WHO’S PANDA

LIVE: Gurtenfestival 2017

Die Waldbühne wurde dann von Who’s Panda gerockt, einer Rockband aus dem Aargau, welche alles gaben und es kam tolle Stimmung auf. Obwohl sie bereits drei Alben veröffentlichten, kannte sie hier fast niemand, das wird sich aber nach dem kraftvollen Auftritt verändert haben.

CD: „Quiet Man“

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Die Aargauer Indie Rockband hat sich mit ihrem dritten Album weiterentwickelt. Ihr Losgehrock haben sie verfeinert und da und dort etwas dezente Discoelemente beigemischt oder auch etwas ruhigere Songs, vielleicht auch eine Spur trauriger, da offenbar ein paar Bandmitglieder ihrer Liebe nachtrauern. Die Musik ist clever und sehr musikalisch. Der Titelsong bringt die gesamte Mischung auf den Punkt, „Sweet Lips“ dafür den Disco Rock, welcher in die Beine geht. Who’s Panda spielen ganz vorne mit und sie haben es verdient angehört zu werden.

Fredi Hallauer

TRUST

EP: „Trust“ (Universal Music)

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Trust ist eine Kooperation von drei bereits bekannten Musikern/in welche etwas Neues machen. Stress, Gabriel Spahni (Bassist bei Pegasus) und Evelynn Trouble die Popsängerin. Auf der EP sind vier Songs welche überzeugen. Sie gehören in die Sparte tanzbarer Pop mit etwas Electro und Rap. Markant ist vor allem die grossartige Stimme von Evelynn Trouble, dazu natürlich das Songwriting ihrer beiden Kollegen. Der Song „Volcanos“ ist von ihnen, vielleicht geht es einigen ähnlich wie mir, der Song gefällt mir, realisierte aber nicht von wem er ist. Voilà.

Fredi Hallauer

FLEUR

CD: „Homeless“

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Die Nidwaldnerin ist mit ihren jungen Jahren in den verschiedensten Räumen der Musik unterwegs. Auf ihrem Album kommen sind die verschiedensten Stile zu hören. Grundsätzlich ist Fleur eine Musikerin und Sängerin. Sie spielt sehr schön Klavier, lässt aber auch die DJane zum Zuge kommen und haut einem heisse Beats in die Beine. Ihre Stimme ist grossartig und jeweils noch grossartiger, wenn sie sich neben bekannte musikalische Pfade begibt.  Der Opener ist Deutsch gesungen, dann gibt es ein Mundartlied, sonst sind es englische Songs, zu Heimatlosigkeit, zur Beziehung zum Vater, zu Liebe und was das leben so bringt. Die Wirkung des Albums ist langsam aber eindrücklich. Plötzlich hört man jazziges und was für guten Jazz, oder etwas Dance und vieles mehr.Es lohnt sich mit dieser schönen Stimme auf Musikentdeckungsreise zu gehen.

Fredi Hallauer

SEVEN

CD: „4 Colors“ (Sony Music)

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Seven ist mit seinem 10. Album präsent. Genau genommen sind es vier Mini-Alben. Jedes ist nach einer Farbe benannt, welche zu den Songs passt. Begonnen beim traurigen Blue, zum Gelb mit leichtfüssiger Spätsommer Musik, Der groovige, tanzbare Teil Rot und zum Schluss noch Purple welche in die Welt des Funk entführt und als Homage an Prince gedacht ist. Jede Farbe wird mit einem Orchesterteil des Arts Symphonic Orchestra London eingeführt. Das Album ist aufwendig produziert und sehr stimmungsvoll herausgekommen. Seven singt grossartig, seine Stimme kommt mit der gut produzierten Musik gut zur Geltung. Zwei Songs bei verschiedenen Farben sind deutsch gerappt und gesungen, einmal mit Thomas D. und ein andermal mit Kool Savas und Nico Suave, das gibt einen Einschnitt in die Stimmung, in den Fluss des Albums. Um mich richtig zu verstehen, die beiden Songs sind gut, sie bringen einem einfach aus dem Hörkonzept. Dieses Album entwickelt sich bei jedem weiteren Hören.

Fredi Hallauer

 

 

BABA SHRIMPS

CD: „Road To Rome“ (Sony Music)

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Die drei Zürcher Jungs sind auf dem Weg zu Grossem, so kann man den Albumtitel auch interpretieren. Irgendwie sind sie sich treu geblieben und haben sich trotzdem teilweise neu erfunden. Es sind nicht mehr die äusserlichen grossen Popsongs, welche dieses Album ausmachen, sondern das Feine, die Kreativität und die intelligenten Songs. Von der Suche nach den Stadion Hymnen ist nicht mehr viel geblieben, sondern das Ziel sind intelligente Popsongs und da sind sie nahe dran. Musiziert wird von der Wandergitarre bis zu den Synthies, oder mit allem was sie können und was Spass macht. Trotz mehrmaligem Anhören entdecke ich fortwährend wieder neues in diesen Songs, also macht euch auf die Entdeckungsreise.

Fredi Hallauer

SINSIDE

CD: „2017“ (Brownsville Records)

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Das Quintett Sinside um Gitarrist Chris Blum startet neu mit dem alten Namen. Ausser Chris Blum sind alles andere Musiker als 2006. Auf der EP sind vier Rocksongs zu hören, welche direkt aufgenommen wurde. die Band hat als Ziel, Spass zu haben und Spass zu machen mit ansprechenden Songs. Dieses Ziel haben sie erreicht, alles ist OK, mehr aber nicht. Die Kreativität in der Musik hat noch Luft nach oben, Überraschungen gibt es keine und auch dem Songwriting fehlt noch irgend ein Gewürz um noch etwas mehr aus sich zu machen. Live sind Sinside sicher eine tolle Rockband.

Fredi Hallauer

JESSIQUOI

Singles: „The Ice Queen“; „The Nyctophile“; „Rebel“ (Artifacts)

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Die Australierin mit Schweizer Wurzeln (oder umgekehrt), welche in Bern lebt hat nun die dritte Single am Start. Noch dieses Jahr soll ein Album erscheinen und am Gurtenfestival (Samstag 14 Uhr Waldbühne) hat sie ihren grossen Auftritt. Jessiquoi mischt die Berner Underground Szene kräftig auf, mit ihrem Urban Sound. Sie vermischt Elektro mit Hip Hop und World. Beschreiben kann man das nicht wirklich, aber es fährt ungeheuerlich in die Beine und pustet den Kopf durch. „Rebel“ ist die neueste Single und auch die ausgereifteste. Von Jessiquoi wird man noch viel hören.

Fredi Hallauer