DISCOSASTER

CD: „Truth And Other Lies“

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Die elfköpfige Band aus Bern, Zürich und Luzern soulen und funken sich durch vierzig Minuten eigene Songs. Da ist wirklich alles dabei was in den 80iger Jahren im Funk, R’n’B und Soul zu hören war. Die Band spielt sich in einen richtigen Rausch mit einem guten Leadsänger, Gitarren, Bläsern, Drum, Perkussion und Backgroundgesang. Musik zwischen Glamour und Elend. Das ist Musik mit viel Groove und für das Tanzbein.

Fredi Hallauer

 

HANRETI

CD: „Deep Sea Dream“ (Little Jig Records)

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Die Luzerner Band hat bereits ihr drittes Album eingespielt. Die Musik lässt sich nirgends einordnen. Hüpfende und schleppende Beats, unregelmässiges prägen den Rhythmus, dazu die verschiedensten Instrumente, Chöre und immer wieder leise verblüffende Soli eines Instrumentes. Schwachpunkt ist der Leadgesang, welcher oft leidend und schleppend ist, nicht immer ganz sauber intoniert und auch die englische Aussprache hat noch Entwicklungspotenzial. Ansonsten ein Album welches beim öfteren Hören Qualitäten entwickelt.

Fredi Hallauer

EGOPUSHER

CD: „Blood Red“ (Irascible)

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Das schweizerische-deutsche Duo aus einem Drummer und einem Geiger machen bestechende Musik. Neben ihren Hauptinstrumenten setzen sie Elektronik gekonnt ein. Das Ergebnis darf sich hören lassen. Häufig hat die Musik einen Beat, einen Rhythmus und dann wieder mehr Ambient. Die Klänge starten das Kopfkino und lassen einem in die eigenen Träume entgleiten. Das ist cleverer Sound und erst noch gut gemacht.

Fredi Hallauer

JON HOOD

CD: „Body Semantic“ (Red Brick Chapel(Irascible)

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Das Trio lässt es irgendwie daher folken. Zwei Gitarren ein Schlagzeug/Perkussion und drei Stimmen, eine Frauenstimme als Lead sind vorhanden. Die Songs haben etwas sehr schönes an sich. Schade ist, dass die Stimme so verhallt und getunt wurde und so wirkt dann das Album etwas luftig und abgehoben. Der Gesang ist oft auch etwas stark im Hintergrund. Schade

Fredi Hallauer

PAMELA MENDEZ

EP: „World Of Nothing“ (Radicalis)

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Pamela Mendez ist zurück und erfand sich neu. Ihre starken Songs mit einer kräftigen Stimme wollen uns etwas sagen, und verlangt ein Zuhören. Die Musik dazu ist nicht mehr von der Gitarre dominiert, sondern sie variert bei den vier Songs von Elektronik bis zu jazzigen Ausflügen. Pamela Mendez im Ohr behalten ist mein Vorschlag.

Fredi Hallauer

MONOGLOT

CD: „Wrong Turns And Dead Ends“ (Radicalis)

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Beim Anhören dieser Musik hat man wirklich manchmal das Gefühl, dass da falsche Abzweigungen und Sackgassen entstanden sind, aber es gibt immer wieder eine Lösung. Monoglot sind ein Quintett mit Musikern aus der Schweiz, Deutschland und Island. Es ist instrumental was sie hier zum Besten geben, mit zwei Tenorsaxophonen, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Sie bewegen sich musikalisch zwischen Jazz und Avantgarde und manchmal Ambience. Der Sound ist sehr ausgeklügelt, manchmal überkommt einem das Gefühl, dass es etwas mit Mathematik zu tun hat. Sehr spannende Musik.

Fredi Hallauer

THE DEADLINE EXPERIENCE

CD: „Messy Places“ (In A Hurry Records/Irascible)

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Das Quartett aus Nyon tönt nicht so unordentlich wie der Albumtitel. Im Gegenteil das ist ziemlich aufgeräumte Musik. Ihr Indierock bekam eine tüchtige Prise Pop zugesetzt und so spielen sie nun zwischen Indierock und Indiepop. Die Leadstimme ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die etwas jammernde Stimme hat aber durchwegs seinen Reiz und entwickelt bei mehrmaligem und längerem Hören eine spezielle Atmosphäre, welche gut zu den Gitarren der Band passen. The Deadline Experience ist ein durchwegs schönes Album gelungen.

Fredi Hallauer