AURELIE EMERY

Album: „Un Gout De Rocher“

Die Unterwalliserin versteht es wunderschöne, mystische Klänge zu erzeugen mit ihrer Stimme, sparsame Elektronik und Perkussion und einem wunderbaren Kontrabassisten. Sie hat sich Gedichten der Walliser Dichterin S.Corinna Bille (1912-1979) angenommen. Diese Dichterin war extrem verbunden mit der natur, den Felsen und den Gletschern. So schafft Aurélie Emery mit ihrer modernen Vertonung und Interpretation dieser Texte ein Stück Heimat. Gesungen wird auf französisch. Diese Musik muss man anhören, sie ist unbeschreiblich, unbeschreiblich schön. Ein Anwärter für Album des Jahres.

Fredi Hallauer

LINDA VOGEL

Album: „Maps To Others“ (Radicalis Music)

Die Zürcher Harfenistin veröffentlicht ihr erstes Album. Ja sie hat die Harfe studiert, nein es ist keine klassische oder auch kein Folk Harfenalbum. Linda Vogel hat mit Technik die elektroakustische Harfe noch erweitert und so kann sie ganz neue Klangfarben und sogar Rhythmen mit der Harfe spielen. Mit ihr spielt auf dem Album noch ein Schlagzeuger und sie selber singt oder besser gesagt pflegt den Sprechgesang. Die Texte sind ziemlich philosophisch, aber verständlich. Sie singt, dass Mütter nie sterben, oder zieht die Beziehungsstatistik zu rate, kein Mensch ist eine Insel und weitere solche Texte gibt es beim Zuhören zu hören. Das Lied „Dasii“ ist in Mundart und erinnert an Gedichte von Kurt Marti, Linda Vogel sinniert über das Dasein und Sein lassen. Dieses Album hät viel für die Ohren und das Gehirn bereit, aner auch für die Seele.

Fredi Hallauer