DODO

CD: „Pfingstweid“ (Sony Music)

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Dodo der „Zürimaa“ und Produzent von vielen Hits mit Steff la Cheffe, Lo & Leduc, Nemo und Studiokollege von Dabu Fantastic, muss aus seinem Studio ausziehen, da das Gebäude abgerissen wird. Nun hat er eine letztes Album dort aufgenommen mit den MusikerInnen, mit welchen er immer gearbeitet hat. Es ist ganz klar das Album von Dodo und die anderen wirken als Gäste mit. Es sind das: Rita Roof, Dabu Fantastic, Lo & Leduc, Marc Sway, Steffe la Cheffe, Nemo, De Luca und Carla Puccini. Es ist ein ganz klares Reggae Album mit herrlichen Vibes, mal schneller mal langsamer. Die Lieder in Mundart erzählen alle auf ihre Art vom Studio, der Liebe dazu, dem siebten Jahr (er war 7 Jahre dort), der Wunde oder dem entstehenden Betondschungel. Beim letzten Song dankt Dodo allen, welche halfen seinen Traum zu verwirklichen. „Zürimaa“ ist auch dabei, ich weiss nicht ob das heisst dass Dodo nch Bern kommt zu den schönen Mädchen. Dieses Album ist einerseits ein Stück Zeitgeschichte, aber auch ein wunderschönes Stück Reggae.

Fredi Hallauer

PATRIC SCOTT

CD: „Paint Me Back“

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Der Schweizer Sänger Patric Scott geht mit seinem neuen Album einen weiteren Schritt vorwärts. Schon der erste Song packt einem mit einer schnellen funkigen Nummer, auch HipHop fliesst hinein. Dann gibt es aber auch samtigen Soul der sich in die Gehörgänge schmeichelt oder verführerischer Pop , aber immer wieder Uptempo. Musikalisch werden alle Register gezogen mit Bläsern und tollen Chören und Background SängerInnen. Seine Stimme verursacht buchstäblich Hühnerhaut, weil sie so gut ist und die Songs packen, egal ob schnell oder langsam, funkig oder soulig.

Fredi Hallauer

FABER

CD: „Sei ein Faber im Wind“ (Universal)

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Faber hat nun sein erstes komplettes Album. Der junge Zürcher machte bereits an den Open Airs Furore mit seinen eigenwilligen deutschen Texten. Auffällig beim Anhören der CD ist ebenfalls seine sehr gute und clevere Musik, welche die Lieder toll unterstützt und sehr eigenständig ist. Schon alleine der Musik zu lauschen ist ein Genuss. Der Gesang von Faber ist nicht immer sehr gut verständlich, es braucht mehrmaliges Hören, da die Artikulation da und dort verwaschen ist. Aber das ist so müssig wie über den Gesang von Bob Dylan zu diskutieren. Faber ist ein Texter, welcher einerseits grosse Würfe bei seinen Texten hat, im Hand um drehen aber ziemlich Pubertär wirkt. Ok, er singt ja vielleicht eher für die Pubertären. Beginnen wir mit einem Beispiel von den schwachen Texten. Das ist „Wem du’s heute kannst besorgen“, ich glaube der Titel sagt schon viel. Einige wunderschöne Liebeslieder und Anti-Liebeslieder sind dabei und ein paar herrliche zynische, böse, aber wahre Texte. Auffallend ist da „Wer nicht schwimmen kann der taucht“. Hier singt er wie er vom Liegestuhl zuschaut wie die Flüchtlingsboote untergehen. Machen wir ja alle irgendwie, vielleicht eher vom Sofa im Fernsehen oder zumindestens wissen wir davon. Faber gehört sicher zu den grossen neuen Lyrikern der Schweiz, welcher noch grosses Entwicklungspotenzial hat, kein Wunder in dem noch fast jugendlichen Alter.

Fredi Hallauer

SKOR

CD: „Gang“ (Bakara Music/Universal)

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Der Rapper Skor präsentiert ein weiteres Album. Es kommt reifer daher und musikalisch vielseitiger und recht erfrischend, für Rap. Es ist und bleibt ein Rap Album und macht keine Kompromisse mit dem Pop. Die Lyrics sind ehrlich und aus dem Leben und Alltag eines jungen Menschen gegriffen und sie kommen ohne diese Gangster Plattitüden aus. Die ganz grossen Texte sind es nicht, aber sehr sympathische. Skor versucht auch nirgends den Überrapper zu markieren. Die kleinen Hörspiele, Skits, dazwischen, die sind doch eher dürftig. Mit „Gang“ kommt doch mal wieder Rap mit Niveau daher.

Fredi Hallauer

MANILLIO

CD: „Kryptonyt Deluxe“ (Universal)

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Manillio legt nach. Da er immer noch unterwegs ist mit Kryptonyt, hat er fünf neue Songs aufgenommen und die beigefügt, was das Album „Kryptonyt Deluxe“ ergibt. Die fünf neuen Songs sind typisch Manillio, relativ vielseitig. „Schall und Rauch“ geht sofort ins Gehör und ist ein weiterer Hit, neben den schon bekannten „Monbijou“ und „Aues Gloge“. Viel bleibt darüber nicht zu schreiben, Manillio ist und bleibt ein Rapper in der klassischen Rapper Art, versteht es aber wiederum etwas popiger daher zu kommen.

Fredi Hallauer

 

DALLAN

CD: „Overturn“

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Die junge Musikerin und Singer/Songwriterin präsentiert ihr erstes Album. Sie hat sich mit EP und Singles bereits bemerkbar gemacht und nun ist es soweit. Ihr Dreampop darf man über längere zeit anhören und es wird einem nicht langweilig dabei. Die autobiographisch geprägten, ehrlichen Texte über Trennungen, über was nach dem Happy-End kommt zusammen mit einer wunderschönen Stimme klingen nicht nur schön sondern menschlich schön. Dallan verzichtet auf Schnickschnack wie Tunings und so. Dallan hat mit diesem Album eine grosse Beachtung verdient.

Fredi Hallauer

AL PRIDE

INTERVIEW

Am Gurtenfestival 2017 sprach Fredi Hallauer mit Musikern von Al Pride

CD: „Hallavara“ (Radicalis)

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Die fünf Badener spielen sanften Pop, aber nicht kitschigen Pop. Zwei schöne Stimmen, eine Frauen- und eine Männerstimme,  prägen das gemächlich dahinfliessende Album. Es sind eine Art Wellen die sich da in warmen Farben ausbreiten oder stilmässig gesprochen eine Art popiger Trip Hop ohne fette Bässe. Die Schönheit der Songs und die eher langsame Gangart kann bei gewissen eigenen Stimmungen zu Langeweile führen, aber auch zum Träumen. Darum wichtig: diese CD bei vielen verschiedenen Stimmungen anhören und nicht vorschnell urteilen.