BABY GENIUS

Album: „10“ (Little Jig Records)

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Der Luzerner Baby Genius wagte ein Experiment. Er nahm sein Debütalbum, welches vor 10 Jahren erschien nochmals auf mit den gleichen Musikern und den gleichen Instrumenten. Tönt es jetzt gleich oder nicht? Schwierig zu sagen. sicher ist die Musikert sind zehn Jahre älter geworden, mehr Dynamik ist sicher da und gute Musik ist es immer noch. Die Wertung soll bei den HörerInnen bleiben. Hier gibt es gute Rockmusik mit Ohrwurmcharakter zu hören, tolle Songs, gut gesungen und gespielt. Unbedingt anhören.

Fredi Hallauer

LOVEBUGS

Album: „Plaza“ (Sony Music)

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Die Basler Rockband feiert ihr 25 jähriges Bestehen und veröffentlicht dazu ein Livekonzert vom letzten Oktober im Zürcher Plaza. Das sind die Facts. Das Resultat ist einfach Lovebugs pur, ein sehr schönes Konzert aber leider ohne Höhepunkte dafür gibt es auch keine Tiefpunkte. Die Basler spielen sich durch ihr 25 jähriges Repertoire von Hit zu Hit sozusagen, konkret von „Juxtapose“ über „Under My Skin“ und „Avalon“ zu „Music makes My World go Round“ bis zu „Land Ho“ und „The Key“, 16 songs im ganzen. Das Album ist ein schönes Erinnerungsstück an ihre letzte Tour.

Fredi Hallauer

DELILAHS

Album: „Ideal“ (Delilahsmusic/Irascible)

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Das Quartett um die Songschreiberin Muriel Rhyner hat sich weiter entwickelt und passt sich keinen Modeströmungen an. Ihre Musik ist irgendwo Pop hat aber deutliche Rockanteile, ja ist sogar punkig. Die Musik geht ab, aber nicht auf fun, sondern mit eindeutig kritischen Texten zur Welt und der Gesellschaft. Die Musik ist nie überladen, dafür geben die vorhandenen Instrumente alles. „Ideal“ beginnt mit straffen Bassläufen und einem straighten Schlagzeug später kommt ein Gitarrenriff dazu und ein wenig Keyboard, die verschwinden dazwischen auch wieder und der Rhythmus liegt dann satt unter den beiden schönen Frauenstimmen. Die Stimmung ist fordernd, fröhlich aber auch mal fordernd oder dunkel. Ein sehr gutes Album haben die Delilahs hier herausgebracht.

Fredi Hallauer

WILCOX

Album: „Painting In Grey“

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Das Quartett aus Zug ist nun endlich mit ihrem ersten Album da. Das Warten hat sich gelohnt. Da wird gerockt in amerikanischer Art. Die verschiedenen Songs sind sehr Vielfältig und haben einen hohen Wiedererkennungswert, gutes Songwriting. Der Sound ist luftig und transparent, die Vocals klar und mit schönen Harmonien versehen. Es ist kein Hau Ruck Rock, da und dort dominiert die akustische Gitarre. Die Soli auf der E-Gitarre sind ein Genuss, das Schlagzeug treibt alles voran und der Bass spielt schöne Basslinien. Wilcox eine Band die man nicht zum letzten Mal hört.

Fredi Hallauer

TOBEY LUCAS

Album: „Little Steps And A Dream“ (iGroove)

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Tobey Lucas und seine Band bestehend aus zwei Gitarren, Bass, Drums und Keyboard, der Zürcher spielt die akustische Gitarre und singt, spielen Rock mit Popeinflüssen, welcher gute Laune macht. Der Sound ist stark und der fünfköpfige Backgroundchor macht ihn noch einzigartiger. Die Stimme von Tobey Lucas gehört zu den angenehmen Ausnahmestimmen, welche auch romantischer singen können, ohne süss zu tönen. Für die Schweiz gehört Tobey Lucas zu einer der bemerkenswertesten Bands der letzten Jahre mit Musik für die Ü40 Generation.

Fredi Hallauer

 

RETO BURRELL

Album: „Shampoo Or Gasoline“ (Tourbo Music)

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Reto Burrell und seine vierköpfige Band veröffentlichen ihr zehntes Studioalbum und rocken frisch und frech als wäre ihr erstes Album und sie alle noch Jungspunde. Der Singer/Songwriter nimmt es diesmal mit der rockigen Schiene, ja es hat auch ruhigere Nummern dazwischen. spannend sind aber wirklich da wo sie loslegen und die Gitarren kreischen lassen, da hört man, dass Reto Burrell eigentlich Fan von Hardrock Bands ist, er kann es aber auch sehr gut. „Shout It Out“ erinnert am Anfang sogar an die 60iger, nämlich an T-Rex. Bei den ruhigen Nummern wie „Carried Away“ ist es folkiger Americana welcher dem Song zugrunde liegt. Ein rundherum gelungenes Album und ein riesen Gewinn für die Schweizer Musikszene, dieser Reto Burrell.

Fredi Hallauer

SOOMA

Album: „Sooma“

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Sooma ist ein Zürcher Rocktrio welches international durchstartet. Sie sind laut, schnell und vielleicht etwas düster aber nie dunkel depressiv. Sie spielen mit Wucht und nutzen ihre Energie ohne Umwege, raus damit und direkt in den Bauch.  Einzordnen sind sie zwischen Punkrock, Grunge und Garagenrock. Eine Rockband die man sich anhören muss.

Fredi Hallauer