MICHAEL VON DER HEIDE

Live: „Hinderem Berg“ in der La Cappella am 17. Juni 2018

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Im Rahmen der Jubiläumsfeiern von 20 Jahre La Cappella trat Michael von der Heide im Trio auf. Mit ihm waren sein langjähriger Gitarrist Martin Buess und der Tastenmann von Hecht sprang für den erkrankten Dimitri Kindle ein. Drei gut gelaunte Musiker standen vor einem ebenso gut gelaunten Publikum. Michael von der Heide sang sich durch alte und neue Schweizerlieder, seine eigenen Songs und Hits, ein paar Lieder von Paola und noch ein paar französische Chansons. Zur Erstaufführung gelangte „Gracias a la vida“ von Violeta Parra, es war eine Hauptprobe, da das sie das Lied bei ihrem Auftritt in Chile spielen werden. Michael von der Heide und seine Musiker überzeugten musikalisch und sie spielten und sangen sehr gut und stimmungsvoll. Die Zwischentexte waren meist lustig und oft informativ, gerade über Violeta Para und auch aus dem Leben von Michael von der Heide. Man konnte auch erfahren, dass „Stets in Truure“ ein Glarner Volkslied ist. Er war auch sehr selbstironisch, vor allem in Bezug auf seine Teilnahme am Chansons d‘ Eurovision oder ESC wie das Spektakel heute heisst. Michael von der Heide zeigte, dass er immer noch ein sehr guter Entertainer und Sänger ist. Ein unterhaltender Abend ging nach rund zwei Stunden Konzert zu Ende.

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MAREY

Save Animals Eat People Tour im La Cappella am 13. Mai 2018

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Das Bieler Duo trat verstärkt durch einen E-Gitarristen und einen Schlagzeuger auf. Die Sängerin von Marey spielte noch akustische Gitarre und ab und zu Keyboard, der Cellist übernahm die elektrische Gitarre und das Keyboard. Beim ersten Song wurde das Publikum bald geschockt, da nach den sphärischen Klängen der Schlagzeuger ziemlich heftig sein Instrument behämmerte und somit die Stimmung zerhackte. Es kam zum Glück immer seltener vor und im zweiten Set gar nicht mehr. wenn der Schlagzeuger sein Instrumente perkussiv spielte tönte es fantastisch. Im ersten Set kamen ausschliesslich Songs des aktuellen Albums zur Aufführung im zweiten Set dann auch Stücke von der ersten EP und etwa zwei Cover, nämlich „Sag mir wo die Blumen sind“ und ein Dylan Song. Marey verstanden es eine intensive Stimmung in dunkelgrau zu erzeugen, so das romantische Dunkel. Die Songs waren viele recht gleichförmig, was aber die Stimmung verstärkte wenn man sich hinein gehört hatte. Dies war das letzte Konzert der Tour, und ein würdiger Tourabschluss.

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DODO

Live: Pfingstweid Tour Dodo & Friends im Bierhübeli Bern am 10. Mai 2018

 

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Das Bierhübeli war ausverkauft und alle warteten auf Dodo, oder doch nicht. Es waren sehr viele Teenies anwesend und ich fragte ein paar Mädchen wegen wem sie kamen und sie sagten „Wegen allen aber eigentlich schon wegen Nemo“. Beginnen wir von vorne. Rita Roof die Sängerin begann Solo und die super Band kam dazu bis dann Dodo, schick gekleidet, auf die Bühne kam. natürlich begann er mit „Zürimaa“ und hatte die Bärner Meitschi und das ganze Publikum in der Tasche. Das ganze Publikum sang mit und tat das bis zum Schluss, fast durchgehend. Die Gäste traten auf, das war zum ersten die zweite Backgroundsängerin Carla Puccini, welche den Part von Steff La Cheffe übernahm.

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Marc Sway brachte das Publikum ganz aus dem Häuschen und es wollte nicht aufhören mit „Love, love, love“ zu singen. Dazwischen immer wieder Dodo mit Liedern aus seiner ganzen Schaffenszeit, Rita Roof und De Luca waren an der Reihe. die Musiker konnten alle ausgiebig solieren und lösten Begeisterungsstürme aus.

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Nun war endlich Nemo an der Reihe und der Saal war fast lauter als die Band. Es folgte der Sänger von The Pedestrians und zum Schluss noch Dabu von Dabu Fantastic, welcher die Energie von Dodo nochmals steigerte. Es ging total ab. Der Hippie Bus war natürlich auch im Programm und als allerletzte Zugabe nochmals der „Zürimaa“. so schloss sich der Reigen. Dodo zeigte sich als ein sehr guter Unterhalter, guter Musiker und Sänger und er verstand es erstklassige Musiker und Freunde auf die Bühne zu bringen. Dies war ein Konzert, dass man so schnell nicht vergisst.

