LEA LU

Album: „I Call You“ (LL Records/Irascible)

Wenn die Zürcherin Lea Lu ruft, so kommen sie alle.So hat man das Gefühl, denn sie hat ganz tolle Musiker zusammengebracht und ein paar Featuring Gäste mit denen sie zusammen dieses Album aufgenommen hat. Es ist ein askustisches Album, vielseitig bewegt, popig und getragen von der warmen Stimme von Lea Lu. Inhaltlich geht es um Einsamkeit mit der Hoffnung daraus auszubrechen, aber auch um Begegnungen, Sehnsüchten und vielem mehr was (junge) Menschen bewegt. Die Themen sind sehr schön musikalisch umgesetzt. Bei der Einsamkeit beginnt eine einsame akustische Gitarre um sich dann später den Platz mit anderen Instrumenten zu teilen. Das Klangbild ist grossartig durch den Einsatz von den verschiedensten Instrumenten, auch Bläser, und dies nicht einfach für Riffs, sondern für ergänzende Klänge. Lea Lu und ihren Musiker*innen ist ein cleveres Popalbum gelungen.

Fredi Hallauer

CARROUSEL

Album: „Cinq“ (Phonag)

Das Welschschweizer Duo veröffentlicht bereits ihr 5. Album, wie es der Albumtitel „Cinq“ schlichtwegs verrät. Es ist eine Freude den beiden zuzuhören. Ihr Gesang, oft singen Frau und Mann im Wechsel oder zusammen mit schönen Harmonien, warmen Stimmen, welche sich in die Gehörgänge schmeicheln. Die beiden singen alles französich zu lockerer Musik auf Gitarre, Elektronik, Glockenspiel, Bass und Schlagzeug (Bass und Schlagzeug übernehmen zwei zusätzliche Musiker). Der Rhythmus ist bewegt und die Musik dreht sich fröhlich wie ein Karussell. Ihr Texte sind Alltagsbeobachtungen der Menschen rund um uns. Alles ist tanzbar, fröhlich und mit viel französischem Charme und auch einigem Augenzwinkern gesungen. Herrliche Popmusik,

Fredi Hallauer

ODD BEHOLDER

Album: „Sunny Bay“ (Sinnbus Records/Irascible)

Odd Beholder, das ist die Musikerin aus Baden, Daniela Weinmann und weitere Musiker. Daniela Weinmann hatte aber die komplette Kontrolle übernommen und alles musste genau so klingen wie sie es wollte. Nach zwei Ep’s und einem Album ist es das zweite Album. Ging es bisher vorwiegend um Digitalisierung geht es jetzt um Natur, Romantik die mit Natur verbunden sind, Eskapismus und Entfremdung. Musikalisch bewegt sich Odd Beholder zwischen Pop, Elektropop und Singer/Songwriter. Ihre Stimme ist mal warm und kräftig, dann wieder hoch, dünn und zerbrechlich. Die Songs sind im Midtempo gehalten und haben durchwegs tanzbare Beats.

Fredi Hallauer

FEMI LUNA

Album: „Library“

Femi Luna kommt aus Herisau und hat holländische Wurzeln. Dies ist ihr erstes Album, nach einer EP. Femi Luna ist kein Pseudonym, sondern ihr wirklicher Name. Sie ist Singer/Songwriterin und erzählten Geschichten aus ihrem leben. Alles was sie berührt und beschäftigt setzt sie in Lieder um. Mit ihrer warmenund kräftigen Stimme berührt sie damit auch die Hörer*innen. Die Begleitung ist spärlich, einfache aber trotzdem spezielles Piano oder auf der E-Gitarre. Im Hintergrund untermalt ein Synthie die Klanglandschaft. Ab und zu kommt auch ein Schlagzeug dazu. Das sind Songs, welche man sich einfach anhören muss, auf das Sofa, nach hinten lehnen und hören. Es lohnt sich.

Fredi Hallauer

THE BOWMANS

Album: „Scrutiny“ (TOURBOmusic)

Das Zwillingsschwesternpaar, die eine Schwester lebt in den USA, die andere in der Schweiz, veröffentlichten ein Popalbum mit Folkeinflüssen. Aufgenommen wurde das Album in der Schweiz. Das Markenzeichen der Bowmans Schwestern ist ihr Gesang. Sie singen aus einem Guss, egal ob sie parallel singen oder auch versetzt. Die Songs sind bewusst von den 80iger Jahren beeinflusst, durch Musik welche die Beiden in ihrer Kindheit in den USA gehört haben. Sehr stark wirken die Songs wenn sie im Bereich Folkpop oder Indie-Folk liegen. Akustische Gitarre und das Cello stärken die Stimmen und wenn dann noch eine E-Gitarre dazu erklingt, gibt es Hühnerhaut. So geschieht das bei „Blue Light“. Natürlich ist es auch toll wenn es ein bisschen rockt, so richtig mit Schlagzeug und E-Bass. Das Album ist sehr abwechslungsreich.

