LES TOURISTES

EP: „Tanzi halt elei“ (Gadget)

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Die fünf Basler haben vier Lieder aufgenommen. Musikalisch ist es tanzbarer Pop. sie erzählen aber aus dem Leben. Die Texte sind intelligent und selbstironisch. Das erste Lied ist Deutsch mit sehr viel Autotune, nicht typisch Les Touristes. Beim zweiten Lied ist es schon besser. Super ist der Titeltrack „Tanzi halt elei“, da ist auch viel Selbstironie drin und ein toller Beat. Von der früheren Frische ist irgendwo etwas verloren gegangen und ihre frechen Texte sind auch auf der Strecke geblieben. So muss man Les Touristes neu entdecken und sich ihnen wieder annähern.

Fredi Hallauer

HÄRZ

Album: „Härz“ (Hitmill)

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Die Gruppe Härz sind sechs Frauen, Ehefrauen und Müttern aus der ganzen Schweiz. Dahinter stehen die gleichen Leute wie hinter Heimweh, nämlich Georg Schlunegger und Roman Camenzind oder eben Hitmill. Aber Achtung! Härz sind nicht die weiblichen Heimweh, sondern sechs Powefrauen mit Mundartpop. Musikalisch ist es Pop, Reggae und Ballade. Die Texte erzählen von der Liebe, dem Loslassen und dem Leben. Es ist süffige Musik, da und dort hat man das Gefühl, dieses Lied kenne ich doch. Härz ist nett, lieb und führt einem beschwingt durch den Alltag.

Fredi Hallauer

HECHT

Album: „Oh Boy“ (Gadget)

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Zum neuen Album von Hecht lässt sich „Oh Boy“ stöhnen. Das Album ist enttäuschend. Hecht setzt alles auf Party und ihre gewohnten Muster. Beim erstenmal war es neu, beim Zweitenmal bestätigt es den Stil, aber ein Drittesmal und erst noch eine Art Schlager, das ist zuviel. Die Lieder ähneln sich sehr, vor allem musikalisch und die Texte sind auch nicht gerade spannend, die Wortspiele kennt man unterdessen und der Refrain gibt dem ganzen einen Schlager Touch. Oh Boys, Nächstesmal bitte erfrischender.

Fredi Hallauer

LO & LEDUC

Album: „Update 4“ (http://lo-leduc.ch)

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Lo & Leduc verschenken wiederum ein Album. Update 4  kann auf ihrer Homepage gratis gedownloadet werden (http://lo-leduc.ch) . Die Produktion ist schlichter ausgefallen. Im Vordergrund der 12 Lieder stehen die Texte. Sie erzählen wunderschöne, schräge Geschichten mit viel Wortwitz. Nach dem “ Im letschte Tram“ von Polo, besingen sie nun das „Im erschte Tram“. „Risotto“ gefällt auch sehr gut oder „S Chileli vo Wasse“. Eigentlich lohnt es sich alle Lieder zu hören und zu geniessen. Die Lieder erzählen von Lebenssorgen aber recht unbeschwert und das Album hilft zur melancholisch guten Laune.

Fredi Hallauer