LINDA VOGEL

Album: „Maps To Others“ (Radicalis Music)

Die Zürcher Harfenistin veröffentlicht ihr erstes Album. Ja sie hat die Harfe studiert, nein es ist keine klassische oder auch kein Folk Harfenalbum. Linda Vogel hat mit Technik die elektroakustische Harfe noch erweitert und so kann sie ganz neue Klangfarben und sogar Rhythmen mit der Harfe spielen. Mit ihr spielt auf dem Album noch ein Schlagzeuger und sie selber singt oder besser gesagt pflegt den Sprechgesang. Die Texte sind ziemlich philosophisch, aber verständlich. Sie singt, dass Mütter nie sterben, oder zieht die Beziehungsstatistik zu rate, kein Mensch ist eine Insel und weitere solche Texte gibt es beim Zuhören zu hören. Das Lied „Dasii“ ist in Mundart und erinnert an Gedichte von Kurt Marti, Linda Vogel sinniert über das Dasein und Sein lassen. Dieses Album hät viel für die Ohren und das Gehirn bereit, aner auch für die Seele.

Fredi Hallauer

MANTA YOUF

Album; „Vol. 1“ (Irascible)

Das Quartett aus Baden veröffentlicht ihr Debütalbum mit dem Titel, wie könnte es anders sein „Vol.1“. Sie spielen spannende Musik mit Elektro und Gitarren, Schlagzeug zwischen Indie, Ska und Dub. So genau einzuordnen sind sie nicht, was nichts macht, denn das Sounddesign ist umwerfend. Der Gesang, leicht verhallt, kommt hinter dem Schlagzeug und den Beats hervor, die Gitarren und Soundwälle befinden sich noch weiter hinten und geben das richtige Design für den Sänger. Tanzbare Musik mit Psychedelischem .

Fredi Hallauer

MARC SWAY

Album: „Way Back Home“ (Columbia/Sony Music)

Marc Sway tönt kräftig, brasilianisch und sehr tanzbar auf seinem neuen Album. Es sind Erinnerungen an Brasilien, welche Marc Sway stark inspirierten. Teils sind brasilianische Tamboures zu hören. Die satten Beats mit brasiliansichen Rhythmen verleihen der Musik Schwung. Auch der Gesang ist stark und kräftig und nimmt den Antrieb der Beats auf. Neun der zehn Songs sind englisch gesungen und das zehnte ist ein Mundartlied. Marc Sway macht intelligente Popmusik mit einem Schuss World. Alle Songs sind eindrücklich. neben dem Mundartlied gefallen „Way Back Home“ und „18“ sehr gut. Das ist ein weiterer Partyknüller für gute Laune.

Fredi Hallauer

CYRIL CYRIL

Album: „Certaine Ruines“ (Bongo Joe Records)

Die beiden erfahrenen Musiker heissen beide Cyril und kommen beide aus Genf, aber aus verschiedenen Musikrichtungen. Der Eine spielt Saiteninstrumente, der Andere Schlagzeug und Perkussion, beide spielen Orgel und singen. Der Eine kommt vom Folk, der andere vom Jazz und Freejazz. Nun nähern sie sich musikalisch an. Entstanden ist spannende Musik. Die zehn Stücke, gesungen auf französisch und arabisch (der eine Cyril kommt ursprünglich aus dem Libanon) sind eine Mischung aus Folk mit starker Perkussion und einem orientalischen Groove. Es ist erstaunlich was zwei Musiker ohne Elektronik zustande bringen. Cyril Cyril spielen sehr spezielle eigenständige Musik, welche ein gewöhnungsbedürftig ist, aber wenn man mutig eingetaucht ist, kann man diesen Sound geniessen.

Fredi Hallauer

PULL N WAY

Album: „Colours“ (Musikvertrieb)

Die zwei jungen Sängerinnen aus Zug debütieren mit einem zwölf Song starken Album. Der sehr gefällige Radiopop gibt gute Laune. Es sind Elektrodance Nummern, erfrischend, temporeich und für jede Party geeignet, aber auch für den Alltag. Die beiden Stimmen passen sehr gut zueinander und flattern frühlingshaft über den abwechslungsreichen Beats. Aufgenommen und produziert wurde in Melbourne bei einem australischen Produzenten und so tönt es auch international mit der Sonne von Melbourne getränkt und der frischen Brise durchweht, welche in der Stadt manchmal bläst. Endlich wieder mal ein Popalbum das frisch und neu tönt.

Fredi Hallauer

ESKIMO

EP: „Polaroid“ (Musikvertrieb)

Das Berner Duo besingt in ihren Mundartpop Liedern den Alltag. Da geht es um unser Hamsterrad in dem wir im Alltag gefangen sind, um zerbrochene Liebe, um das Leben von Jugendlichen aus der Agglo oder um das Leben von Geburt bis zum Tod. Es sind vier Lieder zu hören und gleich vier Treffer. Der Sound ist für Mundartpop einzigartig. Tanzbarer Pop, aber nicht im Discobeat. Eine grossartige EP.

Fredi Hallauer

TANYA BARANY

Album: „Lights Disappear“ (Waterfall Of Colours)

Die junge Walliser Komponistin und Sängerin mit englischen Wurzeln singt die sieben Songs auf Englisch. Ihre warme Alt-Stimme fällt einem sofort angenehm ins Ohr. Es sind ruhige Songs von ihrer Band gespielt mit dezenter Elektronik, schönen Gitarren und sauberem Beat durch Bass und Schlagzeug. Es geht ziemlich romantisch und auch etwas mystisch schwebend zu, manchmal etwas dunkler. Dazwischen kommt die Musik eigenständig zum Zug und kann es richtig gehen lassen mit Jazz Ausflügen. Dieser Dreampop gehört zur angenehmen Art dem es lohnt zuzuhören und nicht zu der langweiligen Sorte.

Fredi Hallauer