DANA

EP: „True“ (Sophie Records)

Dana das ist einerseits die Bieler Sängerin Dana Burkhard, welche auch alle Songs geschrieben und arrangiert hat und andererseits nennt sich ihre Gruppe ebenfalls Dana. Musikalisch sind Dana im Indie Pop anzusiedeln. Sie begeistern mit cleveren Songs und Arrangements und diese Musik, diese Songs sind tanzbar. Dana hat eine tolle Stimme und schreibt Songs die man fast nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

ME & THE MAGIC HORSES

Album: „Travelling Roads“ (Irascible)

Die Stimme, Komponistin und Texterin hinter dieser Band ist die Luzernerin Karin Steffen. Das ist ihr erstes Soloalbum, vorher war sie Sängerin in verschiedenen Bands. Sie muss als Singer/Songwriterin betrachtet werden, die Musik bewegt sich zwischen Pop und Indie und ab und zu spielt auch noch der Folk hinein. Karin Steffen erzählt in den Songs von persönlichen Lebensmomenten und dabei entstanden vielfältige Songs. Da geht es aber nicht etwa zahm zu und her. Die Musik und die Stimme zeigen herrliche Ecken und Kanten und viele tolle musikalische Ideen wurden verarbeitet. Schön sind auch die Gitarren, welche immer wieder den Ton angeben. Gut gemacht und authentisch.

Fredi Hallauer

HAUBI SONGS

Album: „Highlife“ (Red Brick Chappel/Irascible)

Die Luzerner One Man Band versucht es wieder mit seiner sehr eigenartigen Art. Musikalisch umgibt er sich mit ein paar elektronischen Klängen, eher aus dem Old School Bereich. Die Beats sind oft nicht durchgehend, also tanzbar sind diese Klänge nicht. Alles ist langsam und verschleppt. Dazu kommen die Texte, welche auch eine halbe Sache oder halbe Songs sind, denn zum Einen sind es Liedtexte zum anderen moderne, fragmentierte Lyrik zwischen Rap und verschlepptem Pop-Gesang. sprachlich pendelt er zwischen Mundart, Englisch und Französisch im gleichen Lied. Haubi Songs gehört in die Kategorie „Ich mache was ich will und wenn es euch gefällt, dann habt ihr Glück gehabt“.

Fredi Hallauer

MOONPOOLS

EP: „Turbulent Times“ (Radicalis)

Das Basler Quintett kommt auf ihrer Debut-EP sehr erfrischend daher. Sie spielen Pop, intelligenten Pop mit leicht jazzigen Einflüssen. Überzeugend ist die Stimme der Sängerin, welche auch das Songwriting übernommen hat. neben ihrer Stimme gefällt mir auch der angeborene englische Akzent, welcher im Song „Brainbug“ sehr gut zur Geltung kommt. Schön sind auch die Orgelpassagen im Hintergrund und als direkte Begleitung und der melodische Bass mit dem dosierten Schlagzeug. Natürlich darf der solide Gitarrist nicht vergessen werden. Mit den Moonpools ist eine vielversprechende Band am Start.

Fredi Hallauer

BRAINCHILD

EP: „Sweet Sadness“ (Radicalis)

Das Basler Trio startet unter dem Bandnamen Brainchild mit einer wunderschönen Debut-EP. Die Songs zwischen Pop, Soul und Indie kommen wirklich süss-melancholisch daher. So wunderschön melancholisch um es richtig zu geniessen. Das Songwriting ist sehr gut und die einzelnen Songs haben Wiedererkennungswert. Die Musik basiert auf Piano oder Gitarre, tönt sehr melodisch und bewegt und geht direkt vom Ohr ins Herz. Brainchild zeigen, dass man tolle Musik machen kann ohne Elektronik. Dies ist eine wunderschöne EP um sich auf das Sofa zu setzen, ein Glas Wein zu trinken und den Hochnebel draussen noch schön zu finden.

Fredi Hallauer

ARTHUR HENRY

EP: „#Who Am I“ (QFTF Records/Irascible)

Der Mann aus La Chaux-De-Fonds, bekannt als KoQa Beatbox, geht einen Schritt weiter. Er Beatboxt immer noch mit seinem Loop-Gerät, verknüpft aber diese Töne und Rhythmen mit Elektronik, bzw. er elektronisiert sie sozusagen und schafft so neue Klänge und Möglichkeiten. Das tolle daran, der Sound tönt nicht einfach nach Elektro, sondern wirklich neu. So entstanden sieben Songs, teils auch mit Gästen, welche singen. Diese EP ist ein Genuss und verlangt nach mehr.

Fredi Hallauer

NORDSITE

EP: „Zyt & Wahnsinn“

Die Bieler Mundartband zwischen Pop und Rap heisst so wie man ihren Namen in Mundart liest. Aber nun zu ihrer Musik. Sie spielen die Instrumente selber und alles ist handgemacht, auch die Scratches. Es ist tolle Musik mit Anleihen im Jazz und im Pop. Darüber rappen sie die Texte mit Niveau. Es sind Beobachtungen aus dem Leben, aber nicht den Gangster/Party Groove. Irgendwie führen sie das Erbe der Gruppe Merfen Orange weiter, Old School aber eigenständig.

Fredi Hallauer