CHRISTOPHER GEORGE & THE SAPIDITY AGENTS

Album: „With A Pinch Of Salt“ (www.christophergeorge.ch)

Der Pianist und Sänger aus dem Raum Zürich hat eine tolle Band um sich gescharrt und die lassen es so herrlich grooven. Neben Piano, Bass, Gitarre, und Schlagzeug gehört auch noch die Perkussion und eine Bläsersektion dazu. christopher George singt alltagsgeschichten auf Englisch und Mundart. Die schnelleren groovigen Nummern überzeugen mehr, als die balladenhaften, welche doch auf die Dauer etwas gleichförmig wirken. An den Instrumenten sticht vor allem die Rhythmussektion und der Gitarrist hervor. Natürlich auch die Horns, dort wo sie blasen. Die Stimme von Christopher George ist etwas dünn. Ein Album das vielleicht eher zur Erinnerung nach einem Konzert dient.

Fredi Hallauer

LARISSA BAUMANN

Album: „Gotta Break Free“ (CeDe.ch)

Larissa Baumann hatte schon viele Auftritte an Gala Anlässen. Nun endlich erscheint ihr erstes Album. Die Soul- und Jazzsängerin lässt es dann auch richtig zur Sache gehen, ganz gemäss dem Albumtitel. Eine fantastische Band steht hinter ihr und dazu noch eine Hornsektion. Ihre Stimme ist phänomenal, mal wild und laut und dann wieder gemässigter. Schreien tut sie nicht, sie singt immer, aber leise ist sie ebenfalls nie. Das Album wurde toll produziert, der Sound ist packend und das Songwriting der sechs Eigenkompositionen und zwei Fremdkompositionen gut, die Songs haben Wiedererkennungs Wert. Larissa Baumann macht keine Experimente, sie spielt klassischen Soul mit einer Prise Jazz und einem Funken Pop. Ein Album mit viel grosser Musik.

Fredi Hallauer

PHILIPP FANKHAUSER

Album: „Let Life Flow“ (Sony Music)

Ja Philipp Fankhauser macht es uns nicht einfach mit seiner Musik. Zum einen ist es gewohnt, schöner, solider, melodiöser und souliger Blues wie wir ihn von ihm kennen. Alles auf hohem Niveau gespielt und gesungen. Es sind Kompositionen darunter bei welchen er mitbeteiligt war, dann eine von Johnny Copeland und ein paar Klassiker. Als Musiker fungiert seine erfahrene Band plus Studiocracks aus den USA, welche auch bei früheren Alben schon dabei waren. Das alles rechtfertigt sicher den Kauf dieses Albums, da es purer Genuss ist. Nun singt da der Philipp Fankhauser plötzlich italienisch, ein Lied von Lucio Dalla. ja es ist eine eigene Interpretation, aber trotzdem fällt sie aus dem Rahmen des Albums, wirkt wie ein Fremdkörper. Wenn dieses Canzoni am Schluss gekommen wäre, ok. Darauf folgt „Chasch mers gloube“ von Hanery Amman. Da tönt die Interpretation nicht so weit vom Original entfernt und die Frage stellt sich, musste dieses Lied auf das Album, es gehört eher auf ein Tribute Album. Nach diesen beiden Fremdkörpern folgen wieder Songs und Blues wie wir sie von Philipp Fankhauser gewohnt sind. Also bitte richtig verstehen, dies ist ein schönes und gutes Album von Philipp Fankhauser mit Überraschungseffekt.

Fredi Hallauer

MAËL

Album: „Homeland“ (Mondstein Records/CeDe.ch)

Maël ist eine begnadete Schweizer Sängerin und Songwriterin. Für diese Produktion hat sie sich ein paar Cracks aus der Schweizer Musikszene geangelt, allen voran Marco Figini (Gitarren), Max Lässer (Akustische Hawai Gitarre) dann verschiedene Schlagzeuger, Lesley Bogaert (Backing Vocals) und Andi Pupato (Perkussion). Entstanden sind soulige und rockige Songs, die herrlich luftig daherkommen und von Maëls Stimme beseelt werden. Die Songs bringen Sonenschein in die Herzen und Seelen und stehen auf der positiven Seite des Lebens. Hier gibt es handgemachte Musik zu hören und die hat Seele. Unbedingt reinhören.

Fredi Hallauer

LAKNA

EP: „Patchwork“ (Irascible)

Bei der Musik der jungen Fribourger Musikerin fällt einem als Erstes die Stimme auf. Der erste Song ist sozusagen Acappella. Bei den weiteren Songs kommen Beats und Musik dazu. Dieser Soul wandelt sich dann in Richtung R’n’B, manchmal sogar Rap. Sie singt in den fünf Songs englisch und französisch. Inhaltlich geht es um Frauen aus den verschiedensten Perspektiven. Also aufgepasst und den Radar nach Fribourg ausrichten und die Ohren für diese junge und talentierte Sängerin offen halten.

Fredi Hallauer

PATRIC SCOTT

Album: „Spirit“ (Cloud26)

Patric Scott überzeugt ein weiteres Mal. Seine Musik gehört in den Bereich Soul und Funk der popigen Art. Mit sehr guten Musikern singt er 14 Lieder, immer schön treibend. Gute Beats der Band geben den richtigen Groove und Backgroundgesang lassen seine Stimme nicht im Nichts schweben, sondern es ist wie wenn seine Stimme projiziert wird. Bei „All Around The Globe“ singt er zusammen mit den Naturally 7, der Acapella Gruppe schlechthin. Sonst gibt es nicht viel zu schreiben, sondern Album starten und in diese tolle Musik abtauchen und/oder dazu grooven. Ein sehr tolles Album.

Fredi Hallauer

NICOLE BERNEGGER

Album: „Alien Pearl“ (Fontastix)

Nicole Bernegger ist zurück oder immer noch da und das im Moment sehr präsent. Nicht nur dass sie ein neues Album hat, nein wenn man ihre Songs hört, gibt es Gänsehaut. Die Soulstimme kommt bei diesen Aufnahmen, welche mit Vintage Instrumenten gemacht wurden sehr gut zur Geltung. Die Songs sind meistens Midtempo, da und dort mal schneller oder langsamer. Endlich passen die Musik und die Stimme zusammen und vor allem auch Stilgerecht. man kann nicht viel dazu schreiben sondern einfach anhören, tanzen und sich freuen.

Fredi Hallauer