Musik aller Sparten, Konzertbesprechungen, CD Besprechungen. -Kritiken, Interviews, vorwiegend aus der Schweiz. Unter www.musikglobal.com finden sich die internationalen KünstlerInnen, welche nicht in der Schweiz wohnen oder nicht Schweizer:innen sind.
Der Genfer Sänger fährt auf diesem zweiten Album im gleichen Stil weiter, wie beim Debütalbum vor fünf Jahren. Er singt von seinen Zweifeln, spielt intime Melodien und verbreitet zwielichtige Stimmungen. Schlagzeug, spärliche, aber präsente Gitarre und Keyboard unterstützen und untermalen seine französischen Chansons. Es sind sehr schöne Lieder mit wundervoller Musik, modern und doch irgendwo in der Tradition des französischen Chansons aus Savoyen.
Casimir M aus Genf, bisher Mitglied in einer Chanson Rock Band, debütiert mit einem Solo-Album. Es sind zehn sehr ruhige Stücke. Inspiriert von seinem Klavierspiel, ergänzte er die Klänge mit Synthesizern, Schlagzeug und verschiedenen Instrumenten. Die Stücke sind mehrheitlich instrumental. Es ist ein Album für ruhige Momente. Wer genau hinhört, entdeckt bei jedem Hören wieder neue Klänge, Muster und Eindrücke. Es ist ein Musikgenuss.
Live: „singt Hildegard Knef“ im Kulturhof Köniz am 24. Januar 2026
Bild Kathrin Hallauer
Zuerst trat die erstklassige Band auf die Bühne und zeigte, was in ihr steckt. Gitarre, Schlagzeug, Bass und Piano. Sie spielten relativ jazzig, aber auch alles andere, eben was zu den Liedern und Chansons von Hildegard Knef passte. Bald stand Michael von der Heide, mit wehenden Haaren inmitten der Musiker und begann mit dem Repertoire von Hildegard Knef Liedern. Die Frau schrieb 350 Lieder und nahm 700 weitere Lieder auf.
Bild Kathrin Hallauer
Nach ein paar Liedern begann Michael von der Heide, das Publikum zu begrüssen und von Hildegard Knef zu erzählen. Er trat dann in Interaktion mit dem Publikum, die nicht sehr glücklich war. Ich hörte in der Pause im Foyer, dass dies einigen Leuten nicht gefallen hatte. Dann zog er mit bekannten und weniger bekannten Liedern durch das Programm und erzählte kleine Details aus dem Leben von Hildegard Knef, welche interessant und teils auch amüsant waren.
Bild Kathrin Hallauer
Den Musikern liess er immer wieder Raum, um zu solieren. Manchmal kamen auch Gedichte und Texte aus dem Off, was sehr interessant war. Michael von der Heide zog sich zweimal um, tanzte mit Federn auf der Bühne und bot einige kurze Tanzeinlagen. Der zweite Teil enthielt etwas ernstere Lieder und Texte, welche die Band und Michael von der Heide mit Bravour meisterten. Es war ein sehr unterhaltender und lehrreicher Abend, mit Showelementen, hochkarätiger Musik und einem Michael von der Heide, der die Lieder von Hildegard Knef gut zusammengestellt hatte und sie noch viel besser interpretierte.
Der Sänger und Gitarrist Pat Laemmle hat mit einer erweiterten Band ein weiteres Blues-Album aufgenommen. Am Schlagzeug sitzt Richard Spooner, den Bass zupft Andy Tolman. Dazu kommt der alte Kumpel, Chrigi Roffler an den Tasten. Die Bläsersektion Claudio von Arx am Tenorsaxophon, Naijma Gürth am Altosaxophon, Till Ruprecht an der Posaune und Thomas Knuchel an der Trompete erweitert den Sound. Backgroundsängerinnen sind Sandra Rippstein und Monika Schaer Kull. Produziert wurde das Album von Marco Jencarelli. So verblüfft es einen nicht allzu stark, wenn der Sound des Albums an gewisse Philipp Fankhauser Alben erinnert. Es sind tolle Aufnahmen und alles ist sauber produziert. Der Sound ist souliger Blues, weich und geschmeidig. Die Songs schrieb Pat Laemmle selbst und das Songwriting kann sich hören lassen. Dieses Album ist ein schönes und sanftes Blues-Album, da kann man sich einfach dazu hinsetzen und zuhören. Ein Ohrenschmeichler.
Heute spielte die Uptown Bigband ihr 217. Konzert „Uptown goes Downtown“. Nummer 1 war im Herbst 1995. „Pure“ heisst, die Bigband hat keinen Gast. Die Musiker hatten also viel Raum, um zu solieren. Die Grippewelle fesselte einen Saxophonisten ans Bett, so übernahm der Leiter, Patrick Schnyder, die Doppelfunktion, Leitung und Saxophon.
