LINARD BARDILL

Live: In der La Cappella, Bern am 16.11.2017

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Linard Bardill, der Bündner Liedermacher blickt mit seinem neuen Programm auf die letzten 33 Jahre zurück. Er begann das Konzert mit dem Lied „Tamangur“, von der alten Arve. es folgten dann ein paar seiner hochdeutschen Lieder, bevor er auf die Mundartlieder wechselte. Linard Bardill verstand es vortrefflich die Zeit und die Situationen anschaulich zu erklären und zu den nächsten Liedern zu verbinden. In der zweiten Hälfte des Konzertes erzählte er vom kleinen Buddha und wie er sein Verhältnis  zu vielen Themen verändert hat. Es entstanden die Bettkanten Konzerte in den Kinderspitälern und auch die Kurse, Sterben für Anfänger. Von den beliebten Liedern der Bettkantenkonzerten sang er einige und natürlich erzählte er auch die Geschichte vom Doppelhas der sterben wollte. Es war ein sehr eindrücklicher und unterhaltsamer Abend mit Momenten zum Schmunzeln und zum Nachdenken.

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Fredi Hallauer

BORDEAUX LIP

Album: „Colourgraded“ (Radicalis)

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Die Ostschweizer Band ist wieder da, nach dem Scheitern von Loreley And Me. Sie sind bitterbös aber überzuckert, sowohl textlich wie auch musikalisch. Da geht es Postpunk mässig zur Sache, dazu ziehen sie alle Register die sie können, nur die Elektronik lassen sie ziemlich aus. Dieses Album geht ab, ob das musikalisch oder textlich ist. Das Flüchtlingsthema nehmen sie auf, aber aus den Augen eines Flüchtlings, aber auch paradoxe philosophische Fragen werden durchgenommen. Bordeaux Lip ist auf eine Art zuckerig und die andere Art bitter.

Fredi Hallauer

FLAKE

Album: „Flake“ (Radicalis)

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Flake ein Berner Septett um die Sängerin Isabelle Ritter spielt sich auf die Popebene. Die Songs sind alle ziemlich süffig, mit etwas Funk durchsetzt. Der grösste Anteil machen aber die Electronicas. Die Musik ist nicht speziell auffällig, hingegen die Stimme der Sängerin. Irgendwo zwischen naiv und abgeklärt, einem jungen unschuldigen Mädchen und einer Popdiva.Flake ist eine Band aus heimischen Landen, aber trotzdem nicht umwerfend.

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WOLF WOLF

Album: „The Crypid Zoo“ (Lux Noise Records)

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Wolf Wolf ist eine Rock’n’Roll Band, eigentlich ein Duo, welches nicht jedermanns Sache ist. Es geht um Party um Effekte und Wortfetzen die lustig sein sollen, aber eigentlich ist alles trotzdem etwas brav oder schon öfter gehört. Die Musik geht ab ist rockmässig gespielt aber nach ein paar Songs hat man das ganze gehört. Eine CD welche man nicht unbedingt braucht.

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JAMES GRUNTZ

Live: Bierhübeli Bern am 10. November 2017

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James Gruntz und seine neue Band, vier Musiker, boten ein Konzert der Spitzenklasse im Bierhübeli. Klar sie sind mit den Songs des neuen Albums unterwegs und alten Songs dazu, das reicht aber noch nicht für die Spitzenklasse. Die Songs wurden mit viel Musik, lies Instrumentalteilen oder Gesangsmuster angereichert die sehr grandios waren. Dann durften die Musiker immer wieder solieren, auch der Schlagzeuger. Obendrauf kam noch der fünfstimmige Gesang, also James Gruntz und alle vier Musiker. Das Loop Gerät wurde nur ganz wenig eingesetzt. es galt was James Gruntz am Anfang sagte, die Musik die wir hören ist auf der Bühne live gespielt. Dieser Abend bestand wirklich fast ausschliesslich aus Musik und die drei bis vier Ansagen waren sehr kurz. Das Publikum machte mit ohne explizit dazu aufgefordert zu werden und es war eine sehr gute Stimmung. James Gruntz ist ein sehr guter Live Act.

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Fredi Hallauer

LOWER PINK

EP: „Young“ (Radicalis)

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Lower Pink präsentiert vier weitere Songs in bester Singer/Songwriter Art. Schönes Spiel auf der akustischen Gitarre begleiten den warmen Gesang der Baritonstimme. Im Hintergrund gibt es ab und zu etwas elektronische Klänge, aber von elektro zu sprechen wäre übertrieben. Was wir hier zu hören bekommen ist sehr schön und auf mehr darf man gespannt sein.

Fredi Hallauer