DIMI ROGERS

Album: „It will get better“ (Endless Mission Records)

Dimi Rogers ist ein Rockquartett, bestehend aus Frank Dinke (Vocals), Roger Wüthrich (Bass), Jeff Kneubühler (Drums) und Markus Mühlehof (Gitarren). Die vier spielen ehrliche, handgemachte Rockmusik zwischen treibenden Grooves und ruhigen Stücken. Komponist und Texter ist Frank Dinke. Die Songs erzählen genau von dem, was der Albumtitel verspricht, nämlich geerdet bleiben und daran glauben, dass es besser wird. Etwas, was genau heute notwendig ist, um nicht den Mut zu verlieren. Das ist ein Stück aufgestellte Rockmusik, gut bekömmlich und das Richtige für den Alltag.

Fredi Hallauer

LONE ASSEMBLY

Album: „Knots & Chains“ (Irascible Records)

Das Genfer Quartett debütiert mit einem Album, welches aus dem Dunkeln kommt und trotzdem Lichtblicke gibt. Es handelt von Schmerz, Entfremdung und Trauer, macht aber Mut und gibt Hoffnung. Sie untersuchen mit jedem Song eine andere Art von Macht und hinterfragen sie. Der Sound hat die kühle Ästhetik der 80er Jahre und die wurde opulent und modern produziert. Schon nur die grosse Baritonstimme des Sängers ist es wert, dieses Album anzuhören. Diese Klänge wirken befreiend. Lone Assembly singen englisch. Dies ist kein düsteres Album, sondern Musik aus der Tiefe.

Fredi Hallauer

VERONICA FUSARO

Album: „Looking For Connection“ (deepdive records)

Veronica Fusaro geht mit ihrem Album wieder einen Schritt weiter. Die Thunerin produzierte dieses Album zwischen Bern und Berlin. Es sind treibende Songs zwischen Pop, Rock und Soul. Ihr Schwergewicht liegt dieses Mal mehr auf dem Gesang als auf der Gitarre, aber Gitarre gibt es trotzdem noch genug zu hören. „Alice“ sticht aus den zehn Songs heraus, eine wunderschöne, moderne Soulnummer. Veronica Fusaro zeigt hier, dass sie eine ausgezeichnete Soulsängerin ist. Die Inhalte der Lieder drehen sich sowohl um Persönliches als auch um Universales. Ein Grundtenor ist die Vernetzung, also in den sozialen Netzwerken präsent zu sein, aber gerade so gerne menschliche Nähe zu spüren. Veronica Fusaro ist hier ein wundervolles Album gelungen.

Fredi Hallauer

AD-RIAN & THE RISE

Album: „Under One Sky“ (Creative Production GmbH)

AD-RIAN ist ein Musiker mit über 40 jähriger Erfahrung. Er spielt solide Rockmusik. Seine Kompositionen sind sehr melodiös und eingängig. Seine charismatische Stimme fliesst wie etwas rauer Whiskey in die Ohren. The Rise ist eine Band, welche sich ebenfalls sehen und hören lassen darf. Mauro Zombicchiatti am Bass und Thomas Wild am Schlagzeug (beide von Polo Hofer Schmetterband), Bernie Weber am Piano und Chris Stalder an der Leadgitarre. Das Resultat sind gute und handgemachte Songs, solide gespielt. Rock aus der guten alten Zeit ohne Firlefanz und Elektronik.

Fredi Hallauer

ELIE ZOE

Album: „Shiftings Forms“ (Humus Records)

Elie Zoé nannte sich vorher Emilie Zoé, da Elie aber ein stimmliches Problem bekam und die Stimme neu finden musste, fand sie auch einen neuen Namen. Elie Zoé tönt nun viel tiefer und etwas weniger exzessiv im Gesang. Die Songstrukturen sind noch sehr ähnlich. Meistens fangen die Songs ruhig oder leise an, um sich dann zu steigern. Elie begleitet sich an Gitarren und dem Piano, unterstützt wird sie von einem Schlagzeuger. Gesungen wird auf Englisch. Die Songs von Elie Zoé waren schon immer berührend und mit der neuen Stimme haben sie noch die Dimension Sinnlichkeit erhalten. Elie singt von der Natur, erzählt Geschichten, von Veränderungen und Verschiebungen. Dieses Album gehört zu den Geheimtipps.

