PATRICK SCOTT

Album: „Back In The Day“ (cloud26)

Patrick Scott ist auf diesem Album popiger geworden. Die Musik fetzt aber so richtig und die Songs sind tanzbar. Seine Popsongs sind mit gehörigen Portionen von Funk und Soul angereichert. „Back In The Day“ ist Programm und soll an die grossen Stars und deren Zeiten erinnern, wie Prince, Michael Jackson und Stevie Wonder. Sein 6. Studioalbum ist ein Kaleidoskop wo immer wieder neue Facetten funkeln. Irgenwie ist dieses Album wie eine Radiosendung durch vergangene Zeiten und trotzdem ist es aktuelle Popmusik. Dies ist ein sehr vielseitiges Album und wie schon gesagt tanzbar.

Fredi Hallauer

TRUMPF

Album: „Weisch no?“ (H2U Publishing/Phonag)

Das Duo Trumpf stammt aus dem Berner Oberland und macht Mundart Musik zwischen Mundartpop und Schlager. Musikalisch drückt sich das so aus, dass sie ein paar Mal den Schlager Bumm bumm Beat reinhauen, der eigentlich gar nicht nötig wäre. Ihre Texte, Frediauf dieser Debüt CD, erzählen von früher, aus ihrem Leben, sie erinnern sich an vieles und hoffen bei den Hörer*innen so ein Weisch no Effekt auszulösen. Die Finger mit im SDpiel hatte T.J. Gyger und Fredrik Strömberg, welcher auch alle Instrumente spielt. Jesse Ritch singt noch ergänzend mit. Dieses Album ist nicht schlecht, aber wenig organisch, man merkt dass es stark produziert wurde und sucht vergebens nach der lebendigen Musik einer Band. Textlcih sind die beiden absolut mit dabei und schaffen es, sich an gewisse Situationen im eigenen leben zu erinnern.

Fredi Hallauer

ROMY WAVE

EP: „Almost Ideal“

Die junge Walliserin trt bereits auf einigen grossen Bühnen auf und präsnetiert jetzt ihre EP. Musikalisch ist es guter Pop und mit einer betörenden Stimme gesungen. Auffallend ist das gute Songwriting, die vier Songs unterscheiden sich deutlich voneinander, ohne ein Stil-Birchermüesli zu machen. Eine EP mit toller Popmusik, schöner Stimme und tanzbar.

Fredi Hallauer

IRMA KREBS

Album: „Summerhits“

Das Berner Quartett in der klassischen Rockbesetzung rumpelt durch alle Stilarten aber immer im besten Berndeutsch.“Fotzelschnitte“ tönt ein bisschen nach den alten Berner Mundartrockbands. Dann wird es aber moderner von der Musik her, mal ein bisschen funkig, oder Indie Pop oder balladesk. Aber eigentlich ist die Musik nur der Träger für die Texte zwischen höherem Blödsinn und Tiefsinn. Auf den ersten Eindruck sind die Texte einfach nur schräg und witzig oder skurill, wenn man aber ein bisschen darüber nachdenkt, haben ein paar Lieder viel Potential für Tiefsinniges. Dieses Album ist sicher für Menschen welche es gerne etwas schräg haben.

Fredi Hallauer

ALAS THE SUN

Album: „Wild Honey Inn“ (Taxi Gauche Records)

Das Indie-Pop Duo hat sich verändert, bzw. die Sängerin hat gewechselt. So ergibt das einen neueren frischen Sound, da der Gesang sehr wichtig ist. Also Frauen- und Männerstimme, dazu Gitarren, Synthies, Fender Rhodes, Drums, Bass und vieles mehr. Die Songs erzählen von Beziehungsgeschichten aller Art, meist aus der Perspektive der Beobachter. Der Musikstil liegt zwischen Indie-Pop, Elektro-Pop, Bossa Nova und weiteren Spielarten des Pop. Es ist leichte Musik, welche so herrlich daherfliesst und Frühlingsgefühle weckt und zum Geniessen einlädt und trotzdem hat sie etwas tiefgründiges im Abgang.

