HEIMWEH

Live: Im Das Zelt in Bern am 30.Dezember 2018 17 Uhr

Bild Fredi Hallauer


Das Zelt war sozusagen ausverkauft, freie Plätze waren keine auszumachen. Pünktlich kamen die vier Musiker an Kontrabass, Schlagzeug, Klavier und Handorgel und Gitarre auf die Bühne, sofort folgten die acht Männer des Chors. Sie verstanden es das Publikum zu fesseln und rockten am Anfang richtig los. Dann spielten sie sich durch die Lieder ihrer beiden Alben. Jeder Sänger stellte sich vor und erzählte in etwa das gleiche wie letztes Jahr. Raphael aus Bern, machte auch das gleiche Theater wie letztes Jahr. Die Erzählungen waren sehr persönlich und sympathisch. Hervorragend war ihr Gesang, da fiel keiner der Männer ab. Begeistert haben die beiden Muothataler mit ihren hohen Jodelstimmen. Die Bilder und Filme, welche im Hintergrund zu sehen waren, trugen viel zur Stimmung bei. Etwas störend war die Animation, aufzustehen und mitzutanzen, in einem ausverkauften Das Zelt mit Konzertbestuhlung, ist das eher schwierig und die Ansagen dazu wirkten etwas deplaziert. Das Repertoire wurde mit „Stets in Truure“ und einem Adriano Celentano erweitert. Heimweh dankte Polo und Hannery für „Stets In Truure“, es ist aber ein Volkslied, welches die Rumpelstilz wieder bekannter gemacht haben. Als Zugabe kam dann noch Daria, die 18 jährige Jodlerin aus Ins auf die Bühne und sang mit Heimweh zusammen das Lied „Rosmarie“. Ein schönes Konzert fand einen würdigen Abschluss.Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Vom Gipfel Is Tal“ (Hitmill/Phonag)

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Der bereits bekannte Männerchor der besonderen Art ist wieder zurück. Es hat einige positive Neuerungen bei den Liedern gegeben. Die Männer sind noch dieselben und somit auch die Mischung der Dialekte. Der Vortrag der Lieder hat sich geändert, nicht jedes Lied wird von Jodel begleitet, sondern das eine oder andere Lied ist ziemlich Folkpop. Was ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass es immer noch eine Schönwetter Musik ist, und das wollen sie ja sein, nämlich die Herzen erfreuen. Trotzdem ziehen da und dort auf dem Weg vom Gipfel ins Tal Nebelschwaden vorbei. Ein schönes Beispiel ist „Di Bueb“. Lustig gelungen ist „Langnau im Ämmital“ wo die Geschichte erzählt wird von einer Begegnung mit einer schönen Frau im Zug von Bern bis Luzern, sie steigt in Langnau aus, er versucht ihr wieder zu begegnen. Die Geschichte kennt man, aber nicht diese lustigen Reimereien mit den Ortschaften von Ostermundigen bis Entlebuch. Ich finde dieses Album gelungen und wie es weitergeht darf man gespannt sein.

Fredi Hallauer