THE GARDENER AND THE TREE

EP: „Mossbo“ (Universal)

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Die Schaffhauser Band legt eine „Wow“ EP hin. Gleich bei den ersten Tönen war ich mehrfach begeistert. Diese Stimme, warm und kräftig singt direkt ins Herz, egal ob Uptempo oder auch mal ruhiger. Die Band spielt dazu umwerfende Musik. Beim ersten Song „Amber“ fährts gleich in die Beine mit einem satten Bassdrum. Dann wirds ruhiger aber nie langweilig. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Indie-Folk und Pop, egal wie man diese Musik nennt, es sind grossartige Songs. Diese EP gehört auf die Bestenliste 2017.

Fredi Hallauer

JAMES GRUNTZ

Interview:

Am 12. September sprach Fredi Hallauer mit James Gruntz

CD: „Waves“ (Zytglogge Verlag)

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James Gruntz ist es gelungen seine intelligente Popmusik noch zu verbessern und ein tolles Album abzuliefern. Der Opener  „Waves“ zeigt schon etwas an, was in den weiteren Songs ebenfalls deutlich zu hören ist, die Musik ist rhythmischer und direkter geworden. Da und dort sind soulige Einflüsse zu hören wie bei „Homework“, dann gibts auch funkiges bei „Outside“. So sind immer wieder neue Facetten zu hören. Die CD hat er mit Rico Baumann (Drums und Drummachine), Michel Spahr (Gitarre) eingespielt. James Gruntz singt, bedient die  Tasten und den Bass. Die Musik von James Gruntz ist noch cleverer geworden, trifft aber ins Herz ohne zuerst das Hirn zu belasten. Ein Meisterwerk.

Fredi Hallauer

 

MAGIC & NAKED

CD: „Human Expression“ (Le Pop Club Records)

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Das Quartett aus Genf spielt luftigen unbeschwerten und unbelastenden Gitarrenpop. Wunderschöne Melodien mit lockeren schönen Gitarren und dreistimmigen Männergesang, harmonischer geht nicht. Die Songs sind teils sphärisch aber aus einem präpsychedelischen Zeitalter. Irgendwie fühle ich mich beim Anhören dieser CD öfters in die träumerischen späten 60iger Jahre versetzt. trotz allem harmonischen und sphärischen, ist da ein treibendes Schlagzeug und ein Bass der da genug antreibt um nicht kitschig zu werden. Ein wohltuendes Album.

Fredi Hallauer

THE NEXT MOVEMENTS

EP: „City Light“

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Das Trio um JJ Flück ist eigentlich als Backingband von Nicole Bernegger, Greis und Steff la Cheffe bekannt. Nun haben sie ein eigenes Projekt realisiert. Sechs Songs zwischen Pop, R’n’B und Funk. Der auftakt ist sehr gut gelungen, die ersten beiden Songs haben den Rhythmus und die Musik in sich. Bei „Miss Mellow“ wollte man es ruhiger angehen, aber die Musik hängt, es passiert zuwenig und ist trotzdem kein Chill Out. Bei „Time Will Tell“ gibt es schöne jazzige Parts, aber auch da ist noch Luft nach oben. Der letzte Song ist wieder OK. Die Stimme von JJ Flück ist nicht die beste für diese Musik. Ein nettes Projekt mit viel Entwicklungspotential.

Fredi Hallauer

ZIBBZ

Album: „It Takes A Village“ (6003 Records)

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Wow bleibt einem da nur zu sagen, wenn die Stimme einsetzt. Es ist eine Frauenstimme die für die Hühnerhaut und wohlige Schauer den Rücken hinunter zuständig ist. Die Musik mit viel Schlagzeug und Elektronik untstützt dann diesen Effekt. ZIBBZ sind ein Geschwisterpaar, sie singt Background bei Gölä und er ist Schlagzeuger und Elektroniker, spielt aber auch den Bass und die Gitarre. Gespielt wird Pop der einen guten Beat hat und mit der Stimme sehr kompakt und tanzbar daher kommt. Dies ist für mich ein Anwärter für das Album des Jahres.

Fredi Hallauer

PATRIC SCOTT

CD: „Paint Me Back“

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Der Schweizer Sänger Patric Scott geht mit seinem neuen Album einen weiteren Schritt vorwärts. Schon der erste Song packt einem mit einer schnellen funkigen Nummer, auch HipHop fliesst hinein. Dann gibt es aber auch samtigen Soul der sich in die Gehörgänge schmeichelt oder verführerischer Pop , aber immer wieder Uptempo. Musikalisch werden alle Register gezogen mit Bläsern und tollen Chören und Background SängerInnen. Seine Stimme verursacht buchstäblich Hühnerhaut, weil sie so gut ist und die Songs packen, egal ob schnell oder langsam, funkig oder soulig.

Fredi Hallauer

AL PRIDE

INTERVIEW

Am Gurtenfestival 2017 sprach Fredi Hallauer mit Musikern von Al Pride

CD: „Hallavara“ (Radicalis)

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Die fünf Badener spielen sanften Pop, aber nicht kitschigen Pop. Zwei schöne Stimmen, eine Frauen- und eine Männerstimme,  prägen das gemächlich dahinfliessende Album. Es sind eine Art Wellen die sich da in warmen Farben ausbreiten oder stilmässig gesprochen eine Art popiger Trip Hop ohne fette Bässe. Die Schönheit der Songs und die eher langsame Gangart kann bei gewissen eigenen Stimmungen zu Langeweile führen, aber auch zum Träumen. Darum wichtig: diese CD bei vielen verschiedenen Stimmungen anhören und nicht vorschnell urteilen.