UPTOWN BIGBAND

Live: „Pure“ im BeJazz Club am 23. Januar 2026

Bild Fredi Hallauer

Heute spielte die Uptown Bigband ihr 217. Konzert „Uptown goes Downtown“. Nummer 1 war im Herbst 1995. „Pure“ heisst, die Bigband hat keinen Gast. Die Musiker hatten also viel Raum, um zu solieren. Die Grippewelle fesselte einen Saxophonisten ans Bett, so übernahm der Leiter, Patrick Schnyder, die Doppelfunktion, Leitung und Saxophon.

Bild Fredi Hallauer

Er grub einige tolle Stücke aus, welche vor allem die Trompeter forderten. Eines war vom Trompeter Mike Maurer geschrieben und von Patrick Schnyder arrangiert. Es hiess „Blue Maya“ und war eine Premiere. Die Pianistin spielte ein aussergewöhnlich schönes Pianosolo.

Bild Fredi Hallauer

Sonst spielten sie tolle, etwas weniger bekannte Stücke aus der Jazzgeschichte von den USA bis Europa. Im zweiten Teil spielte die Uptownbigband ausschliesslich Kompositionen von Patrick Schnyder. Diese waren etwas moderner und sehr interessant. Sie erzählten Geschichten vom letzten Zug, oder es war einfach „Weder Fisch noch Vogel“ Alle Musiker:innen bekamen ihren Platz zum solieren, also kamen auch die Posaunen zum Einsatz. Als Zugabe spielten sie ebenfalls eine Komposition von Patrick Schnyder, es war herrlicher Jazzrock. Die Uptownbigband unter ihrem Leiter zeigte wiederum ihre hohe Qualität und sie gingen leistungsmässig bis ans Limit (Trompeten), was sich lohnte.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

SCHÄBYSCHIGG

Album: „Sälbschtversorger“ (Narrenschiff)

Das Quintett aus der Region zwischen Säntis und Pilatus spielt auf ihrem neuen Album frisch auf. Ihre Instrumente sind: Klarinette, Ukulele, 2 Trompeten, Klavier, Basstrompete, Tuba, Akkordeon und Perkussion. Alle fünf Musiker singen. Was gibt jetzt das für Musik? Ist das eine Blaskapelle, ein Chor oder was? Nein, beides ist es nicht, oder doch, es ist beides und noch viel mehr. Die talentierten Musiker schrieben alle ihre Stücke selbst und liessen dazu einheimische Musik auf sich wirken. Die Kompositionen und die Arrangements sind grossartig. Da geht es manchmal erfrischend schräg zu und her, aber mit Stil, da rumpelt es, dort übernimmt das Akkordeon oder es wird geblasen, was die Ohren aushalten. Auf diesem neuen Album werden einige Lieder gesungen, Eigengewächse. Diese Texte und der Gesang sind nicht so stark wie die Instrumentaltitel und -passagen. Vielleicht muss man sich auch einfach noch daran gewöhnen, dass Schäbyschigg auch singt. Ein gelungenes, selbstproduziertes Album, Selbstversorger eben.

Fredi Hallauer

DA CRUZ

Album: „Som Sistema“ (Boom Jah Records/Believe)

Die Berner Formation um die brasilianische Sängerin Mariana Da Cruz präsentiert sich auf dem neuen Album so richtig partyfreudig. Ihr Urban Beat mit brasilianischen Rhythmen der Tradition und von heute durchzieht das ganze Album. Melodieinstrumente sind spärlich zu hören, dafür dann geschickt eingesetzt, wie bei „10 Noites“. Das Interagieren zwischen Perkussion und Elektrobeats begeistert. Bei „Chata“ singt als Gast Magugu mit. Da Cruz haben ihren Sound deutlich verändert: mit mehr Elektro, weniger Melodieinstrumenten und der Gesang etwas mehr nach hinten gemischt. Der kräftige Sound juckt in den Beinen und tanzen ist fast zwingend. Ein modernes Album, das so richtig einfährt.

