VARIOUS ARTISTS

Album: „Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert – Staffel 6“ (Phonag)

An der 6. Staffel des Schweizer Tauschkonzerts Sing meinen Song nahmen neben dem Host Dodo, Nic Maeder und Marc Lynn von Gotthard, Zian, Nicole Bernegger, Kings Elliot, Aurel Hassler von der Stubete Gäng und Gigi auf dem Sofa Platz. Dieses Album mit 49 Songs kann man sich sehr gut anhören, wenn man die Fernsehsendungen dazu nicht gesehen hat. Es ist eine wundervolle Popmusik mit vielen Facetten und Überraschungen. Eine grosse Wundertüte war Gigi, sie rockte, rappte und machte weitere coole Sachen. Nicole Bernegger zog auch viele Register ihres Könnens und singt Schweizerdeutsch und Deutsch. Zian ist oft recht rockig und er bläst Susaphon oder trommelt. Aurel Hassler zeigte, dass er nicht nur Stubete Gäng kann, sondern vielmals sang er sehr ruhige Lieder und badet in melancholischen Songs, und das steht ihm gut. Kings Elliot besticht mit ihrer Stimme, bei jedem Song neu. Gotthard Sänger Nic Mäder singt sogar bei zwei Songs den Refrain auf Schweizerdeutsch. Dodo ist ja immer für Überraschungen gut und das macht er auch so, wie man es von ihm gewohnt ist. Einzelne Songs hervorzuheben ist schwierig, denn es sind alle Songs auf ihre Art sehr gut. Bei den Videos habe ich einfach ein paar ausgewählt.

Fredi Hallauer

MOIRA X OTRAVA

Interview:

Am Zermatt Unplugged sprachen Fredi und Kathrin Hallauer mit Moira X Otrava

Album: „Planet Moirava“ (TURBOmusic)

Moira X Otrava ist ein gelungener Zusammenschluss der Sängerin und Keyboarderin Moira mit der Balkan/Klezmer Band Otrava. Da geht auch auf dem Album ziemlich die Post ab. Otrava spielt mit Trompete, Posaune, Klarinette, Akkordeon, Geige, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Mitglieder von Otrava singen ebenfalls. So entstand eine grosse musikalische Palette mit Frauen und Männerstimmen, teils auch gemeinsam. Musikalisch ist es einfach Folk, stark von Osteuropa beeinflusst, aber auch Chanson, Jazz und Pop sind zu hören. Gesungen wird in den verschiedensten Sprachen, auch Französisch und Mundart. Das ist für mich ein Wow Album. Da ist Energie vorhanden, aber auch Melancholie, hohe Musikalität und viel Spass. Man muss sich einfach auf den Planet Moirava begeben, es ist ein Erlebnis, das sich lohnt.

Fredi Hallauer

AMBÄCK

Live: „Wolkenbödeler Tour“ in der La Cappella am 12. Mai 2025

Bild Fredi Hallauer

Markus Flückiger an verschiedenen Örgeli, Andreas Gabriel an Geigen und Bratsche und Pirmin Huber am Kontrabass spielten ein Vollmondkonzert in der La Cappella. Sie spielten eine neue Volksmusik mit Wurzeln in der Innerschweiz. Sie bedienten sich bei traditionellen Stücken, nahmen einen kleinen Teil heraus und fuhren dann mit diesem Muster weiter. Ein Teil der Stücke bestand aus Pattern der Volksmusik, und der Bass spielte eher jazzige Bassmelodien dazu. Andere Stücke waren zusammengesetzt aus neuen Melodien, welche sich aber auch wiederholten, aber nicht im traditionellen Stil. Weitere Stücke waren ineinander verstrickte Melodien, ruhig und filigran. Zum Schluss und als Zugabe gab es noch zwei Stücke, welche Markus Flückiger für sein Stöpselbass Örgeli schrieb, und ein Stück von Rees Gwerder. Das war wiederum ein Abend mit Musik zum Lauschen und Geniessen.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

FERRIER

Album: „Flachland“ (Zytglogge)

