NAKED IN ENGLISH CLASS

Album: „Selfing“ (Ikarus Records/Radicalis)

Unknown.jpeg

Hinter diesem seltsamen Bandnamen steckt ein Duo, genau genommen ist es Olifr M. Guz von den Aeronauten und Taranja Wu von den Ruby Amp. Sie treiben den Elektroblues weiter mit sägenden Gitarren, Maschinen Lärm und Gesang der tönt wie Abba in der Hölle. Es ist fröhliche Zerstörung und viel Obskures was es hier zu hören gibt. Die Geschichten und Texte sind ebenfalls sehr eigenwillig. Diese Musik macht Spass und wer die Aeronauten mag durch irgend ein Trash Filter gedreht, der wird hier seinen Spass auch haben.

Fredi Hallauer

APHROTEK

Album: „Stories“ (Beyond Groove Records/Irascible)

Was Aphrotek , der junge Schweizer Produzent hier musikalisch auf sein Debütalbum packt ist eine Wucht. Eliyah Reichen steckt hinter dem Namen Aphrotek und er arbeitete zusammen mit Leuten wie Meshell Ndegeocello, Donny McCaslin von der Bowie Black Star Band, Mike Ladd eine Spoken Word Legende und vielen weiteren Namen, welche alle zu hören sind. Entstanden sind eigenwillige Stücke moderner Popmusik mit Biss. Diese Musik hat Power und Drive und man bekommt kaum genug davon. Es braucht eine kurze Angewöhnungszeit denn solche Musik ist ungewöhnlich und doch eine faszinierende Spielart von Jazz.

Fredi Hallauer

SIM’S

Album: „Il Reste La Chaleur“ (Escudero Records/Disques Office)

Unknown-2.jpeg

Sim’s ist Simon Seiler und bereits in der Schule sagte man ihm Sim’s, das ist nun sein Name als Rapper. Er stammt aus dem Kanton Neuenburg und rappt darum französisch. Er macht das nicht einfach mit einem DJ, sondern mit einer ausgewachsenen Band. Dieses Album ist bereits vor einiger Zeit erschienen, ich entdeckte ihn aber erst am Zermatt Unplugged 2018. In diesen Wochen erscheint sein neues Album, welches auch hier besprochen werden wird.  Sim’s gibt ziemlich Dampf beim rappen und nichts tönt nach Jugendlich, es ist Rap für Erwachsene, eben die Kinder der 80iger Jahre. Die Texte sind ebenfalls erwachsen und der Sound ist wirklich cool. Er rappt über die Alltagsprobleme , über die Zukunft, die Stimmung vor dem Gewitter und auch um die Liebe. ein gelungenes Album.

Fredi Hallauer

CAT’S EYE

Album: „Curves Of A Straight Light“ (Phonag Records)

bb1e879c2b0a8fb1252401f2620fb4f66b5f18a9.png

Cat’s Eye kommt aus Fribourg und heisst bürgerlich Benoit Perriard. Er ist Multiinstrumentalist und Sänger mit einer buttertweichen Stimme. Gerry Leonard spielt die Gitarren und hat produziert. Er ist bekannt von Produktionen mit David Bowie, Suzan Vega und weiteren Grössen. Das Resultat ist Singer/Songwriter Pop mit Feenlandschaften unterlegt und magischen elektrischen Gitarren illustriert. Etwa so versponnen wie die Musik tönt kommen auch die Texte an. Die weiche Stimme gibt einen guten Kontrast zu dem Schlagzeug und den Bässen ohne gerade eine Faust aufs Auge zu sein. Cat’s Eye spielt da sehr innovativen Sound mit guten Songs.

Fredi Hallauer

 

PEDRO LEHMANN

EP: „Agony I“ (Radicalis)

e65cb9a9-1183-49b6-bc58-0a70b073e4c2.jpg

Pedro Lehmann ist neuerdings ein Trio aus dem Kanton St.Gallen. Sie veröffentlichen eine Triologie Agony I – III. Hier ist der erste Teil, drei Songs/Musikstücke mit einer Soieldauer von 18 Minuten. Der Gesang ist leidend und zugleich anklagend, es geht um die Qual einer abwesenden Liebe und alles Leiden was damit einhergeht. Die Musik ist elektronisch, aber nicht nur und sehr clever gemacht. Das ist modernes Singer/Songwriting und dabei entstanden Songs welche unter die Haut gehen.

Fredi Hallauer

PASCAL GEISER

Album: „Lucky Man“ (CeDe.ch)

Album+Cover+175px.jpg

Der Mann aus dem Kanton Solothurn ist ein grosser Bluesmusiker. Er gewann verschiedene wichtige Blueswettbewerbe im In- und Ausland und legt nun sein Debütalbum vor. Aufgenommen wurde es in den USA mit hervorragenden Studiomusikern. Pascal Geiser ist Sänger, Gitarrist und Bluesharp Spieler. Sein musikalisches Spektrum geht durch den Blues von ganz Amerika. Da gibt es Chicago Blues zu hören, New Orleans Swamp Blues, aber auch Midwest Blues und Texas Blues. Die Stimmung ist meistens fröhlicher Blues. Ob es das gibt, ja klar, sonst bei Pascal Geiser anhören. Er zeichnet sich auf diesem Album vor allem als guter Sänger und Bluesharp Spieler aus. Mit Pascal Geiser ist die Schweiz um einen sehr guten Bluesman reicher.

Fredi Hallauer

VERONIKA’S NDIIGO

Album: „Fly“ (Veronika Stalder/Irascible)

Unknown-4.jpeg

Diese Musik bringt einem irgendwo auf eine Wiese, Sonnenschein und mit vielen Schmetterlingen. Die Band Veronika’s Ndiigo besteht aus Veronika Stalder (Gesang, Gitarre, Geige), Prince Moussa Cossokho (Kora, Gesang), Oli Hartung (Gitarre), Antonio Schiavano (Bass) und Samuel Bauer (Perkussion, Gesang). Da trifft Folk, World und Jazz aufeinander. Die schöne Stimme von Veronika Stalder passt gut zu den Tönen der Kora, auch sonst setzt sie die Stimme häufig als weiteres Instrument ein. Die Musiker spielen einen unverkennbaren Stil mit vielen Verzierungen, Schlenkern und Rhythmuskapriolen und doch ist alles schlicht und nichts überladen. Musik die einem verzaubert.

Fredi Hallauer