MARC AMACHER

Interview:

Fredi Hallauer sprach im Kulturhof Köniz am 5. April mit Marc Amacher. Hier kann man es hören:

Album: „Roadhouse“ (Jazzhaus Records/Sound Service)

Der Brienzer Gitarrist und Bluesman lässt es auf seinem neuen Album so richtig krachen. Er zelebriert Blues und Bluesrock in den wildesten und lautesten Tönen. Die verschiedensten Gitarren, welche er spielt, bluesen, scheppern, rollen und jaulen das es eine wahre Freude für die Trommelfelle ist. Mit dabei sind Bass, Schlagzeug, eine weitere Gitarre und noch dies und das. Die dunkle rauhe Stimme von Marc Amacher trägt das nötige für die perfekte Blues Stimmung bei. Aufgenommen wurde in einer leeren Gaststätte und das gleich direkt, also ohne Technik Firlefanz. Das ist eine grossartige Bluesrockscheibe.

Fredi Hallauer

TONI VESCOLI

Album: „Gääle Mond“ (Cereus/CeDe.ch)

Toni Vescoli ist mit 77 Jahren immer noch unverwüstlich und nun wieder da mit einem neuen Mundartalbum. er nahm es teils in Texas mit seinen dortigen Musikerkollegen auf und die anderen Lieder alleine bei sich zuhause. Bei den sieben Liedern aus Texas sind Fiddle, Akkordeon, Keyboards, Bass, Schlagzeug, Perkussion und 12 saitige Gitarre und Stimme zu hören. Bei den selber aufgenommenen Liedern sind es Tonis Stimme, Gitarren, Mundharmonika und Perkussion. Der Sound ist super und Toni Vescoli typisch, zwischen Rock, Folk, TexMex und Blues. Bemerkenswert sind die Texte. Toni Vescoli ist aufmüpfig wie selten. Er singt von den Problemen auf dieser Welt, der Globalisierung, der Digitalisierung, aber auch ein schönes Lied für Pfarrer Sieber mit dem Aufruf an andere Pfarrer auch so zu sein. Über das Recht das Kinder ,Kinder sein dürfen und vieles mehr. Spass und Augenzwinkern ist auch dabei, wenn er von den fitten Alten singt. Auf diesem Album gibt es viel zu hören und auch viele Gedankenanstösse.

Fredi Hallauer

SECOND COUSINS

Album: „Bloody Tears“ (Fontastix/CeDe.ch)

Blues scheint bei den Schweizermusikern sehr angesagt zu sein. Second Cousins ist zwar eine neue Band, aber es sind alte gestandene Bluesmusiker, welche sich hier zusammengetan habe. Die Namen sprechen für sich, es sind Cla Nett (Gesang und Gitarre) welcher von der Lazy Poker Blues Band und später anderen Bands herkommt und ebenfalls am Gesang und Gitarre ist Kurt Bislin (Bluecaster, The Raindogs, The D Biters) dabei. Die Beiden trafen sich bereits früh im Atlantis Basel und spielten immer wieder der eine beim anderen als Gast. Sie fanden einmal heraus dass sie wirklich second Cousins sind, denn ihre Grossväter waren Brüder. Die beiden holten sich Markus Halmer (Bass) und Bernie Ruch (Schlagzeug) hinzu. Entstanden ist ein wunderschönes Blues Album mit herrlicher Old School Bluesmusik. Die eigenen Songs erzählen aus dem Bluesleben. Diese intelligente handgemachte Musik geht direkt ins Herz und das nicht nur bei Bluesfans.

Fredi Hallauer

PASCAL GEISER

Interview:

Vor dem Tourstart in der Mahogany Hall unterhielt sich Fredi Hallauer mit Pascal Geiser.

LIVE: Tourstart in der Mahogany Hall Bern am 15. Juni 2018

Bild Fredi Hallauer

Pascal Geiser war bei bester Laune und spielte mit seiner siebenköpfigen Band ein wunderbares langes Blueskonzert in der Berner Mahogany Hall. Schon bald wurde klar, hier wird musiziert was das Zeugs hält. Die Musiker erhielten Platz für Soli, allen voran der Gitarrist, der Tastenmann an Piano und Hammond wie auch die Bläser und dort vor allem der Saxophonist. Das Repertoire umfasste die Songs des aktuellen Debütalbums plus ein paar weitere Songs. Nach der Pause schafften sie es einen herrlichen Blues von annähernd zwanzig Minuten Dauer zu spielen. Pascal Geiser erzählte dazwischen aus seinem Bluesleben und was die Bluesmusiker beschäftigt, von Trennungsschmerz zum Kopfkissen das nach der neuen Liebe duftet bis zum Alleinsein in Schweden. Stilmässig wurden viele Stile gespielt vom New Orleans Blues, über den Memphis Blues zu Shuffle, aber auch Chicago oder Texas beeinflussten die Musik. Dies war eines der schönsten Blueskonzerte.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

Album: „Lucky Man“ (CeDe.ch)

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Der Mann aus dem Kanton Solothurn ist ein grosser Bluesmusiker. Er gewann verschiedene wichtige Blueswettbewerbe im In- und Ausland und legt nun sein Debütalbum vor. Aufgenommen wurde es in den USA mit hervorragenden Studiomusikern. Pascal Geiser ist Sänger, Gitarrist und Bluesharp Spieler. Sein musikalisches Spektrum geht durch den Blues von ganz Amerika. Da gibt es Chicago Blues zu hören, New Orleans Swamp Blues, aber auch Midwest Blues und Texas Blues. Die Stimmung ist meistens fröhlicher Blues. Ob es das gibt, ja klar, sonst bei Pascal Geiser anhören. Er zeichnet sich auf diesem Album vor allem als guter Sänger und Bluesharp Spieler aus. Mit Pascal Geiser ist die Schweiz um einen sehr guten Bluesman reicher.

Fredi Hallauer