BASCHI

Album: „1986“ (Universal Music)

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Baschi ist wieder da. Es gibt vielleicht kein anderer Schweizer Mundartrocker, welche so beliebt oder eben so unbeliebt ist. Baschi weiss das und sein erstes Lied auf dem Album handelt von dem. Mit viel Selbstironie lässt er von Büne Huber, Hecht, Dabu Fantastic, Gigi Motto, Fabienne Louves und einigen mehr singen, was er für ein Angeber und Versager ist, genau das was man auch hört. Die anderen zehn Lieder des Albums beweisen aber, dass dem nicht so ist. Baschi geht nicht mehr auf den grossen Hit aus, er singt von seinen schönen Erinnerungen im Leben. Die Texte der Gesang und die Musik ist abgeklärt, nicht weinerliches, auch keine Wut. Schöne Mundart Poprocksongs denen etwas mehr Dreck gut getan hätten, mit Ausnahme des ersten Liedes.

Fredi Hallauer

DEAN WAKE

EP: „Everything Quiet“ (Irascible)

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Das Berner Quartett hat für ihre zweite EP vier neue Songs aufgenommen. Stilistisch sind sie schwierig einzuordnen, wahrscheinlich trifft es Alternative Rock am Besten. jeder Song ist anders. Die EP beginnt melancholisch, wird dann tiefgründig rockig und dazwischen wird der Gesang recht wütend. Den tollen Sound produzieren sie mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug plus Gesang. Eine EP die spannend tönt.

Fredi Hallauer

REDWOOD

Album: „Redwho…?“ (Phonag Records)

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Diese Frage scheint berechtigt, wer ist Redwood?. Seit 5 Jahren war es still um sie, nun ist das Power Quartett wieder zurück mit einem Album und bald auch auf den Bühnen. Redwood spielen zeitgemässen Rock mit Popeinflüssen. Die Sängerin mit ihrer hohen klaren und kräftigen Stimme, bildet einen schönen Kontrast zu den Gitarren und dem Bass. Sie versucht nie die Rockröhre zu sein, nein sie singt und die anderen rocken. Wohltuend sind die popigeren Songs, oder wenn sogar mal der HipHop und Rap durchschlägt, ohne sich mit diesem Genre anzubiedern. Ein vielseitiges Album das gute Stimmung verbreitet.

Fredi Hallauer

SCHWEIZER POWERN

Album: „Landnotiz“ (Zytglogge)

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Die Schweizer Powern, lies Schweizer Bauern, aus dem Oberargau überraschen mit einem erfrischend pointiertem Album, was den Text betrifft. Die fünf Männer singen alle und spielen die klassischen Instrumente einer Rockband. Musikalisch sind sie im Mundart Rockpop einzuordnen. Die Musik rumpelt herrlich daher, dazwischen holpert es auch einmal, aber auf den Hof eigenen Wegen ist das ja so üblich. Mit den Texten treffen sie dafür voll ins Schwarze. Da gibt es Lieder vom Bauernleben und dies auch von den Schattenseiten. Diese Lieder sind sehr poetisch. Dann gibt es aber Lieder, welche politisch treffen. Sehr schön ist das bei „Freiheit“, „Radioversion“ oder „Greti u Peti“ zu hören. Da geht es nicht um nationalistische Politik, sondern im Gegenteil. In anderen Liedern kommt auch das Geld versus Glück und natürlich auch die Liebe zur Sprache und das in dem Lied mit Sprachwitz, Ironie und Poesie „Tombola“. dieses Album muss man anhören, ich nehme an, dass dies im Radio selten bis nie möglich ist, höre „Radioversion“.

Fredi Hallauer

SOPHIE HUNGER

Album: „Molecules“ (Supermoon/Caroline International/Universal)

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Sophie Hunger meldet sich mit einem neuen Album zurück, diesmal aus Berlin wo sie hingezogen ist. Ihre Vielsprachigkeit hat sie bei diesem Album aufgegeben, die elf Songs singt sie in Englisch. Musikalisch hat sie sich auch von den Instrumenten getrennt und ihre ganze musikalische Begleitung ist elektronisch. Wer sich da nun etwas eintöniges oder mainstreamiges vorstellt liegt falsch. Diese Musik ist sehr interessant und spannend, wenn man mit dem Hören des Albums beginnt sogar aufregend. Sophie Hungers Stimme klingt sehr schön und die Lieder sind melodiös und schmeicheln sich richtig in die Gehörgänge. Dieses Zusammenwirken des schönen Gesangs mit der interessanten Elektronik ist das Geheimnis dieses Albums, warum es nicht tönt wie andere. Zugegeben, am Anfang ist wie mit einer Fahrt auf dem Rummelplatz mit einer wilden Bahn, es kribbelt so herrlich in der Magengegend, je länger die Fahrt geht, je mehr nimmt das kribbeln ab.

Fredi Hallauer

LOS GATILLOS

Album: „Los Gatillos“ (Gutfeeling Records/Irascible)

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Das Trio besteht aus Pierre Omer (u.a. Dead Brothers), Money B. (Hells Kitchen) und Fred Raspail aus Genf und Lyon. Alle drei singen und sechs Hände spielen die Instrumente. Gesungen wird in Englisch, Deutsch und Französisch. Musikalisch kommen die drei von etwas verschiedenen Stilrichtungen mit mehr Folk, oder mehr Blues oder dem Swing. Zusammen lassen sie diese Schubladen liegen und machen einfach Musik mit viel Spass, etwas gespenstig manchmal, vielleicht passen sie in die Schublade Folk Noir. Entstanden sind Los Gatillos aus Spass und plötzlich hatten sie genügend Songs für ein Album. Der Spass scheint immer noch da zu sein und die Qualität von guten Songs ebenfalls.

Fredi Hallauer

SEREJ

Album: „I Hane Idee Gha“ (Equipe Music)

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Ja genau es ist der Serej, welcher man von der Chlyklass kennt. Aber hier kommt kein weiteres Rap Soloalbum sondern etwas Anderes. Serej hatte schon immer ein Faible für Mani Matter Lieder und er kann Klavier spielen. So sang er zu seiner Klavierbegleitung Mani Matter Lieder, für sich und seine Freunde. Dabei entstanden dann eigene Lieder in der Art von matter Lieder. Serej sagt nicht er sei der neue Mani Matter, er liess sich von ihm beeinflussen. Herausgekommen sind zehn Lieder mit 24 Minuten Dauer. Es ist sehr schön wie er da reimt und mit den Worten spielt. Am stärksten an Mani Matter erinnert „Eigetlich“. Das ist ein Album das viel Beachtung verdient.

Fredi Hallauer