HEIMWEH

Album: „Live – Ä Abe mit Fründe“ (Hitmill Records/Phonag)

Der spezielle Männerchor doppelt nach. Da sie nicht auftreten konnten stellten sie ein Live Album zusammen von ihrer letzten Tour. Die Aufnahmen entstanden zwischen Mai 2019 und Januar 2020 oder zwischen Rubigen und Zürich. Sie wählten ihre beliebtesten Lieder aus, von „So Lang“ über „Alpabfahrt“, „Mis Chind“ zu „Rote Wy“, „Blueme“ (Polo Hofer/Tinu Diem) und „Rosmarie“. Als Zusatz gibt es eine Piano Version von „Ich glaibä dra“. Nach jeweils zwei Liedern sind die Moderationen mit dabei, welche eine kleine Einleitung in das folgende Lied geben. Die Band mit Tasten, Schlagzeug, Gitarre und Bass spielt im Hintergrund, aber trotzdem sehr klar wahrnehmbar und auch sehr gut. Sie tragen wesentliches bei zum Gelingen der Konzerte. Es ist ein sehr gelungenes Album. Wie es bei Live Alben sein sollte, ist die Intensität und Emotionalität bei diesen Aufnahmen grösser, als bei den Studioalben. Dieses Album eignet sich sowohl als Erinnerung an die Konzerte von Heimweh oder um die Konzerte von Heimweh erst kennen zu lernen.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Zämehäbe“ (Hitmill)

Die zwölf Sänger aus der ganzen Schweiz mit ihren unterschiedlichen Dialekten, waren sehr aktiv und nahmen ein weiteres Album auf. Es ist eine sehr schöne und perfekte Produktion, die Stimmen, ob einzeln oder im Chor kommen sehr gut zur Geltung. Begleitet werden Heimweh von verschiedenen Musikern an Gitarre, Akkordeon, Bass , Schlagzeug und weiteren Instrumenten. Diese Instrumente dominieren nie und sind dezent hinter den Gesang gesetzt. Die Lieder sind wiederum von Georg Schlunegger geschrieben, diesmal teilweise etwas dunkler. Der Coronavirus prägt einzelne Lieder, vor allem auch das Titellied „Zämehäbe“, oder „Verruckti Wält“. Die Liebe spielt in einigen Liedern eine wichtige Rolle und auch die Heimat wird wiederum thematisiert. Wer genau hinhört findet da und dort Melodien und Textpassagen welche an bekannte Lieder erinnern und auch erinnern sollen. Sehr deutlich ist das bei „Gletscheraugä“ das nahe mit „Alperose“ von Polo verwandt ist, textlich wie musikalisch. Georg Schlunegger versteht es eingängige Melodien zu schreiben und weiss was die Menschen gerne hören und so ist ihm wiederum ein eingängiges, schönes Album gelungen.

Fredi Hallauer