TRUE

Album: „Made Of Glass“ (Mouthwatering Records)

Das spezielle Duo bestehend aus Daniela Sarda und Rico Baumann begeistern mit ihren Songs, welche im intelligenten Elektropop eingeordnet werden können. Sie singen über schwierige Situationen im Leben, welche die meisten kennen, tun das aber bejahend. Das Album dient der Band selber als Therapie um das Leben lebenswert zu machen. Sie machen das auch für uns mit ihrer rhythmischen Elektronik und einer zarten Stimme Frauenstimme, welche aber dazwischen auch etwas lauter werden kann. Ein neuzeitliches Album das eigentlichen vielen Leuten gefallen muss, welche nicht unbedingt auf Mainstream stehen.

Fredi Hallauer

RE:DASEIN

EP: „Re:Dasein“

Das Duo Re:Dasein besteht aus Sebastian Muxfeldt und Valentin Hebel. Sie frönen den schönen Elektropop mit Songs über schnöde Sehnsucht, schönes Scheitern und schillernde Selbstzerstörung. Es sind vier geschliffene Songs, der erste hat noch ein paar schöne Kanten drin, aber die weiteren Songs gleiten plötzlich in die Nebenbei Musik, welche sie textmässig nicht verdient hat, musikalisch aber die Spannung nicht halten kann und auch nicht sehr interessant klingt.

Fredi Hallauer

JESSIQUOI

Album: „Glitch Trigger (Chapter One)“

Die Elektropop Musikerin, Sängerin und Produzentin zeigt mit ihrem Debütalbum wie intelligenter Elektropop mit technoiden Einflüssen tönen kann. Das Album ist klar tanzbar und geht so richtig in die Beine und die Stimme wühlt sich in die Gehörgänge. jessiquoi kommt aus Australien, lebt in der Schweiz. Sie schafft auf diesem Album immer neue Parallelwelten, so wie es Australien und die Schweiz für sie auch sind. In diesen Welten treten neue weibliche Gestalten auf, welche jeweils die Heldinnen des Tracks sind. Absolut spannen zu hören, eingängig und trotzdem irgendwie sperrig. Acht Songs in 28 Minuten dauert das Spektakel.

Fredi Hallauer

TIM & PUMA MIMI

EP: „The Adventures Of Tim & Puma Mimi (Mouthwatering Records)

Tim und Puma Mimi, sie aus Japan er aus der Schweiz spielen seit 15 Jahren zusammen. Es sei vorweggenommen, das ist tolle Popmusik was die beiden machen. Hier gibt es acht Songs aus der Geschichte von Tim & Puma Mimi, zuerst ihr aller erster Song „Grey Sky“ der später als Remix nochmals zu hören ist. Einige der Songs tauchten so nicht auf ihren Tonträgern auf, sondern auf Samplern oder wurden hier ergänzt, oder wurden für eine EP geschrieben, schafften es aber dann nicht darauf. Das ist roher Elektropop zu dem die Party steigen kann. Diese acht Songs machen richtig Lust auf ein neues Album der beiden.

Fredi Hallauer

STAHLBERGER

Album „Dini zwei Wänd“ (Irascible)

Der St.Galler kommt aus dem Nichts mit einem neuen Album daher. Diesmal wieder mit Band. Viel Elektronik die sehr gut zu der Stimme von Stahlberger passt. Die Stimme wird nicht zugedeckt und das positive ist auch, Stahlberger tönt wie Stahlberger und wurde nicht durch die Elektronik gedreht. Das wesentliche an diesem Album sind natürlich die Texte und die Art der Interpretation. Also Stahlberger singt emotionlos, monoton, die verrücktesten Geschichten, eine Art Buster Keaton des Gesangs und natürlich in St. Galler Mundart. Seine Geschichten sind wunderbar, düster und verrückt. Zuerst führt er einem auf ein „Iisfäld“ später nach „Schaebikon“ oder zurück in die Schule. Sehr gut gefällt mir „Über Nacht isch en Sturm cho“ er hat alles neu verteilt in der Stadt. Es ist ein Genuss seiner Fabulierkunbst über unseren teils tristen Alltag zu lauschen.

Fredi Hallauer

GASPAR NARBY

EP: „A Star Makes Two“ (Radicalis)

Gaspar Narby kommt aus dem Jura und lebt zur zeit in London. Er ist Multiinstrumentalist und Produzent, er schreibt auch seine Songs selber. Es ist elektronische Musik, bei welcher er die Synthis auf Kassetten aufgenommen hat, damit es einen warmen Sound gibt. dieser Effekt ist wirklich verblüffend. Seine Experimente gelten im Moment der Stimme. als Elektroniker ist er fasziniert von der menschlichen Stimme und so kommen verschiedene SängerInnen zum Zug. er lässt teilweise die Stimmen wie sie sind, verfremdet sie aber auch. Der Klang dieser EP ist faszinierend und nach mehrmaligem Hören, lässt sich dieser Popmusik immer mehr abgewinnen. 

Fredi Hallauer