JESSIQUOI

Singles: „The Ice Queen“; „The Nyctophile“; „Rebel“ (Artifacts)

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Die Australierin mit Schweizer Wurzeln (oder umgekehrt), welche in Bern lebt hat nun die dritte Single am Start. Noch dieses Jahr soll ein Album erscheinen und am Gurtenfestival (Samstag 14 Uhr Waldbühne) hat sie ihren grossen Auftritt. Jessiquoi mischt die Berner Underground Szene kräftig auf, mit ihrem Urban Sound. Sie vermischt Elektro mit Hip Hop und World. Beschreiben kann man das nicht wirklich, aber es fährt ungeheuerlich in die Beine und pustet den Kopf durch. „Rebel“ ist die neueste Single und auch die ausgereifteste. Von Jessiquoi wird man noch viel hören.

Fredi Hallauer

 

BURNING WITCHES

CD: „Burning Witches“ (Non Stop Music)

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Die Burning witches ist die erste Frauen Metal Band der Schweiz und dieses Album ihr Debüt. Aber aufgepasst da geht die Post bereits definitiv ab, die Hexen brennen und wie, meistens an beiden Enden. Das Quintett spielt heavy und Power Metal mit allem was dazugehört. Da ist Frau Flitzefinger an der Gitarre, bzw. zwei Frauen, die Bassistin jagt die Basslinien rauf und runter, die Schlagzeugerin hämmert gnadenlos einen schnellen treibenden Beat nach dem anderen und die Sängerin singt, kreischt und schreit was die Stimmbänder halten und das für Frauen in einer eher tiefen Lage und dadurch nicht nervig. Die Texte sind böse, dunkel und wild, die fünf hexen schauen im Booklet ebenso aus. Wer auf die härtere Musik steht, nicht verpassen.

Fredi Hallauer

PEGASUS

CD: „Beautiful Live“ (Sony Music)

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Pegasus schrumpfte zum Trio, kommt aber immer noch mit den grossen Songs, den Hymnen und Discokrachern daher. Noah Veraguths Stimme ist und bleibt unverkennbar und sie ist auch die halbe Rechnung, der Background der anderen zwei Musiker steigern den schönen expressiven Gesang. auffällig sind auch die Gitarren, vor allem wenn sie akustisch eingesetzt sind.  Neben den grossen Hymnen gibt es Ausnahmen vom Stil, aber mit noch mehr künstlerischem Inhalt. Sehr positiv aufgefallen ist mir „God Knows“, ein sehr schöner Song. Pegasus gehen ihren Erfolgsweg weiter.

Fredi Hallauer

COLOUR OF RICE

CD: „Fly“

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Colour Of Rice ist eine junge Frau aus der Ostschweiz mit asiatischen Wurzeln, welche aber häufig auch in der französischen Schweiz oder in Frankreich wohnt. Man trifft sie auf den Strassen und in kleinen Clubs. Colour of Rice hat eine faszinierende Stimme die einem sogleich fesselt. Auf der CD „Fly“ welche bereits 2014 aufgenommen wurde, singt sie wie live, nämlich pur Stimme und Gitarre. neben der Stimme ist auch ihr ruhiges aber nie langweiliges Gitarrenspiel faszinierend. Die Singersongwriterin versteht es dazu gut, schöne und packende Lieder zu schreiben. Sie singt von ihren Erfahrungen auf Reisen und im Leben. Mitten im Treiben auf der Strasse bleiben die Leute stehen, sind ruhig und lauschen ihr, das ist etwas magisches das von ihr ausgeht. Wer etwas von ihr sehen möchte kann das auf www.youtube.com/colourofrice tun.

