FLECHE LOVE

Album: „Naga (Part 1)“ (Musikvertrieb)

Die Schweizer Sängerin, Komponistin und Produzentin Amina Cadelli ist Flèche Love. Sie überzeugt vom ersten Ton an mit ihrem eigenständigen Sound, bestehend aus Elektronik mit tollen Beats und Effekten. Pop für Anspruchsvolle mit viel Soul, R’n’B und HipHop. Flèche Love ist zugleich kühl und doch erwärmend, hart und doch zerbrechlich. Sie singt in der höheren Tonlage und spricht tiefer, das Schlagzeug hat viele höhere Töne und dazu Klänge die an ein Cello erinnern und warm sind. Sie singt Englisch, Französisch und Spanisch. Dies ist ein faszinierendes Album und man darf sich auf Part 2 freuen.

Fredi Hallauer

BITTER MOON

EP: „Bitter Moon“ (La Suisse Primitive Records)

Hinter dem Projekt stehen Reka und Simon von The Pussywarmers and Reka. Sie begegnen sich hier mit digitalen und analogen Instrumenten und Synthies. Herausgekommen sind Soundlandschaften für das Kopfkino und Songs, gesungen von Reka. Die Songs haben einen durchgängigen Beat und sind somit tanzbar, trotzdem kommen die Klangwelten, welche die beiden erschaffen nicht zu kurz. Bitter Moon mit den sechs Stücken ist ein sehr respektables Projekt dass sich durchwegs lohnt sich anzuhören.

Fredi Hallauer

SWATKA CITY

Album: „Off Season“ (Radicalis Music)

Die Berner Band feiert ihr zehnjähriges Jubiläum mit diesem, ihrem dritten Studioalbum. Sie haben sich gewandelt, von der Gitarren betonten Rockband zu einer elektronischen Popband mit Zusatz von ein paar Instrumenten. Die Stimmung ist kühl und grau wie an einem Herbsttag. Swatka City macht uns den Zugang zu ihrer Musik nicht einfach, trotzdem ist es ein hörenswertes Album geworden, welches man nicht hören soll, wenn man zu melancholisch ist.

Fredi Hallauer

STEFANIE HEINZMANN

Album: „All We Need Is Love“ (BMG/Phonag)

Die Missionarin der Liebe hat nach längerer Pause ein neues Album aufgenommen. Inhaltlich geht es um Liebe der Menschen untereinander. Ganz sicher etwas was zu mehr Toleranz und weniger Gewalt und Krieg beitragen würde. Das ist nicht Neues und dass es Stefanie Heinzmann vertritt weiss man spätestens dann wenn man an einem ihrer Konzerte gewesen ist. Ein Teil der Songs hat Stefanie Heinzmann mitgeschrieben, sie handeln von der Liebe, wie es vom Albumtitel zu erwarten war. Musikalisch ist es guter Pop wie ihn Stefanie Heinzmann immer präsentiert, ebenfalls wie es zu erwarten war, ohne grosse Überraschungen. Schön ist bei dieser Popproduktion, dass das Autotune System sehr massvoll eingesetzt wurde, wenn überhaupt. „All We Need Is Love“ ist ein tolles Album für die nächste Party um zu tanzen und es sind fetzige Nummern für das nächste Open-Air.

Fredi Hallauer

DANA

EP: „True“ (Sophie Records)

Dana das ist einerseits die Bieler Sängerin Dana Burkhard, welche auch alle Songs geschrieben und arrangiert hat und andererseits nennt sich ihre Gruppe ebenfalls Dana. Musikalisch sind Dana im Indie Pop anzusiedeln. Sie begeistern mit cleveren Songs und Arrangements und diese Musik, diese Songs sind tanzbar. Dana hat eine tolle Stimme und schreibt Songs die man fast nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

ME & THE MAGIC HORSES

Album: „Travelling Roads“ (Irascible)

Die Stimme, Komponistin und Texterin hinter dieser Band ist die Luzernerin Karin Steffen. Das ist ihr erstes Soloalbum, vorher war sie Sängerin in verschiedenen Bands. Sie muss als Singer/Songwriterin betrachtet werden, die Musik bewegt sich zwischen Pop und Indie und ab und zu spielt auch noch der Folk hinein. Karin Steffen erzählt in den Songs von persönlichen Lebensmomenten und dabei entstanden vielfältige Songs. Da geht es aber nicht etwa zahm zu und her. Die Musik und die Stimme zeigen herrliche Ecken und Kanten und viele tolle musikalische Ideen wurden verarbeitet. Schön sind auch die Gitarren, welche immer wieder den Ton angeben. Gut gemacht und authentisch.

Fredi Hallauer

HAUBI SONGS

Album: „Highlife“ (Red Brick Chappel/Irascible)

Die Luzerner One Man Band versucht es wieder mit seiner sehr eigenartigen Art. Musikalisch umgibt er sich mit ein paar elektronischen Klängen, eher aus dem Old School Bereich. Die Beats sind oft nicht durchgehend, also tanzbar sind diese Klänge nicht. Alles ist langsam und verschleppt. Dazu kommen die Texte, welche auch eine halbe Sache oder halbe Songs sind, denn zum Einen sind es Liedtexte zum anderen moderne, fragmentierte Lyrik zwischen Rap und verschlepptem Pop-Gesang. sprachlich pendelt er zwischen Mundart, Englisch und Französisch im gleichen Lied. Haubi Songs gehört in die Kategorie „Ich mache was ich will und wenn es euch gefällt, dann habt ihr Glück gehabt“.

Fredi Hallauer