Fredi Hallauer

Interview:

Bild Adrian

Am Gurtenfestival sprachen Fredi und Kathrin Hallauer und Valentin mit Mariana und Ane von Da Cruz, auch über das Album. Adrian machte das Foto. Hier kann man das Interview hören:

DEZABEL

EP: „Backseat Confession“

Dezabel ist eine schweizerisch-amerikanische Kollaboration von Jazelle Paris Rodriguez und dem Produzenten Bilgi Sakarya. Da ist einerseits die weibliche Stimme, welche sich sowohl im Pop als auch in Funkgefilden wohlfühlt. Dann ist die Musik zwischen Pop und Funk mit meist druckvollem Bass. Die EP ist mit sechs Songs bestückt und schöpft die Popsong-Strukturen aus. Ein Stück internationaler Pop und erst noch ein „einheimisches“ Gewächs.

Fredi Hallauer

FEET PEALS

EP: „A Bientôt“ (feetpeals.ch)

Seit 30 Jahren gibt es diese fantastische Band. Die sechs Musiker:innen spielen Turbofolk, Chanson und Musik, um das Leben zu geniessen. Alles ist tanzbar. Sie musizieren auf Kontrabass, Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon, Geige und Saxophon. Der Sound ist herrlich rumpelig. Sie singen Französisch und erzählen in fünf Chansons von der Vergänglichkeit. Die Vergänglichkeit wird nicht betrauert, sondern erforscht und gefeiert, bzw. genau das, was vor der Vergänglichkeit ist: das Leben. Diese Musik muss man erleben, um genau zu verstehen, was hier gemeint ist.

Fredi Hallauer

MARCELA ARROYO & QUIQUE SINESI

Album: „Reflejos“ (O-Tone Music)

Marcela Arroyo ist eine in der Schweiz lebende Sängerin aus Argentinien. Sie verbindet die Musik aus ihrem Heimatland mit europäischer Musik. Die Lieder singt sie spanisch und spielt Gitarre. Quique Sinesi ist der bedeutendste argentinische Gitarrist. Er spielt 7-saitige und 10-saitige Gitarren. Zusammen ergibt das hervorragende Musik, sehr argentinisch geprägt. Die Verbindung ist auf diesem Album mehr diejenige von traditioneller argentinischer Gitarrenmusik und Liedern zu Eigenkompositionen und heutiger Musik. Bei einigen Liedern spielt Markus Stockhausen Trompete und Flügelhorn. Das bringt dann eine Prise Europa und Jazz in die Klänge. Zwei Lieder sind Fremdkompositionen und neun Lieder stammen entweder aus der gemeinsamen Feder oder von Marcela Arroyo oder Quique Sinesi. Dies ist Weltmusik, ein Album, um sich einfach verzaubern zu lassen.

Auf der Homepage findet man die bevorstehenden Konzerte und viel interessantes

https://www.marcela-arroyo.ch/concerts.html

Fredi Hallauer

NICOLE BERNEGGER

Live: „Alchemy Tour“ im Casino Theater Burgdorf am 9. Januar 2026

Bild Kathrin Hallauer

Was wie ein Soloprogramm tönt, ist eine grosse Band, eine Soulfamily. Klar war Nicole Bernegger die Stimme im Zentrum, aber sie rückte oft aus dem Zentrum heraus und die Musiker:innen konnten zeigen, dass sie ein gut eingespieltes Team sind. Bei vielen Songs gab es längere Instrumentalteile, also nicht einfach Soli, sondern gemeinsames Musizieren. Mehrfach konnte man so die Musik dem Prog-Rock zuordnen.

Bild Kathrin Hallauer

Nicole Bernegger begann fulminant und spielte mehrere Songs am Stück und ohne Pause. Sie pflegte den Soul, den direkten, pointierten alten Soul.

Bild Kathrin Hallauer

Nach einer Ansage erweiterte sie das Spektrum und andere Musikstile beeinflussten den Soul. Da klang mal Pop mit, oder ruhiger, bluesiger Soul, aber immer wieder gipfelten die Songs in Ausbrüchen von Emotionen und unbändiger Energie.

Bild Kathrin Hallauer

Das Lichtdesign war suboptimal und so blieb optisch einiges ungesehen. Im zweiten Teil gab es sogar einmal einen richtigen Schattentanz, bei dem man nur erahnen konnte, wer was auf der Bühne machte.

