MICHELLE ARIANE

Album: „Bridge The Great Divide“

Michelle Ariane ist eine Schweizer Sängerin mit amerikanischen Wurzeln, die tief im mittleren Westen liegen. Aufgenommen hat sie dieses Album in Nashville. Die Stadt hat ihr betreffend Sound den Stempel aufgedrückt. Sie ist eine Singer/Songwriterin in der Art von Bonnie Raitt bis Joni Mitchell, Bob Dylan bis Fleetwood Mac. Sie kleidet ihre Lyrics in feinsten Folk, Folk Pop und Americana. Ihre klare Stimme nimmt einem sofort gefangen. Sie singt vom Leben und vom Leben in Zürich „Rivers Of Zurich“. Die Musik ist handgemacht, Fingerpicking Gitarre, Piano, Bass oder ein bisschen Keyboard, da und dort ein anderes Instrument, aber keine Elektronik. Ein wunderbares Album mit ehrlicher und bestechender Musik.

Fredi Hallauer

FRED & ROSE

Album: „Estado Alpha“ (Bonfeeling Records/Irascible)

Das französisch-schweizerisch-argentinische Duo spielt geniale Musik zwischen Blues, Garagen, Cumbia und irgendwo auch Americana. Sie schrieben, arrangierten und nahmen in 10 Tagen jeden Tag einen Song auf. Da ist Temperament vorhanden, sei es in den Stimmen oder dem Gitarrenspiel wie der Perkussion. Diese rohe und unter die Haut gehende Musik gibt manchmal herrliche Gänsehaut. Gesungen wird Englisch, Deutsch und Spanisch. Was will man mehr als diese Klänge geniessen. Ähnliche Musik findet man selten bis nie.

Fredi Hallauer

ANDY TRINKLER

Album: „Drive On“ (www.andytrinkler.ch)

Der Berner präsentiert und mit seinem achten Album schönen Singer/Songwritermusik. Alles ist handgemachte Musik mit viel Gitarren, aber auch die Hammondorgel kreischt dazwischen hinein und natürlich ein easy Beat mit Bass und Schlagzeug. Er singt mit seiner angenehmen und souveränen Stimme, Geschichten von der Strasse. Er erzählt seinen Roadmovie, manchmal mit Augenzwinkern. Alles ist schön Laidback angerichtet zwischen Americana, Folk, Rock und da oder dort ein Schlücklein Blues. Andy Trinkler gehört wirklich seit Jahrzehnten zur Schweizer Musikszene und versteht es immer noch tolle Musik zu machen. Mit einer Ausnahme sind es alles Eigenkompositionen. Die Ausnahme ist Levelland von James McMurtry. Dies ist Musik die der Seele gut tut, ein bisschen Frühling dazu.

Fredi Hallauer

JULIA HEART

EP: „Nashville Session“ (Little Jig Records)

Die Luzernerin ist kurz nach der Veröffentlichung ihrer selbstbetitelten EP nach Nashville gegangen und hat dort Musikerkollegen um sich geschart und in nur einem Tag diese wundervolle EP aufgenommen. Es sind nur akustische Instrumente zu hören wie Mandoline, Geige, Kontrabass und Gitarre. Entstanden sind vier akustische Songs zwischen Americana und Folk mit leichtem Country Touch. Selbstverständlich sind die Songs und die Stimme von Julia Heart, welche diese Musik so speziell machen. Die ausdrucksstarke Stimme der Luzerner Sängerin erzeugt weiterhin Hühnerhaut. Es sind schlichte Songs aber durch die Interpretation der Musiker und der Sängerin wirken sie ganz gross. Diese Songs sollte man öfter im Radio hören.

Fredi Hallauer

WOLFWOLF

Album: „Metamorphosis“ (LuxNoise Records)

Das Obwaldner Duo hat sich für das Album mit vielen Gastmusikern verstärkt. Ja sie kommen so richtig unheimlich daher, aus den finsteren Tälern von Obwalden, wo die Wölfe hausen. Mindestens hat man das Gefühl es sei so. Nein für Depressionen bleibt da nichts übrig. Es ist ein rumpelnder, und rollender Rock’nRoll Zirkus der da tönt. Dem Sänger möchte man anhand seiner Stimme schon nicht im Dunkeln begegnen. Die Musik holt sich die Zugaben aus Blues, Americana, Folk und Sound aus Louisiana. Ja da tönt es auch mal nach Bluegrass. Zu hören sind akustische und elektrische Gitarren, eine jazzige Trompete, ein stampfendes Schlagzeug ein Banjo und Dies und Das. Die WolfWolf sind offenbar auch Dieter Meier begegnet und sie haben zusammen „Fat Fly“ in einer typischen WolfWolf Manier aufgenommen. Genau einzuordnen ist diese Truppe nicht, denn immer wenn man das Gefühl hat, jetzt kann ich den Stil definieren, machen sie eine Metamorphose. All das spielt keine Rolle, denn diese Musik macht definitiv Spass, was will man mehr.

Fredi Hallauer