The Bowmans sind auf Tour und gastieren am Sonntag 12. September in der La Cappella Bern

https://www.la-cappella.ch/de/hauptnavigation/spielplan-4.html

hier der ganze Tourplan und mehr https://www.thebowmansmusic.com/

Fredi Hallauer

CARVEL

EP: „Cannot Not Dance“

Die Basler Band lässt das Tanzfieber wieder aufleben und wie. Mit ihren sechs Songs jagen sie einme jede Menge Energie in die Beine und Hüften und machen so den Kopf frei von Pandemie undso, einfach bereit zum Tanzen. Aber aufgepasst da wird nicht irgendwelcher Eurodance fabriziert, nein echte tolle Tanzmusik. Pop für den Club oder die private Party. Das tolle an dieser EP ist, jeder Song klingt anders, man kann sie voneionander unterscheiden, aber keiner ist schlechter oder beser zum Tanzen. Musikalisch wird man vielleicht manchmal an die frühen Yello erinnert, einfach um eine etwas genauere Vorstellung zu geben. Wer gerne tanzt oder beschwingt irgendwelche Arbeiten machen will, Carvel helfen dabei.

Fredi Hallauer

SILANCE

EP: „Creature“ (Two Gentlemen)

Die 23 jährige Lausannerin veröffentlicht ihre zweite EP. Diese drei Stücke sind sher vielseitig, zwischen Urban Pop zu bestem französischem Chanson. Silance will musikalisch machen was sie will und sich keine Grenzen setzen, das macht sie auch. Es es in einem Song Rap ist es in einem anderen französisches Chanson, wie wir es aus frühen zeiten aus der Romandie kennen, ein Klavier und viel Text, auch mehr gesprochen als gesungen. Ich bin gespannt auf mehr von Silance.

Fredi Hallauer

ELLA RONEN

Album: „Motherland“

Ella Ronen lebt nun in Zürich und wurde in Tel Aviv geboren. Sie verbrachte früher einige Jahre in Vevey in der Schweiz, zog wieder nach Israel und jetzt lebt sie mit einer eigenen kleinen Familie in Zürich. Das Thema „Motherland“ oder „I’m not from here“ beschäftigte sie schon länger, sie schrieb auch die Lieder bereits früher, aber sie stimmten nicht wirklich für sie. Nun ist die Zeit gekommen und es stimmt. In Zürich, sagt sie, leben alles Ausländer und somit sind es keine Ausländer mehr. Auch die anderen Lieder erzählen aus dem Leben und Ella Ronen’s Umfeld. Ihre warme ruhige Stimme passt gut zu den Songs. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Pop und Jazz. Streichinstrumente sind immer wieder zu hören, ein jazziges Schlagzeug, aber auch Tasteninstrumente. Es ist eher ruhige Musik aber sehr packende. Ella Ronen ist eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

JOHNNY NABU

EP: „Liebe Grüsse“

Johnny Nabu ist ein Zürcher Duo, welches Urbanen Mundart Sound macht, so zwischen HipHop, Rap und Pop. Die beiden besingen vor allem Zürich, das Leben der jungen Erwachsenen, das Gehetze, die Pausen und auch das Fernweh um dieser Stadt zu entkommen. Die Beats beigesteuert und produziert hat Gabriel Spahni von Pegasus und Stress. Die beiden Freunde und Lehrer haben als Gemeinsamkeit auch die Musik. Da und dort sind Frauenstimmen zu hören, so erklingt ein abwechslungsreicher Sound. Johnny Nabu ist eine moderne Pop EP mit sechs Liedern gelungen, welche Chancen hat im Radio gespielt zu werden.

Fredi Hallauer

JOYA MARLEEN

EP: „Joya Marleen“ (Phonag Records)

Die junge St.Galler Musikerin und Sängerin begeistert auf dieser EP bereits mit den ersten Tönen von „Nightmare“. Die Begeisterung betrifft alle Punkt wie Stimme, Sound und musikalischer Teil des Songs. Das gleiche gilt auch für die vier anderen Songs. Die Alt-Stimme, herrlich warm und ein richtiger Ohrenschmeichler tut in den Gehörgängen wohl und geht dann hinein wie Honig. Der Sound ist ebenso warm, nicht überfrachtet und mit tollem Groove. Dazu kommen die Kompositionen. Sie unterscheiden sich deutlich voneinander und haben Wiedererkennungswert. Genau so muss Popmusik sein, ein Volltreffer für die Seele und das Tanzbein und intelligent. Hoffentlich hören wir noch viel von Joya Marleen.

Fredi Hallauer