STEPHAN EICHER & MARTIN SUTER

Live: „Songbook“ Tour im Bierhübeli Bern am 27. Februar 2018

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Es war wohl die kälteste Nacht in Bern und trotzdem war kein Husten im ausverkauften Bierhübeli zu hören. Das Publikum war absolut still und sehr aufmerksam und das ist der Kunst von Stephan Eicher, Martin Suter und ihren exzellenten MusikerInnen zu verdanken. Stephan eicher hat wieder genau die Musiker zusammen gebracht die er braucht. Einen Gitarristen mit akustischen Gitarren, Pedal Steel und indischem Harmonium, ein Pianist, ein Bassist und Hornist in einem, ein Schlagzeuger und Heidi Happy am Xylophon, Cello und Mandoline und vor allem am Gesang. Das programm setzte sich, wie nicht anders zu erwarten aus den Liedern und Texten des Songbooks der beiden zusammen. Wer es kannte, es machte nichts, denn die Texte waren live vorgelesen von Martin Suter selber, viel lebendiger als wenn man sie selber liest und Stephan Eicher unterstützte das ganze mit Gesten und ab und zu auch Kommentaren. Ebenfalls waren die Lieder etwas peppiger als auf der CD und mit mehr Dynamik gespielt. Das Lied mit Anette Louisan sang Heidi Happy in Mundart. Ein wunderschöner Abend fand in der Kälte draussen sein Ende, aber irgendwie war es plötzlich nicht mehr so kalt.

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Fredi Hallauer

HEINRICH MUELLER UND BAND

Interview

Am 20. Januar 2018 sprach Fredi Hallauer vor dem Konzert mit Heinrich Müller

Live in der Mühle Hunziken am 20. Januar 2018

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Heinrich Müller und seine vier Musiker kamen auf die Bühne und strahlten sofort viel Sympathie und Gemütlichkeit aus. Die Musiker entpuppten sich bald als Tausendsassas, welche jede Stilart, von romantisch bis zu rockig, afrikanisch bis Country, Dschungel bis mystisch spielen konnten. Heinrich Müller hatte eine rote Jacke an und bemerkte, manchmal muss man auch über sich lachen können. Er war gut bei Stimme und sang hervorragend. Ein drittel der Lieder waren von Bruce Springsteen, die anderen aus seiner Feder. Jeden song erklärte er genau, damit man das gesungene englisch besser verstand, und es war eine grosse Hilfe. Er tanzte auf der Bühne, kam auch mehrmals zum Publikum herunter und bot eine Show. Er ist der sympathische Sänger mit guten Liedern, der geborene Showman ist er nicht und so wirkten seine Bewegungen manchmal etwas unbeholfen. Das Konzert zählte trotzdem zu den sehr guten Konzerten und es lohnt sich ihn zu hören den „As Long As I Can Sing“ ist für einen 72jährigen Musikern sicher Autobiographisch.

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Fredi Hallauer

HEIMWEH

Interview:

Vor dem Konzert im Zelt sprach Fredi Hallauer mit Stefan und Fabrizio von Heimweh. Mit dabei war auch Kathrin Hallauer und am Schluss gab Yael Jundt noch eine Info.

Live: Im Zelt in Bern am 29. Dezember 2017 um 17 Uhr

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Das Zelt war ausverkauft, und die Musiker schlichen sich im Dunkeln auf die Bühne und  standen plötzlich da, im Gegenlicht, die acht Männer aus sieben Kantonen. Das Konzert mit den Liedern ihrer beiden Alben begann. Dazwischen erzählten die Mannen schöne Geschichten, welche zum nachfolgenden Lied passte. Während der Lieder gab es im Hintergrund Filme der Bergwelt oder Fotos der Mannen aus ihrer Kinderzeit, welche zeigten wo sie herkamen, wie das so auf den Bergheimetli ausgesehen hat. Spannend war auch die Geschichte von Fabrizio Raffa, der in Obwalden aufwuchs, wohin sein Vater und seine Mutter aus Italien einwanderten. Er sang dann einen fetzigen Song von Adriano Celentano. Aber auch sonst wechselten sich die Lieder zwischen ruhigeren und popigeren Rhythmen ab. Durch ihre Geschichten und Fotos wurde auch klar woher diese Lieder kommen, die Verbundenheit mit der Heimat und der Folklore ist keine Farce, sondern die steckt den Mannen im Blut. Das wunderbare Konzert schloss mit „Blueme“ von Polo Hofer und Martin Diem, als Zugabe. Es war ein berührendes Konzert von acht Mannen welche es weit gebracht haben.

