CHRISTINA JACCARD

Vorschau:

In der unten beschriebenen Formation und den Songs des Albums ist Christina Jaccard und die drei Musiker in verschiedenen Kirchen der Schweiz zu hören. Es lohnt sich diese Konzerte nicht zu verpassen. Details unter www.voicejaccard.ch

Album: „Come As You Are“ (voicejaccard.ch)

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Die Sängerin Christina Jaccard widmet sich zusammen mit ihren Mitmusikern dem Gospel. Mitmusiker sind Dave Ruosch am Piano, Steve Grant am Schlagzeug und an der Hammondorgel sitzt Gerald Schuller, welcher auch die Backingvocals übernimmt. Was diese Band hier singt und spielt ist schlichtwegs berührend und ergreifend. Christina Jaccard singt mit ihrer dunklen Stimme, packend die Gospelsongs, oder mit ihr und der ganzen Band wird auch „Blowing In The Wind“ zum Gospel. Dieses Spiel auf der Hammondorgel erzeugt Hühnerhaut und wenn dann die Orgel und das Piano zusammen den Lead übernehmen ist es einfach Wow. Steve Grant legt dazu den stilsicheren Teppich aus mit seinem Schlagzeugspiel. Unter den zwölf Songs sind vier Traditionals, aber auch neuere Kompositionen und eine Komposition vom Mann an der Hammondorgel zu hören. Eines der schönsten Gospelalbums.

Fredi Hallauer

VISIONS IN CLOUDS

EP: „Leveé En Masse“ (Manic Depression/Little Jig)

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Das Quartett aus Luzern spielt Postpunk oder Synthwave. Sie singen von der verlorenen Generation der 80iger Jahre. Die Texte sind nicht einfach aber das Thema auch nicht. Sie besingen die Müdigkeit und die Gleichgültigkeit einer Generation, die Leistungen erbringt ohne Fragen zu stellen. Der Sound passt genau dazu, er ist selten wütend und die Synthie spiegeln manchmal die Müdigkeit und Gleichgültigkeit. Eine gelungene EP.

Fredi Hallauer

PHILIPP FANKHAUSER

Album: „I’ll Be Around“ (Sony Music)

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Philipp Fankhauser und seine ganze Band haben das Album in Jackson (Mississippi) aufgenommen, dazu kamen noch zusätzliche drei Saxophonisten und die Shoal Sisters für die Backing Vocals. Entstanden ist ein vielseitiges Album in der gewohnten Fankhauser Qualität. Einmal tönt es etwas popiger, dann etwas smoother oder wiederum etwas dreckiger und rauher. Diese Vielseitigkeit entstand auch, da Songs von verschiedenen Komponisten aufgenommen wurden wie Denis Walker; George Jackson; Philipp Fankhauser; Johnny Clide Copeland; Benny Latimore; Reuben Davis; Dan Penn; Mac Rebennack; Carson Whitsett und Milton Campbell. Die Instrumentalisten bekommen ebenfalls Platz um zu musizieren, sei es auf den Tasten, der Gitarre oder den Blasinstrumenten. Ein wunderschönes Liebeslied „I Fall So Easy“ darf man nicht verpassen. Dieses Album ist wiederum eine Steigerung in der Diskographie von Philipp Fankhauser. 15 Songs sind zu hören und die dauern fast 70 Minute. Ein wunderschönes Album nicht nur für BluesliebhaberInnen. Es erscheint am 1. Dezember 2017

Fredi Hallauer

LINARD BARDILL

Live: In der La Cappella, Bern am 16.11.2017

Bild Fredi Hallauer

Linard Bardill, der Bündner Liedermacher blickt mit seinem neuen Programm auf die letzten 33 Jahre zurück. Er begann das Konzert mit dem Lied „Tamangur“, von der alten Arve. es folgten dann ein paar seiner hochdeutschen Lieder, bevor er auf die Mundartlieder wechselte. Linard Bardill verstand es vortrefflich die Zeit und die Situationen anschaulich zu erklären und zu den nächsten Liedern zu verbinden. In der zweiten Hälfte des Konzertes erzählte er vom kleinen Buddha und wie er sein Verhältnis  zu vielen Themen verändert hat. Es entstanden die Bettkanten Konzerte in den Kinderspitälern und auch die Kurse, Sterben für Anfänger. Von den beliebten Liedern der Bettkantenkonzerten sang er einige und natürlich erzählte er auch die Geschichte vom Doppelhas der sterben wollte. Es war ein sehr eindrücklicher und unterhaltsamer Abend mit Momenten zum Schmunzeln und zum Nachdenken.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

BORDEAUX LIP

Album: „Colourgraded“ (Radicalis)

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Die Ostschweizer Band ist wieder da, nach dem Scheitern von Loreley And Me. Sie sind bitterbös aber überzuckert, sowohl textlich wie auch musikalisch. Da geht es Postpunk mässig zur Sache, dazu ziehen sie alle Register die sie können, nur die Elektronik lassen sie ziemlich aus. Dieses Album geht ab, ob das musikalisch oder textlich ist. Das Flüchtlingsthema nehmen sie auf, aber aus den Augen eines Flüchtlings, aber auch paradoxe philosophische Fragen werden durchgenommen. Bordeaux Lip ist auf eine Art zuckerig und die andere Art bitter.

Fredi Hallauer

FLAKE

Album: „Flake“ (Radicalis)

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Flake ein Berner Septett um die Sängerin Isabelle Ritter spielt sich auf die Popebene. Die Songs sind alle ziemlich süffig, mit etwas Funk durchsetzt. Der grösste Anteil machen aber die Electronicas. Die Musik ist nicht speziell auffällig, hingegen die Stimme der Sängerin. Irgendwo zwischen naiv und abgeklärt, einem jungen unschuldigen Mädchen und einer Popdiva.Flake ist eine Band aus heimischen Landen, aber trotzdem nicht umwerfend.

Fredi Hallauer