TO ATHENA

Album: „Have I Lost My Magic“ (Mouthwatering Records)

Dies ist bereits das dritte Studioalbum der Luzerner Musikerin und Sängerin To Athena. Inhaltlich ist es ein persönliches Album, welches von der Suche nach der verloren geglaubten inneren Magie erzählt, von Verletzlichkeit, von zwischenmenschlichen Beziehungen, Burn-out und Missbrauch. Musikalisch bewegt sich das Album in einer riesigen Palette, welche im Universum von To Athena möglich ist. Da sind geringe Arrangements mit Streichern und Piano und/oder Harfe zu hören, um dann wiederum grosse Bögen zu spannen mit fast schon symphonischem Ausmass. Man darf diese Musik als Kammerpop bezeichnen.Grundsätzlich sind die Songs und Lieder eher ruhig und vielleicht etwas traurig und gleichzeitig auch hoffnungsvoll und voll Sonnenschein. To Athena versteht es, Stimmungen zum Publikum zu bringen, ohne dass man alles versteht. Das lässt ihre Erfolge auch in Mexiko mit Mundartliedern erklären. Sie singt auf diesem Album Englisch und Mundart.

Fredi Hallauer

BOXWELL

EP: „In Circles“ (A Tree In A Field Recordings)

Boxwell ist ein englisch-schweizerischer, in Zürich ansässiger Musiker. Dies ist ein Soloprojekt. Die Musik ist elektronisch und hat leichte Beats, dazu orgelähnliche Klänge und ein bisschen Space-Sound. Dazwischen spielt er Gitarre und es wird fast folkig. Die Songs, vorwiegend die Klänge, drehen sich wie im Kreis um den Gesang. Kammerpop, Elektrokammerpop sind vielleicht die Schubladen, wo man diese Musik einordnen kann. Es sind sehr sanfte Klänge und die Stimme klingt noch viel sanfter und erinnert an Folksongs der 60er. Dies ist eine spezielle Musikmischung, aber nicht uninteressant.

Fredi Hallauer

LUUMU

Album: „S’Goldige Rad“

Luumu ist eine Formation um die Pianistin, Sängerin und Komponistin Adina Friis. Die Formation gibt es in immer wieder neuer Besetzung seit einigen Jahren, aber dies ist das erste Album in Mundart. Luumu spielte ursprünglich Jazz und jetzt ist es Kammerpop, Folk und noch einiges an Jazz. Die Musik ist genial, mit Streichern und Bläsern angereichert, aber auch sattem Bass und solidem Schlagzeug. Gerade dem Schlagzeug merkt man den Jazz immer wieder an und natürlich den Kompositionen. Gerade die Disharmonien in den Liedern, machen sie etwas sperriger. Die Texte erzählen Geschichten aus dem Leben, sind Poesie, trotzdem holpern sie in dieser Singform hier und dort. Diese Lieder schmeicheln sich bisher nicht in meine Ohren, obwohl die Musik es tut.

Fredi Hallauer