FEMI LUNA

Album: „Library“

Femi Luna kommt aus Herisau und hat holländische Wurzeln. Dies ist ihr erstes Album, nach einer EP. Femi Luna ist kein Pseudonym, sondern ihr wirklicher Name. Sie ist Singer/Songwriterin und erzählten Geschichten aus ihrem leben. Alles was sie berührt und beschäftigt setzt sie in Lieder um. Mit ihrer warmenund kräftigen Stimme berührt sie damit auch die Hörer*innen. Die Begleitung ist spärlich, einfache aber trotzdem spezielles Piano oder auf der E-Gitarre. Im Hintergrund untermalt ein Synthie die Klanglandschaft. Ab und zu kommt auch ein Schlagzeug dazu. Das sind Songs, welche man sich einfach anhören muss, auf das Sofa, nach hinten lehnen und hören. Es lohnt sich.

Fredi Hallauer

TORP

Album: „Time Flies“ (ListenCollective)

Torp ist ein Singer/Songwriter zwischen Folk und Pop aus dem Prättigau. Geboren wurde er in Norddeutschland, kam als acht Jähriger in die Schweiz in den Kanton Graubünden und lebt nun im Raum Zürich. Er hat nun sein Debütalbum veröffentlicht. Er erzählt uns viele Geschichten, dasrum sicher ein Singer Songwriter. Einige Stücke sind klar folkig mit viel Fingerpicking Gitarre, bei anderen setzt er halbe Ochester ein mit einem dichten Sound. Es hat Songs auf diesem Album, welche zum Indiepop gehören, mit grossen musikalischen Bögen und sogar Stadion Sound. Es ist interessant Torp zuzuhören, einerseits den Geschichten und andererseits mder spannenden Musik. Ein gelungenes Debüt.

Fredi Hallauer

P FOR PEPSINE

Album: „Thoughts Collide With Stars“ (11 P.M. Records)

P For Pepsine ist eine One Man Band aus Luzern. Die Basis der Songs ist gutes Songwriting, gespielt mit Gitarre. Aber P Ffor Pepsine lässt es nicht damit bewenden er spielt weitere analoge Instrumente dazu. Aber auch das ist noch nicht genug mit digitalen Spielereien und Beats wird die Musik wuchtig und gleichzeitig verspielt. Beim Hören hat man wirklich das Gefühl eine grosse Band hat das Album aufgenommen. Die Stimme hat Charakter und ist wieder zu erkennen. Der leichte nasale Klang ist für einmal kein Nachteil. Dies ist ein verspieltes Album und es macht Spass es anzuhören.

Fredi Hallauer

MEIRA LOOM

Interview:

Fredi Hallauer sprach über Skype mit Meira Loom

Album: „Letting Go“ (Groove Factory)

Die Berner Singer/Songwriterin mit asiatischen Wurzeln zeigt auf ihrem Debütalbum die Vielseitigkeit ihrer Stimme und noch viel mehr. Aber beginnen wir bei ein paar genaueren Beschreibungen. Meira Loom erzählt in ihren jazzig, souligen, selbstgeschriebenen Songs (eine Ausnahme) vom Aufbruch, der Schönheit des Wassers aber auch von dessen Tiefe, von Selbstwert und einigem mehr. Da sie das meiste mit ihren Instrumenten in ihrem Studio aufgenommen hat ist nichts überinstrumentiert und ihre Stimme kommt mit allen Facetten zur Geltung. Sie spielt Piano. Keyboard und Perkussion und da und dort kommt ein Cello dazu. Manchmal vervielfacht sie ihre Stimme und bildet einen verspielten Chor, so beim ersten Song. „Nice To Meet You Again“ bringt viel Wärme dank der warmen Facette von Meira Looms Stimme. Bei „There Is Enough“ betet sie eine Art Mantra mit Pianobegleitung mit über zwei Minuten „There is enough for everyone – including myself“. Das verlangt etwas Durchhaltewillen für die HörerInnen. Bei einem anderen Song flippt sie jazzig aus und fordert ihrer Stimme alles ab was nur geht. Wiederum mantraähnlich tönt es auch bei „I Have Always Been“, dort mit mehr Musik unterstützt und der Text variert. Das sind Momente wo man sich fragt, wie passt das in den Rest der Songs dieses Albums. Beim Schlusslied „Aare 5 a.m.“ gibt es sechs Minuten Aarerauschen und nachher kommt dafür ein wunderschöner Hidden Track „Long Distance Call“. Dieses Album ist sehr vielseitig, ja vielleicht da und dort mit einer Seite zuviel.

Fredi Hallauer

LOUIS JUCKER

Album: „Something Went Wrong“ (Hummus Records)

Louis Jucker ist ein junger Musiker aus La Chaux-de-Fonds der schon sehr viel Musik gemacht hat, alleine und in Gruppen, aber auch ein eigenes Label hat auf dem viel Musik erscheint. Wer ihn nicht kennt, nun ist Zeit ihn musikalisch kennen zu lernen. Auf diesem Album ist er Singer/Songwriter mit seltsamen und berührenden Liedern. Sein Stil ist der Folk bei dem er viele Register zieht. Er spielt auf selber gemachten eigenartigen Instrumenten oder setzt ganz spärlich Elektronik ein. Die Gitarre ist und bleibt das Hauptinstrument. Die Reise durch die zehn Songs ist eine Entdeckungreise die sich lohnt.

Fredi Hallauer