HALUNKE

CD: „Superheld“ (Der Letzte Schrei Records)

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Die Halunken sind sehr frisch zurück mit einem ganzen Album. als erstes fällt der gute und locker produzierte Sound auf. Der Klang ist immer sehr luftig und transparent, obwohl Bläser und Streicher teilweise mitwirken. Es gibt noch viel mehr positives zu diesem Album zu schreiben. Die Lieder sind sehr schön arrangiert und es ist eine tolle Gesamtleistung der ganzen Band zu hören. Inhaltlich geht es um Alltagsbeobachtungen, die bereits etwas dauernde Liebe, und eigene Alltagserfahrungen. Einzelne Lieder zu erwähnen ist nicht nötig, wahrscheinlich hat jede und jeder seine eigenen Favoriten. Ein eigentlicher Hit ist für mich nicht auszumachen und daran sieht man, dass es hier um die Gesamtheit der Lieder geht und nicht um Hits. Halunke ihr seid die wahren Superhelden.

Fredi Hallauer

SCHTÄRNEFÖIFI

CD: „Dräckigi Händ“ (Universal)

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  1. Die Kinderrockband, welche auch erwachsenen Spass macht lässt wieder ein ganzes Bündel von neuen Liedern auf unsere Kinder und uns los. Nein ganz so schlimm ist es nicht. Die Lieder sind witzig und sehr Kinder gerecht. Brilliant ist sicher „Heidi“ das berühmteste Mädchen der Schweiz, in nicht ganz drei Minuten erzählt. Moderne Themen wie „Rüeschtigi Alti“ oder „Selfie“ gefallen ebenfalls sehr gut. Aber auch die leide Geschichte vom „Portmonnaie“ erzählt mit Humor was Kinder und Erwachsene halt erleben.n „Märlisalat“ gibt vielleicht den Erwachsenen den Wink, wieviele Märchen sie ihren Kindern noch nicht erzählt haben. Musikalisch zieht Schtärneföifi durch alle Genre des gemässigten Rock und Pop und dadurch entstand ein vielseitiges Album. Ich habe das Album in einem Kindergarten getestet, als ich dort eine Stellvertretung übernahm. Die Kinder waren sehr ruhig und hörten aufmerksam zu und machten dabei Zeichnungen, Halsketten oder Mandalas.

Fredi Hallauer

JEANS FOR JESUS

Interview:

Am Gurtenfestival 2017 sprach Fredi Hallauer mit der Band

CD: „Pro“ (Universal Music)

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Das Berner Quartett legt auf ihrem zweiten Album musikalisch einen Zacken zu. Ihre Popmusik teils vom R’n’B geprägt ist oft sehr minimalistisch instrumentiert. Gesungen wird Mundart mit zwei französischen Liedern. Mutig ist es von den Bernern einen anderen Weg und Stil einzuschlagen als so viele Mundartbands. Solchen Mundartpop gab es vor Jeans For Jesus nicht. Der Gesang ist zumindest für ältere Ohren gewöhnungsbedürftig aber immer gut verständlich, was vor spärlichen Chorgesang nicht immer zu sagen ist. In den Texten werden auch mal kompliziertere Themen behandelt wie Flüchtlinge. Die Lyriks hat noch Entwicklungspotential, da die Messlatte von aktuellen Berner Bands natürlich sehr hoch gelegt ist.

