TOBY MEYER

Album: „Freiheit“ (TM Records/Life Channel)

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Das Album von Toby Meyer trägt noch den Zusatztitel „Mini Gschicht mit Gott“ und somit präzisiert er, dass seine Mundartpopsongs christlich sind. Eigentlich ist dies unnötig, denn seine Texte sind sehr gut verständlich, aber nie missionarisch. Er erzählt von vielen Begegnungen mit Gott ohne den Namen Gott kaum zu nennen. Seine liebliche Stimme unterstreicht sein Anliegen deutlich, es sind Dank- und Loblieder. Musikalisch ist es zügiger Pop ohne Ecken und Kanten, dominiert von der akustischen Gitarre. Die Struktur der Lieder ist immer etwas gleich, aber was störts, denn es geht um die Texte. Toby Meyer hat hier sicher eines der besseren Alben gemacht, in diesem Genre.

Fredi Hallauer

M’GHADI

EP: „Take Two“ (Distrokid)

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Die achtköpfige Luzerner Band serviert uns ein erfrischendes Birchermüesli. Inhalt des Müeslis sind Reggae, HipHop, Pianoballaden, Instrumentals, Bläserstücke, englische und Mundartsongs, und das alles in 7 Songs. Ursprünglich eine Coverband sind sie mit eigenen Songs unterwegs. Musikalisch tönt es wunderbar und spannend. Textlich sind diese Sprachwechsel etwas problematisch, man hört nämlich nicht mehr genau hin, vor allem da auch die Musik alleine hörenswert ist und die Rhythmen in die Beine fahren. Die Mundarttexte sollen Gesellschaftskritisch und zynisch sein, ok, aber so formuliert dass sie auch falsch verstanden werden können. So hinterlässt dieses Birchermüesli einen leicht zwiespältigen Nachgeschmack mit Zutaten die man mag und solchen die einem die Freude etwas nehmen.

Fredi Hallauer

KLEIN KAROO

EP: „Remixes“ (Irascible)

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Die Popband aus Zürich liess ihre 2017 erschienen EP Remixen. Selber remixten sie zwei Titel befreundeter Band, nämlich von Fromkid und Yet To Find. herausgekommen sind sechs tanzbare Songs, bei welchen so im typischen Remixstil die Bässe verschleppt wurden und die Stimmen getunt. Gute Popmusik eher etwas schlechter gemacht.

Fredi Hallauer

PABLO III

EP: „Illusion“ (Musikvertrieb)

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Pablo III ist ein 25 jähriger Basler der mit seinen vier Songs zeigt, dass er international mithalten kann. Dazu tragen seine Stimme und das Gefühl für gute Popsongs bei. Das Songwriting ist gelungen und die Produktion auch. Pablo III liegt im aktuellen Popsong Stil mit samtenen Soul Einflüssen, angenehm und mit Wiedererkennungswert.

Fredi Hallauer

CAT’S EYE

Album: „Curves Of A Straight Light“ (Phonag Records)

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Cat’s Eye kommt aus Fribourg und heisst bürgerlich Benoit Perriard. Er ist Multiinstrumentalist und Sänger mit einer buttertweichen Stimme. Gerry Leonard spielt die Gitarren und hat produziert. Er ist bekannt von Produktionen mit David Bowie, Suzan Vega und weiteren Grössen. Das Resultat ist Singer/Songwriter Pop mit Feenlandschaften unterlegt und magischen elektrischen Gitarren illustriert. Etwa so versponnen wie die Musik tönt kommen auch die Texte an. Die weiche Stimme gibt einen guten Kontrast zu dem Schlagzeug und den Bässen ohne gerade eine Faust aufs Auge zu sein. Cat’s Eye spielt da sehr innovativen Sound mit guten Songs.

Fredi Hallauer

 

EVELINN TROUBLE

EP: „Hope Music“ (Radicalis)

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Evelinn Trouble ist wieder mit ihrer eigenen Band unterwegs und präsentiert eine neue EP. Die vier Songs überzeugen. Das ist Pop Musik welche von einer starken Stimme geprägt ist. Das Songwriting ist sehr gut. Die Songs sind mal elektronischer aber auch wieder handgemachter. Eine schöne Palette von guter Popmusik.

Fredi Hallauer

DELILAHS

Album: „Ideal“ (Delilahsmusic/Irascible)

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Das Quartett um die Songschreiberin Muriel Rhyner hat sich weiter entwickelt und passt sich keinen Modeströmungen an. Ihre Musik ist irgendwo Pop hat aber deutliche Rockanteile, ja ist sogar punkig. Die Musik geht ab, aber nicht auf fun, sondern mit eindeutig kritischen Texten zur Welt und der Gesellschaft. Die Musik ist nie überladen, dafür geben die vorhandenen Instrumente alles. „Ideal“ beginnt mit straffen Bassläufen und einem straighten Schlagzeug später kommt ein Gitarrenriff dazu und ein wenig Keyboard, die verschwinden dazwischen auch wieder und der Rhythmus liegt dann satt unter den beiden schönen Frauenstimmen. Die Stimmung ist fordernd, fröhlich aber auch mal fordernd oder dunkel. Ein sehr gutes Album haben die Delilahs hier herausgebracht.

Fredi Hallauer