GOTTHARD

Album: „#13“ (Sony Music)

Das Studioalbum Nummer 13 erschien am Freitag dem 13. März und beginnt mit dem Song „Bad News“. Zwei Stunden nach dem Entscheid des Bundesrates mit den drastischen Massnahmen zum Corona Virus, legte ich die Scheibe in den CD Player (erhielt sie erst am Morgen) und da fällt einem Nick Mäder laut und eindringlich in die Ohren, er schreit „Bad News“. Welch ein Zufall, der dieses Album vielleicht zu einem geschichtsträchtigen Album macht. Gotthard rocken dann so richtig los. die Gitarren jaulen, Bass und Drums hämmern und pumpen den Rock richtig hoch. Das gibt wieder Mut und Lebensfreude in diesen Zeiten. Dann gibt es aber auch ein paar Besonderheiten auf diesem Album zu hören, nämlich „Missteria“, eine Rocknummer gepaart mit orientalischem Rhythmus und Gesängen, dann ganz neu interpretiert, den Abba Klassiker „S.O.S“ oder die wunderschöne Ballade „Marry You“. Der Losgeh-Rock steht im Vordergrund bei diesem Album und Nick Mäder ist toll bei Stimme, Leo Leoni und Freddy Scherrer holen alles aus ihren Gitarren heraus und der Bassist Marc Lynn lässt es wunderbar tief tönen. Der Schlagzeuger Hena Habegger pausiert immer noch und wird würdig von Alex Motta ersetzt. Mit zwei Bonus Tracks gibt das 15 Songs auf dem Album und rund eine Stunde Spieldauer, also auch in dieser Beziehung eine geballte Ladung Rock.

Fredi Hallauer

MODERN DAY HEROES

Interview:

Fredi Hallauer traf sich mit Serge, Gitarrist und Sänger, im Studio in Bellmund. Hier das Interview:

Album: „Thirteen“ (BrillJant Alternatives)

Das Bieler Rocktrio lässt es so richtig rocken. Hier sind Songs aus ihrer 13jährigen Bandgeschichte zu hören, welche teilweise von den vergriffenen Alben stammen, dazu gibt es eine ganze Reihe neuer Songs und Coverversionen. Bei einigen Songs hilft Marc Amacher kräftig mit und heizt noch zusätzlich ein. Die Band geht mit ihren Wurzeln ganz weit zurück, nämlich bis in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts zum Blues- und Folksänger Leadbelly mit dem Song „Black Betty“ und machen daraus einen Bluesrock Stampfer. Die Coverversionen passen sehr gut in das Album, denn sie werden sehr eigenständig interpretiert. Die handgemachte Musik von Modern Day Heroes macht richtig Spass und wer sich das am Morgen anhört kommt sicher gut durch den Tag, aber auch zur jeden anderen Tageszeit gibt dieser Rock gute Laune.

Fredi Hallauer

KOCKROACH

Album: „Something Real“

Das Trio aus der Region Biel hat nun nach 17 Jahren ihr erstes Album veröffentlicht. Elf Songs sind von ihnen und in einem Song haben sie Musik aus Night Rider einfliessen lassen. Die Drei lieben die Rockmusik der 80iger Jahre und ein paar heroes von heute und spielen Musik in dieser Art. Aufgenommen wurde im Probelokal, aber der Sound ist sauber und klar. Die Gitarre geht mit dem Gesang mit und die beiden anderen knallen einem den Beat um die Ohren. Hier hört man rauhen Rock, ungeschönt, ohne Firlefanz, einfach gerade aus und darum gibt es auch nicht mehr zu schreiben. Wer solche Musik mag, die gute alte handgemachte Rockmusik, der wird seine Freude daran haben.

Fredi Hallauer

MAËL

Album: „Homeland“ (Mondstein Records/CeDe.ch)

Maël ist eine begnadete Schweizer Sängerin und Songwriterin. Für diese Produktion hat sie sich ein paar Cracks aus der Schweizer Musikszene geangelt, allen voran Marco Figini (Gitarren), Max Lässer (Akustische Hawai Gitarre) dann verschiedene Schlagzeuger, Lesley Bogaert (Backing Vocals) und Andi Pupato (Perkussion). Entstanden sind soulige und rockige Songs, die herrlich luftig daherkommen und von Maëls Stimme beseelt werden. Die Songs bringen Sonenschein in die Herzen und Seelen und stehen auf der positiven Seite des Lebens. Hier gibt es handgemachte Musik zu hören und die hat Seele. Unbedingt reinhören.

Fredi Hallauer

FABIAN ANDERHUB

Album: „What Colour Is Your Sky“ (CeDe.ch)

Der Innerschweizer Gitarrist, Sänger und Songschreiber kommt nach einer längeren Pause mit einer geballten und satten Ladung Rock zurück. Seine Songs bewegen sich zwischen Rock, Bluesrock und Poprock. Musikalisch gibt er es gross durch mit Band und mehreren Background SängerInnen. Es tönt so als ob er bereit ist die grossen Bühnen zu erobern. Aber in all dem Bombast hört man doch sein Können an der E-Gitarre und filigrane Feinheiten heraus. Die Songs sitzen, ich könnte nicht sagen, dieser Song braucht es nicht. Mit Fabian Anderhub gibt es Rock mit nicht allzuviel Ecken und Kanten, alles sauber gespielt.

Fredi Hallauer