HELENKA

Album: „Vocal Desaster“ (Helenka)

Helenka das ist Helena Danis aus Bern mit slowenischen Eltern. Sie ist ebenso Komödiantin wie auch Dichterin. Sie singt Mundart und auch mal Deutsch. Ihre Musik ist minimaler Elektropop der lockig, flockig daherkommt und die Liedtexte total unterstützt. Aber diese Texte sind der Wahnsinn in der wirklichen Bedeutung des Wortes. Da ist ein Liebeslied an die Geburtsstadt Burgdorf, das die Stadt nicht zu Werbezwecken verwenden wird. Sie wird kabarettistisch zur Singlehrerin oder Atemtherapeutin, oder singt über die Liebe zu einem Haustier. Aber auch Medikamente, welche die Kinder brav machen bekommen ihren Speck weg und noch vieles mehr. Wie gesagt diese Lieder sind schräg, wahnsinnig, verrückt und trotzdem ist da viel Wahrheit darin verpackt. Es ist schon lange her, dass jemand so erfrischende Songs gesungen hat und so frech und ehrlich.

Fredi

NAMAKA

EP: „Water On The Sun“ (Mouthwatering Records)

Das Elektropop Trio spielt auf dieser EP fünf quirlige, sonnige Songs. Die Frauenstimme singt sich sofort ins Herz. Analoge und digitale Synthesizer legen schöne Popmelodien zwischen den Gesang und das quirrlige Schlagzeug und die Beats. Das ist Popmusik mit Niveau wie sie eigentlich häufig im Radio laufen sollte. Gutes Songwriting und Abwechslung zeichnen diese EP aus.

Fredi Hallauer

LUMAE

EP: „Thoughts“ (Quartz Records)

Das Luzerner Duo macht Elektropop mit analogen Instrumenten, Synthesizer und Stimmen. Tanzbar ist diese Musik kaum. Es sind sehr konstruierte Klanggebilde. Die Stimme führt die Melodie und dazu werden Störgeräusche und Synthieklänge geschichtet. Die vier Songs, wovon der eine Songs zweiteilig ist, macht fünf Stücke sind unterschiedlich, träumerisch und für ein Live Konzert geeignet (das soll ncith spöttisch tönen in diesen Zeiten). Nicht eine einfache EP.

Fredi Hallauer

KADEBOSTANY

EP: „Drama Act1“

Kadebostany aus der Romandie, schreiben ein neues Kapitel, oder vielleicht ein neues Buch in ihrer Geschichte. Dies ist der Act 1 ihres Dramas, wie sich die EP nennt. Wirklich, Kadebostany tönen anders, sie haben sich neu erfunden. Die Musik ist ruhiger, melancholischer und vielleicht etwas dunkler, zumindest nicht schrill. Tanzbar bleiben sie immer noch. Sehr angenehme Sounds und verschieden Leute am Gesang überzeugen. Kadebostany bleibt mit dieser EP immer noch an der Spitze der Popmusik. Vier Songs und ein Radio Edit bieten 18 Minuten Musik. Besonders gefällt mir „Take It Away“ mit orientalischen Elektrobeats und Gesang, welcher vom Orient angehaucht ist. Wunderbar.

Fredi Hallauer

DAIF

EP: „Bitte Baby“ (Irascible)

DAIF kommen aus Frauenfeld und machen Mundart Elektropop. Aber ehrlich gesagt, diese EP wäre besser nicht erschienen. Die Musik ist absolut 0815 in der unteren Tabellenhälfte, aber das würde noch gehen wenn die Texte gut wären. Das sind sie aber nicht, sondern sehr pubertär und irgendwo verwechseln sie Liebe mit Geschlechtsverkehr, anders kann ich mir nicht vorstellen, dass sie minutenlang von „vögle“ und „ficke“ singen. Da bleibt nur zu schreiben: Finger weg.

Fredi Hallauer

TRUE

Album: „Made Of Glass“ (Mouthwatering Records)

Das spezielle Duo bestehend aus Daniela Sarda und Rico Baumann begeistern mit ihren Songs, welche im intelligenten Elektropop eingeordnet werden können. Sie singen über schwierige Situationen im Leben, welche die meisten kennen, tun das aber bejahend. Das Album dient der Band selber als Therapie um das Leben lebenswert zu machen. Sie machen das auch für uns mit ihrer rhythmischen Elektronik und einer zarten Stimme Frauenstimme, welche aber dazwischen auch etwas lauter werden kann. Ein neuzeitliches Album das eigentlichen vielen Leuten gefallen muss, welche nicht unbedingt auf Mainstream stehen.

Fredi Hallauer

RE:DASEIN

EP: „Re:Dasein“

Das Duo Re:Dasein besteht aus Sebastian Muxfeldt und Valentin Hebel. Sie frönen den schönen Elektropop mit Songs über schnöde Sehnsucht, schönes Scheitern und schillernde Selbstzerstörung. Es sind vier geschliffene Songs, der erste hat noch ein paar schöne Kanten drin, aber die weiteren Songs gleiten plötzlich in die Nebenbei Musik, welche sie textmässig nicht verdient hat, musikalisch aber die Spannung nicht halten kann und auch nicht sehr interessant klingt.

Fredi Hallauer