PFLANZPLÄTZ

Album: „Wildwuchs“ (Narrenschiff)

Das Volksmusik Trio wird bei einzelnen Stücken von Gastmusikern wie Andreas Gabriel (Geige), Dani Häusler (Bassklarinette) und David Märki (Hackbrett) erweitert. Sonst sind die beiden Örgeler Thomas Aeschbacher und Simon Dettwiler am Werk mit dem Bassisten und Gitarristen Jürg Nietlisbach. Sie spielen „Schweizer Volksmusik“ im ungejäteten Garten, denn da kommt der Cha Cha Cha dazwischen auf, nordische Klänge sind zu hören, aber auch Balkan und Jimmy Hendrix sind vertreten. Nicht dass Pflanzplätz jetzt Jimmy Hendrix spielt, aber seine Musik fliesst in die Volksmusik ein. Es ist herrliche Musik, erfrischend und für offene Ohren und Herzen geeignet. Örgeli Freundinnen und Freunde finden sicher auch ihren gefallen, denn da wird mit sovielen unterschiedlichen Instrumenten musiziert wie: Schwyzerörgeli, Langnauerli, Bass-Örgeli und Stöpselbassörgeli. So macht Volksmusik richtig Spass und in dieser Qualität mit dieser Freude und dem Spielwitz sowieso.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Vom Gipfel Is Tal“ (Hitmill/Phonag)

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Der bereits bekannte Männerchor der besonderen Art ist wieder zurück. Es hat einige positive Neuerungen bei den Liedern gegeben. Die Männer sind noch dieselben und somit auch die Mischung der Dialekte. Der Vortrag der Lieder hat sich geändert, nicht jedes Lied wird von Jodel begleitet, sondern das eine oder andere Lied ist ziemlich Folkpop. Was ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass es immer noch eine Schönwetter Musik ist, und das wollen sie ja sein, nämlich die Herzen erfreuen. Trotzdem ziehen da und dort auf dem Weg vom Gipfel ins Tal Nebelschwaden vorbei. Ein schönes Beispiel ist „Di Bueb“. Lustig gelungen ist „Langnau im Ämmital“ wo die Geschichte erzählt wird von einer Begegnung mit einer schönen Frau im Zug von Bern bis Luzern, sie steigt in Langnau aus, er versucht ihr wieder zu begegnen. Die Geschichte kennt man, aber nicht diese lustigen Reimereien mit den Ortschaften von Ostermundigen bis Entlebuch. Ich finde dieses Album gelungen und wie es weitergeht darf man gespannt sein.

Fredi Hallauer