KINGS ELLIOT

EP: „Bored Of The Circus“ (Universal)

Die Schweizerin mit Wohnsitz in London hat bereits die zweite EP veröffentlicht und sich nochmals deutlcih gesteigert. Es sind intime persönliche Songs, spärlich instrumentiert aber mit grossartigen Chören ausgestattet, welche sie alle selber einsang. Ihre schöne Stimme klingt stark und gleichzeitig auch zerbrechlich und genau diese Mischung geht unter die Haut. Musikalisch ist sie unter Alternativ einzuordnen. Das sind fünf Songs denen man ewig lauschen könnte.

Fredi Hallauer

MARIO BATKOVIC

Album: „Introspectio“ (Invada Records)

Mario Batkovic, der Akkordeonist aus Bern, hat sich wieder einmal ein bisschen neu erfunden. Er spielt seine Musik nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch mit einem 40 stimmigen Chor, oder mit Synthesizern, unterstützt durch modulare Synthesizer und Schlagzeug. Aber ganz der Reihe nah. Das erste Stück ist ein Text aus dem Jahre 130, welchen er vertont hat. Der Chor tönt wie eine Kirchenorgel oder mario Batkovic sein Akkordeon, wenn er es sehr getragen spielt. Dann kommt ein Stück welches Mario Batkovic, Clive Deamer und Matt Williams zusammen komponierten und auch zusammen spielen, da werden alle Register mit Akkordeon, Synthies und Schlagzeug gezogen. Es folgt ein weiteres Stück mit einem anderen Synthie Mann, das etwasa ruhiger ist und dann noch mit einem Saxophonisten zusammen. Die letzten beiden Stücke spielt Maria Batrkovic alleine, einmal mit Synthesizer und einmal mit dem Akkordeon. Sein Synthesizer Spiel ist eigentlich eine Erweiterung des Akkordeons. Das alles ist sehr spezielle Musik und wer sich dabei melodiöse Akkordeonmusik vorstellt, der liegt falsch. Es sind Muster, Wiederholungen, Geräusche und mehr, welche sich zu einem Klanggebilde oder -gemälde zusammenfügen. Manchmal braucht es Nerven und manchmal kann man das Kopfkino in Betrieb nehmen. Die Musik welche Mario Bastkovic spielt ist sicher einzigartig.

Fredi Hallauer

ORGAN MUG

Album: „Solastalgia“ (Irascible Records)

Der Waadtländer Musiker und Produzent nahm entgegen seinen Gewohnheiten ein relativ leichtes fröhliches Album auf, was die Musik betrifft. Inhaltlich geht es um das ökologische Leid. Er stellt das teilweise in den Kontrast zur Musik, zumindest am Anfang des Albums, später wird es dann doch immer tragischer, bis am Schluss nur noch Grillen zirpen. Um diese ganze Geschichte umzusetzen hat er sich einige Musiker in den Dachstock eines Bauernhauses geholt. Mit dabei ist Emilie Zoé, welche mit ihrer schönen Stimme dem ganzen Werk einen markanten Klang gibt. Ein Komponist von klassischen Orchesterwerken hat er auch beigezogen und viele Musiker. Musiziert wird mit allem was tönt und halt irgendwo auf einem Bauernhof herumliegt, so hat man zumindest das Gefühl. Realität ist, dass hier nichts dem Zufall überlassen wurde und das ganze Werk sehr reif ist und bis ins Detail überlegt. Ein Album für Menschen welche gute Musik mögen, aber auch das verspielte in der Musik.

Fredi Hallauer