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STEPHAN EICHER & MARTIN SUTER

Live: „Songbook“ Tour im Bierhübeli Bern am 27. Februar 2018

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Es war wohl die kälteste Nacht in Bern und trotzdem war kein Husten im ausverkauften Bierhübeli zu hören. Das Publikum war absolut still und sehr aufmerksam und das ist der Kunst von Stephan Eicher, Martin Suter und ihren exzellenten MusikerInnen zu verdanken. Stephan eicher hat wieder genau die Musiker zusammen gebracht die er braucht. Einen Gitarristen mit akustischen Gitarren, Pedal Steel und indischem Harmonium, ein Pianist, ein Bassist und Hornist in einem, ein Schlagzeuger und Heidi Happy am Xylophon, Cello und Mandoline und vor allem am Gesang. Das programm setzte sich, wie nicht anders zu erwarten aus den Liedern und Texten des Songbooks der beiden zusammen. Wer es kannte, es machte nichts, denn die Texte waren live vorgelesen von Martin Suter selber, viel lebendiger als wenn man sie selber liest und Stephan Eicher unterstützte das ganze mit Gesten und ab und zu auch Kommentaren. Ebenfalls waren die Lieder etwas peppiger als auf der CD und mit mehr Dynamik gespielt. Das Lied mit Anette Louisan sang Heidi Happy in Mundart. Ein wunderschöner Abend fand in der Kälte draussen sein Ende, aber irgendwie war es plötzlich nicht mehr so kalt.

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HEINRICH MUELLER UND BAND

Interview

Am 20. Januar 2018 sprach Fredi Hallauer vor dem Konzert mit Heinrich Müller

Live in der Mühle Hunziken am 20. Januar 2018

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Heinrich Müller und seine vier Musiker kamen auf die Bühne und strahlten sofort viel Sympathie und Gemütlichkeit aus. Die Musiker entpuppten sich bald als Tausendsassas, welche jede Stilart, von romantisch bis zu rockig, afrikanisch bis Country, Dschungel bis mystisch spielen konnten. Heinrich Müller hatte eine rote Jacke an und bemerkte, manchmal muss man auch über sich lachen können. Er war gut bei Stimme und sang hervorragend. Ein drittel der Lieder waren von Bruce Springsteen, die anderen aus seiner Feder. Jeden song erklärte er genau, damit man das gesungene englisch besser verstand, und es war eine grosse Hilfe. Er tanzte auf der Bühne, kam auch mehrmals zum Publikum herunter und bot eine Show. Er ist der sympathische Sänger mit guten Liedern, der geborene Showman ist er nicht und so wirkten seine Bewegungen manchmal etwas unbeholfen. Das Konzert zählte trotzdem zu den sehr guten Konzerten und es lohnt sich ihn zu hören den „As Long As I Can Sing“ ist für einen 72jährigen Musikern sicher Autobiographisch.

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Fredi Hallauer

HEIMWEH

Interview:

Vor dem Konzert im Zelt sprach Fredi Hallauer mit Stefan und Fabrizio von Heimweh. Mit dabei war auch Kathrin Hallauer und am Schluss gab Yael Jundt noch eine Info.

Live: Im Zelt in Bern am 29. Dezember 2017 um 17 Uhr

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Das Zelt war ausverkauft, und die Musiker schlichen sich im Dunkeln auf die Bühne und  standen plötzlich da, im Gegenlicht, die acht Männer aus sieben Kantonen. Das Konzert mit den Liedern ihrer beiden Alben begann. Dazwischen erzählten die Mannen schöne Geschichten, welche zum nachfolgenden Lied passte. Während der Lieder gab es im Hintergrund Filme der Bergwelt oder Fotos der Mannen aus ihrer Kinderzeit, welche zeigten wo sie herkamen, wie das so auf den Bergheimetli ausgesehen hat. Spannend war auch die Geschichte von Fabrizio Raffa, der in Obwalden aufwuchs, wohin sein Vater und seine Mutter aus Italien einwanderten. Er sang dann einen fetzigen Song von Adriano Celentano. Aber auch sonst wechselten sich die Lieder zwischen ruhigeren und popigeren Rhythmen ab. Durch ihre Geschichten und Fotos wurde auch klar woher diese Lieder kommen, die Verbundenheit mit der Heimat und der Folklore ist keine Farce, sondern die steckt den Mannen im Blut. Das wunderbare Konzert schloss mit „Blueme“ von Polo Hofer und Martin Diem, als Zugabe. Es war ein berührendes Konzert von acht Mannen welche es weit gebracht haben.

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PHILIPP FANKHAUSER

Live: I’ll Be Around Tour im Bierhübeli am 27. Dezember 2017

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Philipp Fankhauser und seine bewährte Band, verstärkt mit drei Backing Vocal Ladies und einer dreiköpfigen Hornsektion füllten die Bühne. Philipp Fankhauser zelebrierte den Abend sehr sympathisch. alle Songs des neuen albums wurden gespielt angereichert mit ein paar älteren Sachen wie „Members Only“ von Bobby Bland. Die Band gab alles und alles zur richtigen Zeit. Jeder Musiker bekam Raum um seine Soli zu spielen. Da beim grossen Hammond-Solo von Hendrix Ackle die Hammond kurzfristig ausfiel und er das Solo auf dem Klavier hämmerte, wiederholten sie das Stück, das wir alle das grossartige Hammond solo hören konnten. Philipp Fankhauser stellte die Band mehrmals am Abend vor, was von Respekt zu seinen Musikern zeugte. Er selber sang mit viel Seele und er genoss die souligen Sachen, hatte aber auch Spass es dazwischen krachen zu lassen. Sein Gitarrenspiel stellte er etwas zurück, trotzdem gab er da und dort ein kurzes Gitarrensolo. Das war wiederum ein sehr schönes und hochmusikalisches Konzert von Philipp Fankhauser und seiner Band. Bravo.

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