Fredi Hallauer

THE BEDROOM SOUL CLUB

Album: „Fucked Up & Dry“ (Irascible)

Dies ist das zweite Album des Rockquintetts aus Luzern. Im Schlafzimmer sollen Gefühle entstehen und diese mit dieser Musik transportiert werden. Das gelingt der Band und vor allem dem Sänger aber nicht. Was zu hören ist, das sind viel Gitarren, also zeitloser Gitarrenrock. Die Gesangsstimme eiert irgendwo herum und der Mann ist weder Sänger noch Shouter. Da gibt es für das Songwriting und den Gesang noch viel Luft nach oben.

Fredi Hallauer

TRAUFFER

Album: „Heubode“ (Sony Music)

Trauffer ist zurück und wie! Er startet so richtig durch als Alpentainer. Vieles ist neu, nämlich der Produzent, der grössere Teil der Band und dadurch auch der Sound. Trauffer ist volkstümlicher, rockiger. Er versteht es mit diesem Album, richtig zu feiern und gute Laune zu verbreiten. Der Produzent heisst Georg Schlunegger, bekannt von Heimweh, Stubete Gäng, Schwiizergoofe, Megawatt. Die zwölf Mundartlieder schrieben die beiden zusammen. Der musikalische Leiter der Band ist der Schlagzeuger Massimo Buonanno und die Geschwister Monney, Jodlerinnen aus Freiburg, sind die weiblichen Stimmen mit viel Power. Auch das Örgeli ist stark besetzt mit Julian von Flüh. Das Songwriting ist auch gelungen und Peinlichkeiten sind keine mehr zu hören. Natürlich sind auch einige Gäste dabei, nämlich der Männerchor Heimweh, der Sänger Grüezi Italia und die Volksmusiker Rusch Büeblä. Das Ganze gibt echt tolle Partymusik, wo die Post abgeht.

Fredi Hallauer

ROCK OUT

Album: „Let’s Call It Rock’n’Roll“ (Phonag)

Rock Out ist eine blutjunge Band aus dem Emmental, welche genau das machen, was der Bandname und der Albumtitel sagen. Sie machen handgemachten Hardrock im Quartett. Auf dem Album ist ein Keyboard mit dabei, welches aber nicht ins Gewicht fällt. Es ist ein hämmerndes Schlagzeug, ein pumpender Bass, schrammende und kreischende Gitarren, also Rockmusik auf den Punkt gespielt. Da ist kein Schnickschnack zu hören. Der Sänger brilliert mit einer hohen Stimme, welche an gewisse Vorbilder erinnert, und er setzt diese Stimme zwischen singen und shouten ein. Wer Rock mag, muss sich diese Jungs unbedingt anhören.

Fredi Hallauer

LOVEBUGS

Album: „Heartbreak City“ (Lovebugs/Phonag)

Nach sieben Jahren sind die Basler in neuer Besetzung. Mit dabei ist noch Adrian Sieber (Gitarre, Gesang) und Florian Senn (Bass), neu dabei sind Matthias Gusset (Keyboards), Manuel Meisel (Gitarre) und Philipp Gut (Schlagzeug). Somit tönen die Lovebugs neu, etwas moderner und verbinden aber ihren Sound mit ihren Wurzeln, Der Gesang und die Kompositionen von Adrian Sieber sind weiterhin typisch für den Klang der Band. Wundervoll sind die Gitarrenwände hinter dem Gesang und das perlende Piano dazu. Lovebugs singen vom Abgrund, vom Untergang und der Hoffnung, dass es nicht so ist. Sie spielen sozusagen nahe der Abbruchstelle. Das Album ist vielseitig, mit ihrem typischen Stadionsound und intimeren Stücken. Vielleicht gewinnt das Keyboard mehr an Bedeutung in dieser Klangwelt. Die Lovebugs sind und bleiben ein sicherer Wert in der Schweizer Musikszene.

