AARON ASTERIA

Album: „No Time For Heroes“

Der Schweizer Singer/Songwriter und Popmusiker sprengt schon mit seiner Stimme viele Grenzen. Seine Hymnen sind episch und passen stilmässig gut zu seinen Themen. Es geht darum, dass wir keine Helden benötigen, sondern selbst Helden sein sollen. Um Selbstverständlichkeit und Selbstbewusstsein. Es sind grosse Themen, aber Aaron Asteria schafft das. Mal erklingen Rockgitarren, dort zieht er die Punkattitüde aus der Schublade und dann wird er wieder romantisch. Die charismatische Stimme ist umwerfend und er wird damit auf jedem Festival oder in jedem grossen Club oder in jeder Arena begeistern. Einen Song singt er in Mundart, aufgenommen in einer Live-Session und dieser Song besitzt bereits Kultstatus, also die Ohren offenhalten.

Fredi Hallauer

AMAYA GLOOR

EP: „Finished“ (Universal)

Der neue Stern am Schweizer Musikhimmel präsentiert ihre neue EP. Es sind wiederum internationale Popsongs, mit Soul und R’n’B Einflüssen. Ihre Stimme ist schlichtweg umwerfend, warm, voluminös, und sie geht direkt ins Herz. Die Produktion ist ebenfalls erste Sahne. Ihr offenbar wichtigster Song ist „Walk Alone“ und der ist stark, aber auch „Somebody Loves You“. Genial ist auch die Coverversion von Tina Turner „The Best“, sehr eigenständig und ebenso grossartig. Vielmehr kann man zu dieser EP nicht sagen, man kann sie nur geniessen und Amaya Gloor irgendwo live geniessen gehen.

Fredi Hallauer

VERONICA FUSARO

Album: „Looking For Connection“ (deepdive records)

Veronica Fusaro geht mit ihrem Album wieder einen Schritt weiter. Die Thunerin produzierte dieses Album zwischen Bern und Berlin. Es sind treibende Songs zwischen Pop, Rock und Soul. Ihr Schwergewicht liegt dieses Mal mehr auf dem Gesang als auf der Gitarre, aber Gitarre gibt es trotzdem noch genug zu hören. „Alice“ sticht aus den zehn Songs heraus, eine wunderschöne, moderne Soulnummer. Veronica Fusaro zeigt hier, dass sie eine ausgezeichnete Soulsängerin ist. Die Inhalte der Lieder drehen sich sowohl um Persönliches als auch um Universales. Ein Grundtenor ist die Vernetzung, also in den sozialen Netzwerken präsent zu sein, aber gerade so gerne menschliche Nähe zu spüren. Veronica Fusaro ist hier ein wundervolles Album gelungen.

Fredi Hallauer

SISELABONGA

Album: „Halo’s Glitter“ (A Tree in a Field Records)

Das schweizerisch-südafrikanisch/simbabwische Duo brilliert mit einem vibrierenden Afrosoul Album mit Africasound , Deep Soul und etwas Elektronik. Siselabonga sind die Singer/Songwriterin Nongoma Ndlovu und der Perkussionist Fabio Meier. Im Studio haben noch ganz wenige Leute etwas beigesteuert. Die Musik ist gesangs- und perkussionsorientiert. Nongoma Ndlovu hat diese beeindruckende südafrikanische Stimme, aber kann dann auch wieder in sanften, schmeichelnden Soul verfallen. Es gibt Songs die sind a-cappella mit viel Energie. Ein umwerfendes Album, gehört auf jede Worldmusic Bestenliste.

Fredi Hallauer

PHILIPP FANKHAUSER

Album: „Ain’t That Something“ (Phonag Records)

Philipp Fankhauser ist zurück, mit einem neuen Album. Es ist ein vielseitiges Album geworden. Soul, Blues, Zydeco und Chanson. Ausser dem Chanson ist alles amerikanische Musik und im amerikanischen Verständnis auch Blues, aber ohne die Blues-Klischees. Das Album ist opulent mit Bläsern und Backgroundchören. Es ist sicher ein Album geworden, das stimmungsmässig im Blues liegt, mit der Ausnahme des Zydeco Titels „Monsieur Thibodeaux“. Diese Musik aus Louisiana steht Philipp Fankhauser und seiner Band gut an, wie auch das Chanson „L’Italien“, von Serge Reggiani, mit französischem und italienischem Text. Im „The Undertaker“ wird es recht funky und „In The Ghetto“ ist eine sehr gelungene Version dieses Klassikers. So könnte man Song für Song aufzählen, keiner fällt ab. Das Album klingt trotz der Vielseitigkeit sehr kompakt und solid. Eines der besten Alben von Philipp Fankhauser.

Fredi Hallauer