Fredi Hallauer

MARIUS BEAR

Album: „Boys Do Cry“

Der Appenzeller ist mit einem neuen Album am Start und da ist auch der ESC Song 2022 der Schweiz darauf zu hören. Aber beginnen wir mit den anderen Songs. Es ist ein Popalbum geworden, welches von seiner speziellen Stimme geprägt ist. Die Musik ist handgemacht mit ein paar elektronischen Effekten angereichert. Es gibt bewegte und ruhige Songs zu hören. In den Balladen kommt die Stimme von Marius Bear sehr gut zum Tragen, da sie da sehr natürlich klingt. In vielen der bewegteren Songs versucht Marius Bear die Stimme nach oben zu pressen und das ist wahrscheinlich nicht nur mühsam, sondern klingt auch so. Ansonsten ein schönes Popalbum mit rockigen Einflüssen. Der ESC und Titelsong fällt aus dem Rahmen, denn da hat man den Sound mit einer gehörigen Portion Zucker versüsst in Form von Streichern. Ich glaube das ist nicht der Sound von Marius Bear.

Fredi Hallauer

NOLA KIN

EP: „Fallstreak“ (Orange Peel Records)

Die Musikerin Carla Fellinger hat sich für drei jahre von der Musikszene zurückgezogen und taucht nun mit ihrem Soloprojekt und einer ersten EP auf. Vier Songs hat sie aufgenommen im üblichen Sound, viel Keyboard, Elektronik, etwas Gitarre und Drum. Auffallend ist ihre warme Stimme. Die Songs sind ruhig und erzählen von Verletzungen und sich dazu bekennen und sich so zu mögen wie es jetzt ist. Ich möchte fast sagen ein bisschen das übliche. Eine Art Therapie für die Künstlerin, sonst muss man es nicht unbedingt hören.

Fredi Hallauer

HECHT

Album: „For Life“ (Gadget/Phonag Records)

Die zwölf neuen Lieder von Hecht drehen sich alle um die Liebe. Die Luzerner aus Zürich setzen ziemlich auf Hit und Stadionhymnen. Die Rockband ist viel popiger geworden und sie haben sich musikalisch an Dabu Fantastic angenähert oder angebiedert. Ansonsten ist das Album gut produziert, die Texte sehr gut verständlich, sowohl akustisch wie auch sprachlich. Tiefgang fehlt sowohl bei den Texten, wie auch musikalisch. Eine Idee, wei sie die Texte nämlich doch zu aktuellen Themen singen können gibt das Lied „Liebi & e Beat“, da ist die Umwelt ein kleines Thema. Aber OK, Hecht sind zurück und das mit einem neuen Album auf die kommende Festivalsaison. Tanzen, mitsingen und feiern ist mit diesen Liedern garantiert.

Fredi Hallauer

CAROLINE CHEVIN

Album: „Note To Self“

Caroline Chevin, die Innerschweizer Musikerin und Sängerin ist mit einem Poweralbum zurück. Produziert wurde dieses Album in Neuseeland und der Schweiz. Caroline Chevin dreht auch musikalisch ziemlich auf mit einer riesen Band mit Bläsern und allem was dazugehört. Sie packt ihre Songs in groovige Beats, packt 60is Soul, 70is Disco und 80is Sounds dazu ein. Mal sind es richtige Rock Bretter, dann wieder groovige Dance Songs oder balladenhafte Songs. Ihre setzt sie auf die unterschiedlichen Arten ein, mal als Rockröhre, dann soulig und gefühlvoll. Immer spricht die Stimme an. In ihren Songs erzählt sie viel persönliches, Überlegungen zu sich und der Zukunft, ihrem Sohn und was sonst noch die Welt bewegt, ohne auf Plattitüden zurückzugreifen. Caroline Chevin gehört definitiv zur obersten Liga der Schweizer Sängerinnen und Musikerinnen.

Fredi Hallauer

JEANS FOR JESUS

Album: „2000 etc.“ (Universal Music)

Jeans for Jesus zündet ein wahres Feuerwerk. Einerseits erschein gleichzeitig ein Deutsch gesungenes und ein französisch gesungenes Album. Diese Besprechung betrifft das Deutsch gesungene Album. Irgendwie tut das den Bernern gut, Deutsch zu singen. Man versteht jedes Wort und es ist gutes Deutsch und es sind gute Songs. Die Beats sind satt und der ganze Sound hat bodenhaftung, die Fistelstimmen sind verschwunden. Bei einem Song singen Steiner und Madleina auf erfrischende Art mit. Die Texte erzählen von der Welt und ihren kleinen und sehr grossen Problemen. Das ist herrlicher Deutscher Elektropop ohne an Schlager zu erinnern.

Fredi Hallauer