die Band Showeinlagen, der Perkussionist entpuppte sich als guter Rapper, der Bassist spielte die Trompete und Marc übernahm den E-Bass und es wurde immer gefeiert und getanzt. Selbstverständlich fehlte auch „Severina“ nicht, sie wurde aber mit brasilianischem Touch gespielt. Es war ein zündendes, grosses Fest, welches das Publikum für den Sommer vorbereitete.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

Album: „Way Back Home“ (Columbia/Sony Music)

Marc Sway tönt kräftig, brasilianisch und sehr tanzbar auf seinem neuen Album. Es sind Erinnerungen an Brasilien, welche Marc Sway stark inspirierten. Teils sind brasilianische Tamboures zu hören. Die satten Beats mit brasiliansichen Rhythmen verleihen der Musik Schwung. Auch der Gesang ist stark und kräftig und nimmt den Antrieb der Beats auf. Neun der zehn Songs sind englisch gesungen und das zehnte ist ein Mundartlied. Marc Sway macht intelligente Popmusik mit einem Schuss World. Alle Songs sind eindrücklich. neben dem Mundartlied gefallen „Way Back Home“ und „18“ sehr gut. Das ist ein weiterer Partyknüller für gute Laune.

Fredi Hallauer

PULL N WAY

Album: „Colours“ (Musikvertrieb)

Die zwei jungen Sängerinnen aus Zug debütieren mit einem zwölf Song starken Album. Der sehr gefällige Radiopop gibt gute Laune. Es sind Elektrodance Nummern, erfrischend, temporeich und für jede Party geeignet, aber auch für den Alltag. Die beiden Stimmen passen sehr gut zueinander und flattern frühlingshaft über den abwechslungsreichen Beats. Aufgenommen und produziert wurde in Melbourne bei einem australischen Produzenten und so tönt es auch international mit der Sonne von Melbourne getränkt und der frischen Brise durchweht, welche in der Stadt manchmal bläst. Endlich wieder mal ein Popalbum das frisch und neu tönt.

Fredi Hallauer

TANYA BARANY

Interview:

Am Zermatt Unplugged sprach Fredi Hallauer mit Tanya Barany, hier zu hören

Album: „Lights Disappear“ (Waterfall Of Colours)

Die junge Walliser Komponistin und Sängerin mit englischen Wurzeln singt die sieben Songs auf Englisch. Ihre warme Alt-Stimme fällt einem sofort angenehm ins Ohr. Es sind ruhige Songs von ihrer Band gespielt mit dezenter Elektronik, schönen Gitarren und sauberem Beat durch Bass und Schlagzeug. Es geht ziemlich romantisch und auch etwas mystisch schwebend zu, manchmal etwas dunkler. Dazwischen kommt die Musik eigenständig zum Zug und kann es richtig gehen lassen mit Jazz Ausflügen. Dieser Dreampop gehört zur angenehmen Art dem es lohnt zuzuhören und nicht zu der langweiligen Sorte.

Fredi Hallauer