PALE MALE

Album: „Season Finale“ (Phonag)

Der Genfer Musiker debütiert mit diesem grandiosen Album. Musikalisch bewegt er sich zwischen Folk, Americana und 80iger Rock. Wichtig ist, alle Instrumente wurden gespielt und nicht gesampelt oder mittels Sinthi erzeugt. Da sind wunderschöne Streicherpassagen, majestetische Bläser. eine Lapsteel Gitarre, Backgroundgesang, neben Gitarren, Bass und Schlagzeug. Dazu kommen die schönen Melodien mit viel Wiedererkennungswert. Was wäre die wundervolle Musik ohne den textlichen Inhalt. Auch der stimmt bei Pale Male. Er erzählt aus seinem Leben und Beobachtungen, welche er machte. So zum Beispiel von der Landflucht der spanischen ländlichen Bevölkerung. Sein Vater ist Spanier und kommt aus einem Dorf, welches heute mehr oder weniger eine Ruine ist. Persönlich wird es, wenn er von seiner schmerzhaften seltenen Krankheit erzählt, der Psoriasis-Arthritis. Eines ist zu hoffen, dass noch mehr so tolle Alben von Pale Male erscheinen und dass man ihn bald einmal auf unseren Bühnen erleben darf.

Fredi Hallauer

AVIELLE

Album: „Oread“

Avielle lebt in der Schweiz und hat arabisch – jüdische Wurzeln. Sie lebte schon fast überall auf der Welt und ist vielleicht die typische Weltenbürgerin. Sie ist aber auch Singer/Songwriterin mit Gitarre und zelbriert einen Stil zwischen Folk, Jazz und Americana. Avielle ist inspiriert von der Musik der späten 60iger Jahre, als Musik noch ein Teil von Pazifismus und sozialer Revolution war. Die Songs hat sie in den Schweizer Alpen geschrieben und der Albumtitel weist darauf hin, denn Oreaden sind in der griechischen mythologie, Bergnymphen. Sie erzählt in ihren Songs viel von der natur, den Bergen, Pflanzen und Tieren, vom Wind und Wetter und macht dies als Sinnbild für die Menschheit und die Gesellschaft. Avielle singt mit einer warmen Alt-Stimme und lässt es einem sehr angenehm werden, wenn man ihr zuhört. Ein aussergewöhnliches Album.

Fredi Hallauer