Bild Fredi Hallauer
Er grub einige tolle Stücke aus, welche vor allem die Trompeter forderten. Eines war vom Trompeter Mike Maurer geschrieben und von Patrick Schnyder arrangiert. Es hiess „Blue Maya“ und war eine Premiere. Die Pianistin spielte ein aussergewöhnlich schönes Pianosolo.
Bild Fredi Hallauer
Sonst spielten sie tolle, etwas weniger bekannte Stücke aus der Jazzgeschichte von den USA bis Europa. Im zweiten Teil spielte die Uptownbigband ausschliesslich Kompositionen von Patrick Schnyder. Diese waren etwas moderner und sehr interessant. Sie erzählten Geschichten vom letzten Zug, oder es war einfach „Weder Fisch noch Vogel“ Alle Musiker:innen bekamen ihren Platz zum solieren, also kamen auch die Posaunen zum Einsatz. Als Zugabe spielten sie ebenfalls eine Komposition von Patrick Schnyder, es war herrlicher Jazzrock. Die Uptownbigband unter ihrem Leiter zeigte wiederum ihre hohe Qualität und sie gingen leistungsmässig bis ans Limit (Trompeten), was sich lohnte.
Das Quintett aus der Region zwischen Säntis und Pilatus spielt auf ihrem neuen Album frisch auf. Ihre Instrumente sind: Klarinette, Ukulele, 2 Trompeten, Klavier, Basstrompete, Tuba, Akkordeon und Perkussion. Alle fünf Musiker singen. Was gibt jetzt das für Musik? Ist das eine Blaskapelle, ein Chor oder was? Nein, beides ist es nicht, oder doch, es ist beides und noch viel mehr. Die talentierten Musiker schrieben alle ihre Stücke selbst und liessen dazu einheimische Musik auf sich wirken. Die Kompositionen und die Arrangements sind grossartig. Da geht es manchmal erfrischend schräg zu und her, aber mit Stil, da rumpelt es, dort übernimmt das Akkordeon oder es wird geblasen, was die Ohren aushalten. Auf diesem neuen Album werden einige Lieder gesungen, Eigengewächse. Diese Texte und der Gesang sind nicht so stark wie die Instrumentaltitel und -passagen. Vielleicht muss man sich auch einfach noch daran gewöhnen, dass Schäbyschigg auch singt. Ein gelungenes, selbstproduziertes Album, Selbstversorger eben.
Die Berner Formation um die brasilianische Sängerin Mariana Da Cruz präsentiert sich auf dem neuen Album so richtig partyfreudig. Ihr Urban Beat mit brasilianischen Rhythmen der Tradition und von heute durchzieht das ganze Album. Melodieinstrumente sind spärlich zu hören, dafür dann geschickt eingesetzt, wie bei „10 Noites“. Das Interagieren zwischen Perkussion und Elektrobeats begeistert. Bei „Chata“ singt als Gast Magugu mit. Da Cruz haben ihren Sound deutlich verändert: mit mehr Elektro, weniger Melodieinstrumenten und der Gesang etwas mehr nach hinten gemischt. Der kräftige Sound juckt in den Beinen und tanzen ist fast zwingend. Ein modernes Album, das so richtig einfährt.
Fredi Hallauer
Interview:
Bild Adrian
Am Gurtenfestival sprachen Fredi und Kathrin Hallauer und Valentin mit Mariana und Ane von Da Cruz, auch über das Album. Adrian machte das Foto. Hier kann man das Interview hören:
Dezabel ist eine schweizerisch-amerikanische Kollaboration von Jazelle Paris Rodriguez und dem Produzenten Bilgi Sakarya. Da ist einerseits die weibliche Stimme, welche sich sowohl im Pop als auch in Funkgefilden wohlfühlt. Dann ist die Musik zwischen Pop und Funk mit meist druckvollem Bass. Die EP ist mit sechs Songs bestückt und schöpft die Popsong-Strukturen aus. Ein Stück internationaler Pop und erst noch ein „einheimisches“ Gewächs.
Seit 30 Jahren gibt es diese fantastische Band. Die sechs Musiker:innen spielen Turbofolk, Chanson und Musik, um das Leben zu geniessen. Alles ist tanzbar. Sie musizieren auf Kontrabass, Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon, Geige und Saxophon. Der Sound ist herrlich rumpelig. Sie singen Französisch und erzählen in fünf Chansons von der Vergänglichkeit. Die Vergänglichkeit wird nicht betrauert, sondern erforscht und gefeiert, bzw. genau das, was vor der Vergänglichkeit ist: das Leben. Diese Musik muss man erleben, um genau zu verstehen, was hier gemeint ist.
