SIM’S

Album: „Meme Pas Peur“ (Escudero Records/Disques Office)

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Der Rapper aus dem Jura Sim’s ist mit seiner neuen CD am Start. Er rappt auf französisch, aber in einem das man gut versteht und das Tempo ist auch nicht rasant. Yvan Peacemaker spielt die Instrumente und hat das Werk produziert. Dazu kommen noch ein bisschen Gitarre und eine Frauenstimme. Der Sound ist klar Rap, aber nicht knochenharter Rap. So verhält es sich auch mit den Texten. Sim’s rappt über Themen, zu welchen ein über 30 oder fast 40 jähriger etwas zu sagen hat. Der Titeltrack eignet sich sicher für Leute die den Zugang noch suchen müssen. Ein wunderschönes Album aus der frankophonen Schweiz, welches es über den Röstigraben schaffen müsste.

Musik hören

Fredi Hallauer

SIM’S

Interview: Am Zermatt Unplugged sprach Fredi Hallauer mit Sim’s

Album: „Il Reste La Chaleur“ (Escudero Records/Disques Office)

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Sim’s ist Simon Seiler und bereits in der Schule sagte man ihm Sim’s, das ist nun sein Name als Rapper. Er stammt aus dem Kanton Neuenburg und rappt darum französisch. Er macht das nicht einfach mit einem DJ, sondern mit einer ausgewachsenen Band. Dieses Album ist bereits vor einiger Zeit erschienen, ich entdeckte ihn aber erst am Zermatt Unplugged 2018. In diesen Wochen erscheint sein neues Album, welches auch hier besprochen werden wird.  Sim’s gibt ziemlich Dampf beim rappen und nichts tönt nach Jugendlich, es ist Rap für Erwachsene, eben die Kinder der 80iger Jahre. Die Texte sind ebenfalls erwachsen und der Sound ist wirklich cool. Er rappt über die Alltagsprobleme , über die Zukunft, die Stimmung vor dem Gewitter und auch um die Liebe. ein gelungenes Album.

Fredi Hallauer

STEFF LA CHEFFE

Interview

Am Gurtenfestival Sprach Fredi Hallauer mit Steffe La Cheffe

Album: „Härz Schritt Macherin“ (Bakara Music)

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Steff La Cheffe ist zurück. Wer erwartet dass die Berner Rapperin dort weitermacht wo sie aufgehört hat, liegt falsch. Steffe La Cheffe hat sich neu orientiert und einen neuen Produzenten, nämlich Ben Mühlethaler ins Boot geholt. Die Lieder erzählen von Beziehungen, oft gescheiterten oder schlechten Beziehungen und von den Schwierigkeiten mit der Liebe. Das Ganze ist eine eher traurige und düstere Angelegenheit und so tönt auch die Musik dazu. „Orion“ birgt Hoffnung in sich, „Habibi“ ist das fröhichste Lied. Die Texte sind aber zum Teil grossartige Poesie wie „Brachland“ oder „Boumhuus“. Wie ganz genau das „Guggisbärglied“ mit dieser pompösen Elektronik da hineinpasst, kann ich mir nicht erklären. Steff La Cheffe ist reifer geworden, aber auch schwieriger zu verstehen.

Fredi Hallauer

 

BLIGG

Album: „Kombination“ (Universal Music)

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Bligg ist nach einer längeren Pause zurück. Er spielt weiterhin seinen erfolgreichen Pop angehauchten Rap mit dem bewährten Team. Musikalisch geht die Post gut ab und viel Energie ist zu spüren. Den Einsatz von Gästen wie Marc Sway oder einem Gospelchor lockern alles etwas auf. Sonst ist die Musik der Titel sich doch ziemlich ähnlich, irgendwie wieder typisch Bligg. Textlich zieht der Rapper wieder viele Register und einige gute Ideen sind darunter, aber das grosse Album ist es lieder nicht geworden.

Fredi Hallauer

FRATELLI-B

Album: „Per Du“ (Tell Records/Musikvertrieb)

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Die Rapper Duo aus Zug ist wieder oder immer noch da, und das zum Glück. Die tollen Beats mit Tempo und Power die sie ihren Texten unterlegen sind schon mal hörenswert. Dazu kommen ihre Texte, schnell und kompromisslos mit tollem Flow kommen die daher, und immer gut verständlich. Dass es ihnen wichtig ist, was sie rappen sieht man darin, dass ein ganzes Booklet dem Album beiliegt mit den ganzen langen Texten. Das Album ist so vollbepackt wie jeder einzelne Songs und da gibt es wirklich 19 Songs zu hören. Sie rappen über den Alltag, aber sie sind auch älter und reifer geworden und darum ihr Alltag auch realistischer. Gut, der eine ist offenbar nur in Trainerhosen unterwegs „Trainerhose“, was doch einen Einblick in die Philosophie eines Trainerhosenträgers gibt. Sie sind auch im Alter der Klassentreffen „Klassetreffe“ und „Was zämeghört“ spricht für sich. Verschiedene Rap Kollegen und Kolleginnen helfen da und dort mit und auch musikalisch sind Gäste zu hören. Eine gelungene Rap CD.

Fredi Hallauer

ROOTWORDS

Album: „Warning Signs“ (Radicalis)

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Der Genfer MC Rootwords war seit seinem Debutalbum viel auf Reisen und hatte Auftritte in Südafrika, Swaziland, Sambia, Peru, China, Frankreich und der Schweiz. Von diesen Reisen hat er viele Eindrücke ins seine neuen Texte einfliessen lassen. Sie handeln von den Warnzeichen auf dieser Welt, welche wir endlich beachten müssten. Es ist textlich ein tiefgründiges Album und dreht sich nicht um das Ego des Rappers. Als Gäste sind ein Chinesischer Freestyler, ein südafrikanischer Avantgarde Musiker und eine sängerin zu hören. Die offenen Beats und Flows spielen die Live Band Block Notes. Es ist musikalisch raffiniert ausgetüftelt und die Beats nehmen einem schön mit dem Text mit oder transportieren den Text ins Gehirn. Ein positiv auffallendes Rap Album.

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Fredi Hallauer

TINGUELY DÄ CHNÄCHT

Album: „Calvados“ (Bakara Music)

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Tinguely dä Chnächt ist ein Rapper und Geschichtenerzähler der in die Musik verschiedene andere Stile einstreut, aber nie poppig wird. Die Beats sind eher altbacken. Die Geschichten erzählen aus dem Alltag, meist eines abgebrannten Typen. Die sonore Stimme macht alles etwas schläfrig. Die Geschichten hat man auch irgendwie schon gehört, wenn sie auch hier in milderer Form vorkommen, es geht aber doch vor allem um Alkohol, Drogen und Sex im weitesten Sinne und die Frage was ist der Sinn des Lebens und anderen Sachen. Begeisert mich leider nicht.

Fredi Hallauer