NEMO

EP: „Fundbüro“ (Bakara Musik)

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Nemo ist vor seiner Pause nochmals zurück mit fünf neuen Liedern. Textlich drehen sie sich um die Liebe, die Frauen, welche ihm den Kopf verdrehen, die Suche nach sich und den Mensch als Kunstwerk. Musikalisch tönen alle Lieder ziemlich ähnlich. Er hat sich zusammen mit Dodo dafür entschieden diese Lieder mit Reggae Einflüssen zu machen. Nun tönt er sehr nah an Lo & Leduc.

Fredi Hallauer

STEREO LUCHS

Album: „Lince“ (Island Records/Universal)

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Stereo Luchs singt in Mundart und die Musik ist Dancehall und verwandte Stile. Eine solche Mischung haben andere auch schon gemacht und sie hat oft ein kleines problem, nämlich dass der Flow dieses Stils nicht optimal zur Mundart passt, oder umgekehrt. So wird es relativ schwierig die Texte zu verstehen, aber genau das will Stereo Luchs. Die Texte darf man und soll man auch verstehen denn schlecht oder nichts sagend sind sie nicht. Stereo Luchs erzählt vom Alltag, von der Liebe und das versucht er auf eine etwas andere Art. Beim öfteren hören versteht man immer mehr. Schön wäre in diesem Falle auch, wenn die Texte im Booklet wären.

Fredi Hallauer

 

KUMMERBUBEN

Album: „Krabat“

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Ja richtig Krabat ist das Jugendbuch von Otfried Preussler. Nun spielt es dann das Konzert Theater Bern als Märchenaufführung. Die Musik wurde den Kummerbuben in Auftrag gegeben, welche auch im Theater als Musiker und Schauspieler auf der Bühne stehen werden. Das musikalische Resultat liegt hier vor. Teils sind die Texte entstanden aus Sätzen von Preussler, andere folgen einfach der Geschichte. Es sind spannende Texte die auch unabhängig vom Theater gehört werden können, vielleicht mit dem Wissenum was es in der Geschichte geht.  Musikalisch ziehen die Kummerbuben alle Register, da ist es mal mystisch, dunkel und magisch, dann erklingen typische Kummerbuben Klänge wie beim „Mühlirad“ und dann eher wie ein Choral. Diese CD ist überraschend, vielseitig und etwas vom Besseren was die Kummerbuben in letzter zeit aufgenommen haben.

Fredi Hallauer

SWISS JAZZ ORCHESTRA feat. MICHAEL ZISMANN

LIVE: Tribute Night Astor Piazzolla im Bierhübeli am 4.Dezember 2017

Bild Fredi Hallauer

Einen Abend nur Astor Piazzolla und das von einem Jazz Orchestra gespielt, ein Ohrenschmaus. Teils spielte das Orchestra ohne Bandoneon und als volles Orchester, dann wieder das orchestra aber fast nur mit Solisten, Orchestra mit Michael Zisman kräftig oder Michael Zismann fast als Tango Orchester mit Piano, Bass, Schlagzeug zumindest über weite Strecken eines Stücks. So gab es in den zwei Stunden Musik grosse Abwechslung. Der Klangkörper Swiss Jazz Orchestra überzeugte, die Arrangements waren bereits bestehende und gaben keinen Anlass etwas daran zu kritisieren, Michael Zisman kam mit dem Swiss Jazz Orchestra zurecht. Ein kleines Haar im Sound habe ich gefunden, wenn das Orchestra volles Rohr spielte und das Bandoneon dazu, hörte man das Bandoneon nicht mehr, aber das war nur bei Schlussakkorden der Fall. Wer nicht da war, hat etwas verpasst.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

SONJA MARIA

Album: „Last Chance Texaco“

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Die Sängerin aus dem Zürcher Oberland hat sich mit ihrer Band an ein Solo Projekt gewagt. Sie wird mit akustischer Gitarre, Perkussion und Bass begleitet und zwei der Musiker übernehmen auch die Backing Vocals. Sonja Maria spielt ebenfalls akustische Gitarre und singt. Die Besetzung zeigt es klar, es ist ein Folkalbum. Musikalisch ist alles sauber gespielt und auch die Chorteile überzeugen. Das Repertoire umfasst nach meinem erkennen alles Cover aus dem Pop- und Folkbereich (leider sind auch auf der Homepage die Credits nicht komplett angegeben). Die Stimme von Sonja Maria ist stark, aber nicht immer ganz sauber oder ganz sicher. Manchmal bricht sie auch etwas ein. Ein schönes Album mit Schwächen.

Fredi Hallauer

GRANULAR

Album: „XI“ (Little Jig Records)

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Die Luzerner Band hat eine Vorgeschichte bzw. mal einen anderen Namen, aber jetzt sind sie Granular und wir blicken nicht zurück und nehmen den Namenwechsel ernst, was auch immer dahinter steht. Granular ist ein Quartett welches typischen Indie Pop spielt, alles schön sauber und geordnet und das bis zum Schluss ohne Schwächen. Mir kommt das Album etwas gleichförmig daher und es eignet sich sehr gut einfach so zum Anhören.

Fredi Hallauer

LONG TALL JEFFERSON

Album: „The Golden Ticket Session“ (Red Brick Chapel)

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Er ist wohl einer der produktivsten Musiker der Schweiz, Long Tall Jefferson. Auf seinem neuen Album sind neun Songs zu hören. Wiederum alles schlichte Songs mit Gitarre und Stimme. Die Stimmung der Songs ist eher melancholisch, herbstlich, der Rhythmus doch ziemlich bewegt und auch spannend. Es gibt viel zu entdecken in diesen Liedern, neben den Texten ist dies das variationsreiche Gitarrenspiel. Die Inhalte der Songs handeln vom Unterwegs sein und sind wahrscheinlich auf den vielen Reisen von Long Tall Jefferson entstanden. Ein schönes schlichtes Folk Album.

Fredi Hallauer