Bild Kathrin Hallauer

Wenn es etwas heller war, sah man die exzellenten Musiker:innen solieren und aus ihren Instrumenten oder Stimmen alles herauszuholen und das mit einer Leichtigkeit. Die Alchemy-Tour beginnt erst jetzt und es gibt noch viele Möglichkeiten, Nicole Bernegger zu erleben, und diese Möglichkeiten sollte man nutzen.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

JOE HAIDER JAZZ ORCHESTRA

Live: „Celebrating 90 years of Joe“ im BeJazz Club am 8. Januar 2026

Bild Fredi Hallauer

Joe Haider, der Musiker und Komponist, stellte zu seinem 90. Geburtstag ein hochkarätiges Orchester zusammen mit Musikern, mit welchen er die letzten 30 Jahre zusammen spielte. Er spielte nicht nur dieses Konzert im BeJazz Club, nein, er geht mit diesem auf Tour bis Deutschland. Das Jazz Orchestra war eine Art Bigband, einfach alle Bläser nur dreimal besetzt, dazu Schlagzeug, Kontrabass und der Meister am Piano.

Bild Fredi Hallauer

Das Repertoire war dann auch ein Bigband Repertoire mit Stücken unter anderem von Duke Ellington, Horace Silver, seiner Partnerin Brigitte Dietrich und von ihm selbst. Die Arrangements waren ziemlich ausgedehnt, verspielt, manchmal humorvoll, ausgeklügelt und manchmal auch etwas ungewohnt, also spannend. Alle Musiker, auch der Schlagzeuger und der Kontrabassist, erhielten mehrere Soli im Laufe des Abends. Zwischen den Stücken erzählte er Anekdoten aus seinem reichen Musikerleben und aus seinem Privatleben. Neben der Musik war das sehr erheiternd und unterhaltend. Als erste Zugabe appellierte Joe Haider für den Frieden und sie spielten dann „Peace“ von Horace Silver, eine wunderschöne Komposition in einem wunderbaren Arrangement. Ein Stück von Duke Ellington beeindruckte ebenfalls,. Es war der Queen Elizabeth gewidmet und es gibt nur eine Schallplatte davon und die ist im Besitz der Königsfamilie. Ein grossartiger Abend, und Joe Haider sagte, er komme wieder, also dürfen wir uns freuen.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

VERONIKA’S NDIIGO

Album: „A Pocket Full Of Rainbows“ (ndiigo.ch)

Diese Band hat viele Regenbögen in der Tasche und zeigt sie uns mit ihrer Musik. Sie bauen Brücken mit Sound und Farben von ihren Herzen zu unserem Herz. Nun, wer sind diese Brückenbauer:innen. Es sind Veronika Stalder (Gesang, Gitarre, Geige, Nyckelharpa), Oli Hartung (akustische Gitarre, Backing Gesang), Antonio Schiavano (akustische Bassgitarre, Backing Gesang) und Samuel Baur (Perkussion, Backing Gesang). Auf diesem Album sind noch bei diesem und jenem Stück Gäste dabei, das sind Patrizias Dräger (Akkordeon), Matthieu Michel (Flügelhorn), Emilia Amper aus Schweden (Nyckelharpa), Amine Mraini aus Tunesien (Oud), Anette Odimer aus Norwegen (Backing Gesang) und Patrizia Stalder (Backing Gesang). So vielseitig wie die Zusammensetzung klingt auch die Musik. Veronika Stalder singt Englisch und Spanisch und weitere Sprachen. Das sind wunderschöne Klänge und Lieder, ruhig und doch bewegt, mit dezentem, aber bestimmtem Rhythmus und sehr filigranen Klängen der Instrumente. Die berührende Stimme von Veronika Stalder klingt wundervoll. Die Gitarren bilden das feine Geflecht, Bass und Perkussion sind die luftigen Säulen der Brücke, sodass der Gesang darüber schweben kann. Ein aussergewöhnliches Album.