Ferrier, das ist Christoph Ferrier, der Liedermacher und Pianist, welcher bereits 1977 am Gurtenfestival auftrat und ein paar Alben veröffentlichte. Später machte er sich einen Namen als Chorleiter und Musiklehrer an verschiedensten Schulen. Nun ist er endlich zurück, mit einem neuen Album. Die Musik ist nicht mehr wie früher, sie ist mit der Zeit gegangen. Etwas Piano ist zu hören, aber sonst begleitet sich Christoph Ferrier auch mit Synthesizer. Ein paar Gastmusiker:innen an Posaune, Bass, Perkussion und Backing-Stimme helfen bei einzelnen Liedern. Das wesentliche ist geblieben, Christoph Ferrier ist immer noch der sehr talentierte Liedermacher, mit Texten, die es in sich haben und welche typisch für ihn sind. Die Geschichten handeln in Bern und sind doch global. Es sind reife Lieder geworden. Er erzählt vom Alt werden, von Träumen, von früheren Zeiten und jungen Jahren. Nichts ist sehnsüchtig oder bereuend, es sind einfach so herrliche Texte. „We d mi nümm wosch gseh, tue eifach d’Ouge zue“ oder „Eifach nümm so richtig ufe/ s längt no knapp i d Rooftop Bar/ E Chrüzfahrt uf dr Luftmatraze/ Egusee statt Sansibar“. Mit diesem Album ist Christoph Ferrier wieder ein grosser Wurf gelungen.

Fredi Hallauer

FREDI STEINACHER

Live: „Frauengschichtn und Männersachn“ in der La Cappella am 10. Mai 2025

Bild Kathrin Hallauer

Der Österreicher Fredi Steinacher lebt seit einiger Zeit in der Schweiz, war aber auf der Bühne durch und durch Österreicher. Zusammen mit seiner Band, bestehend aus André Pousaz am Kontrabass, Simon Stirnimann am Tenor- und Sopransaxophon und Francis Coletta an der Gitarre, bot er einen Abend quer durch den Austropop von den 50er Jahren bis fast zu heute. Er sang nicht nur die Lieder der Austropop-Helden, sondern erklärte auch Österreich auf seine spezielle Art. Alle Lieder waren neu arrangiert und sehr stark interpretiert. Die Musiker waren hervorragend und liessen es rocken und swingen. Sie rollten einen musikalischen Teppich aus, auf dem Fredi Steinacher herumturnen konnte. Er brachte die Lieder in eine thematische Ordnung der für Österreich wichtigsten Dinge wie Liebe, Trinken und Tod. Das Programm fing bei der ersten Liebe an, ging dann in den Heurigen und die Folgen vom Trinken, nämlich Beziehungsdramen, dann das Umschmeicheln der Frauen, bis zum Tod. Fredi Steinacher sang Lieder von EAV, Falco, Ludwig Hirsch, Georg Danzer, Wolfgang Ambros, Reinhard Fähndrich und Georg Kreisler und weiteren. Es war eine sündige Austropop-Melange, wie angekündigt. Ein herrlicher Abend mit allem, was die österreichischen Liedermacher auszeichnet, dem schrägen und morbiden. Als Zugabe spielten und sangen sie noch ein Udo Jürgens Medley, denn auch er war Österreicher und der Gitarrist Francis Coletta spielte viele Jahre bei ihm. Beste Unterhaltung.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

LOVEBUGS

Album: „Heartbreak City“ (Lovebugs/Phonag)

Nach sieben Jahren sind die Basler in neuer Besetzung. Mit dabei ist noch Adrian Sieber (Gitarre, Gesang) und Florian Senn (Bass), neu dabei sind Matthias Gusset (Keyboards), Manuel Meisel (Gitarre) und Philipp Gut (Schlagzeug). Somit tönen die Lovebugs neu, etwas moderner und verbinden aber ihren Sound mit ihren Wurzeln, Der Gesang und die Kompositionen von Adrian Sieber sind weiterhin typisch für den Klang der Band. Wundervoll sind die Gitarrenwände hinter dem Gesang und das perlende Piano dazu. Lovebugs singen vom Abgrund, vom Untergang und der Hoffnung, dass es nicht so ist. Sie spielen sozusagen nahe der Abbruchstelle. Das Album ist vielseitig, mit ihrem typischen Stadionsound und intimeren Stücken. Vielleicht gewinnt das Keyboard mehr an Bedeutung in dieser Klangwelt. Die Lovebugs sind und bleiben ein sicherer Wert in der Schweizer Musikszene.