Fredi Hallauer

TROUBAS KATER

LIVE: Bierhübeli Albumtaufe am 28. April 2017

Troubas Kater starteten die grosse Show mit den Bläsern, zwei Posaunen und eine Trompete, am vorderen Bühnenrand und QC war noch nicht zu sehen. Es startete wie ein Feuerwerk und die Band hielt diese Spannung und das gut einstudierte Konzert bis zum Schluss durch. Das ausverkaufte Bierhübeli dankte es der genialen Band um QC mit mitsingen und mitmachen. Klar es wurden die Lieder der neuen CD gespielt und einige ältere Sachen, aber alles sehr gut arrangiert, sowohl musikalisch wie auch showmässig. Diesmal stachen vor allem die Bläser sehr hervor. Toll geblasene Soli, oder auch gemeinsames Spiel mit Akkordeon überzeugten. Die Perkussion oder das Getrommel sind wichtige Anteile der Band und so stand der Drummer plötzlich mit einer umgehängten Trommel da und die Bläser wurden zu Perkussionisten. Der Gitarrist Matthias Urech stand weniger im Rampenlicht als bisher, legte aber musikalisch einen soliden Rhythmusboden und spickte immer wieder filigrane Töne in das Getrommel und Gebläse. QC überzeugte einmal mehr mit seiner Wortgewandtheit, seinem jonglieren mit Wörtern und das Ausspielen von Wortwitz und Wort-Doppeldeutigkeiten. Genial wie er das macht. Das war ein genialer Konzertabend auf höchstem Niveau und Troubas kater haben kräftig zugelegt. Es lohnt sich auch das neue Programm anhören zu gehen.

Fredi Hallauer

CD: „Aber morn…“ (Zytglogge Verlag)

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Die Berner Band mit dem speziellen Klang zwischen HipHop, Chanson, Folk, Balkan und noch vielem mehr brilliert auf ihrem zweiten Album. QC der Sänger ist in seinen Texten viel präziser unpräzis geworden. Seine Geschichten, Aussagen und prägnanten Worte kommen messerscharf daher, das natürlich unterstütz mit toller Musik und super Musikern. Bereits das erste Lied „Bärnstei“ hat es in sich. Da geht es nicht um den Schmuckstein der eigentlich ein Harz ist oder doch auch? Genau so spielt Troubas Kater mit den Worten. Ganz tolle Lieder sind natürlich „Kei Sinn“ oder „Aus Egau“, oder oder oder. Eigentlich müsste man alle Lieder aufzählen. Bei Troubas Kater geht die Post ab und zwar nicht nur für die Beine auch für den Kopf, denn der muss aufpassen dass er mitkommt oder doch nicht ist doch egal.

Fredi Hallauer

ZÜRI WEST

CD: „Love“ (Soundservice)

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Züri West ist mit einer unaufgeregten, aber starken CD zurück. Beim ersten Lied „Schatteboxe“ erkennt man die Band nicht wieder. Die Basis ist ein schönes Piano und der Text handelt von Liebe wie der Album Titel sagt und meistens vom Ende der Liebe, vom weggehen. Entweder geht er oder sie. Dann folgen irgendwo typische Züri West Songs mit kurzen Geschichten und sehr treffsicheren Worten. „Schachtar gäge Gent“ geht etwas mehr ab und hat ein wunderschönes Riff. Darauf folgen zwei Höhepunkte mit „Mir wei nid grüble“ einer wunderschönen und gut gelungenen Adaption von Dylans „Don’t Think Twice“. Dann etwas kritische Selbstbetrachtung mit „Quitte“, einem witzigen Song. zum Schluss dann noch ein bisschen ein untypischer Sound bei „Glück und Glas“. Das warten auf das neue Album von Züri West hat sich gelohnt.

Fredi Hallauer

LO & LEDUC

Interview:

Am Gurtenfestival 2017 sprach Fredi Hallauer mit Lo & Leduc

Live am Gurtenfestival 2017

Nun stieg die Spannung vor der Hauptbühne. Lo und Leduc wurden vom eigenen Ansager, nämlich Reeto von Gunten angesagt. Dann ging es los. Gute eineinhalb Stunden spielten und sangen sich die beiden mit ihrer tollen Band durch ältere und neue Songs. Sie waren selber von der Menschenmenge die mitmachte überwältigt. Dieses Konzert dürfte in die legendären Konzerte von Schweizer Bands am Gurtenfestival eingehen und Lo und Leduc sich in den Kreis von Züri West und Patent Ochsner einreihen.

