HEIMWEH

Album: „Ärdeschön“ (HitMill/Phonag)

Alle Jahre wieder und der Erfolg geht weiter mit dem Männerchor der Schweiz. Die zwölf Männer, Amateursänger, singen gewohnt, heimatverbunden schön, neue Lieder aus der Feder von Georg Schlunegger. Mit dabei sind je bei einem Lied, der Hackbrettspieler Nicolas Senn und die Sängerinnen Francine Jordi, Daria Occhini und Lisa Stoll. Die Lieder werden von einer Band unterstützt, was den Chor den Pop Groove gibt mit den Heimatharmonien. Die Melodien sind sehr eingängig und kommen einem manchmal vor als ob man sie schon irgendwo gehört hätte. Die Inhalte befassen sich mit Alpabfahrt, nach Hause kommen, dem Zuhause sein im Bauernhaus, Erinnerungen und Bergbauernleben. Da es doch noch ein paar Bauern und ein Schafhirte dabei hat, kommen die Lieder glaubwürdig daher.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Live: Im Das Zelt in Bern am 30.Dezember 2018 17 Uhr

Bild Fredi Hallauer


Das Zelt war sozusagen ausverkauft, freie Plätze waren keine auszumachen. Pünktlich kamen die vier Musiker an Kontrabass, Schlagzeug, Klavier und Handorgel und Gitarre auf die Bühne, sofort folgten die acht Männer des Chors. Sie verstanden es das Publikum zu fesseln und rockten am Anfang richtig los. Dann spielten sie sich durch die Lieder ihrer beiden Alben. Jeder Sänger stellte sich vor und erzählte in etwa das gleiche wie letztes Jahr. Raphael aus Bern, machte auch das gleiche Theater wie letztes Jahr. Die Erzählungen waren sehr persönlich und sympathisch. Hervorragend war ihr Gesang, da fiel keiner der Männer ab. Begeistert haben die beiden Muothataler mit ihren hohen Jodelstimmen. Die Bilder und Filme, welche im Hintergrund zu sehen waren, trugen viel zur Stimmung bei. Etwas störend war die Animation, aufzustehen und mitzutanzen, in einem ausverkauften Das Zelt mit Konzertbestuhlung, ist das eher schwierig und die Ansagen dazu wirkten etwas deplaziert. Das Repertoire wurde mit „Stets in Truure“ und einem Adriano Celentano erweitert. Heimweh dankte Polo und Hannery für „Stets In Truure“, es ist aber ein Volkslied, welches die Rumpelstilz wieder bekannter gemacht haben. Als Zugabe kam dann noch Daria, die 18 jährige Jodlerin aus Ins auf die Bühne und sang mit Heimweh zusammen das Lied „Rosmarie“. Ein schönes Konzert fand einen würdigen Abschluss.Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer