SCHÖRE MÜLLER AND FRIENDS

Live: Alti Moschti Mühlethurnen  Blues am Gründonnerstag 2017

Das Konzert in der ausverkauften Alti Moschti begannen sie zu Dritt, die MGM, das sind Schöre Müller, Philipp Bluedög Gerber und Didi Meier, alle mit akustischer Gitarre. Sie spielten und sangen nicht ganz typischen Blues, aber auch, aber Songs mit Feeling waren alles. Die drei harmonieren musikalisch und gesanglich sehr gut zusammen und es war eine Freude ihnen zuzuhören. später traten dann Mimmo Pisino am Kontrabass, Steve Grant am Schlagzeug und Marco Bandera an der Bluesharp dazu. Mimmo Pisino sang dann „Travailler c’est trop dur“ und auch Steve Grant an den Drums übernahm den Lead bei einem Song. Das ganze Konzert war eine sehr gute Unterhaltung, dazu aber auch sehr gute Musik. Dann kam Sandee Moser noch dazu mit Gitarre und sie sang mit wahnsinns Stimme „Me and Bobby McGhee“. Freda Goodlet war der letzte Gast, auch sie überzeugte gesanglich und als dann noch beide Sängerinnen miteinander sangen und die ganze Band dazu musizierte gab es nur noch Hühnerhaut.

Nach der Pause wurde elektrisch gespielt. Die drei Gitarristen spielten E-Gitarre und auch der Bassist wechselte zum E-Bass. Musikalisch ging es wie im ersten Teil weiter, alle kamen zum Einsatz, steuerten ihre Songs bei und das Niveau blieb hoch. Manchmal waren die 3 E-Gitarren etwas viel, der Sound wurde verwaschener und die Dynamik liess nach, spannend wurde es dann wieder wenn einer der Gitarristen die akustische Gitarre übernahm. Es war ein tolles und sehr langes Konzert mit einer imensen Vielseitigkeit und sehr guten Musikern und das Publikum trat sehr zufrieden den Heimweg an.

Fredi Hallauer

DON P.& THE BLUE JAGS

Interview: Vor dem Konzert in der Alti Moschti Mühlethurnen am 13. Januar 2017 sprach Fredi Hallauer mit Don P.

CD: „Don P. & The Blue Jags“

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Die CD wurde ursprünglich gemacht für die Veranstalter und wird nun an den Konzerten verkauft. Zu hören sind 10 Eigenkompositionen live aufgenommen. Zu hören ist guter Texas Blues live mit vielen Facetten. Es deckt sich eigentlich mit der unten beschriebenen Konzertbesprechung. Die CD eignet sich als Erinnerung oder Vorfreude, wirklich live ist das Erlebnis intensiver.

Fredi Hallauer

LIVE: In der Alti Moschti Mühlethurnen am 13. Januar 2017

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Die Luzerner Band ist seit Jahren unterwegs, vorher waren zwei der Musiker bei der Black Mountain Blues Band. Als Don P. & The Blue Jags gastierten sie zum vierten Mal in der Alti Moschti Mühlethurnen. In dem an diesem Abend etwas kühlen Lokal heizten die drei doch recht toll ein, vor allem der Leader und Gitarrist Don P. . Der Texas Blues im Trio war fadengerade direkt und laut wie es sein muss. Don P. hat eine gute Bluesstimme und ist ein hervorragender Gitarrist. Sie spielten immer wieder Shuffles, Boogies dazwischen ab und zu gab es Anklänge an Surfgitarren oder Rock’n’Roll. Der Gitarrist spielte mit viel Gefühl und Emotionen. Die beiden Rhythmusmänner legten einen soliden Teppich auf dem der Gitarrist sich austoben konnte. Don P. machte sich auch als Frontman nicht schlecht und setzte sich gut in Szene mit einer guten Bühnenpräsenz. Seine ansagen waren angenehm spärlich. Es ging um Musik, um den Blues der rauheren Gangart. Don P. & The Blue Jags lieferten ein sauberes und solides Konzert ab.

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Fredi Hallauer

UELI SCHMEZER’S MATTER LIVE

INTERVIEW: Am 22. Dezember nach dem Konzert von Ueli Schmezer’s Matter Live im La Cappella Bern, stand Ueli Schmezer Red und Antwort.

