YVANN

Album: „Chansons der Liebe“ (Universal)

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Der aus der Gegend von Pruntrut stammende Sänger singt Schlager und dies auf Deutsch mit einem französischen Akzent. Klar es sind romantische Schlager mit viel Melodie und Gefühl. Die Texte handeln von der Liebe. Das erfreuliche daran ist, dass Yvann eine sehr schöne Stimme hat und dieser Schlager artet nie in den Bumbum Disco Schlager. Produzent und oft auch Komponist ist Georg Schlunegger und natürlich wurde im HitMill Studio aufgenommen. Die Backing Vocals singt Anna Känzig und Monika Martin singt bei einem Duett mit. Adamos „Es geht eine Träne auf Reise“ ist bei den Liedern mit dabei und vielleicht kann man beim Vergleichen sagen, wer dieses Lied mag dem wird das ganze Album gefallen.

Fredi Hallauer

REVEREND BEAT-MAN & NICOLE IZOBEL GARCIA

Album: „Baile Bruja Muerto“ (Voodoo Rhythm Records)

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Der Prediger und Blues Trasher Beat Man hat sich mit der Nonne Nicole Izobel Garcia zum Duo zusammengetan um der Welt zu zeigen was wirklicher Blues Trash ist. Nicole Izobel Garcia stammt aus Mexiko, singt mit einer Stimme die direkt ins Herz geht und spielt Schlagzeug und herrlich wummernde Farfisa Orgel. Diese Lo-Fi Produktion tönt gar nicht so Party Crasher mässig wie andere Alben von Reverend Beat Man, also können  sich auch mal wieder Menschen da hineinhören, welche Tom Waits, oder ähnliche Musik mögen. Die Melodien tönen wunderschön und die Stimme von Reverend Beat Man verhindert dass sie kitschig werden. Nicole Izobel singt sowieso schön und auch kantig, was bestens zu der Musik passt. Die Texte haben es in sich und es lohnt sich genau hinzuhören und über das eine oder andere nachzudenken.

Fredi Hallauer

 

FLORIAN SCHNEIDER

Album: „Schangsongs3“

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Der Baselbieter Mundartsänger und Texter hat für sein drittes Album der Schangsongs Reihe, sich noch Verstärkung geholt in Form des Tastenmannes Roman Bislin. Mit dabei ist wiederum der Geiger Adam Taubnitz. Florian Schneider singt wiederum Lieder von Menschen oder Figuren aus dem Baselbiet. Die Lieder sind nicht mehr so himmeltraurig wie auf dem letzten Album und drehen sich viel um Liebe, meist verflossene, aber auch Liebessehnsucht. Er sticht heraus mit sehr schöner Poesie und Bildern die ins Baselbiet passen oder fast nur von dort kommen können, wie „Chumm gimmer e Hampfle Chirsi“. Die alten traurigen Geschichten kommen ebenfalls aus dem Baselbiet, z.B. Wenn er ein Lied von der Posamänter (Seidenbandweber) Tochter singt. Die Melodien hat er öfters ausgelehnt bei Volksliedern oder amerikanischen Singer/Songwritern, teils auch ihre Lieder ins Baselbiet frei übertragen. „Schangsongs3“ ist wiederum ein sehr schönes Mundart Lieder Album geworden, an dem nichts auszusetzen ist.

Fredi Hallauer

SECOND COUSINS

Album: „Bloody Tears“ (Fontastix/CeDe.ch)

Blues scheint bei den Schweizermusikern sehr angesagt zu sein. Second Cousins ist zwar eine neue Band, aber es sind alte gestandene Bluesmusiker, welche sich hier zusammengetan habe. Die Namen sprechen für sich, es sind Cla Nett (Gesang und Gitarre) welcher von der Lazy Poker Blues Band und später anderen Bands herkommt und ebenfalls am Gesang und Gitarre ist Kurt Bislin (Bluecaster, The Raindogs, The D Biters) dabei. Die Beiden trafen sich bereits früh im Atlantis Basel und spielten immer wieder der eine beim anderen als Gast. Sie fanden einmal heraus dass sie wirklich second Cousins sind, denn ihre Grossväter waren Brüder. Die beiden holten sich Markus Halmer (Bass) und Bernie Ruch (Schlagzeug) hinzu. Entstanden ist ein wunderschönes Blues Album mit herrlicher Old School Bluesmusik. Die eigenen Songs erzählen aus dem Bluesleben. Diese intelligente handgemachte Musik geht direkt ins Herz und das nicht nur bei Bluesfans.

Fredi Hallauer

MARC AMACHER

Album: „8 Days“ (marcamacher.net)

Der Teilnehmer bei The Voice Of Germany setzt bei seinem Album alles auf eine Karte. Er nahm in 8 Tagen 16 Songs mit 32 Musikern aufgenommen. Da ist die Schweizer Musikszene, welche dem Blues und Rock nahesteht vereinigt. Einmal ist es seine Band mit Oli Hartung, Jüre Schmidhauser und Sami Bauer und dann wieder eine halbe Bigband mit Bakgroundsängerinnen und Bläsern. Das Resultat, ein tolles Album das zeigt welches Talent in dem Sänger, Gitarristen und Songschreiber steckt. Diese Musik geht unter die Haut, lässt Freude aufkommen, nachdenklich werden und einfach zum Geniessen. Marc amacher zeigt mit diesem Album dass er mitten in die Schweizer Musikszene gehört.

Fredi Hallauer

TOBY MEYER

Album: „Freiheit“ (TM Records/Life Channel)

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Das Album von Toby Meyer trägt noch den Zusatztitel „Mini Gschicht mit Gott“ und somit präzisiert er, dass seine Mundartpopsongs christlich sind. Eigentlich ist dies unnötig, denn seine Texte sind sehr gut verständlich, aber nie missionarisch. Er erzählt von vielen Begegnungen mit Gott ohne den Namen Gott kaum zu nennen. Seine liebliche Stimme unterstreicht sein Anliegen deutlich, es sind Dank- und Loblieder. Musikalisch ist es zügiger Pop ohne Ecken und Kanten, dominiert von der akustischen Gitarre. Die Struktur der Lieder ist immer etwas gleich, aber was störts, denn es geht um die Texte. Toby Meyer hat hier sicher eines der besseren Alben gemacht, in diesem Genre.

Fredi Hallauer

LUKE GASSER

Album: „The Judas Tree“ (Blue Rose/Musikvertrieb)

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Luke Gasser, der Tausendsassa aus der Innerschweiz ist schon wieder mit einem tollen Rockalbum da. Der Workaholic nimmt nicht einfach beliebige Rocksongs auf, sondern es ist immer anders. Diesmal lässt er es krachen, obwohl das meiste akustische Instrumente sind. Er spielt im Trio und neben den Krachern sind auch ruhigere songs zu hören. Es ist ein Doppelalbum geworden mit songs in denen er wichtige Geschichten erzählt. Auf seiner Homepage sind die Songs auf deutsch nachzulesen . Da sind Liebesgeschichten, Lebensgeschichten,  Wünsche, Schicksale und viel Gesellschaftsrelevanz zu hören. Wenn man das ganze Album am Stück durchhört ist man ein wenig erschlagen, darum vielleicht in zwei Portionen hören wie ein Doppelalbum.

Fredi Hallauer