PRADER & KNECHT

Album: „You’ll Figure It Out“ (Dala Recordings/Irascible)

Das Duo Ronja Rinderknecht (Gesang und Cello) und Martin Prader (Gesang und Gitarre) haben ihre Idee umgesetzt, neue Songs mit erweiterter Band zu spielen. So haben im Ganzen neun MusikerInnen bei diesem Album mitgewirkt. So ist eine vielseitige Sammlung von sehr schönen Songs entstanden. Im Zentrum steht immer noch der zweistimmige Gesang mit Cello und Gitarre, so herrlich folkig und Indie. Einflüsse von Elektronik, Garage und Alternativ sind dazu miteingeflossen. Die Songs erzählen von Überfluss, Verlustangst, Manipulation und Konsum. Sie verlangen Respekt, Selbstreflexion und eine gesunde Portion Optimismus. Prader & Knecht werden immer besser. Sicher ein Album das für 2019 wichtig ist in der Schweizer Musikszene.

Fredi Hallauer

MINDCOMA

Album: „The Beginning“

Wieso geht es eigentlich immer um Sommerhits und nicht um das schönste und traurigste Herbstlied, denn da hat Mindcoma einiges zu bieten. Die Band kommt aus dem Raum Biel – Solothurn und spielt Musik zwischen Songwriter und Indie. Alles tönt schön traurig und langsam, so dass man die Traurigkeit geniessen kann. Die Themen sind nicht gerade erbauend, aber auch nicht depressiv. Wieder singt da ein Mann mit einer charismatischen Stimme, welche unter die Haut geht. Das Klavier schlägt manchmal leicht jazzige Töne an und klingt auch sonst sehr schön. Bass und Schlagzeug stützen die Stimmung mit markantem und doch dezentem Spiel. Mindcoma muss man auf dem Radar behalten.

Fredi Hallauer