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PHILIPP FANKHAUSER

Live: I’ll Be Around Tour im Bierhübeli am 27. Dezember 2017

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Philipp Fankhauser und seine bewährte Band, verstärkt mit drei Backing Vocal Ladies und einer dreiköpfigen Hornsektion füllten die Bühne. Philipp Fankhauser zelebrierte den Abend sehr sympathisch. alle Songs des neuen albums wurden gespielt angereichert mit ein paar älteren Sachen wie „Members Only“ von Bobby Bland. Die Band gab alles und alles zur richtigen Zeit. Jeder Musiker bekam Raum um seine Soli zu spielen. Da beim grossen Hammond-Solo von Hendrix Ackle die Hammond kurzfristig ausfiel und er das Solo auf dem Klavier hämmerte, wiederholten sie das Stück, das wir alle das grossartige Hammond solo hören konnten. Philipp Fankhauser stellte die Band mehrmals am Abend vor, was von Respekt zu seinen Musikern zeugte. Er selber sang mit viel Seele und er genoss die souligen Sachen, hatte aber auch Spass es dazwischen krachen zu lassen. Sein Gitarrenspiel stellte er etwas zurück, trotzdem gab er da und dort ein kurzes Gitarrensolo. Das war wiederum ein sehr schönes und hochmusikalisches Konzert von Philipp Fankhauser und seiner Band. Bravo.

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LEN SANDER

Live: Bee-Flat im Progr Bern am 20. Dezember 2017

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Das Zürcher Quintett spielte zum zweiten Mal in der Turnhalle. Die Bühne war mit viel Elektronik beladen und so klang es dann auch. Einzig die Stimme der Sängerin wurde nicht durch ein Gerät gejagt, sonst war die Elektronik omnipräsent und dementsprechend entstand recht kühle Musik. Dieses Kühle stand in einem angenehmen Kontrast zu der warmen Stimme der Sängerin. Stilmässig pendelten die fünf zwischen Elektropop, purem Elektro, TripHop und es wurde dazwischen zu recht starkem Indiepop. Die Intros und Instrumentalnummern lockerten das Konzert auf und waren fein konzipierte Klangspielereien und -Gemälde. Das Publikum ging mit, war aber sehr ruhig, was zu dieser Musik sehr gut passte. An der Art des Auftritts dürfte noch gearbeitet werden, der Gitarrist war zu oft am Boden mit seinen Knöpfen beschäftigt und die Ausstrahlung aller Bandmitglieder hielt sich in Grenzen. Da wo die Sängerin den Text sang, man soll aus sich herausgehen und sich etwas getrauen, kam das nicht glaubhaft zum Publikum.

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PATENT OCHSNER

Album und DVD: „Strange Fruits“ (Universal)

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Büne Huber stellte nach vielen jahren wieder einmal seine Bilder aus und dies im Landesmuseum Zürich. Dazu standen sie auf der Bühne und spielten 20 Lieder, welche im engen Zusammenhang mit den ausgestellten Bildern waren. Die Musik und auch ein Film dazu ist nun erschienen. Leider sieht man von den Bildern nichts. Die Lieder sind  mit Ausnahmen weniger bekannt, aber alle schon auf Studioalben zu hören. Patent Ochsner kommen kräftig daher mit tollem Gebläse. Die Aufnahme auf CD ist komisch gemischt, denn die Musik tönt gut, aber Büne Huber hört man etwas weit hinten. Noch in der zehnten Reihe bei einem Konzert hört man ihn besser. Auf der DVD entsteht dieser Eindruck nicht, sei es weil es anders abgemischt ist oder da man das ganze sieht. Es ist ein schönes Patent Ochsner Live Album, wie sie es auch schon gemacht haben.

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LINARD BARDILL

Live: In der La Cappella, Bern am 16.11.2017

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Linard Bardill, der Bündner Liedermacher blickt mit seinem neuen Programm auf die letzten 33 Jahre zurück. Er begann das Konzert mit dem Lied „Tamangur“, von der alten Arve. es folgten dann ein paar seiner hochdeutschen Lieder, bevor er auf die Mundartlieder wechselte. Linard Bardill verstand es vortrefflich die Zeit und die Situationen anschaulich zu erklären und zu den nächsten Liedern zu verbinden. In der zweiten Hälfte des Konzertes erzählte er vom kleinen Buddha und wie er sein Verhältnis  zu vielen Themen verändert hat. Es entstanden die Bettkanten Konzerte in den Kinderspitälern und auch die Kurse, Sterben für Anfänger. Von den beliebten Liedern der Bettkantenkonzerten sang er einige und natürlich erzählte er auch die Geschichte vom Doppelhas der sterben wollte. Es war ein sehr eindrücklicher und unterhaltsamer Abend mit Momenten zum Schmunzeln und zum Nachdenken.

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Fredi Hallauer