TENFORTY

Album: „The Way“

Die Basler Rockband veröffentlichte in diesen Tagen ihr Debütalbum. Das Quartett spielt melancholischen Rock, mit einiger Romantik gespickt, aber auch Indierock Einflüssen. Schlagzeug und Bass legen einen guten Boden, und der Schlagzeuger spielt sein Instrument sehr vielseitig und Varianten reich. Die beiden Gitarren bereiten die grossen Melodien vor und spielen sie dann auch aus, wenn sie nicht mit dem Rhythmus beschäftigt sind. Darüber kommt der leadgesang, unterstütz vom Harmoniegesang der Kollegen. Das Songwriting überzeugt. Ein Schwachpunkt ist manchmal die Stimme des Leadsängers, sie hat in dieser Produktion mit kleinem Budget, etwas wenig Druck, ich kann mir vorstellen, dass dies live besser ist. Manchmal wünschte ich mir, dass sie etwas mehr Mut hätten und frecher daherkämen, im Sinne von prägnanter. Es ist ein schönes Album geworden und mir persönlich gefällt „Joy“ sehr gut.

Fredi Hallauer

REDEEM

Album: „Paperthin Skin“ (Motor Entertainement)

Die Rockband kommt mit einem sehr starken Album daher. Stark im Sinne von kräftigem Rock. Bodenständige Bässe, klares Schlagzeug und Gitarrenobertöne legen das richtige Fundament um abzurocken. Der Gesang ist ebenfalls kräftig mit einer Baritonstimme. Oft sind es schöne Melodien welche der Sänger daherschmettert, aber er fällt immer wieder ins Schreien, was er eigentlich nicht nötig hat. Redeem widersetzen sich mit diesem Album den Widrigkeiten des Lebens und das machen sie sehr gut, mit viel Enthusiasmus und Lebensfreude.

Fredi Hallauer

VELVET TWO STRIPES

Interview:

Am Gurtenfestival sprach Fredi Hallauer mit den drei Musikerinnen.

Album: „Devil Dance“

Ja da tanzt wirklich der Teufel und alle wilden Kreaturen dazu, oder vielleicht sind es auch die Alten, welche seit den 60igern und 70igern Jahren immer noch wild sind. Es ist toll, dass junge Frauen wieder solche Musik spielen und viele jungen Leute die auch mögen, neben den erwähnten Alten. Die drei Frauen, verstärkt mit Schlagzeug und selten mit Orgel, lassen es so richtig rocken. Zwei Gitarren, zwei heisse Stimmen und ein satter Bass rocken sich durch zwölf eigenständige Songs im Stil der grossen Bands der 60iger und 70iger Jahre. Die Leadgitarristin holt alles aus ihrer Gitarre heraus und das oft sehr bluesig. Es bleibt eigentlich nicht viel zu schreiben, als „Das ist Rock’n’Roll wie er sein muss“.

Fredi Hallauer