 Bild: Domenico Lavorato

Live: 9. April 2017 Bierhübeli Bern

Gleich von Anfang an merkte man, da geht etwas geniales ab. Lo & Leduc, das sind nicht nur die Beiden vorne, sondern das ist die ganze Band. Diese Supermusiker spielten  sehr präzise und voller Konzentration das mehr als zwei Stunden dauernde Konzert. Alle waren gut, die Sängerin und die Bläser(in) fantastisch, aber auch der Gitarrist brillierte. Bass und Schlagzeug rollten den tollen Rhythmusteppich aus. auf dem allem konnten die Lo & Leduc eine geniale Show bieten. Alles war überlegt, ging Schlag auf Schlag und neben der Unterhaltung bekam man auch Denkanstösse zu Gender, zu was ist wieviel Wert und mehr. Das Repertoire umfasste die neuen Songs plus Hits aus der letzten CD und alte Sachen von den Update Versionen. Es stimmte einfach alles, Licht und Ton ganz durchkonzeptioniert bis zu den Hemden und Blusen, die ein etwas nach Receptionspersonal aussehen in einem Ressort. Drei Mal hintereinander das Bierhübeli ausverkaufen, schafft wirklich nicht jede Band und spricht für sich. Das junge Publikum war sehr diszipliniert und es wurde aufmerksam zugehört, mitgemacht oder getanzt und nicht geredet.

Fredi Hallauer

CD: „Ingwer & Ewig“ (Bakara Music/Warner)

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Nun ist das zweite Album von Lo & Leduc Wirklichkeit. Zusammengefasst ist zu sagen, wer hohe Erwartungen hatte darf sie als Erfüllt betrachten. Die Musik ist der typische Worldmusic HipHop Sound, luftig flockig und gute Beats und das mit den Instrumenten toll umgesetzt. Musik bei der man nur schwer ruhig sitzen kann. Auffallend ist die Steigerung bei den Texten. Lo & Leduc erzählen Geschichten mit wenigen Worten und bringen Politik, Soziales und das Leben auf den Punkt oder halt eben doch nicht. Die Lyriks sind witzig, philosophisch und stark. Bereits bekannt aus dem Radio ist „Mis Huus dis Huus“, es lohnt sich da genauer Hinzuhören. Weitere Lieder die mit sehr positiv aufgefallen sind, sind „Für Ingwer und Ewig“; „Damevelo“, „Walter“ und „Mond“. Bei jedem Hören hört man wieder Neues. Ein Kandidat für „Album des Jahres“.

Fredi Hallauer

COLLIE HERB

CD: „Bambus“

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Collie Herb aus Olten veröffentlichte kürzlich sein zweites Album. Er gehört zu den Mundart Reggae und Dancehall Musikern. Auf dem Album Bambus sind 14 sonnige Lieder in Mundart zu hören. Ein Teil ist mit grosser Band eingespielt und das tönt echt gut, auch der Rest ist nicht von schlechtem Geschmack. Oft groovt er herrlich. wichtig sind aber die Texte, darum hat Collie Herb den Dialekt gewählt. Er erzählt von Olten, dem Alltag, dem Leben, all den Schönheiten im Leben aber auf eine sehr nette sympathische Art zeigt er auch auf die Sachen die nicht so gut sind. Bambus ist ein wunderschönes Mundart Reggae Album.

Fredi Hallauer

LIVE: In der Mühle Hunziken am 11. März 2017

Collie Herb trat zusammen mit einem DJ auf und hatte die undankbare Aufgabe das Publikum vorzuwärmen für den Hauptact Booost. Collie Herb machte das sehr gut. Er stand auf die Bühne und sang zwei seiner Mundart Reggae Lieder. Dann forderte er das Publikum zum Tanzen auf und mitmacjen, es klappte. Seine Lieder hatten einen guten Flow und wurde mit seinem sympathischen Auftreten gut transportiert. Es war ein grooviger Auftritt der mit ein paar Songs zusammen mit Jo Elle abgerundet wurde.

Fredi Hallauer