CHARLIE MIDNITE

Trippel Album: „Commercial Suicide“

Charlie Midnite, mit bürgerlichem Name Ruedi Birchler kommt aus Aarau und ist seit den 80iger Jahren unter dem Pseudonym unterwegs. Der Albumtitel ist sicher vieldeutig. Musik darf heute nichts kosten, ist sicher ein commercial suicide, aber auch wenn einer gleich drei CD’s füllt mit 34 Songs und zwei Stunden und 15 Minuten. Musikaisch sind es schöne Singer/Songwriter Songs, mal zuhause aufgenommen und mit Drumloops gearbeitet, oder in einem normalen Studio mit amerikanischen Kollegen, oder einfach in einem Studio,dafür wieder über Bücher und Filme gesungen. Dominant ist die angenehme Stimme mit einem nicht akzentfreien Englisch und natürlich die tolle Gitarrenarbeit. Die Frage stellt sich einfach musste es so viel sein, denn die Musik läuft in Gefahr, dass sie plötzlich zur Hintergrundmusik wird, und das hat sie nicht verdient. Aber eben „Commercial Suicide“

Fredi Hallauer

INEZ

Album: „Now“ (Czar Of Crickets Production)

Inez kommt aus dem Raum Basel und ihr Vater war Kubaner. Sie studierte Musik und beherscht die Perkussion. Ihre Musik in diesem Projekt ist schwierig einzuordnen. Grosse Schublade ist sicher Singer/Songwriter mit spanischen Liedern und englischen Songs. Aber plötzlich tönt es elektronischer und orientalischer. Die Musik ist sehr luftig und transparent und ihre warme und klare Stimme macht alles noch transparenter. Aufgenommen hat sie mit Musikern von den Bands Calexico und Bob Dylan Musiker in Arizona, Sie traf sie an einem Konzert in Basel. Diese Musik ist sehr speziell und sicher alles andere als 0815 und darum findet sie sicher bei vielen Leuten gefallen, welche diese Klänge zu hören bekommen.

Fredi Hallauer

ME & THE MAGIC HORSES

Album: „Travelling Roads“ (Irascible)

Die Stimme, Komponistin und Texterin hinter dieser Band ist die Luzernerin Karin Steffen. Das ist ihr erstes Soloalbum, vorher war sie Sängerin in verschiedenen Bands. Sie muss als Singer/Songwriterin betrachtet werden, die Musik bewegt sich zwischen Pop und Indie und ab und zu spielt auch noch der Folk hinein. Karin Steffen erzählt in den Songs von persönlichen Lebensmomenten und dabei entstanden vielfältige Songs. Da geht es aber nicht etwa zahm zu und her. Die Musik und die Stimme zeigen herrliche Ecken und Kanten und viele tolle musikalische Ideen wurden verarbeitet. Schön sind auch die Gitarren, welche immer wieder den Ton angeben. Gut gemacht und authentisch.

Fredi Hallauer