CD: „Live“ (www.matterlive.ch)

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Also diese CD ist eine Matter Live Live-CD. Ein Teil eines Konzertes der aktuellen Tour wurde live aufgenommen und direkt die CD davon gemacht. Zu hören ist wirklich das was unten bei der Konzertbesprechung zu lesen ist. In den elf Matterliedern steckt viel Musik mit Michel Poffet am Kontrabass, Nick Perrin an der Gitarre und Ueli Schmezer singt. Diese CD gibt sicher einen tollen Eindruck was live von dem Trio zu erwarten ist, hilft aber auch, sich an das tolle Konzert welches man mit ihnen erlebt hat in Erinnerung zu behalten. Eines ersetzt diese Live CD nicht, nämlich ein Live Konzert. Die CD tönt super, die Tonqualität und Mischung stimmt und es ist eine sehr gelungene CD mit viel Spielfreude und Spielwitz.

Fredi Hallauer

LIVE:  Im La Cappella Bern am 22. Dezember 2016

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Es war das letzte Konzert der Herbsttour von Ueli Schmezer’s Matter Live im Jahre in dem Mani Matter 80 Jahre alt geworden wäre. Es war ein Konzertabend der Spitzenklasse. Ja Sie haben richtig gelesen es war ein Konzertabend. Es ging nicht nur um die Worte von Mani Matter. Die Lieder wurden wunderbar musikalisch transportiert, ausgeschmückt, unterstützt und noch viel mehr. Es waren manchmal wie zwei Konzerte, wer nur die Musik des Gitarristen Nick Perrin und des Bassisten Michel Poffet hören wollte, wäre ebenfalls am richtigen Ort gewesen. Aber selbstverständlich gehörte alles zusammen mit Ueli Schmezer als toller Matter Interpret und erstklassiger Entertainer. Zwischen den Liedern erfuhr man etwas mehr von Mani Matter oder Ueli Schmezer stellte Überlegungen zum Text an. Für gewisse Lieder wurde andere Musik, sozusagen ein anderes Kleid gesucht und für gewisse Kleider wie Blues oder Rock suchten sie das passende Matter Lied. Die Lieder wurden sehr spontan gespielt, mal spielten die Musiker einen längeren Zwischenteil, ein andermal nahmen sie alles etwas schneller, so waren alle drei auf der Bühne gefordert. Dieser Abend war ein Höhepunkt im Jahr 2016.

Fredi Hallauer

TRAUFFER

Doppel-CD: „Heitere Fahne – Gletscher Edition“ (Sony Music)

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Trauffer doppelt nach, wie gewohnt. Die CD „Heitere Fahne“ gibt es jetzt als Gletscher Edition. Neu dabei ist, dass die CD mit vier neuen Liedern ergänzt wurde. Positiv herausstechend ist „Banane.Hippie“ ein Cover Medley von den beiden peter Reber Songs, „Grüeni Banane“ und „Hippie-Gspängschtli“. Dazu kommt eine Live CD der aktuellen Tour, welche an 14 Orten aufgenommen wurde. Da sind auch ältere Lieder mit dabei. Unnötig ist nur der letzte Track „Trauffer Sprüche“, da es schon bei den einzelnen Liedern als Einleitung oft seine Sprüche hat. Für Fans ein sicheres Muss

Fredi Hallauer

THE SPARKLETTES

Interview: Vor dem Konzert am 1. Dezember in der Mahogany Hall sprach Fredi Hallauer mit Xenia Zampieri von The Sparklettes.

LIVE: Mahogany Hall Bern am 1. Dezember 2016

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Die vier Frauen in schwarz und gold gekleidet sangen ihr Programm Four Woman angereichert mit Liedern aus dem früheren Programmen. Es war ein Ohrenschmaus. Die vier Stimmen und sonst nichts übernahmen abwechslungsweise den Lead. Die Begleitung war dezent und nicht immer alle miteinander. Sehr feine Kost für die Ohren. Optisch standen oder sassen sie immer wieder an anderen Orten auf der Bühne, aber keine Choreographie die dem Gesang die Wichtigkeit nimmt. Ebenso war es mit den Ansagen. Kurze Ansagen der Lieder, aber auch nicht bei jedem Lied, dazwischen mal eine Anekdote aber nie Klamauk. Die vier Sängerinnen boten ein herrliches Programm mit viel Können und einigem Augenzwinkern. Das Repertoire entsprach der unten besprochenen CD und ein paar Songs, ebenfalls aus dem Bereich Pop und Jazz und als Zugabe dann noch „Let it Snow“ mit kleinen lustigen Kopfverkleidungen. The Sparklettes Live sind etwas vom Besten aus dieser Sparte das je zu hören war.

