CARROUSEL

Album: „Cinq“ (Phonag)

Das Welschschweizer Duo veröffentlicht bereits ihr 5. Album, wie es der Albumtitel „Cinq“ schlichtwegs verrät. Es ist eine Freude den beiden zuzuhören. Ihr Gesang, oft singen Frau und Mann im Wechsel oder zusammen mit schönen Harmonien, warmen Stimmen, welche sich in die Gehörgänge schmeicheln. Die beiden singen alles französich zu lockerer Musik auf Gitarre, Elektronik, Glockenspiel, Bass und Schlagzeug (Bass und Schlagzeug übernehmen zwei zusätzliche Musiker). Der Rhythmus ist bewegt und die Musik dreht sich fröhlich wie ein Karussell. Ihr Texte sind Alltagsbeobachtungen der Menschen rund um uns. Alles ist tanzbar, fröhlich und mit viel französischem Charme und auch einigem Augenzwinkern gesungen. Herrliche Popmusik,

Fredi Hallauer

ANACH CUAN

EP: „La Fille Au Terminal 3“ (Escudero Records)

Das Oktett aus dem Unterwallis frönt weiterhin dem Folkrock. Sicher ist die Musik keltisch beeinflusst, aber nciht nur, da sind auch französische Wurzeln auszumachen. Zwei der sechs Songs sind englisch gesungen, die anderen vier auf französisch. Musiziert wird mit Bodhran, Drehleier, Flöte, Glöckchen, Akkordeon, Gitarre, Geige, Bass und Schlagzeug. Zwei der acht Musiker singen noch dazu. Der Rhythmus ist treibend, sowohl von der Rhythmussektion auch von den Instrumenten. Anach Cuan zelebrieren wirklich den alten Folkrock der späten 70iger und frühen 80iger Jahren und das sehr gut. Durch den französischen Gesang kommt ein Hasuch französisches Chanson dazu, also Folkrock Chanson. Das englisch mit französischem
Akzent tönt natürlich auch sehr sympathisch. Erfrischende Musik in diesen heissen Tagen und überhaupt.

Fredi Hallauer

BARRIO COLETTE

EP: „Amour De Vivre“ (Cheptel Records/Irascible)

Dieses Trio aus Genf bestehend aus zwei Frauen und einem Mann sind sehr erfrischend. Sie spielen Poprock mit französischem Chanson vermischt oder wie das Label schreibt, es ist wie wenn Françoise Hardy mit Mariah Carey befreundet wäre. Hier sind vier Chansons Rock mit viel Charme, etwas Melancholie, angriffigen Fauenstimmen und von Perkussion getrieben. Dieses Trio hat nicht nur im francophonen Raum Zukunft.

Fredi Hallauer

MERIL WUBSLIN

Album: „Alors Quoi“ (Les Disques Bongo Joe/Irascible)

Meril Wubslin kommt aus der französischen Schweiz und spielt in der Grundbesetzung als Trio, auf dem Album kommen aber noch da und dort MusikerInnen dazu, z.B als kleiner Frauenchor. Die Band widmet sich ganz der französischen Sprache, ohne in die Varite Française Falle zu treten. Als grosse Schublade passt Folk oder akustische Musik, die Gitarren wurden ohne Verstärker eingespielt, die Perkussionsinstrumente wie Tambourin und Maracas als Drumkit eingesetzt. Die Musik ist sehr offen, da tönen mal orientalische Rhythmuselemente hinein oder dort klingt der Gesang leicht keltisch angehaucht. Der Sound ist einfach, minimal mit Saiteninstrumenten, Perkussion und ab und zu ein feiner Synthieteppich. Der Gesang ist ihnen sehr wichtig und der klingt schön und kommt sehr gut zur Geltung mit dieser Instrumentierung. Meril Wubslin kriegt man nicht mehr aus den Ohren, wenn man sie einmal gehört hat. Ein aufallend schönes und gutes Album.

Fredi Hallauer