DÄNU EXTREM AND THE CHEMTRAILS

Album: „Jam Live“ (Dex Records)

Dänu Extrem ist zurück oder einfach immer noch da und das so gut wie noch selten. Mit ihm eine Band von sechs Musikern. Herausgekommen ist ein rauher, rockiger, bluesiger Sound. Seine Texte sind m „al Wortspiele „mir si zäme da, also wei mir zäme gah“ zum anderen aber auch aufmüpfige und kritische Texte, wie der schöne Blues „Mache was ich wott“ oder „Alte wysse Maa“. Zum Abschluss gibt es eine neue Version vom „Plätzli a der Sunne“ unter dem Titel „Warum“. Es tut immer gut sich die Lieder von Dänu Extrem anzuhören, vorallem wenn sie auch mit so guter Musik ausgestattet sind.

Fredi Hallauer

SINPLUS

EP: „Waiting For The Dawn“

Das Tessiner Brüder Duo plus ihre Band frönen nun ganz dem Alternativ Rock und dem Postpunk. Sie lassen es angenehm krachen mit vier Eigenkomposotionen und einer Coverversion von Gotthard „Need To Believe“ als Verbeugung vor der Band, welche ihr 30jähriges Jubiläum feiert. Neben der rockigen Musik brillieren vor allem die Gesangsstimmen, welche so herrlich rauh daherkommen, egal ob Solo oder als Harmony Gesang. EP starten und abtanzen, bleibt mir da nur noch zu schreiben.

Fredi Hallauer

VOLTAGE ARC

Album „In Your Face“ (Lunatic)

Das Quartett ist eine Rockband, welche im häreren Segments des Rocks spielt. Irgendwo zwischen Hardrock, Heavy Metal und Crossover. Sie experimentieren noch etwas mit ihrem Stil, Gitarre und Bass sind Stilsicher Rock, egal was die anderen beiden machen, der Drummer versucht gerne andere Rhythmen was dieser Musik sehr gut tut. Der Sönger reist noch am weitesten in den Stilen umher. Wenn er shoutet, passt das sehr gut in den Sound, auch die Crossover Ausflüge, wo er fast rappt, stehen ihm sehr gut an. Wenn er aber im Metal Stil in den tiegfen Tönen herumröhrt, tönt das vielleicht gefährlich, so wie es Rocker gerne sind, passt aber sehr schlecht in das Soundgefüge. Als Debütalbum absolut ok, aber der Band steht noch viel Arbeit bevor um zu den Grossen zu gehören.

Fredi Hallauer

CAPITAL YOUTH

Album: „Perfect Timing“ (Roosevelt Records)

Das Genfer Quartett debütiert mit dem Album „Perfect Timing“. Musikalisch ist es schnell zusammengefasst: Treibender Rock, melodiös mit markanter Stimme gesungen. Es ist eine lebensfrohes Album, schöne Gitarren und Keyboards, treibender Bass und Schlagzeug. Aber alles ist etwas gleichförmig vom Klang her, die Rhythmen varieren, aber es fehlt das gewisse etwas, welches die Band besonders macht. Vielleicht kann man sagen, es liegt an den Songs, also am Songwriting. Capital Youth haben noch viel Luft nach oben um ihr Potenzial richtig zu entwickeln.

Fredi Hallauer

URGES

EP: „Down & Out“ (HMC Records/Irascible)

Das Rockquintett aus Baden hat sich den Ausgang zum Thema genommen. Sie präsentieren die dunklen Stunden, wo eigentlich im Strudel der Menschen nichts geht und es häufig öde ist, manchmal hat man Hoffnung auf etwas Besonderes und es trifft doch nicht ein. Gespielt wird direkter und gnadenloser Rock, offen ehrlich, laut, schnörkelos, handgemacht, in der klassischen Besetzung, zwei Gitarren, Sänger, Bass Schlagzeug, fertig. Urges spielen Musik die sehr gut zu ihrem Thema passt.