Fredi Hallauer

TINU HEINIGER UND GERHARD TSCHAN

Live: „Heiniger Abend – Der Alte und das Biest“ in der La Cappella am 25. Dezember 2025

Bild Kathrin Hallauer

Das war einer der besten Heiniger Abende. Tinu Heiniger und Gerhard Tschan hatten selbst Spass, auch am ganzen Aufbau des Abends. Sie musizierten, Gerhard Tschan spielte auch Theater, und es war ein sehr lustiger und ein besinnlicher Abend. Tinu Heiniger eröffnete mit einem ruhigen Lied, dann kam das zweite Lied, wo er auch Mundharmonika spielte, und so langsam schlich sich eine zweite Mundharmonika ein, von hinter der Bühne, und Gerhard Tschan trat spielend auf. Dann war Stille. Gerhard Tschan sprach über die Schönheit der Stille und dass überall viel geredet wird und niemand zuhört, und er höre den Politikern und Wissenschaftlern auch nicht mehr zu, er habe genug. Darauf wechselten sich Tinu Heiniger und Gerhard Tschan mit Liedern ab und spielten oft auch zusammen.

Bild Kathrin Hallauer

Tinu Heiniger spielte Gitarre, Mundharmonika und Klarinette, Gerhard Tschan Akkordeon und Mundharmonika. Die Szenen von Gerhard Tschan waren sehr lustig, zeigten das Leben im Emmental. Ein Beispiel ist der Abend des Jodelclubs, wo bei der Totenehrung plötzlich der Salat in den Saal gebracht wurde, Stumpen angezündet wurden und über alles und jenes reklamiert wurde. Nach der Pause, war es die Szene vom Pfarrer, welcher über das Wasser predigte und Wein trank. Die beiden Melker aus dem Emmental waren ebenfalls sehr gelungen, auch sonst erzählte Gerhard Tschan Geschichten mit höherem Blödsinn und Tiefgang. Stehen Koffer oder liegen sie? Die Pferde liegen auch im Stehen. Die Krönung von Gerhard Tschan war das Lied von der Blume im Advent von Kolumbien, ging unter die Haut.

Bild Kathrin Hallauer

Tinu Heiniger sang Lieder, welche die eifrigen Besucher:innen seiner Konzerte kennen, wie „Högerland“, „I singe no lang“, und wunderschöne Liebeslieder vom Kommen und Gehen. „Heimetvogel“ war grossartig und das Publikum sang immer wieder kräftig mit. Klarinettenstücke spielte er ebenfalls.

Bild Kathrin Hallauer

Wie bereits geschrieben, ein grossartiger Abend und allgemein etwas vom Besten des 2025.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

BLISS

Live: „Merry Blissmas“ im Cube Bern am 22. Dezember 2025

Bild Kathrin Hallauer

Die fünf Männer haben es gewagt und eine neue Merry Blissmas Show auf die Bühne gestellt. Diese Show war wirklich neu, teils mit den gleichen Figuren wie die Nonnen, aber mit vielen neuen Figuren. Singen können sie einfach, diese Fünf, und ihre Arrangements sind genial, egal ob in der Originalsprache oder auf Schweizerdeutsch. Ein Teil der Lieder hatte auch einen ganz anderen Text in Dialekt als im Original.

Die Zwischentexte waren gute Unterhaltung mit bösen Seitenhieben auf die Politik oder den BSC Young Boys, welcher schräg gegenüber dem Cube spielt. Grossartig war der Jahresrückblick als politisches Meteo. Da wurden Politiker aus allen Herren Ländern und vor allem der Schweiz, nicht unbedingt lobend erwähnt. Als Beispiel sei genannt: „Nach Abzug des Amherd-Tiefs im Wallis, setzte sich in Bern ein Sutter-Keller-Dauertief fest“. Die Lieder waren teils besinnlich und teils beschwingt.

Bild Kathrin Hallauer

Dazwischen gab es immer wieder Gags, wie den Laubbläser, mit dem man den Schnee vor die Garage des Nachbarn blasen kann, und tatsächlich bliesen sie mit einem Laubbläser weisse Papierschnipsel bis mindestens zur zehnten Reihe im Publikum. Der zweite Teil startete mit einem Puppentheater.

Bild Kathrin Hallauer

Die Sänger standen in Puppen und bewegten mit ihren Händen die Puppenhände. Das war sehr einfallsreich. Sie spielten ein Märchen von der Prinzessin mit den drei Nussgipfeln. Das ganze Stück war alles in Esswaren formuliert, wie der Sbrinz (Prinz). Es war lustig, aber etwas lang, weil so in der ersten Hälfte des zweiten Teils erst am Schluss wieder gesungen wurde. Nach einem neuen «Weihnachtsbaum»-Medley traten dann auch noch die Nonnen wieder in Erscheinung und blieben Nonnen bis zum Schluss. Prächtigste und teils intelligente Unterhaltung und manchmal auch nur wohltuender höherer Blödsinn.

