7EMA

Album: „Hassan“ (Irascible)

7ema stammt aus Bordj Bou Naama in den Bergen des Ouarsenis und wuchs zwischen einer belgischen Mutter und einem algerischen Vater auf, der ihm den Adhaan und arabische Gesänge weitergab. Er studierte in Basel klassische Gitarre und Barockgesang. Entschied sich nun für seine eigene Musik. Er macht Elektro-Arabisch-Sound auf: Raï, sahrauischen Rhythmen und Elektro-Pop, getragen von elektronischen Produktionen, und einer sorgfältig fingerpicked akustischen Gitarre. Das ist spannende Musik und vor allem tanzbar. Man muss diese Musik irgendwo zwischen Worldmusic und Fusion einreihen. 7ema singt Französisch und algerisches Darija. Inhaltlich stellt er die Fragen, welche wir immer wieder stellen und uns immer wieder gestellt werden. Wer bist du, woher kommst du? Es geht um Gemeinschaften in Nordafrika und Europa, um Exil und um Liebe. Eine spannende Musik eines spannenden Künstlers.

Fredi Hallauer

SISELABONGA

Album: „Halo’s Glitter“ (A Tree in a Field Records)

Das schweizerisch-südafrikanisch/simbabwische Duo brilliert mit einem vibrierenden Afrosoul Album mit Africasound , Deep Soul und etwas Elektronik. Siselabonga sind die Singer/Songwriterin Nongoma Ndlovu und der Perkussionist Fabio Meier. Im Studio haben noch ganz wenige Leute etwas beigesteuert. Die Musik ist gesangs- und perkussionsorientiert. Nongoma Ndlovu hat diese beeindruckende südafrikanische Stimme, aber kann dann auch wieder in sanften, schmeichelnden Soul verfallen. Es gibt Songs die sind a-cappella mit viel Energie. Ein umwerfendes Album, gehört auf jede Worldmusic Bestenliste.

Fredi Hallauer

JMO

Album: „In Ia Yelle“ (Jangalega@brinkmanship.ch)

JMO ist ein internationales Trio mit Jan Galega Brönnimann (Bassklarinette, Sopransaxophon, Ney, Kass Kass und Perkussion); Moussa Cissokho (Kora, Gesang und Talking Drum) und Omri Hason (Perkussion, Hang und Wood Pack). Die drei Musiker spielen Weltmusik vom Feinsten. Die Kora und die Bassklarinette oder Sopransaxophon spielen die Melodien oder verzieren sie. Die Perkussion gibt den Drive und dazu natürlich der westafrikanische Gesang. Am Anfang ist das Album noch etwas ruhiger aufgebaut. Im Verlaufe der acht Songs nimmt alles immer mehr Fahrt auf, was zu einem herrlichen Fest der Töne führt. Eigentlich gibt es da nicht viel zu schreiben, diese Musik muss man hören und geniessen. Es ist Worldmusic how it has to be.

Fredi Hallauer