RISLANE AND THE LOVERS

Album: „Newland“ (Farfara Music)

Rislane ist eine Schweizer Sängerin mit marokkanischen Wurzeln. Sie singt mit einer kräftigen, warmen und eindringlichen Stimme, eigene Songs zwischen Soul, Pop und Rock. Begleitet wird sie von erstklassigen Musikern. Die Musik ist handgemacht, also nichts von Elektro. Für das Herzstück des Albums „Morrocan Heart“ wurde der marokkanische Percussionist Moulay Brahim Amsguine eingeflogen, welcher bereits mit Rislaines Grossvater musizierte. Die Sängerin begeistert auf dem Album mit ihrem Sound, ihrer Stimme und ihren Songs und hoffentlich auch bald schweizweit oder noch weiter von den Bühnen.

Fredi Hallauer

CAROLINE CHEVIN

Album: „Note To Self“

Caroline Chevin, die Innerschweizer Musikerin und Sängerin ist mit einem Poweralbum zurück. Produziert wurde dieses Album in Neuseeland und der Schweiz. Caroline Chevin dreht auch musikalisch ziemlich auf mit einer riesen Band mit Bläsern und allem was dazugehört. Sie packt ihre Songs in groovige Beats, packt 60is Soul, 70is Disco und 80is Sounds dazu ein. Mal sind es richtige Rock Bretter, dann wieder groovige Dance Songs oder balladenhafte Songs. Ihre setzt sie auf die unterschiedlichen Arten ein, mal als Rockröhre, dann soulig und gefühlvoll. Immer spricht die Stimme an. In ihren Songs erzählt sie viel persönliches, Überlegungen zu sich und der Zukunft, ihrem Sohn und was sonst noch die Welt bewegt, ohne auf Plattitüden zurückzugreifen. Caroline Chevin gehört definitiv zur obersten Liga der Schweizer Sängerinnen und Musikerinnen.

Fredi Hallauer

DANITSA

Album: „Sycle“ (Universal Music)

Danitsa ist mit ihrem zweiten Album am Start. Die in Genf lebende Künstlerin bringt einen neuen Groove in die Musiklandschaft. Zum einen singt sie französisch und englisch auf dem Album, zum anderen singt sie Pop zwischen Reggae und Soul. Wohlverstanden, sie singt nicht einmal Reggae und dann Soul, nein es ist die Schnittmenge zwischen diesen Stilen. Intelligente, tanzbare Popmusik könnte man das Resultat nennen, nicht da von Mainstream, zumindest ist es jetzt noch nicht Mainstream. Neben dem verblüffenden Sound kommt noch die Stimme von Danitsa dazu. Es ist eine junge Stimme, untere Höhenlage mit einer Wärme und Lieblichkeit, welche einem sofort gefangen nimmt. Das ganze Album ist sehr ansprechend und ein grosser Wurf im Popsektor.

Fredi Hallauer

PHENOMDEN

Live: In der Mühle Hunziken am 25. September 2021

Bild Fredi Hallauer

Deutlich verspätet startete das Konzert mit Phenomden und den Scrucialists. Grund dafür war wohl ein Personalmangel an der Kasse, den eine Person alleine musste Zertifikate und Tickets kontrollieren und Stempel machen. Aber Ok das kann passieren. Die Scrucialists übernahmen die Bühne und liessen es herrlich grooven. Dann kam Phenomden dazu und zündete mit seinen alten Reggae Songs ein richtiges Feuerwerk, das Publikum tanzte und sang. Nach ein paar solcher Songs startete er mit den neuen Sachen, welche eher soulig waren. Das Feuer erlosch und das Publikum wurde weniger aufmerksam. Aber Phenomden packte immer wieder Reggae aus und hielt das Publikum bei Laune. Die Scrucialists waren eine hervorragende Begleitband, aber nicht mehr. Sie spielten kaum Soli und ihre Sachen einfach emotionslos runter. Bläser wurden mit dem Keyboard gemacht und da und dort Stimmen eingespielt. Etwas schade. Phenomden selber sang bei den neuen souligen Sachen nicht immer ganz sauber. Es war ein mitreissendes Konzert, welches aber noch Entwicklunspotential zeigte.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

Album: „Streunendi Hünd“ (One Ton/Irascible)

Phenomden liess uns lange auf ein neues Album warten. Er lebte sechs Jahre in Kingston/Jamaika und nun ist er zurück in der Schweiz mit einem Albumund einer Tour. Phnomden ist vielseitiger geworden. Er entdeckte den Soul und lässt nicht nur den modernen Reggae und den Roots Reggae erklingen, nein es ist auch viel grooviger Soul zu hören. Alle zehn Songs sind Mundart und handeln von den verschiedensten Lebensgefühlen, Liebe, Selbstzweifel, Nicht zur Ruhe kommen. Aber auch von einem Ride durch Kingston oder eine Zusammenfassung von den verschiedensten Johnny Songs mit schönen verzerrten Gitarren machen sich sehr gut. Die Feuerzeughymne „Ich gseh di“ setzt dem Album noch die Krone auf. Aber eigentlich ist jedes Lied eine Perle, eine interessante Geschichte oder fährt mit Groove in die Beine. Trotz der Vielseitigkeit kommt das Album aus einem Guss daher.

Fredi Hallauer