Fredi Hallauer

MARC ROSSIER RO’S BLUE

Album: „When A Soul Is Gone“ (www.marcrossier.com)

Der Gitarrist und Sänger Marc Rossier hat zusammen mit Peter Enderli am Bass und Christof Jaussi am Schlagzeug und Backing Gesang, ein wunderbares Album aufgenommen. Bei zwei Songs spielt Andreas „Chnuffi“ Michel Orgel und E-Piano. Marc Rossier setzt bei diesem Album sehr viele seiner Saiteninstrumente ein, nämlich elektrische und akustische Gitarren, Dobro, Coral Sitar und Ambient Gitarren. Zu den Gitarrensounds versteht es Peter Enderli passende Basslinien und Rhythmen zu spielen. Christof Jaussi gibt den nötigen Rhythmus an. Marc Rossier besingt die verschiedensten Themen wie Fernbeziehung, sich selbst zu feiern, oder die schönen Erinnerungen, welche bleiben, wenn jemand verstorben ist. Die Musik bewegt sich zwischen Americana, Singer/Songwriter, Blues und Rock. Im Zentrum der Songs steht die Gitarre, und die versteht Marc Rossier sehr kreativ und melodiös zu spielen. Es ist einfach ein Genuss, diesem Album zu lauschen und dazwischen in den eigenen Träumen zu versinken.

Die Videos sind etwas älter und live, die Songs sind aber auf dem Album und in dieser Besetzung gespielt.

Fredi Hallauer

HVCK FINN

Interview

Fredi und Kathrin Hallauer sprachen am Zermatt Unplugged 2025 mit zwei der Musiker

Album: „View On The Ocean“

Dieses Album erschien im Jahre 2024, kam aber erst jetzt in meine Hände und Ohren im Rahmen von Zermatt Unplugged. Das ist eine grossartige Rockband, welche auf diesem Album mit E-Gitarren und Synthesizern spielt. Die Musik ist sehr detailverliebt, wer also genau hinhört, kann da ganz viel heraushören. Wichtig sind hier nicht nur die Musik, sondern die ehrlichen und authentischen Texte, welche aus dem Leben erzählen. Wenn sie nicht zu fest auf die Pauke hauen und die Stimmen nicht verzerren, hört man einen tollen Sänger, von welchen es nicht viele gibt, mit einer charismatischen und eindrücklichen Stimme. Diese Stimme und diese Musik gehen direkt ins Herz. Dies ist ein ehrliches und grossartiges Album, welches mehr Beachtung verdient.

Fredi Hallauer

ELLIS MANO BAND

Album: „Morph“ (SPV Recordings/Phonag)

Das gestandene Quintett wird immer stärker. Mit „Morph liefern sie ihr bestes Album ab. Sie spielen Klassikrock mit vielen Blues-Anteilen. Die Stimme des Sängers kommt charismatisch und kräftig herüber. Die Songs sind unterschiedlich und haben hohen Wiedererkennungswert. Mal wird so richtig gerockt, dann wieder wird es balladesk. Die Gitarre gefällt ebenfalls bestens mit den herrlichen Soli. Der Drummer hämmert so richtig satt und kräftig, oder bei den Balladen setzt er gute Zeichen mit dem Schlagzeug. Das Keyboard umspielt das Ganze oder setzt Akzente bei den rockigen Songs. Bei den Balladen gefällt dann das Hammondspiel. Der Bassist pumpt mit schönen Pattern den Beat. Auffallend ist auch die hervorragende Qualität der Aufnahmen und der Produktion. Egal, ob laut oder leise, immer ist alles bis ins Detail zu hören. Ein Album, das eine Auszeichnung verdient.

Homepage: https://www.ellismanoband.com/

Fredi Hallauer