Bild Kathrin Hallauer

Fredi Hallauer

DACHS

Album: „Ich Wöt Mir Selber Is Gsicht Chotze“ (Mouthwatering Records)

Dies ist das vierte Album von Dachs. Sie bleiben sich treu mit frechen Songtiteln, gesellschaftsrelevanten Texten in den Feinheiten, manchmal auch sonst. Musikalisch versuchen sie, sich etwas breiter abzustützen, da fliesst Hip-Hop hinein, dort ein wenig Indie oder Disco. Die Basis ist der Pop und die Electronica. Diese breitere Abstützung des Sounds geschieht vorwiegend in den Intros, dann nimmt der Beat Fahrt auf und die Songs ähneln sich ziemlich stark. Auch das Muster des Gesangs wiederholt sich in den verschiedenen Liedern. Zwei aussergewöhnliche Kollaborationen sind zu hören, zum einen mit To Athena und zum anderen mit Luuk. Dies ist ein Album, welches wiederum Zeichen setzt in der Schweizer Musikszene.

Fredi Hallauer

HEIMWEH

Album: „Vo De Bärge Här“ (Hitmill)

Die elf Sänger des Heimatpop Männerchors waren wiederum fleissig und nahmen ein weiteres Album auf. Georg Schlunegger schrieb wiederum die Lieder aus Geschichten der Sänger. Bei einem Lied ist Trauffer mit dabei und eines ist ein Volkslied, nämlich „Du fragsch mi wär i bi“. Insgesamt gibt es zehn Lieder. Einige der Lieder sind im gewohnten Heimweh-Stil und bei anderen kommt etwas neuer Wind hinein. „Alplerchilbi“ ist ein sehr beschwingtes Stück. Das ganze Album ist gewohnt sauber produziert und hat einen grossartigen Klang. Für alle, welche die Gruppe Heimweh mögen, ein schönes Hörerlebnis, und wer nur motzen will, soll es lieber gar nicht anhören.

Fredi Hallauer

HEIMAT LIEBI

Album: „Ländler Tornado“ (Hitmill)

Da kommt eine neue Band aus dem Hause Hitmill mit Musik, die Georg Schlunegger geschrieben hat, und bei den Texten hat er ebenfalls mitgeschrieben. Wer sind Heimat Liebi? Das sind Adamo Häller von Chue Lee und von Trauffer am Örgeli/Akkordeon und der Gitarre und Gesang, Urs Fischer, bekannt als Dr Eidgenoss am Örgeli und Gesang, und Schibä von Aextra und QL an der Gitarre und Gesang. Auf dem Album sind noch ein Violinist dabei, ein Kontrabassist und ein Perkussionist und da und dort noch eine kleine Unterstützung. Live sollen ein Kontrabassist und ein Perkussionist dabei sein. Was machen denn die für Musik? Kurz gesagt kann man das Volkspop nennen. Mit Ländler hat es wenig zu tun. Die Örgeli spielen ziemlich wild daher, sind aber leicht in den Hintergrund gemischt, der Rhythmus ist nahe beim Schlager und der jodelartige Gesang erinnert an Heimweh und rutscht manchmal etwas in die bierselige Party ab. Klar, es soll Partymusik sein, aber ein wenig mehr Niveau würde nichts schaden. Die gute Idee wurde nicht in allen Liedern gut ausgeführt.

Fredi Hallauer

CAMELIN

EP: „From Better Days“

Camelin ist ein jüngerer, auf Englisch singender Singer/Songwriter. Er begleitet sich auf der Gitarre und zusätzlich gibt es manchmal eine wohlklingende E-Gitarre, einen Bass oder eine Frauenstimme im Backing. Camelin singt von den besseren Zeiten, den blutigen Grenzen und vom Nichtaufgeben und dass man es trotzdem tut. Ein toller Anfang, und es könnte sich lohnen, Camelin im Auge und Ohr zu behalten.

Musik von Camelin mit dieser aktuellen EP ist auf mx3 zu finden https://mx3.ch/home/search?q=camelin

Fredi Hallauer