SCHWEIZER JUGENDCHOR

Album: “ S isch äben e Mönsch uf Ärde“ (Zytglogge Verlag)

Der Schweizer Jugendchor ist die Nationalmannschaft der Schweizer Chorszene. 50 Sängerinnen und Sänger zwischen 16 und 15 Jahren gehören dazu. Dieses Projekt Jugenchor besteht seit 25 Jahren und genau aus diesem Grunde entstand diese CD. Geleitet wird der Chor von Nicolas Fink, welcher die Gesamtleitung hat und einer Dirigentin und vier Dirigenten. Der Chor singt auf höchstem Niveau, sei es bei getragenen Stücken oder bei lebhaften und quirligen Stücken, wo die Stimmen sich schnell kreuzen und bewegen. Dieses Album beinhaltet 25 Volkslieder aus der ganzen Schweiz in allen Landessprachen. Viele der Lieder sind keine traditionellen Volkslieder, sondern wurden komponiert Anfangs letztes Jahrhundert, so auch „Du fragsch mi wär i bi“. Es sind aber auch traditionelle Lieder wie das Titellied zu hören. Ein schönes Booklet liegt der CD bei, in dem alle Texte aller Lieder auf Deutsch, Französisch und Italienisch nachzulesen sind. So wurde dieses Jubiläumsalbum zu einem besonderen Werk, welches allen Menschen empfohlen ist, welche Chorgesang mögen, und das sind ja nicht wenige.

Fredi Hallauer

MäLT

EP: „Another Day“ (Radicalis)

Das Zürcher Duo hat fünf Songs aufgenommen für diese EP. Sie spielen mit ihren analogen Synthesizer dichtgewobene Sounds, mal schwebender, mal tanzbarer. Dazu Gesang, den mal natürlicher oder verstellt. Im ganzen strahlen die Sounds eine warme Atmosphäre aus obwohl es coole Musik ist. Dieses Duo reiht sich in die Reihe einiger guter Schweizer SynthiePop Duos ein.

Fredi Hallauer

CAROLINE CHEVIN

Album: „Enjoy The Ride“ (Chevin Music)

Die Schweizer Musikerin ist nach einem längeren Neuseeland Aufenthalt wieder in die Schweiz zurückgekehrt und knüpft mit ihrem ersten Album seit der Rückkehr, dort an, wo sie aufgehört hat. Nicht vergessen 2011 erhielt sie in der Kategorie „Best Breaking Act“ einen Swiss Music Award. Nun also ist sie wieder da, sowohl physisch wie akustisch. Dieses Album tönt reifer als die Vorgänger oder vielleicht ist abgeklärter das bessere Wort. Ihr Poprock groovt ziemlich und der Sound ist recht funky. Sie richtet es teilweise mit der grossen Kelle an, nämlich mit Bläsern, Backgroundgesang und Perkussion, zu der üblichen Bandbesetzung. Wesentlich ist aber ihre Stimme und ihr Gesang. Dieser ist top präsent und ihre schöne Stimme lässt sie in allen Lebenslagen erklingen. Da tönt sie fast mädchenhaft und übermütig, dort singt sie einem ins Gewissen oder umgarnt einem. Das Album ist sehr gut gemischt und hat einen top Sound. Caroline Chevin ist hier ein Album gelungen, welches keine Mängel hat.

Fredi Hallauer

SEVEN

EP: „Brandneu“ (Sevenmusic Record/Orchard Enterprise)

Seven singt Deutsch, das ist ja schon dem EP Titel anzumerken. Er singt fünf Lieder und dann gibt es noch vier andere Mixes und Live Aufnahmen der gleichen Lieder. Stilmässig gliedert sich Seven nun in den Deutschpop ein, mit souligen Untertönen. Schade ist, dass Sevens gesungenes Deutsch schlecht verständlich ist, und im Booklet sind die Texte so klein gedruckt, dass sie mit Brille kaum bis gar nicht zu lesen sind. Soviel ich trotzdem von den Texten mitbekommen habe geht es um Beziehungen im weitesten Sinne. Ein Highlight ist „Immer noch“. Muss Seven wirklich Deutsch singen, aber vielleicht erübrigt sich diese Frage bald, sowie sich anno dazumal die Frage erübrigt hat, muss Bob Dylan E-Gitarre spielen.

Fredi Hallauer

DISCOSASTER

Album: „Just Like You“

Die 12köpfige Band aus Bern lässt es so richtig grooven und vibrieren. Wie es der Name sagt, pflegen sie ihre Musik ganz im Zeichen der 80iger Jahre Disco, welche noch recht funky war. Die Perkussion und die Horns bringe die richtige Stimmung hinein, Gitarre, Keys und zwei Background Sängerinnen bringen ihre besonderen Töne ein, Bass und Schlagzeug kochen den Groove und über Sllem die Stimme des Sängers. Es ist vielelicht nicht die markanteste Stimme, aber sie hat Charisma. Dies ist ein Album zum Abtanzen und Spass haben.

Fredi Hallauer

TOMPAUL

EP: „Wallawer“ (Flimmerplatten/Irascible)

Das Trio aus Baden verblüfft mit feinem und ausgeklügeltem Elektropop und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Sie spielen einerseits analoge Instrumente wie die Gitarre und vermischen das mit Elektronik in ihrer ganz eigenen Art. Dazu der Sänger mit einer markanten Stimme und Hang zur Melancholie. Tanzbare Musik mit vielen akustischen Überraschungen.

Fredi Hallauer

CHRISTOPHER GEORGE & THE SAPIDITY AGENTS

Album: „With A Pinch Of Salt“ (www.christophergeorge.ch)

Der Pianist und Sänger aus dem Raum Zürich hat eine tolle Band um sich gescharrt und die lassen es so herrlich grooven. Neben Piano, Bass, Gitarre, und Schlagzeug gehört auch noch die Perkussion und eine Bläsersektion dazu. christopher George singt alltagsgeschichten auf Englisch und Mundart. Die schnelleren groovigen Nummern überzeugen mehr, als die balladenhaften, welche doch auf die Dauer etwas gleichförmig wirken. An den Instrumenten sticht vor allem die Rhythmussektion und der Gitarrist hervor. Natürlich auch die Horns, dort wo sie blasen. Die Stimme von Christopher George ist etwas dünn. Ein Album das vielleicht eher zur Erinnerung nach einem Konzert dient.

Fredi Hallauer