DR EIDGENOSS

Album: „Freiheit“ (Universal Music)

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Dr Eidgenoss ist ein jüngerer Volksmusikant mit Rockattitüden. Er spielt Schwyzerögeli, Alphorn, Büchel und singt. Mit dabei ist Daniel Thürler am Schwyzerörgeli, Alfred Mosimann am Kontrabass und es singt noch Maria Fischer-Bircher die zweite Stimme und bei drei Liedern oder Jodeln den Lead. Die Musik fetzt so richtig los, das ist Schwyzerörgelimusik mit natürlichem Drive und dort wo es ums tanzen und festen geht, entsteht das natürlich und nicht mit Soundeffekten. Die Texte sind ehrliche Texte der Berge und der Liebe und maria Fischer-Bircher schrieb einen Text als Seelenwärmer wenn es einem nicht gut geht und einen für die Anerkennung. Nicht ganz einordnen kann ich den Bonus Track, welcher in Berlin mit Keyboards produziert wurde aber im Innerschweizer dialekt gesungen wird, wie die anderen Lieder auch. Dieses Album ist Urschweiz und Volksmusik pur ohne politisch oder nationalistisch gefärbt zu sein.

Musik hören

Fredi Hallauer

AIRE (EVELYN & KRISTINA BRUNNER mit JONATAN BLATY

Live: Im ONO Bern am 3. Februar 2018

Bild Fredi Hallauer

Die beiden zeitgenössischen Volksmusikantinnen und Folkmusikerinnen haben sich mit dem argentinischen Bandoneonspieler, Gitarristen und Sänger zur Gruppe Aire zusammengetan. Das neue Programm spielten sie an diesem Abend in einem vollbesetzten ONO. Die beiden Frauen spielten häufig das Cello und den Kontrabass, dazwischen nahmen sie auch das Örgeli zur Hand. Jonatan Blaty führtre mehrheitlich durch das Programm, welches eine Reise, vor allem durch lateinamerikanische Länder, Musik und Rhythmen führte, dann aber auch in die Schweiz und nach Griechenland. Die Vielseitigkeit der Drei war verblüffend. Wunderschönes Cellospiel zum Bandoneon, perkussiver Bass zur Gitarre und plötzlich übernimmt der Kontrabass die Melodie. Aus dem Walzer 1993, einem relativ traditionellen Stücklein Schweizer Volksmusik wurde ein feuriger Schweizer Walzer mit argentinischem Gewürz, d.h. Schwyzerörgeli, Bandoneon und Cello. Ein Kernstück war ein argentinischer Walzer, welcher die Brunner Schwestern von Jonatan Blaty lernten, dann an einem Volsmusikfest in der Schweiz von einer Ländlerkapelle hörten und in einem Lehrbuch über Schweizer Ländlermusik fanden in der Rubrik „Oft gespielte Stücke aus dem Ausland“, da schliesst sich der Kreis. Das man mit dem Schwyzerörgeli auch Cumbia spielen kann zeigte Kristina Brunner und dass aus Lateinamerika auch ungerade Rhythmen kommen dokumentiert das Stück, welches die Schweizerinnen den 11er nennen. Ein herrliches Konzert, sympathisch, lehrreich und ein Ohrenschmaus.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

TARAF DE BERNE

Album: „Lautareasca Elvetia“ (Narrenschiff)

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Das Quartett aus Bern widmet sich ganz der rumänsichen Volksmusik. Mit Geige, Gitarre, Akkordeon und Kontrabass nehmen sie diese Aufgabe wahr. Die 12 Stücke fahren meistens in die Beine, eignen sich aber auch zum Zuhören. Da sind Suiten dabei von neun und sieben Minuten, aber auch Tänze so um die drei Minuten. Die Musik ist hervorragend gespielt und sie tönen nicht anders als die guten rumänsichen Gruppen die ab und zu hier zu hören sind. In der Volksmusik sind Taraf De Berne sicher richtungsweisend.

Fredi Hallauer

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ALBIN BRUN & PATRICIA DRAEGER

Album: „Glisch D’Atun“ (Narrenschiff)

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Das Duo macht sich ihre Volksmusik selber oder ist das jetzt Weltmusik? Egal. Mit Schwyzerörgeli und Akkordeon, dazwischen auch mal das Sopransaxophon oder Duduk und einmal eine Accordina, spielen sich die beiden von Volksmusik bis in den Jazz hinein. Die zehn Stücke sind Eigenkompositionen in denen aber einige bestehende Melodien eingebaut oder darauf aufgebaut wird. So lässt sich plötzlich zu „Simelibärg“ Tango tanzen oder der „Friedberg-Jodel“ wird ein Instrumentalstück. diese filigranen Klänge belohnen einem bei genauem Zuhören. Ein Ohrenschmaus.

Fredi Hallauer

RÄMSCHFÄDRA

Album: „Gfäcket“ (Narrenschiff)

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Das Quartett spielt Volksmusik in einem eigenen Stil. Die drei Frauen und ein Mann beherrschen Flöten, Xylophon, Violinen Viola, Klavier und Cello. Sie geben bei den meisten Stücken und Tänzen ziemlich Vollgas. Den Reigen eröffnen sie mit einem schwedischen Tanz, es folgen Tänze aus dem Bündnerland, Bern, Schaffhausen, Dänemark, Schwyz, Baselland und Appenzell. Dazu gesellen sich noch ein paar Kompositionen von verschiedenen Komponisten. Die speziellen Arrangements kommen alle von der Gruppe selber. Eine liebliche Musik, voller Energie, die es in sich hat. So macht Musik Spass.

Fredi Hallauer