Fredi Hallauer

LOVEBUGS

LIVE: In der Mühle Hunziken am 17. Juni 2017

Also die Basler Lovebugs starteten nun nach ihrer Verschiebung doch noch ihre Clubtour und eröffneten diese in der Mühle Hunziken. Das warten hat sich gelohnt und das wusste das Publikum und hatte auch die Tickets vom Februar bis im Juni nicht verloren, Die Mühle Hunziken war ausverkauft. Die Lovebugs zelebrierten ihr Konzert, den ersten Song spielte und sang Adrian Sieber alleine, dann kam der Gitarrist dazu und der Bassist und erst beim dritten Song war die komplette Band mit Drummer und Keyboarder auf der Bühne. Nun gings richtig los, kreuz und quer durchs Repertoire in einer guten Mischung von tollen alten Songs, Hits und neuen Songs. Mal rockig, dann schön melodiös oder balladesk, laut und leise, akustischer und elektrischer. Die Lovebugs verstanden es Abwechslung in ihr Programm zu bringen, mit guten knappen Ansagen aufzulockern und mitreissende Showelemente einzubauen, wie den Teil als sie zu dritt auf dem Schlagzeug trommelten oder auch mitreissende Soli des Gitarristen, Bassisten und des Drummers. Schon bald sang das Publikum ohne grosse Aufforderung mit, schwenkte die Arme und feierte die geniale Musik mit den Lovebugs. Diese Band lohnt es sich wirklich live zu sehen.

Fredi Hallauer

DADA ANTE PORTAS

CD: „When Gravity Fails“ (Universal)

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Die Luzerner Dada Ante Portas sind seit 20 Jahren unterwegs. nach einer längeren Pause rocken sie auf der neuen CD wie eh und je. Die 12 Songs bewegen sich zwischen Pop und Rock, zwischen schnellen rockigen Songs und den typischen Balladen der Band. prägend ist immer noch die Stimme von Pee Wirz. Auf der CD wird der Bandsound untermauert, mal feiner und dann auch etwas dicker von Synthies und Keys und verdrängen die schönen Gitarrenklänge. Da zählt wieder einmal, weniger wäre mehr. ansonsten ist es ein gelungenes Album, das dort weiter fährt wo die Band 2013 aufgehört hat.

Fredi Hallauer

JAZZCHOR BERN

LIVE: _Ouch Potato Reloaded am 11. Juni 2017 im Kulturhof Köniz

Die dreissig Sängerinnen und Sänger des Jazzchors, die sieben Musiker, zwei Solosängerinnen und natürlich die Leiterin Xenia Zampieri standen pünktlich auf der Bühne und nahmen das Publikum gleich mit auf die Reise durch den musikalischen Teil der Fernsehserien. Es spielte keine Rolle ob man ein Fernsehjunkie ist oder nicht, unterhaltsam war es alleweil und viele Melodien oder Titelsongs kannte man, ohne die Serie zu kennen. Xenia Zampieri hat alle Songs selber arrangiert und zusammengefügt, übereinander geschoben, gemixt und was auch immer. Es sind grossartige spannende Arrangements. Der Laienchor wurde gefordert und machte seine Sache sicher und souverän, auch mit grosser Freude. Die Musiker hatten ebenfalls schwierige Arrangements dazu und es passte alles zusammen. Drei Bläser, Keyboard, Gitarre und E-Bass sowie ein Schlagzeug unterstützten den Gesang und bekamen auch viel Platz für Soli. Gesungen wurde aus über 50 Serien in sechs grossen Blöcken, oder von Bugs Bunny bis zur Muppet Show, dazwischen waren u.a. die Simpsons, Batman, Wickie und die starken Männer, Biene Maja mit schönem Gesang des Gitarristen Chrigu Dietz, Bonanza, Lassie, A-Team, Star Trek und Pink Panther. Zusätzlich sang Xenia Zampieri ihre Eigenkomposition „The Sky Might Be Blue“.

Der Jazzchor zeigte an diesem Abend, was alles mit sogenannten laien möglich ist, nämlich dass sie durchaus als Profis auf der Bühne stehen. Erfrischend war auch, das nur gesungen und musiziert wurde und nicht noch pseudolustige Sketches dazwischen gespielt wurden. Es hat sich gelohnt, trotz sehr schönem Wetter in dieses hochstehende und unterhaltende Konzert zu gehen.

Fredi Hallauer