MAKEL & FRIENDS

Album: „Fast Train“

Die Seeländer Band um Martin Keller debütiert mit diesem Album. Mit dabei sind drei Sängerinnen, welche auch Trompete und Cello spielen. Gesungen wird englisch, französisch, deutsch und Mundart. Die Songs haben schöne Melodien. Das Album hängt mit der Vielseitigkeit nicht zusammen und ist ein bisschen ein Birchermüesli, bei dem eine Zutat fehlt oder zuviel davon dabei ist, so genau findet man es nicht heraus, aber etwas stimmt nicht. Dazu kommt der Gesang von Makel der ebenfalls von Makeln behaftet ist, schon die englisch Aussprache, war in den 70iger Jahren nicht nur OK. Ein Album welches wohl etwas zu früh erschien.

Fredi Hallauer

MARC AMACHER

„Bluesmacher“ im Bierhübeli am 26. Juni 2020

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Der Oberländer Blueser trat Solo auf und sehr speziell mit Mundartblues. Er adaptierte nicht einfach amerikanische Bluesnummern, nein er sang seine eigenen Geschichten, z.B. von einer Schildkröte, oder dem Nachbar der Löcher in die Wand starrte. Hoochie Coochie Man wurde zu einem Hutschi Kutschli in Brienz. Sehr stark waren seine Mani Matter Blues Nummern, in den Bluesakkorden mit mehr Text und anderen Wendungen in den Geschichten. Am Anfang war Marc Amacher wieder sichtlich nervös und er redete etwas viel, aber so ab der Hälfte des Konzertes spielte und sang er vor allem. Der Brienzer Blueser begeisterte einmal mehr mit seiner ganz persönlichen, sympathischen und querdenkenden Art.

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Fredi Hallauer

PASCAL DUSSEX & RESLI BURRI

Live im Gustavs Biergarten am 25. Juni 2020

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An einem wunderschönen warmen Sommerabend startete die Reihe der Gartenkonzerte. Pascal Dussex und Resli Burri waren angesagt. Normalerweise treten sie als Les Trois Suisses auf, diesmal unter ihren Namen. Das Programm war ein Liederabend, sie sangen und spielten ihre Lieblingslieder. Das Repertoire umfasste Songs aus dem Jazz, französische Chansons, Songs von Tom Waits, Randy Newman, Dr. John, aber auch Adriano Celentano und Zucchero und einiges mehr. Die begleiteten sich mit Gitarre, Banjo, Zuberbass, Kazoo. Singender Säge und Perkussion. Die Musik groovte und jede Person im Garten wippte dazu, egal ob 70 oder 2 jährig. Eim herrliches und gemütliches Gartenkonzert mit Niveau.

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Fredi Hallauer

PAUL ETTERLIN

Album: „Easy does it“ (www.pauletterlin.com)

Der Schweizer Musiker, Gitarrist, Sänger, Komponist und noch einiges mehr veröffentlichte sein sechstes Studioalbum. Diesmal singt er wieder englisch, was seinen Songs sehr gut ansteht. Der Album Titel ist Programm, denn es ist Easy Westcoast Rock den es hier zu hören gibt. Hervorragend ist einserseits der Gesang mit einer rauchigen rauhen schönen Stimme vorgetragen und dazu die E-Gitarre, welche dazu jubiliert. Aufgenommen wurde in zwei Studios in England und in Paul Etterlin’s eigenem Studio. Das ganze ist eine tolle Produktion, mit gutem Songwriting, lies abwechslungsreichen Songs mit Wiedererkennung. Das ist Musik zum Hören und geniessen oder auch zum Tanzen. Handgemachte Musik der besten Art und der richtige Soundtrack für diesen Sommer.

Fredi Hallauer

TINKABELLE

Album: „Greatest Hits … and some more“ (Phonag)

Um Tinkabelle war es Album mässig etwa sieben Jahre ruhig, live sind sie noch immer unterwegs in einer etwas geänderten Formation, da Tanja (Vocals) und Res (Banjo) die Band verliessen. Einige Aufnahmen der Band sind vergriffen, so stellten sie eine Greatest Hits und noch mehr zusammen. Die 18 Songs zeigen noch einmal die Bandbreite der Pop/Country/Folk Band aus dem Raum Zürich. Ihre handgemachte Musik ist herzlich, warm und erfrischend. Bei den Aufnahmen hat es auch ein paar Gäste wie Andrea Benz, Mae Ann Jordan auf einem unveröffentlichten Song, dazu kommen verschiedene Live Aufnahmen. Ein tolles Album.

