SAESCH

Album: „Umschtiege“ (CeDe.ch)

Der Zürcher Oberländer debütiert mit einem Mundartlieder Album. Er war bis knapp 40jährig immer sehr geschäftig und wie so viele auf Geld fokussiert. Nun steigt er um. Er macht eine Musik Stifti, wie er selber sagt, und schreibt Lieder über alles was ihn beschäftigt. Da geht es um die kleinlichen Behörden und Nachbarn, um Vater und Grossvater, Abholzung der Bäume für Coffee To Go, Umsteigen und noch einiges mehr. Die Lieder sind einfach, verdichtet, klar und fadengerade unterlegt mit ebensolcher Musik. Alles ist unkompliziert und trifft direkt ins Herz und hoffentlich auch ins Gehirn. An zwei drei Stellen hat der Lehrling in Sachen Texten, sich selber Stolpersteine eingebaut, nämlich Textzeilen die leicht holpern, aber Lehrlinge dürfen ja noch Fehler machen. Ich bin begeistert von dieser CD von Saesch, das ist Liedermacherei wie sie sein soll.

Fredi Hallauer

ANDY F.

Album: „Morbus Google“ (Beste Sonne)

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Andy F., der Liedermacher aus Zürich besingt die virtuelle und reale Welt der Mitmenschen. Die Texte sind sehr ansprechend und sehr treffend. Es geht um Liebe, um die verschiedensten Nachrichten die wir täglich über die Neuen Medien erhalten, das Partyvolk in Zürich, oder um Gedächtnisverlust und Einiges mehr. Musikalisch kommt das Album ebenso ansprechend daher. Er selber spielt Gitarre, seine Musiker blasen Trompeten, spielen das Schlagzeug und noch so dies und das. Immer bleibt die Stimme ganz im Vordergrund und sehr gut verständlich. Für mich ist Andy F. eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

ELSON COMPLEX

EP: „Languages“ (Speedchill)

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Hinter Elson Complex steht Juan Martinez Perez, ein in der Schweiz geborener Spanier. Er ist Liedermacher und Gitarrist. Das Album geht um die Mehrsprachigkeit und so singt er Deutsch, kurz Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch und Französisch. Warum eigentlich nicht Spanisch? Das Gitarrenspiel basiert auf klassischer Gitarre, kommt aber ziemlich gleichförmig und bei allen Titeln zu ähnlich daher. Mit der Mehrsprachigkeit und nur acht Titeln ist es so eine Sache, man kommt nie richtig hinein. Eigentlich eine gute Idee, welche noch verbessert werden kann durch das Songwriting und vielleicht der Instrumentierung wie Unterstützung durch Perkussion oder einem Cello oder so.

Fredi Hallauer