HEIMWEH

Album: „Fründschaft“ (Hitmill)

Den Schweizer Pop Jodel Männerchor gibt es seit zehn Jahren. Nun erschien das Album zum zehnjährigen Bestehen. Wer jetzt denkt, ja es wird tönen wie bisher, der liegt nicht ganz richtig. Schon bald fällt auf, dass die Lieder etwas mehr nach Pop und weniger nach Jodel tönen. Klar, oft kommt dann der Chor, aber eher im Hintergrund, und die Instrumente spielen vorn mit. Es sind jetzt fast alle Männer, welche bei einem Lied den Lead haben, und dies über eine längere Zeit. „Scho lang nüme tanzt“ tönt ganz anders als Heimweh bisher, es ist ein beschwingter Popsong. Bei „Stah nomal uf“ wurde die Musik vom Sänger Alain Boog mitgeschrieben. Beatrice Egli singt bei „So schön cha s’Läbe si“ mit und hat ebenfalls am Text mitgearbeitet. Sonst stammen die Lieder und die Produktion von George Schlunegger. Als letztes Lied gibt es „Rosmarie“ zu hören, dieses Mal mit Orchesterbegleitung, was aber wenig bringt. Wer die Gruppe Heimweh mag, wird sie immer noch mögen. Womöglich könnte dieses Album den Geschmack von mehr Menschen treffen.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Vo De Bärge Här“ (Hitmill)

Die elf Sänger des Heimatpop Männerchors waren wiederum fleissig und nahmen ein weiteres Album auf. Georg Schlunegger schrieb wiederum die Lieder aus Geschichten der Sänger. Bei einem Lied ist Trauffer mit dabei und eines ist ein Volkslied, nämlich „Du fragsch mi wär i bi“. Insgesamt gibt es zehn Lieder. Einige der Lieder sind im gewohnten Heimweh-Stil und bei anderen kommt etwas neuer Wind hinein. „Alplerchilbi“ ist ein sehr beschwingtes Stück. Das ganze Album ist gewohnt sauber produziert und hat einen grossartigen Klang. Für alle, welche die Gruppe Heimweh mögen, ein schönes Hörerlebnis, und wer nur motzen will, soll es lieber gar nicht anhören.

Fredi Hallauer