Fredi Hallauer

LILY HORN IS BORN

Live: „Next Live“ im BeJazz Club am 8. Mai 2025

Bild Kathrin Hallauer

Lily Horn Is Born ist ein Frauen-Saxophonquartett, welches sich beinahe vor ein paar Jahren auflöste. Sie fanden aber wieder eine neue Saxophonistin, um das Quartett zu komplettieren, und nahmen noch eine Jazzsängerin dazu.

Bild Kathrin Hallauer

Darum hat Lily Horn Is Born das next Live. Auf der Bühne standen und musizierten Helen Iten (Gesang und Holzblock), Annette Kitagawa (Alt- und Sopransaxophon, Flöte und Klarinette), Naima Gürth (Altsaxophon und Gesang), Fabienne Hoerni (Tenorsaxophon) und Lisette Wyss (Baritonsaxophon und Bassklarinette). Die fünf Frauen boten ein faszinierendes Programm. Die Eigenkompositionen, wie die Fremdkompositionen, waren erfrischend arrangiert, sogar wenn die Musik einmal traurig wurde. Helen Itens Stimme passte bestens zu den Saxophonklängen. Es war wirklich ein ganzes, es dominierten weder der Gesang noch die Saxophone, alle hatten Platz im selben Song und sogar für Soli der Saxophonistinnen blieb noch genügend Raum. Sie spielten einige Stücke einer Schweizer Pianistin und Komponistin, welche vor etwa zwei Jahren verstarb. Die Frauen erklärten dazwischen ihre Songs mit Geschichten aus dem Alltag, egal ob es um ein Fussmassagegerät von der BEA ging, oder die Wut im Bauch, weil man verlassen wurde. Es war ein wundervolles Konzert und hoffentlich bleibt Lily Horn Is Born noch lange lebendig.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

VISIONS IN CLOUDS

Album: „Leave Me“ (Little Jig Records)

Dies ist das vierte Studioalbum der Luzerner Popband. Mit ihrem Indie Pop bis Synth-Pop verstehen sie es, einen zu begeistern. Die Musik ist leicht, die Texte sind melancholisch und auf ihre Art hoffnungsvoll. Das ist aufstellender Sound. Der Gesang wird von mehreren Bandmitgliedern übernommen und so wird das Album abwechslungsreich. Das ist Musik zum Hören und Tanzen.

Fredi Hallauer

NOLA

Album: „Lost & Found“

Nola kommt von Basel und ist eine Sängerin, Multiinstrumentalistin, Komponistin und Produzentin. Sie spielte ihr neues Album alleine ein, produzierte es auch alleine. Es sind zehn Songs zu hören. Stilmässig ist es Elektropop, Englisch und Französisch gesungen. Die Musik ist leicht, richtig geeignet für heisse Sommertage. Nola hat eine feine und klare Stimme. Die Lieder handeln von Selbstfindung mit den verschiedensten Facetten. Zu der Musik und der Stimmung passen die französischen Lieder besser, aber auch die englischen Songs sind gut. Der Wiedererkennungswert der einzelnen Lieder ist nicht sehr gross, dank der Sprache fallen einem doch deutliche Unterschiede auf. Ein erfrischendes easy Listening Album.

Fredi Hallauer

CASPAR VON NEBENAN

Album: „Chrottepösche“ (Lauter Musik/Irascible)

Diese Band ist ein Quintett aus Zürich. Fünf junge Musiker:innen taten sich zusammen, mit Geige, Akkordeon, Schlagzeug und zwei Bässen plus Gesang. Entstanden ist eine vielfältige Musik aus Indie Folk, vielen virtuosen Soli und einem Hauch Klezmer. Gesungen wird Mundart und Deutsch, mal alleine, dann wieder im Doppel. Es singen meistens Frauen, aber Männerstimmen sind auch zu vernehmen. Inhaltlich bewegen sich die Texte zwischen belanglos, jugendlicher Liebe oder gesellschaftskritischen Themen. Schöne Klänge, schöne Stimmen und Musik, wie man sie nicht alle Tage hört. Hörenswert.

