MASTERGRIEF

Album: „Fey“ (Radicalis)

Das Basler Quartett macht angesagte Pop/Rock Musik, welche manchmal ziemlich entrückt ist, dann wieder episch. Es sind nicht einfach Songs, welche sie spielen, sondern richtige Musikwerke mit viel Instrumentalmusik dabei. Keyboards inkl. dem Pianound der Sänger sind für das träumerische und epische zuständig. Gitarre und Schlagzeug rütteln dann alles etwas auf, so bleibt diese Musik immer in Bewegung. Es ist eigenständige Musik, zwischen Dreampop und Progrock, ausdrucksstark und beeindruckend. Da bleibt nur eines Musik ab und zuhören.

Fredi Hallauer

STAIN OF LIGHT

EP: „Looking For Each Other“ (Irascible)

Das Duo aus Yverdon Les Bains singt mit Traumpop und Folk gegen die Angst an. Gegen die Angst sich zu verirren, die Angst alt zu werden und das leben verpasst zu haben, die Angst sich in einem wiederholenden Alltag sich zu verlieren und weiteren Ängsten dieser Art. Sie tun dies sanft mit einem gewissen Nachdruck. Weiche Frauenstimme und schöne melodiöse Gitarren prägen den Sound. Die EP hat fünf Songs und 16 Minuten Spieldauer.

Fredi Hallauer

DELIA MESHLIR

Album: „Calling The Unknown“ (Irascible Records)

Die Waadtländerin besingt englisch das unbekannte der Liebe. Fragen wie: Wie ist es in einer festen Beziehung, bin ich da gefangen? Mag ich lieber jemandem vom gleichen Geschlecht. Will ich eine Beziehung überhaupt? und so weiter. Sie singt das sehr schwebend, teils fast träumend. Damit die Sängerin den Boden nicht ganz verliert hat sie eine Band, welche das ganze erdet. Der Sound kann manchmal einen deutlichen Kontrapunkt setzten und richtig rockig abfahren unter der schwebenden Sängerin. -es funktioniert. Andere Songs sind dann wieder sphärisch folkig begleitet. Ein sehr interessantes Album.

Fredi Hallauer

BLACK SEA DAHU

Album: „I Am My Mother“ (Mouthwatering Records)

Die eingeschworene Band um Janine Cathrein veröffentlichte ihr zweites Album. Es überzeugt durch grosse Musikalität. Der Klang ist orchestral und trotzdem transparent. Es gibt schöne Gitarrenklänge, akustische und elektrische, viel Streicher, Piano und vieles mehr zu hören. Dazwischen schwebt die Stimme von Janine Cathrein, manchmal unterstützt von anderen Stimmen. Das perkussive Schlagzeug lässt den Sound pulsieren. Die Stimmung ist abgetönt mit vielen hellen Stellen. Das ganze ist eine Ode an die Kunst der Musik. Das ist Musik in die man so richtig schön versinken kann, und das muss man tun und kann es nicht beschreiben.

Fredi Hallauer