Fredi Hallauer

CAROLINE BREITLER

Album: „The Guide Within“

Die Schweizer Metal-Queen schlägt wieder zu mit einem neuen Album. Das melodische Metalalbum wird vor allem durch die Stimme von Caroline Breitler geprägt. Sonst wird da einfach solide Musik gespielt von einer Studioband (Namen stehen nirgend, ausser dem Produzenten und wahrscheinlich auch Musiker Allesandro del Vecchio). Caroline Breitler schreit nicht, sie singt und das mit einer festen aber doch lieblichen Stimme. Sie hat keine Rockröhre. Zuerst ist das leicht irritierend mit dieser Musik dazu, aber bald kann man es geniessen. Die Songs sind druckvoll aber nicht immer gleich packend. Das Ganze ist eine Gewöhnungs- und Geschmacksache, wie das ja auch bei den männlichen Gesangstimmen im metal unterschiedlich ist. Also kurz gesagt, toller harter Rock, druckvoll mit gutem weiblichen Gesang.

Fredi Hallauer

RISLANE AND THE LOVERS

Album: „Newland“ (Farfara Music)

Rislane ist eine Schweizer Sängerin mit marokkanischen Wurzeln. Sie singt mit einer kräftigen, warmen und eindringlichen Stimme, eigene Songs zwischen Soul, Pop und Rock. Begleitet wird sie von erstklassigen Musikern. Die Musik ist handgemacht, also nichts von Elektro. Für das Herzstück des Albums „Morrocan Heart“ wurde der marokkanische Percussionist Moulay Brahim Amsguine eingeflogen, welcher bereits mit Rislaines Grossvater musizierte. Die Sängerin begeistert auf dem Album mit ihrem Sound, ihrer Stimme und ihren Songs und hoffentlich auch bald schweizweit oder noch weiter von den Bühnen.

Fredi Hallauer

JAMBORINES

Album: „Suffer The Dream“ (Escudero Records)

Die vier Männer aus Lausanne sind zurück mit ihrem eigenwilligen Rock. Musikalisch liegen sie irgendwo zwischen Beach Boys und Pink Floyd, oder als Synthese Beach Boys auf Acid. Der Gesang ist träumerisch und mit dieser Musik zusammen werden sie dem Albumtitel gerecht, sie leiden beim Träumen. Es ist aber erfrischende Musik und mit einer schönen Dosis Energie ausgestattet. Die E-Gitarre spielt manchmal klare Linien und dann auch wieder herrlich verzerrte Sachen. Die Jamborines sollte man im Ohr behalten.

Fredi Hallauer

REVEREND BEAT MAN AND THE UNDERGROUND

Album: „It’s A Matter Of Time, The Complete PALP Session“ (Voodoo Rhythm Records)

Reverend Beat Man schlägt wieder zu mit seinem ganzen Spektrum. Nein es geht hier nicht nur wild zu und her, aber auch, schräg ist es immer, Underground eben. Wer unter Underground schlechten Sound versteht wird hier enttäuscht oder positiv überrracht, denn der Sound ist gut. Dieses Album ist im weitesten Sinne Rockmusik. „Get Down On Me“ könnte von den Beatles sein mit etwas rauherem Gesang, dann sind Balladen und leise Töne zu hören, aber auch voll durchgedrehter Noise Rock. Aber irgendwo ist immer Melodie, neben der Gitarre blitzen immer wieder schöne Hammond Passagen auf. Das ist wiederum ein Album das Spass macht. Anhören, tanzen und die schrägen Momente geniessen.

Fredi Hallauer

LAST AVENUE

Album: „Hedonism“ (Irascible)

Das Rockquartett aus dem Raum Zürich versteht es Rockmusik zu machen in den verschiedensten Spielarten dieses Genres. Der Opener ist eine Poprocknummer, dann geht es richtig zur Sache mit Rock, später ist es Bluesrock oder auch funkige Rocknummern sind zu hören. Der Sänger hat eine charismatische Stimme mit viel Wiedererkennungswert, und das haben auch die Songss. Hier klingt nicht alles ähnlich oder gleich, nein Abwechslung ist das Markenzeichen. Slappender Bass, tolle Gitarrensoli und mehrstimmiger Gesang sind weitere Markenzeichen der Band. Ein tolles und tanzbares Album, welches man aber auch nur Anhören und Geniessen kann.

Fredi Hallauer