Marcela Arroyo ist eine in der Schweiz lebende Sängerin aus Argentinien. Sie verbindet die Musik aus ihrem Heimatland mit europäischer Musik. Die Lieder singt sie spanisch und spielt Gitarre. Quique Sinesi ist der bedeutendste argentinische Gitarrist. Er spielt 7-saitige und 10-saitige Gitarren. Zusammen ergibt das hervorragende Musik, sehr argentinisch geprägt. Die Verbindung ist auf diesem Album mehr diejenige von traditioneller argentinischer Gitarrenmusik und Liedern zu Eigenkompositionen und heutiger Musik. Bei einigen Liedern spielt Markus Stockhausen Trompete und Flügelhorn. Das bringt dann eine Prise Europa und Jazz in die Klänge. Zwei Lieder sind Fremdkompositionen und neun Lieder stammen entweder aus der gemeinsamen Feder oder von Marcela Arroyo oder Quique Sinesi. Dies ist Weltmusik, ein Album, um sich einfach verzaubern zu lassen.
Auf der Homepage findet man die bevorstehenden Konzerte und viel interessantes
Live: „Alchemy Tour“ im Casino Theater Burgdorf am 9. Januar 2026
Bild Kathrin Hallauer
Was wie ein Soloprogramm tönt, ist eine grosse Band, eine Soulfamily. Klar war Nicole Bernegger die Stimme im Zentrum, aber sie rückte oft aus dem Zentrum heraus und die Musiker:innen konnten zeigen, dass sie ein gut eingespieltes Team sind. Bei vielen Songs gab es längere Instrumentalteile, also nicht einfach Soli, sondern gemeinsames Musizieren. Mehrfach konnte man so die Musik dem Prog-Rock zuordnen.
Bild Kathrin Hallauer
Nicole Bernegger begann fulminant und spielte mehrere Songs am Stück und ohne Pause. Sie pflegte den Soul, den direkten, pointierten alten Soul.
Bild Kathrin Hallauer
Nach einer Ansage erweiterte sie das Spektrum und andere Musikstile beeinflussten den Soul. Da klang mal Pop mit, oder ruhiger, bluesiger Soul, aber immer wieder gipfelten die Songs in Ausbrüchen von Emotionen und unbändiger Energie.
Bild Kathrin Hallauer
Das Lichtdesign war suboptimal und so blieb optisch einiges ungesehen. Im zweiten Teil gab es sogar einmal einen richtigen Schattentanz, bei dem man nur erahnen konnte, wer was auf der Bühne machte.
Bild Kathrin Hallauer
Wenn es etwas heller war, sah man die exzellenten Musiker:innen solieren und aus ihren Instrumenten oder Stimmen alles herauszuholen und das mit einer Leichtigkeit. Die Alchemy-Tour beginnt erst jetzt und es gibt noch viele Möglichkeiten, Nicole Bernegger zu erleben, und diese Möglichkeiten sollte man nutzen.
Live: „Celebrating 90 years of Joe“ im BeJazz Club am 8. Januar 2026
Bild Fredi Hallauer
Joe Haider, der Musiker und Komponist, stellte zu seinem 90. Geburtstag ein hochkarätiges Orchester zusammen mit Musikern, mit welchen er die letzten 30 Jahre zusammen spielte. Er spielte nicht nur dieses Konzert im BeJazz Club, nein, er geht mit diesem auf Tour bis Deutschland. Das Jazz Orchestra war eine Art Bigband, einfach alle Bläser nur dreimal besetzt, dazu Schlagzeug, Kontrabass und der Meister am Piano.
Bild Fredi Hallauer
Das Repertoire war dann auch ein Bigband Repertoire mit Stücken unter anderem von Duke Ellington, Horace Silver, seiner Partnerin Brigitte Dietrich und von ihm selbst. Die Arrangements waren ziemlich ausgedehnt, verspielt, manchmal humorvoll, ausgeklügelt und manchmal auch etwas ungewohnt, also spannend. Alle Musiker, auch der Schlagzeuger und der Kontrabassist, erhielten mehrere Soli im Laufe des Abends. Zwischen den Stücken erzählte er Anekdoten aus seinem reichen Musikerleben und aus seinem Privatleben. Neben der Musik war das sehr erheiternd und unterhaltend. Als erste Zugabe appellierte Joe Haider für den Frieden und sie spielten dann „Peace“ von Horace Silver, eine wunderschöne Komposition in einem wunderbaren Arrangement. Ein Stück von Duke Ellington beeindruckte ebenfalls,. Es war der Queen Elizabeth gewidmet und es gibt nur eine Schallplatte davon und die ist im Besitz der Königsfamilie. Ein grossartiger Abend, und Joe Haider sagte, er komme wieder, also dürfen wir uns freuen.
