7EMA

Album: „Hassan“ (Irascible)

7ema stammt aus Bordj Bou Naama in den Bergen des Ouarsenis und wuchs zwischen einer belgischen Mutter und einem algerischen Vater auf, der ihm den Adhaan und arabische Gesänge weitergab. Er studierte in Basel klassische Gitarre und Barockgesang. Entschied sich nun für seine eigene Musik. Er macht Elektro-Arabisch-Sound auf: Raï, sahrauischen Rhythmen und Elektro-Pop, getragen von elektronischen Produktionen, und einer sorgfältig fingerpicked akustischen Gitarre. Das ist spannende Musik und vor allem tanzbar. Man muss diese Musik irgendwo zwischen Worldmusic und Fusion einreihen. 7ema singt Französisch und algerisches Darija. Inhaltlich stellt er die Fragen, welche wir immer wieder stellen und uns immer wieder gestellt werden. Wer bist du, woher kommst du? Es geht um Gemeinschaften in Nordafrika und Europa, um Exil und um Liebe. Eine spannende Musik eines spannenden Künstlers.

Fredi Hallauer

KALLEMI

EP: „Viajeras“ ( Levantine Music/Kallemi/Irascible)

Kallemi ist ein Projekt von vier Frauen. Jasmin Albash mit palästinensischen Wurzeln, La Nefera mit Wurzeln in der Dominikanischen Republik und den beiden Palästinenserinnen Maysa Dawn und Rasha Nabas. Die vier Frauen erarbeiteten ihre Lieder gemeinsam in Ramallah und traten in Basel damit auf. Unterdessen spielten sie bereits auf vielen Bühnen auf der ganzen Welt. Nun ist ihr erstes Album da und die Tour geht weiter. Mit mehrstimmigem Gesang und Rap spüren sie den Fragen nach: Wo bin ich zu Hause, wo gehöre ich dazu und verwandten Fragen. Der Gesang ist mit elektronischen Texturen ergänzt, da und dort eine Gitarre und immer wieder Trommelklänge. Kallemi singen und rappen auf Englisch, Spanisch und Arabisch. Der Sound und der Gesang sind wundervoll und da hört man viele Fragen, aber keinen Hass. Von solcher berührender Musik sollte es noch mehr geben.

Fredi Hallauer