WHO’S PANDA

LIVE: Gurtenfestival 2017

Die Waldbühne wurde dann von Who’s Panda gerockt, einer Rockband aus dem Aargau, welche alles gaben und es kam tolle Stimmung auf. Obwohl sie bereits drei Alben veröffentlichten, kannte sie hier fast niemand, das wird sich aber nach dem kraftvollen Auftritt verändert haben.

CD: „Quiet Man“

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Die Aargauer Indie Rockband hat sich mit ihrem dritten Album weiterentwickelt. Ihr Losgehrock haben sie verfeinert und da und dort etwas dezente Discoelemente beigemischt oder auch etwas ruhigere Songs, vielleicht auch eine Spur trauriger, da offenbar ein paar Bandmitglieder ihrer Liebe nachtrauern. Die Musik ist clever und sehr musikalisch. Der Titelsong bringt die gesamte Mischung auf den Punkt, „Sweet Lips“ dafür den Disco Rock, welcher in die Beine geht. Who’s Panda spielen ganz vorne mit und sie haben es verdient angehört zu werden.

Fredi Hallauer

SINSIDE

CD: „2017“ (Brownsville Records)

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Das Quintett Sinside um Gitarrist Chris Blum startet neu mit dem alten Namen. Ausser Chris Blum sind alles andere Musiker als 2006. Auf der EP sind vier Rocksongs zu hören, welche direkt aufgenommen wurde. die Band hat als Ziel, Spass zu haben und Spass zu machen mit ansprechenden Songs. Dieses Ziel haben sie erreicht, alles ist OK, mehr aber nicht. Die Kreativität in der Musik hat noch Luft nach oben, Überraschungen gibt es keine und auch dem Songwriting fehlt noch irgend ein Gewürz um noch etwas mehr aus sich zu machen. Live sind Sinside sicher eine tolle Rockband.

Fredi Hallauer

PEGASUS

CD: „Beautiful Live“ (Sony Music)

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Pegasus schrumpfte zum Trio, kommt aber immer noch mit den grossen Songs, den Hymnen und Discokrachern daher. Noah Veraguths Stimme ist und bleibt unverkennbar und sie ist auch die halbe Rechnung, der Background der anderen zwei Musiker steigern den schönen expressiven Gesang. auffällig sind auch die Gitarren, vor allem wenn sie akustisch eingesetzt sind.  Neben den grossen Hymnen gibt es Ausnahmen vom Stil, aber mit noch mehr künstlerischem Inhalt. Sehr positiv aufgefallen ist mir „God Knows“, ein sehr schöner Song. Pegasus gehen ihren Erfolgsweg weiter.

Fredi Hallauer

LOVEBUGS

LIVE: In der Mühle Hunziken am 17. Juni 2017

Also die Basler Lovebugs starteten nun nach ihrer Verschiebung doch noch ihre Clubtour und eröffneten diese in der Mühle Hunziken. Das warten hat sich gelohnt und das wusste das Publikum und hatte auch die Tickets vom Februar bis im Juni nicht verloren, Die Mühle Hunziken war ausverkauft. Die Lovebugs zelebrierten ihr Konzert, den ersten Song spielte und sang Adrian Sieber alleine, dann kam der Gitarrist dazu und der Bassist und erst beim dritten Song war die komplette Band mit Drummer und Keyboarder auf der Bühne. Nun gings richtig los, kreuz und quer durchs Repertoire in einer guten Mischung von tollen alten Songs, Hits und neuen Songs. Mal rockig, dann schön melodiös oder balladesk, laut und leise, akustischer und elektrischer. Die Lovebugs verstanden es Abwechslung in ihr Programm zu bringen, mit guten knappen Ansagen aufzulockern und mitreissende Showelemente einzubauen, wie den Teil als sie zu dritt auf dem Schlagzeug trommelten oder auch mitreissende Soli des Gitarristen, Bassisten und des Drummers. Schon bald sang das Publikum ohne grosse Aufforderung mit, schwenkte die Arme und feierte die geniale Musik mit den Lovebugs. Diese Band lohnt es sich wirklich live zu sehen.

Fredi Hallauer

DADA ANTE PORTAS

CD: „When Gravity Fails“ (Universal)

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Die Luzerner Dada Ante Portas sind seit 20 Jahren unterwegs. nach einer längeren Pause rocken sie auf der neuen CD wie eh und je. Die 12 Songs bewegen sich zwischen Pop und Rock, zwischen schnellen rockigen Songs und den typischen Balladen der Band. prägend ist immer noch die Stimme von Pee Wirz. Auf der CD wird der Bandsound untermauert, mal feiner und dann auch etwas dicker von Synthies und Keys und verdrängen die schönen Gitarrenklänge. Da zählt wieder einmal, weniger wäre mehr. ansonsten ist es ein gelungenes Album, das dort weiter fährt wo die Band 2013 aufgehört hat.

Fredi Hallauer

BLIND BUTCHER

CD: „Alawalawa“ (Voodoo Rhythm Records)

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Blind Butcher ist ein Duo aus Luzern, das so verstörend ist wie ihr Name und ihre Musik. Sie treten in Glitter auf, singen Englisch und Deutsch und ein Sprachgemisch, welches aber oft keinen Sinn macht. Musikalisch spielen sie Rock’n’Roll und Punk, Krautrock (Erinnerungen an Can werden wach), New Wave und Disco Trash. Die Musik ist Energie getrieben und geht gut ab, vor allem beim Rock und Punk. Was sie da spielen ist ein Birchermüesli mit grossen Früchten und Sachen die nicht ins Müesli gehören, darum wird kaum jemandem alles gefallen, aber vielen sicher etwas.

Fredi Hallauer

DEATH BY CHOCOLATE

CD: „Crooked For You“ (Deepdive Records)

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Die Rockband aus Biel hat sich weiterhin gesteigert und sie präsentieren ein ausgereiftes Rockalbum. Stilmässig ist es klarer Rock mit Einflüssen von Alternativrock und Folk. „Give Us A Reason“, der Opener gibt uns schon einen Grund dieses Album zu erwerben, denn das ist Rock, handgemacht und sauber produziert, mitreissend, transparent und ohne Mätzchen. Die weiteren Titel fahren dort fort, sind mal ruhiger, leiser aber auch wieder kräftig oder dreckiger. Eine CD die Spass macht.

Fredi Hallauer