LIAM MAYE

EP: „Overthinker“

Der Berner Sänger und Produzent hat sich eine EP mit vier Songs geschenkt. Purer Pop mit einer schönen Stimme, welche für einmal nicht so verändert wurde dass sich einem die Gehörgänge biegen. Sauber produziert und gehörig langweilig. Dazu kommt, dass eine Spoken Word Nummer dabei ist, welche das ganze noch auseinander reisst, aber nicht interessanter macht. Eine eher unnötige EP.

Fredi Hallauer

MOIRA

EP: „Another Lesson“

Carola Wirth, die Sängerin und Multiinstrumentalistin steckt hinter dem Namen Moira. Sie ist nach einer längeren Pause, in deren sie in verschiedenen Bands unterwegs war, wieder zurück. Ihr Pop kommt leicht und luftig daher. Neben Elektronik sind auch Bass, Schlagzeug, Piano und Saiteninstrumente zu hören. Eine EP mit vier Songs, welche von Erlebnissen im leben erzählen, die man zwar nicht unbedingt braucht, aber eben eine Lektion sind, um das zukünftige leben besser zu meistern. Moira macht musikalisch einen soliden und bodenständigen Eindruck.

Fredi Hallauer

MARTINA LINN

Album: „Win What Yesterday Lost“ (iGroove)

Die Engadiner Songwriterin spielt nicht mehr Country beeinflusste Songs, sondern Pop gemischt mit Americana und Rock. Diese Mischung schafft sie locker und bringt sie mit ihrer Stimme gut zusammen. Wenn man liest wer da mitmusiziert, versteht man auch wie das ganze funktioniert. Mit Hendrix Ackle an der Hammondorgel und Hank Shizzoe an den Saiteninstrumenten von Gitarren zu Bozouki und Banjo sind neben Urs Müller an den Gitarren, Andi Schnellimann am Bass und Patrik Zosso am Schlagzeug, echte Tausendsassas dabei. Die Songs sind gefühlvoll, klingen ehrlich und Elektronik kommt hier nicht vor, also handgemachte Musik. Martina hat eine Stimme, welche sich direkt in den Gehörgang schmiegt.

Fredi Hallauer

MAËL

Album: „Homeland“ (Mondstein Records/CeDe.ch)

Maël ist eine begnadete Schweizer Sängerin und Songwriterin. Für diese Produktion hat sie sich ein paar Cracks aus der Schweizer Musikszene geangelt, allen voran Marco Figini (Gitarren), Max Lässer (Akustische Hawai Gitarre) dann verschiedene Schlagzeuger, Lesley Bogaert (Backing Vocals) und Andi Pupato (Perkussion). Entstanden sind soulige und rockige Songs, die herrlich luftig daherkommen und von Maëls Stimme beseelt werden. Die Songs bringen Sonenschein in die Herzen und Seelen und stehen auf der positiven Seite des Lebens. Hier gibt es handgemachte Musik zu hören und die hat Seele. Unbedingt reinhören.

Fredi Hallauer

VERONICA FUSARO

EP: „Sunkisses“ (Deep Dive Music/Phonag Records)

Ein Jahr ist vorbei und Veronica Fusaro mit der dritten EP auf dem Markt. Sie ist von der Sonne geküsst und glücklich, so kommen auch die Songs daher. Eine Übersetzung aus dem Song „Lie To me“ lautet in etwa so: „Draussen herrscht Kälte, die Welt ist voller Lügen. Bleib doch noch ein bisschen, trink noch eines. Du kannst mir ruhig lauter Märchen auftischen, denn die Welt in unserem Zimmer ist viel zu schön, als dass es drauf ankäme, ob sie wahr sind.“ So ungefähr, aber natürlich viel poetischer und vor allem melodischer beschreibt Fusaro eine Stunde des Glücks. Ihre fünf Songs tönen perfekt in ihrem eigenen, Gitarren orientiertem Pop. Eigentlich gehört sie eher zu den Singer/Songwriterinnen, welche ihre Songs popig verpackt. Sie erzählt von Berg- und Talfahrten oder wie es ist wenn man einen alten Freund, den man sehr gut kannte, wieder einmal trifft. Zuhören ist angesagt, bei der Thunerin mit Zukunft.

Fredi Hallauer

PATRIC SCOTT

Album: „Spirit“ (Cloud26)

Patric Scott überzeugt ein weiteres Mal. Seine Musik gehört in den Bereich Soul und Funk der popigen Art. Mit sehr guten Musikern singt er 14 Lieder, immer schön treibend. Gute Beats der Band geben den richtigen Groove und Backgroundgesang lassen seine Stimme nicht im Nichts schweben, sondern es ist wie wenn seine Stimme projiziert wird. Bei „All Around The Globe“ singt er zusammen mit den Naturally 7, der Acapella Gruppe schlechthin. Sonst gibt es nicht viel zu schreiben, sondern Album starten und in diese tolle Musik abtauchen und/oder dazu grooven. Ein sehr tolles Album.

Fredi Hallauer

JA JA DICKICHT

EP: „Wrong Map“ (Mouthwatering Records)

Ja Ja Dickicht ist ein englisch singender Musiker aus Bern, um das klarzustellen und die Erwartungen in die richtige Richtung zu rücken. Er macht intelligente Popmusik. Mit der falschen Karte, meint er die landkarte die wir täglich brauchen um uns durch das soziale Umfeld und darüber hinaus zu navigieren. Sein Gesang klingt sehr träumerisch, seine Musik, mit viel Elektronik, bringt viele unerwartete Wendungen und Effekte und ist sehr lebendig. Eine spannende Debüt-EP.

Fredi Hallauer