VERONIKA’S NDIIGO

Album: „Fly“ (Veronika Stalder/Irascible)

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Diese Musik bringt einem irgendwo auf eine Wiese, Sonnenschein und mit vielen Schmetterlingen. Die Band Veronika’s Ndiigo besteht aus Veronika Stalder (Gesang, Gitarre, Geige), Prince Moussa Cossokho (Kora, Gesang), Oli Hartung (Gitarre), Antonio Schiavano (Bass) und Samuel Bauer (Perkussion, Gesang). Da trifft Folk, World und Jazz aufeinander. Die schöne Stimme von Veronika Stalder passt gut zu den Tönen der Kora, auch sonst setzt sie die Stimme häufig als weiteres Instrument ein. Die Musiker spielen einen unverkennbaren Stil mit vielen Verzierungen, Schlenkern und Rhythmuskapriolen und doch ist alles schlicht und nichts überladen. Musik die einem verzaubert.

Fredi Hallauer

FISCHERMANNS ORCHESTRA

 

Album: „Tiefenrausch“ (Unit Records)

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Das elfköpfige Orchester tourt seit vielen Jahren in ganz Europa. Nun sind sie wieder mit einem neuen Album da. Die Musik welche sie spielen ist teils ziemlich eingängig und teils ziemlich sperrig und schwierig. Sie bewegen sich zwischen Jazz, Worldmusik und frei improvisierter Musik. Sieben der Musiker haben Kompositionen dazu beigetragen. Alle Stücke sind Instrumental. Bei den eingängigen Stücken liegt es am Schlagwerk, welches einen groovigen Beat unter die Bläser, das Keyboard und die Gitarre legt. Die sperrigen Stücke sind durch die Bläser verursacht, welche da frei improvisieren mit recht viel Freejazz Attitüden, gequietsche und Saxophonklappen geklapper. Die Musik ist immer spannend und bei mehrmaligem Hören schlüpfen auch die sperrigen Teile in den Gehörgang. Wer Jazz mag, kommt sicher auf die Rechnung, alle anderen hört euch das Fischermanns Orchestra doch mal an, vielleicht macht es sogar süchtig.

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Fredi Hallauer

DA CRUZ

INTERVIEW:

In der Turnhalle Bern führten Marianna und Ane von Da Cruz ein Gespräch mit Fredi Hallauer am 29. Januar 2018 . Hier zum Anhören.

LIVE: CD Taufe im Be-flat/Progr am 13. Oktober 2017

Bild Fredi Hallauer

Da Cruz spielte ein absolut mitreissendes Konzert vom ersten Ton bis zum Schluss. Alle Musiker begeisterten. auf der Bühne standen Mariana Da Cruz (Gesang), Oliver Husmann (Gitarre), Ane H. (Elektronik), Nik Hünry (Trompete), Daniel Durrer (Saxophon) und Pit Lee (Schlagzeug). Der Sound war satt und fett aber immer transparent. Da Cruz spielten mit grosser Freude und Begeisterung. Die Soli von Trompete, Saxophon und Gitarre waren Paradestücke und der Schlagzeuger spielte sein Instrument sehr spannend. Der Elektroniker jagte die Bässe und Beats in die Musik, war aber sehr zurückhaötend und setzte nur spärliche Effekte ein, dafür sang er und spielte sogar dazwischen das Tambourin. Ganz vorne natürlich die Sängerin mit einer Lebensfreude die in Bern selten zu erleben ist. Sie sang und tanzte und riss das Publikum mit, war plötzlich im Publikum oder holte das Publikum auf die Bühne. die Ansagen waren kurz und prägnantund ihr ganzer Auftritt wie auch der ganzen Band hatte Stil. Bravo Da Cruz. Ist das der Live Act der Saison?

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

CD: „Eco Da Futuro“ (Boom Jah Records/Prolog Music)

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Die neue CD von Da Cruz fährt in die Beine und das auf eine raffinierte Weise. Es gilt, alles vergessen, was wir für Brasilien Cliches haben, das einzige was wir wieder erkennen ist die Sprache. Die in der Schweiz lebende brasilianische Sängerin singt und rappt sich Schweiss treibend durch die Songs oder lässt es dann auch wieder beschwingt angehen. Die Musik wird angetrieben von urbanen Beats und Rhythmen durch Schlagzeug und Electro, dazu Gitarre und Bläser. Vielleicht ist es falsch wegen den Cliches, den ab und zu kommen die herrlichen brasilianischen Melodien oder auch mal einen bekannten Rhythmus zum Durchbruch, um bald wieder anderen Melodien oder Rhythmen Platz zu machen. Spannend sind auch die funkigen Gitarrenklänge die immer wieder daher kommen. Die Stimmung dieser Musik ist aufgestellt, aber auch melancholisch, also zwischen Resignation und Hoffnung, was die aktuelle Situation in Brasilien wieder spiegelt. Die CD entfaltet nach mehrmaligem Hören immer mehr Qualität, obwohl die auf Anhieb schon hoch ist.

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Fredi Hallauer