CARROUSEL

Live: Filigran Tour in der La Cappella, Bern, am 14.November 2018

Bild Fredi Hallauer

Die La Cappella verwandelte sich in ein Konzertlokal mit Stehplätzen, das Mischpult stand mitten im Raum und die Bühne und der Saal füllten sich mit Nebel von der Nebelmaschine. Bald traten Carrousel auf die Bühne, das Duo unterstützt von einem keyboarder und einem Schlagzeuger. Am Anfang übernahm der Gitarrist und Sänger den Lead und machte ein paar Ansagen in charmantem Deutsch, aber bald wechselten die Ansagen zur Sängerin und zu Französisch. Später wechselten sie sich ab. Die Lieder waren alle französisch mit einer Ausnahme, aber dazu später. Die Band versprühte sofort gute Laune, verlängerte den Sommer, da es im Jura wo sie herkommen keinen Nebel gibt und alles mit viel französischem Charme und Schalk. Live geht es ziemlich ab und das Konzert konnte man fasst ganz durchtanzen. Die grosse Musikalität begeisterte das Publikum, die Sängerin Sophie spielte, Akkordeon, Keyboard, Melodica, Glockenspiel, Xylophon und Musikdose. Das Repertoire umfasste die 9 Jahre welche das Paar unterwegs ist. Das Publikum war begeistert und sang und pfiff mit. Dazwischen sangen sie ein Lied auf Deutsch und das deutlich und gut, es war „Auf Wolke 4 mit dir“, welches sie unterwegs oft gehört haben. Carrousel bot einen unvergessliches Konzert.

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Fredi Hallauer

KLAUS JOHANN GROBE

 

Album: „Du Bist So Symmetrisch“ (Trouble In Mind/ Irascible)

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Das Zürcher Duo ist wiederum bei dem amerikanischen Label mit ihrem neuen Album.  Die Musik hat sich leicht verändert oder besser gesagt, die Grenzen zwischen den verschiedenen Stilen welche sie spielten ist verwischt oder sogar weggeblasen. Die orgel hat der Gitarre Platz gemacht und ein neuer Synthesizer kommt zum Einsatz. Geblieben ist die tolle Tanzmusik, lies Disco und Elektropop mit deutschen Texten aus dem Alltag oder auch mal etwas spacige Texte. Spass macht diese Musik und man muss unweigerlich dazu tanzen.

Fredi Hallauer

GELGIA CADUFF

Album: „Heartstrings“ (Mädchen für alles)

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Die Frau, welche im Schwarzbubenland wohnt, verblüfft auf der ganzen Linie mit ihrem neuen Solo Album. Ihre Musik ist stilistisch nicht genau einzuordnen, die grosse Kiste wo sie hineinpasst ist Rock.  zu hören sind Einflüsse aus Gothic, Alternative, Dark, aber auch Pop und eine Spur Klassik. Sie spielt viele Instrumente selber, auf dem Album die Violine, den Büchel und den Gartenschlauch, sonst wird sie von exzellenten Musikern begleitet. Das herausstechendste ist die Stimme und der Gesang von Gelgia Caduff. Da geht es mal kräftig und in der Stimmlage Alt zur Sache, dort schwingt sie sich in den Sopran und an einem anderen Ort umschmeichelt sie die Ohren. Ihre Texte haben Aussagen, teils über die Musik und Geschichte der Schweizer Pop- und Rockmusik. Dieses Album ist ein Hochgenuss und eines welches unter die Besten des Jahres 2018 zählt.

ANDY F.

Album: „Morbus Google“ (Beste Sonne)

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Andy F., der Liedermacher aus Zürich besingt die virtuelle und reale Welt der Mitmenschen. Die Texte sind sehr ansprechend und sehr treffend. Es geht um Liebe, um die verschiedensten Nachrichten die wir täglich über die Neuen Medien erhalten, das Partyvolk in Zürich, oder um Gedächtnisverlust und Einiges mehr. Musikalisch kommt das Album ebenso ansprechend daher. Er selber spielt Gitarre, seine Musiker blasen Trompeten, spielen das Schlagzeug und noch so dies und das. Immer bleibt die Stimme ganz im Vordergrund und sehr gut verständlich. Für mich ist Andy F. eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

ZID

EP: „00.01“ (Sony Music)

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ZID ist ein Mundartmusiker, welcher sich in noch unbekanntere Gebiete des Mundartpop begibt. Das ist urbane Mundartmusik, zeitgemäss und eingängig. ZID ist musikalisch und textlich direkt und da ist nicht experimentelles oder gekünsteltes zu hören. Die fünf Lieder sind vielversprechend für eine erste EP. Man darf gespannt sein was noch kommt von ZID. Da bleibt es nur seine eigene Liedzeile zu zitieren „Gimmer meh“.

Fredi Hallauer

BASTIAN BAKER

Album: „Bastian Baker“ (Phonag Records)

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Das ist Bastian Bakers viertes Album. Diesmal hat er nicht alle Songs alleine geschrieben, sondern verschiedene Co-Schreiber gehabt bei einem Teil der Songs.  Zu hören gibt es nun ein hervorragendes Popalbum mit Musik und Songs wie man sie von Bastian Baker gewohnt sind. Das sind sicher keine grossen Innovationen. Er versucht nicht die Popmusik neu zu erfinden, sondern er versucht die gängige Popmusik zu perfektionieren, was ihm zu einem guten Stück gelingt. Die meisten Songs sind Up-Tempo Nummern, aber auch ein paar Balladen sind dabei. Dieses Album ist sehr gut tanzbar und wird die Herzen, vor allem von Frauen, erfreuen. Die nächste Party ist gerettet.

Fredi Hallauer

BUBI EIFACH

Album: „Album 4“ (Sound Service)

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Ja ihr habt richtig gezählt, Bubi liegt falsch aber extra. Es ist sein drittes Album, da ihm aber gesagt wurde, dass das dritte Album das schwierigste Album ist, hat er es einfach übersprungen. Vielleicht ist es aber trotzdem schwieriger als die beiden ersten Alben. Musikalisch ist Bubi Eifach noch dreckiger geworden. Die Gitarren reiben sich manchmal förmlich aneinander und auch sonst werden sie rau gespielt, was einen herrlichen Höreffekt gibt. Genauso geht es mit den Texten. Bubi Eifach erzählt weiterhin viele Geschichten, aber von Menschen denen es dreckig geht, oder von Situationen die schwierig auszuhalten sind. Bubi Eifach ist ein tolles eher düsteres Album gelungen, aber mit viel Energie.

Fredi Hallauer