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Fredi Hallauer

 

CD: „Four Woman“ (ZampRecords)

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Die Sparklettes sind vier Frauen die sich an der Jazzschule getroffen haben und alle ihre eigenen Projekte haben. Xenia Zampieri, Martina Schibler, Isabelle Ritter und Myria Poffet sind auf der CD zu hören, heute sind noch Xenia Zampieri und Isabelle Ritter dabei und zwei neue Frauen. Das Konzept bleibt sich in etwa gleich, vier Frauen Stimmen. Sie singen Musik querbeet. Das Thema der Songs auf „Four Woman“ ist, wie kann es anders sein, die Frauen. Songs aus dem Jazz, Pop, oder Volksmusik, plus eine Eigenkomposition, begeistern die Ohren. Der Witz in „Es Wott Es Froueli z’Märit gah“ , wo natürlich die Strophe über die Frauen fehlt, oder das Medley mit Madonna Songs kommen vielen einigermassen bekannt vor, aber auch sonst gibt es Songs wie „Four Woman“ von Nina Simone oder „Grandma’s Hands“ von Bill Withers zu hören plus viele mehr. Nicht alle Songs sind gleich strukturiert, was die CD spannend macht. Mal ist es fast solistisch mit feinen Vocal Einwürfen, dann singen alle in gewohnter A-Capella Art oder alle singen, aber durcheinander. Neben der gewohnten A-Capella Art, die nicht oft zu hören ist, gibt es da und dort Erinnerungen an Zap Mama. Ganz sicher eine CD zum Anhören und vielleicht auch zum Verschenken.

Fredi Hallauer

SINA

Live: Im Kulturhof Köniz am 26. November 2016 mit Programm Pärlutaucher

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Sina ist wiederum im Trio unterwegs und taucht nach ihren Perlen, so heisst zumindest das Programm. Eine neue CD hat sie nicht am Start, oder doch? Ausschliesslich an den Konzerten gibt es eine CD, welche sie mit den beiden Musikern der Tour, Peter Wagner und Michael Chyleweski aufgenommen hat. Darauf sollen die Lider sein, welche noch nicht auf CD sind und auf dieser Tour gesungen werden. Die Bühne wurde nicht nur von Sina und ihren beiden Multiinstrumentalisten geprägt, sondern auch von einer Leinwand auf der Videos, Visions und Bilder zu sehen waren. Musikalisch führte Sina durchs Leben und die Liebe auch Michael Chylewesky und Peter Wagner kamen zum Zug. Sina erzählte immer wieder Geschichten aus dem Leben dazwischen, im ersten Set war es gerade genug erzählt aber noch nicht zuviel. Im 2. Set kam sie dann etwas ins plaudern und erzählte vor allem Sachen die oft nicht mit den Liedern zu tun hatten und auch sonst eher ein bisschen dumm waren und gerade bei den Zugaben ging dann die Musik etwas unter. Sie stand alleine mit der Gitarre da und sang „dr Sohn vom Pfarrer“ aber eigentlich sehr kurz und fragmentarisch und ihr Soul fehlte, dann kamen ihre beiden Musiker wieder auf die Bühne und es gab noch eher Füller zu hören. Resumee: Musikalisch gut aber Sina muss sich überlegen ob sie unter Sparte Sängerin oder Comedy auftreten will.

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Fredi Hallauer

 

JEREMY LOOPS

LIVE: Bierhübeli am 18. November 2016

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Der Südafrikaner mit Schweizer Mutter trat bisher erst einmal in Bern auf, am Gurtenfestival 2016 und nun spielte er im seit Wochen ausverkauften Bierhübeli vor einem  „Gurtenpublikum“. Jeremy Loops ist bei uns mit einer CD vertreten. Er ist ein sympathischer Mann und kam zu spät, entschuldigte sich, da er noch in einem Fitness-Studio war und sich auf dem Rückweg mit dem Tram verfahren hatte. Geht es sympathischer? Er begann alleine auf der Bühne mit der Bluesharp und spielte fast Country-Tänze die er noch selber tanzte. Dann hängt er die Gitarre um, spielte, sang, tanzte und nahm die Loopstation in Betrieb. Plötzlich waren da ein Bassist und ein Drummer, die Show wurde immer wilder und ging richtig ab, da blies noch ein Saxophonist sich fast die Lunge aus dem Leibe. nach ein paar Songs in wechselnder Besetzung erschien auch noch ein Rapper. Musikalisch zogen die Musiker alle Register, von HipHop zu Folk, von Pop zu Reggae, was das Herz begehrte. Besonders gefiel, als Jeremy wieder in seine Country-Dance fiel und der Rapper dazu mit den Worten jonglierte. Weitere Mittel um das Publikum gut zu unterhalten, waren der Einsatz des Vocoders, mit dem Jeremy drei Stimmhöhen produzierte und so sang. Beste , sympathische und clevere Unterhaltung.

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Fredi Hallauer