HEIMWEH

Album: „Vom Gipfel Is Tal“ (Hitmill/Phonag)

f0ae50311fcedb18f3ee72d14f9ebfeaf15171af.jpeg

Der bereits bekannte Männerchor der besonderen Art ist wieder zurück. Es hat einige positive Neuerungen bei den Liedern gegeben. Die Männer sind noch dieselben und somit auch die Mischung der Dialekte. Der Vortrag der Lieder hat sich geändert, nicht jedes Lied wird von Jodel begleitet, sondern das eine oder andere Lied ist ziemlich Folkpop. Was ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass es immer noch eine Schönwetter Musik ist, und das wollen sie ja sein, nämlich die Herzen erfreuen. Trotzdem ziehen da und dort auf dem Weg vom Gipfel ins Tal Nebelschwaden vorbei. Ein schönes Beispiel ist „Di Bueb“. Lustig gelungen ist „Langnau im Ämmital“ wo die Geschichte erzählt wird von einer Begegnung mit einer schönen Frau im Zug von Bern bis Luzern, sie steigt in Langnau aus, er versucht ihr wieder zu begegnen. Die Geschichte kennt man, aber nicht diese lustigen Reimereien mit den Ortschaften von Ostermundigen bis Entlebuch. Ich finde dieses Album gelungen und wie es weitergeht darf man gespannt sein.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Interview:

Vor dem Konzert im Zelt sprach Fredi Hallauer mit Stefan und Fabrizio von Heimweh. Mit dabei war auch Kathrin Hallauer und am Schluss gab Yael Jundt noch eine Info.

Live: Im Zelt in Bern am 29. Dezember 2017 um 17 Uhr

Bild Fredi Hallauer

Das Zelt war ausverkauft, und die Musiker schlichen sich im Dunkeln auf die Bühne und  standen plötzlich da, im Gegenlicht, die acht Männer aus sieben Kantonen. Das Konzert mit den Liedern ihrer beiden Alben begann. Dazwischen erzählten die Mannen schöne Geschichten, welche zum nachfolgenden Lied passte. Während der Lieder gab es im Hintergrund Filme der Bergwelt oder Fotos der Mannen aus ihrer Kinderzeit, welche zeigten wo sie herkamen, wie das so auf den Bergheimetli ausgesehen hat. Spannend war auch die Geschichte von Fabrizio Raffa, der in Obwalden aufwuchs, wohin sein Vater und seine Mutter aus Italien einwanderten. Er sang dann einen fetzigen Song von Adriano Celentano. Aber auch sonst wechselten sich die Lieder zwischen ruhigeren und popigeren Rhythmen ab. Durch ihre Geschichten und Fotos wurde auch klar woher diese Lieder kommen, die Verbundenheit mit der Heimat und der Folklore ist keine Farce, sondern die steckt den Mannen im Blut. Das wunderbare Konzert schloss mit „Blueme“ von Polo Hofer und Martin Diem, als Zugabe. Es war ein berührendes Konzert von acht Mannen welche es weit gebracht haben.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Blueme“ (Phonag)

335052f533c2e600653e47e6799377871ca86048.jpeg

Der Männerchor zwischen Tradition und Pop, zwischen Heimatland und Alltag singt wieder. Unter den elf Liedern ist das Erfolgslied „Blueme“ von Polo Hofer , welches auch schon der Jodlerklub Wiesenberg im Programm hat. Weitere Klassiker sind „Farbfoto“ von Mani Matter und das Volkslied „Stets i Truure“ das bereits Rumpelstilz mit Polo im Repertoire hatten. Dazu kommen acht Eigenkompositionen. Dieses Album hat etwas mehr Pep als das Erste. Gerade die Fremdkompositionen bringen mehr Farbe in das Repertoire. Die Eigenkompositionen fallen während des Liedes manchmal in den Kitsch. Auffallend ist auch, das jedes Lied der Eigenkompositionen gleich aufgebaut ist. Das ist etwas schade, denn die Stimmen sind toll, haben den nötigen Staub auf der Zunge und da würde sich etwas Dreck bei den Instrumenten gut machen.

Fredi Hallauer