DODO HUG & BAND

Album: „Cosmopolitana“ (Hugini Music Production)

Cosmopolitana oder Ode an die Vielfalt, wie das Album im Untertitel heisst, ist das 16. Album von Dodo Hug, diesmal mit Band. Was der Untertitel verspricht, ist auch zu hören. Eine sehr grosse musikalische Vielfalt dank ihrer Band, welche noch unzählige Instrumente spielen können. Textlich ist auch eine Sprachenvielfalt auszumachen, von Berndeutsch zu Senslerdeutsch (Deutsch Fribourg), Englisch, Italienisch, Spanisch und Korsisch, manchmal zwei Sprachen im selben Lied. Inhaltlich handeln die Lieder ebenfalls von den unterschiedlichsten Themen. Da geht es klar um Kosmopolitisches, um Apps, um Liebe. Auch politische Themen sind zu hören wie das „Laki Penan“ das dem Umweltaktivist Manser und vor allem seinem Werk gewidmet ist. „Bittibätti Mache“ gefällt auch gut, da es hier um die ewigen Gesuche der Kulturschaffenden geht, die kompliziert sind und nicht immer positiv beantwortet werden. Das ganze Album ist eine gelungene runde Scheibe. Obwohl es eine Live Aufnahme ist, muss man sich kein ewiges Geklatsche anhören.

Fredi Hallauer

BUSCHI & ANNI

Album: „Pequod“

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Die vier Nidwaldner sind mit ihrem zweiten Album am Start. Grundsätzlich blieben sie ihrem Stil treu, sie nennen ihn Gin-Folk, allgemein wird diese Musik Indie Folk genannt. Die irischen Einflüsse sind unverkennbar zumindest bei den englischen Songs, dann gibt es noch französische Chansons und Mundartlieder. Sprachlich und musikalisch ist es eine riesen Mischung, also für alle etwas dabei, was es nicht unbedingt einfacher macht das Album durchzuhören. Es ist wie Radio, gutes Radio muss man sagen und sehr unterhaltend. Die Produktion ist etwas geschliffen, etwas mehr Ecken und Kanten hätten nichts geschadet.

Fredi Hallauer