SONIC DELUSION

Album: „Anything Goes“

Der in Neuseeland lebende Schweizer Musiker André Manella ist mit einem neuen Album am Start. Der Gitarrist und Sänger versteht es sehr gut mit seiner Loopstation und anderen Geräten umzugehen. Sein neues Album bewegt sich zwischen Indie Folk und Pop. Seine Songs sind oft sehr temporeich und dort kommt dann auch sein schnelles Gitarrenspiel zum Zug. Perkussion und subtil eingesetzte elektronische Geräte bringen diese Musik Richtung Pop. Die Stimme wurde auch minimal manipuliert und so stimmt alles zusammen. Die Songs erzählen vom Alltag und Lebensphilosophien. Alles ist sehr positiv oder sagen wir Sonic Delusion versteht es das Gute zu sehen oder wieder aufzustehen und das zu machen was er will. Ob die Songs autobiographisch sind oder einfach die neuseeländische Lebensphilosphie, wollen wir mal offen lassen. Mit „Anything Goes“ ist Sonic Delusion ein Album in der richtigen Richtung gelungen, fröhlich, aufgestellt und viel gute Musik, so richtig gut für den Alltag.

Fredi Hallauer

HANRETI

Album: „Cherries Apples Pineapples and Limes“ (Red Brick Chapel/Irascible)

Die Luzerner Band hat bereits wieder ein Album veröffentlicht. Sie bleiben ihrem Stil treu, weiten ihn aber auch aus. Grobe Schublade ist Indie Folk und lieben es aber bis in extreme Gefilde zu gehen. So startet der erste Song „Bloodsucking Times“ ziemlich popig und zitieren „Mule Of Kintyre“ um in einer Freejazz Eskapade zu Enden. Auch sonst geht es ziemlich bunt zu und her. Das ganze Album ist ziemlich relaxt und vielleicht merkt man erast bei mehrmaligem Anhören was da alles dahinter steckt. Dies ist spannende Musik.

Fredi Hallauer

BUSCHI & ANNI

Album: „Pequod“

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Die vier Nidwaldner sind mit ihrem zweiten Album am Start. Grundsätzlich blieben sie ihrem Stil treu, sie nennen ihn Gin-Folk, allgemein wird diese Musik Indie Folk genannt. Die irischen Einflüsse sind unverkennbar zumindest bei den englischen Songs, dann gibt es noch französische Chansons und Mundartlieder. Sprachlich und musikalisch ist es eine riesen Mischung, also für alle etwas dabei, was es nicht unbedingt einfacher macht das Album durchzuhören. Es ist wie Radio, gutes Radio muss man sagen und sehr unterhaltend. Die Produktion ist etwas geschliffen, etwas mehr Ecken und Kanten hätten nichts geschadet.

Fredi Hallauer

MONOTALES

Album: „Kiss The Money And Run“ (Irascible)

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Das Quintett hat ihr viertes Album aufgenommen. Es tönt frisch und sehr eingängig. Einfache Harmonien, teils im Chor gesungen mit schöner Musik zwischen Folkrock und Americana. Es rumpelt über die Strassen in der Musik, immer mit zwinkernden Augen zwischen ein bisschen Traurigkeit, dem Blues und Zuversicht. Titel wie „Summer’s Almost Gone“; oder „The Night Roy Orbison Died“ sind zwei Beispiele dafür. Darum bleibt einem nichts anderes übrig als das Geld zu küssen und mit den Monotales und dieser tollen Musik mitzurennen.

Fredi Hallauer

STEINER & MADLEINA

Album: „Cheers“ (Glitterhouse/Irascible)

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Das Frauen-Duo überrascht auf ihrem Debüt-Album mit Frische und Elan. Nora Steiner und Madleina Pollina singen beide und spielen angenehmen Indie-Folk mit Schwung. Die Texte strotzen von Selbstbewusstsein und das nicht nur in der fröhlichen Art. Ihre grossen Fähigkeiten Texte zu schreiben bringen auch wenig angenehme Themen aus der Zwischenmenschlichkeit in eine Form, dass einem nicht gerade der laden runtergeht. Sie singen vor allem auf Deutsch, dazwischen auch Englisch. Ganz ohne sind die Texte nicht und das Gesamtpaket Text und Musik sowieso nicht. Anwärter für Album des Jahres.

Fredi Hallauer

THE CAVERS

Interview:

Fredi Hallauer sprach am Gurtenfestival mit den beiden Sängern und Gitarristen.

EP: „Down A Mountain“ (Irascible)

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Die Berner Indie-Folker musizieren so richtig drauflos. Zweimal akustische Gitarren und Gesang, dazu Schlagzeug und Backing Vocals und eine Bassistin und ebenfalls Backing Vocals. Es sind diese Vocals, welche an die Everly Brothers erinnern oder auch mal an Crosby, Still and Nash. Sechs Songs gibt es auf dieser EP zu hören. Sie wollen einfach Musik machen und tun dies auch und bringen ein bisschen gute Laune in den Alltag.

Fredi Hallauer

LOLASISTER

Album: „Morfin“ (Irascible)

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Es ist noch nicht so lange her, da erschien die EP dieser Berner Band. Nun sind die Songs der EP mit neuen Songs zu einem Album verschmolzen. Geblieben ist eigentlich alles, zwei Frauenstimmen und dazu drei Männer an Keyboard, E-Bass und Schlagzeug. Eine der Sängerinnen spielt die Gitarre. Musikalisch ist es Indie Folk, verträumte Melodien mit abgrundtiefen Texten. Ohne auf die Texte zu achten ist dies sehr romantische und liebliche Musik. Vielleicht müsste in unseren Breitengraden besser darauf hingewiesen werden, dass dies nicht nur nette Songs sind, oder die Musik müsste etwas Folk Noir beinhalten.

Fredi Hallauer