PABLO INFERNAL

Album: „Monologues“ (Panta R&E)

Das Rockquartett aus Zürich brettert auf ihrem zweiten Album mächtig los. Das ist Rock pur mit vielen Klisches und gleichzeitig auch Anspielungen auf bekannte Songs um sich dann auch sofort darüber und über sich selbst etwas lustig zu machen. Es sind zehn rocksongs zu hören. Die ersten fünf sind eine lockere Folge von Songs, die zweiten fünf gehören zusammen. Es wird eine Geschichte erzählt von der Suche nach der Muse und dem Tritonus (dem teuflischenTon), welcher dann jeweils am Ende jeden Teils erklingt. Vielleicht ist es auch die Geschichte der Band nach ihrer Suche nach ihrem eigenen Sound und so wie das zu hören ist, haben sie ihn für den Moment gefunden.

Fredi Hallauer

GELGIA CADUFF

Album: „Heartstrings“ (Mädchen für alles)

Z-1mRM7w.jpeg

Die Frau, welche im Schwarzbubenland wohnt, verblüfft auf der ganzen Linie mit ihrem neuen Solo Album. Ihre Musik ist stilistisch nicht genau einzuordnen, die grosse Kiste wo sie hineinpasst ist Rock.  zu hören sind Einflüsse aus Gothic, Alternative, Dark, aber auch Pop und eine Spur Klassik. Sie spielt viele Instrumente selber, auf dem Album die Violine, den Büchel und den Gartenschlauch, sonst wird sie von exzellenten Musikern begleitet. Das herausstechendste ist die Stimme und der Gesang von Gelgia Caduff. Da geht es mal kräftig und in der Stimmlage Alt zur Sache, dort schwingt sie sich in den Sopran und an einem anderen Ort umschmeichelt sie die Ohren. Ihre Texte haben Aussagen, teils über die Musik und Geschichte der Schweizer Pop- und Rockmusik. Dieses Album ist ein Hochgenuss und eines welches unter die Besten des Jahres 2018 zählt.

BUBI EIFACH

Album: „Album 4“ (Sound Service)

Unknown.jpeg

Ja ihr habt richtig gezählt, Bubi liegt falsch aber extra. Es ist sein drittes Album, da ihm aber gesagt wurde, dass das dritte Album das schwierigste Album ist, hat er es einfach übersprungen. Vielleicht ist es aber trotzdem schwieriger als die beiden ersten Alben. Musikalisch ist Bubi Eifach noch dreckiger geworden. Die Gitarren reiben sich manchmal förmlich aneinander und auch sonst werden sie rau gespielt, was einen herrlichen Höreffekt gibt. Genauso geht es mit den Texten. Bubi Eifach erzählt weiterhin viele Geschichten, aber von Menschen denen es dreckig geht, oder von Situationen die schwierig auszuhalten sind. Bubi Eifach ist ein tolles eher düsteres Album gelungen, aber mit viel Energie.

Fredi Hallauer

RIO WOLTA

 

Album: „No More Intimate Music“ (Sailing For Peace/Irascible)

b0b36fb3-682b-480e-a433-d723d523e526

Rio Wolta ist ein Zürcher Musiker, welcher mit einer Band arbeitet. Es sind nicht immer gleich viele MusikerInnen zu hören, denn jedes Stück ist anders. Manchmal hämmern zwei Schlagzeuge den Song nach vorne, wild und rockig, dann wird es ruhig, sphärische Klänge, ein filigraner Gesang von Männer und Frauenstimme und eingespielte Samples von der Strasse. So macht es uns Rio wolta das hören und beurteilen nicht einfach, man ist gezwungen jedes Lied zu hören. Aber es lohnt sich.

Fredi Hallauer

 

LIGHT FOOD

Album: „Party Approved“ (Irascible)

Unknown.jpeg

Das Quartett aus Grenchen, macht genau das, was der Albumtitel verspricht, feine Partymusik. Nein kein Gestampfe und Gegröhle, sondern Rock, Poprock, ein bisschen Reggae oder auch ein Schuss Latin sind zu hören. Die guten Musiker. Sie spielen den Sound ohne Keyboard, manchmal ein Akkordeon und als Gäste haben sie Bläser und Streicher. light Food ist eine Gitarrenband, welche das Handwerk versteht. Der Gesang ist stark und präsent. ein gelungenes Album für gute Laune.

Fredi Hallauer

SACHA LOVE

Album: „819 Valence Street“ (Vitesse Records/Irascible)

49149a4c-6502-4614-b829-05baf65b4cd3.jpg

Sacha Love aus Fribourg hat schon mit vielen Grössen der Schweizer Musikszene gespielt. Nun ist er Solo, bzw mit seiner Band zu hören. Dieses Album widmet er New Orleans und den Begegnungen die er dort gemacht hat. Der Südstaatenrock mit Psychedelic Einflüssen und gewürzt mit New Orleans Elementen geht richtig los. Es ist ein dreckiger Rock und Bluesrock und immer wieder diese Second Line Bläser und Schlagzeugeinsätze. Er nahm hier in der Schweiz verschiedene Stimmen auf, u.a. auch die von Stress für den Song „Cross“ und baute dann seine Musik darum herum. Ein vielseitiges, nicht alltägliches Album.

Fredi Hallauer

ANDREA BIGNASCA

Album: „Murder“ (Radicalis)

e60b3ecc-8b9f-4ac5-b865-1372f2102803.jpg

Der Schweizer Musiker wandelte sich deutlich vom Singer/Songwriter zum Rockmusiker.  Bereits der Auftakt zum ersten Song zeigt wo es langgeht. Das Schlagzeug und die Gitarrenriffs lassen es rocken, bevor der kräftige Gesang beginnt. Aber das ist kein Hau drauf Rock, dazwischen stimmt Andrea Bignasca auch melodischere und leisere Töne an um kurz darauf sich wieder seinen wilden Gefühlsausbrüchen zu widmen. manchmal geschieht das sogar im gleichen Lied. Diese Rockmusik ist sehr abwechslungsreich und clever gemacht, also ein sehr gutes Songwriting.

Fredi Hallauer