MOES ANTHILL

Album: „Quitter“ (Tourbomusic/Irascible)

Die fünfköpfige Band aus Uri und Zürich spielt auf ihrem neuen Album, Musik für Ausreisser. Wahrscheinlich genau darum gefällt sie dem Schreiber auch so gut, wobei auch schon die früheren Alben gefielen. Moes Anthill spielen Neo-Folk und Americana. Es ist erfrischende Musik mit schönen Melodien, angenehmen Gesang und eben nicht im heutigen glattpolierten Popstil gespielt, sondern echte handgemachte Musik. Lüpfig tönt das Banjo dazwischen, dann wieder etwas rockiger, aber immer speziell. Eien Band und ein Album dass man sich merken sollte.

Fredi Hallauer

HANK SHIZZOE

Album: „Steady As We Go“ (Blue Rose Records/Musikvertrieb)

Hank Shizzoe hat mit „Steady As We Go“ ein wunderschönes Album aufgenommen. Zusammen mit Tom Etter (Gitarre), Michel POffet (Kontrabass), Simon Baumann (Schlagzeug) und einigen Gastmusikern wie Tinu Heiniger an der Klarinette, Hendrix Ackle am Piano, Michael Flury an der Posaune, Jürg Zurmühle an der Shakuhachi und Rhani Krija an der Perkussion, spielt er wunderbare, erfrischende Americana Musik. Diese Gastmusiker helfen bei einzelnen Songs mit, sonst sind die Stücke minimal aber sehr effektvoll instrumentiert. Drei der elf Songs stammen aus der Feder von Hank Shizzoe, drei sind Traditionals und die anderen Songs kommen von Robert Clifford Brown (1941), Randy Newman (1998), Bob Nolan (1936), Billy Sheril und Tammy Wynette (1968) und Tom Petty (1996). Der geneigte Leser und leserin, merkt sofort, hier gibt es viel alte Musik und das aber sehr erfrischend Interpretiert. Hank Shizzoe spielt seine pedal Steel Gitarre, seine Lap Steel, die anderen Gitarren, Bouzouki und Banjo traditionell und doch eigenständig und sehr gekonnt. Hier zeigen Meister ihres Fachs, dass bestehende Musik sehr gut interpretiert und ungekünstelt das Ohr und das Herz immer noch sehr verwöhnen können.

Fredi Hallauer

BOB SPRING& THE CALLING SIRENS

Album: „Dark Countries“ 

Hier wird Americana gespielt, vielleicht in etwas düsterer und dunkler Art, aber sehr schön. Das Daunkle macht sicher die Stimme des Sängers aus, aber wohlverstanden, es ist nie bedrohlich, eher romantisch. Die Band spielt melodische handgemachte Musik. Die Keyboards orgeln herrlich daher und Gitarrentöne fliegen darüber. Diese Musik tönt wie aus der Wüste oder aus dem Nirgendwo. Die guten Musiker unterstützen den Sänger optimal und ergänzen den Gesang mit Musik die sich hören lassen kann. Es macht Freude dieser Band zuzuhören.

Fredi Hallauer

THE NIGHT IS STILL YOUNG

Album: „Universal Boundaries“ (Radicalis Music)

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Dies ist das zweite Album von Marco Naef, und das acht Monate nach dem Debüt. Ja es ist ein Album obwohl es nur vier Songs oder besser gesagt Musikstücke zu hören gibt. Zwei dieser Stücke dauern mehr als 13 Minuten, die anderen zwei um sieben Minuten. Zu hören ist fantastische Musik im Stil von Americana mit psychedelischen Einflüssen. The Night Is Still Young ist sehr stark von den Pink Floyd inspiriert, ohne dabei seine eigene Handschrift aufzugeben. In diesen Songs wird man nicht zugetextet, es bleibt viel Raum für die Musik. Dies ist ein kleines Meisterwerk.

Fredi Hallauer

MONOTALES

Album: „Kiss The Money And Run“ (Irascible)

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Das Quintett hat ihr viertes Album aufgenommen. Es tönt frisch und sehr eingängig. Einfache Harmonien, teils im Chor gesungen mit schöner Musik zwischen Folkrock und Americana. Es rumpelt über die Strassen in der Musik, immer mit zwinkernden Augen zwischen ein bisschen Traurigkeit, dem Blues und Zuversicht. Titel wie „Summer’s Almost Gone“; oder „The Night Roy Orbison Died“ sind zwei Beispiele dafür. Darum bleibt einem nichts anderes übrig als das Geld zu küssen und mit den Monotales und dieser tollen Musik mitzurennen.

Fredi Hallauer

HIS DOG BINGO

Album: „Grapefruits Tears“ (Prolog Music)

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Die Berner Band spielt wunderschöne, zartbittere und luftige Songs im Americana Stil. Stephan Gremminger schrieb diese kleinen Meisterwerke und singt sie auch. als Musiker sind Kevin Chesham, Oli Hartung, Jüre Schmidhauser und Oli Kuster dabei, also wirkliche Beherrscher ihrer Instrumente und kreative Köpfe. Das hört man dann auch. OK, grosse Schublade ist Americana, aber es schleichen sich auch jazzige Töne ein, oder ein bisschen etwas popiges. Die Songs erzählen von den Beobachtungen im Alltag. Der Sänger selber ist auch da meistens Beobachter und nicht der Held oder Antiheld. Ein gelungenes Album, welches nur als Download oder Vinyl erhältlich ist.

Fredi Hallauer