Fredi Hallauer

HANK

EP: „These Days“(Radicalis Music)

Das Basler Quartett hat eine gemütliche EP aufgenommen. Wohlbekömmliche Musik und trotzdem nicht Durchschnitt sondern darüber. Mehrstimmiger Gesang, ja fast Chöre prägen den Gesang, dazu kommen Jazz angehauchte Gitarren oder Keyboards, feines Drum und ein satter Bass. Es ist Musik zum Wohlfühlen, Kuscheln oder was auch immer, aber nie ist diese Musik kitschig oder romantisch im herkömmlichen Sinne. Hank beweisen Eigenständigkeit.

Fredi Hallauer

SAM HIMSELF

EP: „Slow Drug“

Sam Himself lebt seit mehr als 10 Jahren in New York USA. Er ist vermehrt mit seinem Solo Projekt unterwegs und überzeugt auf der ganzen Linie. Im Juni 2020 wurde er auch Best Talent bei Radio SRF. Zuerst fällt einem seine betörende Baritonstimme sehr positiv auf. Er erzählt in seinen Songs vom Leben, auch vom Zürcher Nachtleben. Zu der Stimme kommt die Musik, Indiepop, welcher den namen verdient, eigenständig klingt und mit guten Musikern gespielt wurde. Das sind fünf Songs die einem sehr „gluschtig“ machen für mehr.

Fredi Hallauer

FLEXFAB & ZILLER BAS

EP: „Mugogo Part 1“

Der in der Schweiz lebende Produzent FlexFab lernte in Kenya den Rapper Ziller Bas kennen, welcher bei einem Auftritt von FlexFab mit rappen begann. Entstanden sind vier Songs mit moderner afrikanischer Club Musik mit Rap. Ziller Bas rappt in Suaheli, English und in seiner Muttersprache Giriama, d.h. eigentlich in einem Gemisch aus diesen drei Sprachen. Dieser Sound fährt in die Beine und begeistert sicher viele Clubbesucher welche tanzen wollen. Man darf auf weitere Teile dieser Zusammenarbeit gespannt sein.

Fredi Hallauer

ILS FRÄNZLIS

Album: „Mit Alles Und Scharf“ (Zytglogge)

Ils Fränzlis da Tschlin spielen sechs der 19 Stücke in der altbekannten Besetzung Kontrabass, manchmal Akkordeon, Bratsche, Cello, Geige und Klarinette und das alles von janett gespielt, nämlich Curdin, Madlaina, Cristina,anna Staschia und Domenic. Die andern Stücke sind mit drei Zusatzfränzlis aufgenommen worden, nämlich mit Barbara Gisler (Cello und Kontrabass), Niculin Janett (Saxophon) und Balthasar Streit (Trompete) und dazwischen wird auch mal gesungen. sie spielen viele traditionelle Stücke, aber genau die oft in der erweiterten Besetzung und auch einem erweiterten Volksmusik Verständnis. Der Jazz fliesst immer wieder sanft ein durch das Saxophon aber auch rhythmisch, am deutlichsten natürlich „Lush Life“ von Billy Strayhorn, dort aber auch wieder die Volksmusik im Jazz. „Il Cumün In Silenzi“ ist ein acapella Lied auf romanisch, welches auch den wunderschönen Klangkörper der Frauen und Männer Stimmen zeigt. Eigenkompositionen gibt es auch einige zu hören, die manchmal in ganz andere musikalische Gefilde triften, wie z.B. „Polca #4#“. Die Trompete bereichert die Klangfarben der Fränzlis, egal ob sie mit Stakkatos die Musik noch lüpfiger macht, oder ein bisschen Balkan hineinbläst. Was die Fränzlis da spielen ist Neue Volksmusik und Weltmusik in Perfektion ohne ihre Herkunft zu verleugnen. Dieses Album gehört auf die Liste der besten Alben für 2020.

Fredi Hallauer

HELENKA

Album: „Vocal Desaster“ (Helenka)

Helenka das ist Helena Danis aus Bern mit slowenischen Eltern. Sie ist ebenso Komödiantin wie auch Dichterin. Sie singt Mundart und auch mal Deutsch. Ihre Musik ist minimaler Elektropop der lockig, flockig daherkommt und die Liedtexte total unterstützt. Aber diese Texte sind der Wahnsinn in der wirklichen Bedeutung des Wortes. Da ist ein Liebeslied an die Geburtsstadt Burgdorf, das die Stadt nicht zu Werbezwecken verwenden wird. Sie wird kabarettistisch zur Singlehrerin oder Atemtherapeutin, oder singt über die Liebe zu einem Haustier. Aber auch Medikamente, welche die Kinder brav machen bekommen ihren Speck weg und noch vieles mehr. Wie gesagt diese Lieder sind schräg, wahnsinnig, verrückt und trotzdem ist da viel Wahrheit darin verpackt. Es ist schon lange her, dass jemand so erfrischende Songs gesungen hat und so frech und ehrlich.

Fredi