Fredi Hallauer

MARC ROSSIER RO’S BLUE

Album: „When A Soul Is Gone“ (www.marcrossier.com)

Der Gitarrist und Sänger Marc Rossier hat zusammen mit Peter Enderli am Bass und Christof Jaussi am Schlagzeug und Backing Gesang, ein wunderbares Album aufgenommen. Bei zwei Songs spielt Andreas „Chnuffi“ Michel Orgel und E-Piano. Marc Rossier setzt bei diesem Album sehr viele seiner Saiteninstrumente ein, nämlich elektrische und akustische Gitarren, Dobro, Coral Sitar und Ambient Gitarren. Zu den Gitarrensounds versteht es Peter Enderli passende Basslinien und Rhythmen zu spielen. Christof Jaussi gibt den nötigen Rhythmus an. Marc Rossier besingt die verschiedensten Themen wie Fernbeziehung, sich selbst zu feiern, oder die schönen Erinnerungen, welche bleiben, wenn jemand verstorben ist. Die Musik bewegt sich zwischen Americana, Singer/Songwriter, Blues und Rock. Im Zentrum der Songs steht die Gitarre, und die versteht Marc Rossier sehr kreativ und melodiös zu spielen. Es ist einfach ein Genuss, diesem Album zu lauschen und dazwischen in den eigenen Träumen zu versinken.

Die Videos sind etwas älter und live, die Songs sind aber auf dem Album und in dieser Besetzung gespielt.

Fredi Hallauer

LOS SEREJ

Album: „Biuder“

Los Serej, das sind Serej, der Rapper von Wurzel 5 und Chlyklass, zusammen mit dem Bassisten Jürg Schmidhauser und dem Schlagzeuger Andreas Knecht. Serej spielt das Klavier. Andreas Knecht ist noch für die Texte mitverantwortlich. Serej hat vor ein paar Jahren ein Album mit seinen berndeutschen Liedern gemacht. Nun hat er einen Teil der Lieder mit dieser Band eingespielt und neue Lieder dazu geschrieben. Es sind Betrachtungen des Alltags. Es wird philosophiert in der Art eines Mani Matters. Zu diesen von Mani Matter beeinflussten Liedern gehören „Anyway“, „Beides“ und „Meh“, aber auch in anderen Liedern kommt der Stil zum Ausdruck. „Für Di“ stammt noch aus der Wurzel 5 Zeit, aber mit dieser Band und Schmidi Schmidhauser am Tres tönt es frisch. Das wichtigste Lied für mich ist „Langsam pressiere“ eine gut getroffene Beobachtung zu unserem Verhalten betreffend Klimaschutz. Los Serej haben einen eigenen Stil entwickelt, zwischen Liedern und Rap. Platz für Entwicklung gibt es noch in der Melodie, es tönen melodisch alle Lieder etwas ähnlich, was natürlich das Chanson auch in sich hat. Die Texte sind da wichtiger.

Fredi Hallauer

PHILIPP FANKHAUSER

Live: „Ain’t That Something“ Tour im Casino Theater Burgdorf am 3. Mai 2025

Bild Kathrin Hallauer

Pünktlich stand die ganze sechsköpfige Band (mit Philipp Fankhauser) auf der Bühne und legte los. Sie spielten Blues um Blues aus den Klassikern von Philipp Fankhauser. Nahtlos gingen die Songs ineinander über. Erst nach längerer Zeit begrüsste Philipp Fankhauser das Publikum und erklärte, was noch zu erwarten ist. Nach einem weiteren früheren Song spielten sie dann einen Song vom neuen Album und dann gab es eine Pause.

