GION STUMP & THE LIGHTHOUSE PROJECT

CD: „Holy Darkness“ (Igroove)

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Die Ostschweizer Band sollte eigentlich nicht mehr unbekannt sein, spielten sie doch diverse grosse Festivals in der Schweiz, aber auch im Ausland können sie immer wieder tolle Konzerte spielen. Das neue Album wurde an verschiedenen orten auf der Welt aufgenommen und gemastert mit grossen Namen. Das Resultat darf sich hören lassen. neben dem Quintett, welches neben akustischen Instrumenten auch Synthies einsetzt, spielen Streicher, eine Oboe, Perkussion, zusätzliche Vocals und ein Kinderchor mit. Entstanden ist ein eher düsteres aber nicht depressives Album. Diese heilige Dunkelheit erinnert mich an Kurt Martis Büchlein „Heilige Vergangenheit“. Die Texte erzählen vom aktuellen Weltgeschehen, respektive der Stimmung die dadurch ausgelöst wird. Es ist ein sehr schönes Album geworden mit viel Liebe ins musikalische Detail und die Texte sind ausgereift. Ebenso viel Liebe wurde in das Cover aussen und innen und in das Booklet gesteckt. sämtliche Texte können nachgelesen werden und es sieht sehr schön aus. Ein Album das man sich für die Jahresbestenliste vormerken muss.

Fredi Hallauer

LOU EES

EP: „Birthday“ (Irascible)

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Lou Ees präsentiert ihre erste EP, welche sie selber komponiert und getextet hat. Die Musik kommt sehr reif daher und nicht wie von jemandem der die erste EP einespielt hat. kein Wunder, denn Lou Ees war die hälfte des Duos Loreley & Me. Es ist klar Popmusik was wir hier hören, aber ungreifbare, mal glücklich un dzerbrechlich dann wieder kräftiger, dort träumend da konkret. Die fünf Songs könnten unterschiedlicher nicht sein. Musikalisch hat es viele Elektroeinflüsse, aber nie diese discomässige Stumpfheit. Cleverer Pop.

Fredi Hallauer

SWISSTERS

CD: „Made In Switzerland“

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Die Swissters sind, wie der Name etwas verrät, zwei Schwestern, nämlich Carole und Eve Kay, welche beide singen. Unterstützt und musiklaisch geprägt werden sie von Pele Loriano, der von den Keyboards, zu den programmierten Beats, den Gitarren und dem Backing Vocals alles macht. als Ergänzung kommt noch ein Alphornist dazu, welcher zuständig ist für das Swiss im Bandname. herausgekommen ist ein Popalbum mit Radiopop. Schöne Musik zum Abtanzen, guter Gesang, musikalisch so im üblichen des Genres. Auffallend sind zwei Titel der CD, nämlich „Swiss Lady“ in Mundart und mit zwei Frauenstimmen und noch „Heimät“, ebenfalls in Mundart. Die anderen acht Songs sind englisch, textlich sehr gut. Das ist ein guter Anfang der Swissters, nächstesmal darf es etwas mutiger sein, die Ansätze dazu sind vorhanden und vielleicht etwas weniger auf den grossen Hit schielen.

Fredi Hallauer

THE YELINS

EP: „KaleidoPop“ (Escudero Records)

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Band aus Genf besteht aus Laurentz Lozano,einem in Genf lebenden Engländer und einem Bassisten und Drummer aus Genf. lurentz Lozano spielt Gitarren und die herrliche altmodische Orgel und er singt. Entstanden sind vier Popsongs mit viel siebziger Einfluss, einem gehörigen Schuss Psychedelik plus Rock.  Es ist ein Genuss den The Yelins zuzuhören und von früher zu träumen, oder für jüngere, wie cool es wohl früher war.

Fredi Hallauer

 

LEA LU

EP: „Rabbit“ (Irascible)

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Alles was man bisher weiss von Lea Lu sofort vergessen, ausser der Stimme. Lea Lu geht neue Wege, hat sich neu erfunden. Sie hat sich auf ihre Stimme konzentriert und eine sehr schöne CD aufgenommen. wichtig ist nur die Stimme, welche sie auch gedoppelt hat und mit sich selber singt, Begleiten tut sie sich selber mit der Gitarre und das sehr spärlich. Es sind Popsongs auf eine ganz eigene und wundervolle Art. Die ruhigen und etwas sphärischen Lieder sind ein Hörgenuss.

Fredi Hallauer

THE ESPIONNE

EP: „Ocean And Era“ (Radicalis)

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Die Luzerner Band spielt weiterhin schöne Popmusik. Sie verlagerten sich auf den Elektropop. Die Synthis treten in den Vordergrund und die Gitarren haben sie zurückgenommen. Die ganzen cleveren Popsongs leben aber auch vom Gesang, der sich angenehm durch die vier Songs durchzieht. The Espionne verstehen es die HörerInnen angenehm zu unterhalten.

Fredi Hallauer

JEANS FOR JESUS

CD: „Pro“ (Universal Music)

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Das Berner Quartett legt auf ihrem zweiten Album musikalisch einen Zacken zu. Ihre Popmusik teils vom R’n’B geprägt ist oft sehr minimalistisch instrumentiert. Gesungen wird Mundart mit zwei französischen Liedern. Mutig ist es von den Bernern einen anderen Weg und Stil einzuschlagen als so viele Mundartbands. Solchen Mundartpop gab es vor Jeans For Jesus nicht. Der Gesang ist zumindest für ältere Ohren gewöhnungsbedürftig aber immer gut verständlich, was vor spärlichen Chorgesang nicht immer zu sagen ist. In den Texten werden auch mal kompliziertere Themen behandelt wie Flüchtlinge. Die Lyriks hat noch Entwicklungspotential, da die Messlatte von aktuellen Berner Bands natürlich sehr hoch gelegt ist.

Fredi Hallauer