KOCKROACH

Album: „Something Real“

Das Trio aus der Region Biel hat nun nach 17 Jahren ihr erstes Album veröffentlicht. Elf Songs sind von ihnen und in einem Song haben sie Musik aus Night Rider einfliessen lassen. Die Drei lieben die Rockmusik der 80iger Jahre und ein paar heroes von heute und spielen Musik in dieser Art. Aufgenommen wurde im Probelokal, aber der Sound ist sauber und klar. Die Gitarre geht mit dem Gesang mit und die beiden anderen knallen einem den Beat um die Ohren. Hier hört man rauhen Rock, ungeschönt, ohne Firlefanz, einfach gerade aus und darum gibt es auch nicht mehr zu schreiben. Wer solche Musik mag, die gute alte handgemachte Rockmusik, der wird seine Freude daran haben.

Fredi Hallauer

MAËL

Album: „Homeland“ (Mondstein Records/CeDe.ch)

Maël ist eine begnadete Schweizer Sängerin und Songwriterin. Für diese Produktion hat sie sich ein paar Cracks aus der Schweizer Musikszene geangelt, allen voran Marco Figini (Gitarren), Max Lässer (Akustische Hawai Gitarre) dann verschiedene Schlagzeuger, Lesley Bogaert (Backing Vocals) und Andi Pupato (Perkussion). Entstanden sind soulige und rockige Songs, die herrlich luftig daherkommen und von Maëls Stimme beseelt werden. Die Songs bringen Sonenschein in die Herzen und Seelen und stehen auf der positiven Seite des Lebens. Hier gibt es handgemachte Musik zu hören und die hat Seele. Unbedingt reinhören.

Fredi Hallauer

FABIAN ANDERHUB

Album: „What Colour Is Your Sky“ (CeDe.ch)

Der Innerschweizer Gitarrist, Sänger und Songschreiber kommt nach einer längeren Pause mit einer geballten und satten Ladung Rock zurück. Seine Songs bewegen sich zwischen Rock, Bluesrock und Poprock. Musikalisch gibt er es gross durch mit Band und mehreren Background SängerInnen. Es tönt so als ob er bereit ist die grossen Bühnen zu erobern. Aber in all dem Bombast hört man doch sein Können an der E-Gitarre und filigrane Feinheiten heraus. Die Songs sitzen, ich könnte nicht sagen, dieser Song braucht es nicht. Mit Fabian Anderhub gibt es Rock mit nicht allzuviel Ecken und Kanten, alles sauber gespielt.

Fredi Hallauer

DIRTY SOUND MAGNET

Album: „Transgenic“ (Hummus Records)

Das Fribourger Trio pflegt den guten alten Rock der 60iger und 70iger Jahre und transponiert ihn in die heutige Zeit. Musikalisch nutzen sie die breite Palette des Genres mit folkigen Elementen, aber auch psychedelischen Klängen. Das ist musikalisch eine klare Einordnung. Textlich sind sie ebenfalls klar. Sie singen von der Umweltzerstörung und was uns in nächster Zukunft erwartet, aber auch vom Hyperkonsum, Spitzentechnologie und die individuellen Verhaltensweisen. Ein anderes Thema sind die sozialen Medien, welche in den Songs „Social Media Girl“, „Social Media Boy“ oder „Hashtag Love“, teils witzig und sarkastisch behandelt werden. Dirty Sound Magnet ist eine Band welche viel mehr Beachtung verdient.

Fredi Hallauer

CONCRETE JANE

Album: „Brand New Slave“ (Urgence Disk Records/Choupette Records/Irascible)

Das Genfer Trio pflegt den schweren psychedelischen Rock, wobei er dazwischen sogar federleicht daherkommt. aber im Allgemeinen sind die Stücke schwer. Sie singen von Abhängigkeit, Selbstentfremdung und sind politisch. Diese Rockmusik geht in die 70iger Jahre zurück, brillant gespielte Gitarren und mehrstimmigen ausgeflippten Gesang prägen den Sound. Ein Album das sicher nicht allen gefällt, ber wer auf guten alten Rock steht oder ihn in heutiger Form entdecken möchte soll doch da mal reinhören.

Fredi Hallauer

TENFORTY

Album: „The Way“

Die Basler Rockband veröffentlichte in diesen Tagen ihr Debütalbum. Das Quartett spielt melancholischen Rock, mit einiger Romantik gespickt, aber auch Indierock Einflüssen. Schlagzeug und Bass legen einen guten Boden, und der Schlagzeuger spielt sein Instrument sehr vielseitig und Varianten reich. Die beiden Gitarren bereiten die grossen Melodien vor und spielen sie dann auch aus, wenn sie nicht mit dem Rhythmus beschäftigt sind. Darüber kommt der leadgesang, unterstütz vom Harmoniegesang der Kollegen. Das Songwriting überzeugt. Ein Schwachpunkt ist manchmal die Stimme des Leadsängers, sie hat in dieser Produktion mit kleinem Budget, etwas wenig Druck, ich kann mir vorstellen, dass dies live besser ist. Manchmal wünschte ich mir, dass sie etwas mehr Mut hätten und frecher daherkämen, im Sinne von prägnanter. Es ist ein schönes Album geworden und mir persönlich gefällt „Joy“ sehr gut.

Fredi Hallauer

REDEEM

Album: „Paperthin Skin“ (Motor Entertainement)

Die Rockband kommt mit einem sehr starken Album daher. Stark im Sinne von kräftigem Rock. Bodenständige Bässe, klares Schlagzeug und Gitarrenobertöne legen das richtige Fundament um abzurocken. Der Gesang ist ebenfalls kräftig mit einer Baritonstimme. Oft sind es schöne Melodien welche der Sänger daherschmettert, aber er fällt immer wieder ins Schreien, was er eigentlich nicht nötig hat. Redeem widersetzen sich mit diesem Album den Widrigkeiten des Lebens und das machen sie sehr gut, mit viel Enthusiasmus und Lebensfreude.

Fredi Hallauer