Bild Kathrin Hallauer

Nach der Pause eröffnete Philipp Fankhauser das zweite Set mit „L’Italiano* aus dem neuen Album. Er erklärte auch, wie das Album entstand und hängte dann gleich das Cajun/Zydeco Stück „Monsieur Thibodeaux“ an. Der Saxophonist übernahm das Frottoire (Waschbrett) und der Tastenmann spielte das Akkordeon.

Bild Kathrin Hallauer

Da sie schon mal musikalisch in New Orleans und Umgebung waren, kamen gleich noch zwei Songs dazu. Einer war „Iko Iko“ wo der Tastenmann einen grossen Teil des Gesangs übernahm, mit einer Stimme, welche sehr an Dr. John erinnerte. Weiter ging es dann mit zwei Countrysongs, „Chasch mers gloube“ von Hannery Ammann wurde ebenfalls gesungen. „In The Ghetto“ durfte natürlich auch nicht fehlen. Mit ein paar weiteren Soul und Blues-Songs fand das Konzert nach gut zwei Stunden (plus Pause) sein Ende. Es war ein hervorragendes Konzert. Die Band, in der Standardformation, bildet wirklich eine eingeschworene Gemeinschaft und die Musik sitzt. Die auf der Bühne hatten an diesem Abend eben so Freude wie diejenigen im Saal. Philipp Fankhauser und seine Band sind einfach ein Genuss.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

BLISS

Live: „Kater“ im Stadttheater Olten am 2. Mai 2025

Bild Kathrin Hallauer

Die A Cappella Comedy-Gruppe ist mit ihrem neuen Programm unterwegs. Das Programm heisst Kater. Die fünf Männer starteten mit Gesang, Begrüssung und dann erzählten sie mit den Liedern und dazwischen, wie das bei ihnen heute so zugeht, hinter der Bühne vor und nach der Show. Die einzelnen Sänger wurden vorgestellt und was sie so machen. Dazwischen gab es einen etwas längeren Teil mit Text. Publikumbefragung gehörte ebenfalls dazu, alles mit 26, da Bliss dieses Jahr ihr 26. jähriges Jubiläum feiert.

Bild Kathrin Hallauer

Wieder der eine und andere Song und dann kam der Schwachpunkt des Abends. In einem sehr langen Teil erzählten sie die 26 Jahre. Aber nicht nur was Bliss gemacht haben, sondern auch die einzelnen Mitglieder inkl. Vater werden und wieder Vater werden, wer wann eine Frau kennenlernte und wieder verliess. Es hatte lustige Dias dazwischen und ein paar coole Sprüche, aber zu viele Informationen und nicht durch Lieder aufgelockert. Vor der Pause sangen sie dann noch einmal ein paar Lieder. Nach der Pause wurde mehr gesungen und die einzelnen Sänger wurden mit ihren speziellen Fähigkeiten präsentiert. Der eine spielte E-Gitarre im Metal Stil, der andere Steeldrum.

Bild Kathrin Hallauer

Sie erzählten von ihren Kindern und sangen entsprechende Lieder. Ein längerer Song befasste sich mit der Gesundheit und Fitness jedes einzelnen, auf eine lustige und realistische Art. Der zweite Teil überzeugte und endete in einem Art Medley mit vielen bekannten Hits aus der Schweiz und international. Witze und Sprüche waren lustig und der Gesang perfekt. Bliss war nie überspannt und auch die Sprüche unter der Gürtellinie gab es nicht mehr, oder höchstens andeutungsweise. Das Publikum war begeistert, wir ebenfalls. Dieses Programm darf sich sehen und vor allem hören lassen.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

POLAR KLUB

Album: „Picturesque“ (Irascible)

Die jungen Musiker der Berner Band sind wütend über vieles, was im Moment auf der Welt vor sich geht. Sie versuchen aber, ihre Wut in Kreativität umzuwandeln. Das Resultat ist ihre Art Postpunk und Shoegaze. Nicht immer ist es gelungen, gelassen und sanftmütig zu sein, das Lächeln hört man oft zwischen den Zeilen. Es ist ein schönes Stück Rockmusik. Die Songs gleichen sich etwas stark, oder der Wiedererkennungswert der einzelnen Songs ist nicht vorhanden. Im Songwriting gibt es also noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Fredi Hallauer