Diese Band hat viele Regenbögen in der Tasche und zeigt sie uns mit ihrer Musik. Sie bauen Brücken mit Sound und Farben von ihren Herzen zu unserem Herz. Nun, wer sind diese Brückenbauer:innen. Es sind Veronika Stalder (Gesang, Gitarre, Geige, Nyckelharpa), Oli Hartung (akustische Gitarre, Backing Gesang), Antonio Schiavano (akustische Bassgitarre, Backing Gesang) und Samuel Baur (Perkussion, Backing Gesang). Auf diesem Album sind noch bei diesem und jenem Stück Gäste dabei, das sind Patrizias Dräger (Akkordeon), Matthieu Michel (Flügelhorn), Emilia Amper aus Schweden (Nyckelharpa), Amine Mraini aus Tunesien (Oud), Anette Odimer aus Norwegen (Backing Gesang) und Patrizia Stalder (Backing Gesang). So vielseitig wie die Zusammensetzung klingt auch die Musik. Veronika Stalder singt Englisch und Spanisch und weitere Sprachen. Das sind wunderschöne Klänge und Lieder, ruhig und doch bewegt, mit dezentem, aber bestimmtem Rhythmus und sehr filigranen Klängen der Instrumente. Die berührende Stimme von Veronika Stalder klingt wundervoll. Die Gitarren bilden das feine Geflecht, Bass und Perkussion sind die luftigen Säulen der Brücke, sodass der Gesang darüber schweben kann. Ein aussergewöhnliches Album.
Live: „Heiniger Abend – Der Alte und das Biest“ in der La Cappella am 25. Dezember 2025
Bild Kathrin Hallauer
Das war einer der besten Heiniger Abende. Tinu Heiniger und Gerhard Tschan hatten selbst Spass, auch am ganzen Aufbau des Abends. Sie musizierten, Gerhard Tschan spielte auch Theater, und es war ein sehr lustiger und ein besinnlicher Abend. Tinu Heiniger eröffnete mit einem ruhigen Lied, dann kam das zweite Lied, wo er auch Mundharmonika spielte, und so langsam schlich sich eine zweite Mundharmonika ein, von hinter der Bühne, und Gerhard Tschan trat spielend auf. Dann war Stille. Gerhard Tschan sprach über die Schönheit der Stille und dass überall viel geredet wird und niemand zuhört, und er höre den Politikern und Wissenschaftlern auch nicht mehr zu, er habe genug. Darauf wechselten sich Tinu Heiniger und Gerhard Tschan mit Liedern ab und spielten oft auch zusammen.
Bild Kathrin Hallauer
Tinu Heiniger spielte Gitarre, Mundharmonika und Klarinette, Gerhard Tschan Akkordeon und Mundharmonika. Die Szenen von Gerhard Tschan waren sehr lustig, zeigten das Leben im Emmental. Ein Beispiel ist der Abend des Jodelclubs, wo bei der Totenehrung plötzlich der Salat in den Saal gebracht wurde, Stumpen angezündet wurden und über alles und jenes reklamiert wurde. Nach der Pause, war es die Szene vom Pfarrer, welcher über das Wasser predigte und Wein trank. Die beiden Melker aus dem Emmental waren ebenfalls sehr gelungen, auch sonst erzählte Gerhard Tschan Geschichten mit höherem Blödsinn und Tiefgang. Stehen Koffer oder liegen sie? Die Pferde liegen auch im Stehen. Die Krönung von Gerhard Tschan war das Lied von der Blume im Advent von Kolumbien, ging unter die Haut.
Bild Kathrin Hallauer
Tinu Heiniger sang Lieder, welche die eifrigen Besucher:innen seiner Konzerte kennen, wie „Högerland“, „I singe no lang“, und wunderschöne Liebeslieder vom Kommen und Gehen. „Heimetvogel“ war grossartig und das Publikum sang immer wieder kräftig mit. Klarinettenstücke spielte er ebenfalls.
Bild Kathrin Hallauer
Wie bereits geschrieben, ein grossartiger Abend und allgemein etwas vom Besten des 2025.
Live: „Merry Blissmas“ im Cube Bern am 22. Dezember 2025
Bild Kathrin Hallauer
Die fünf Männer haben es gewagt und eine neue Merry Blissmas Show auf die Bühne gestellt. Diese Show war wirklich neu, teils mit den gleichen Figuren wie die Nonnen, aber mit vielen neuen Figuren. Singen können sie einfach, diese Fünf, und ihre Arrangements sind genial, egal ob in der Originalsprache oder auf Schweizerdeutsch. Ein Teil der Lieder hatte auch einen ganz anderen Text in Dialekt als im Original.
Die Zwischentexte waren gute Unterhaltung mit bösen Seitenhieben auf die Politik oder den BSC Young Boys, welcher schräg gegenüber dem Cube spielt. Grossartig war der Jahresrückblick als politisches Meteo. Da wurden Politiker aus allen Herren Ländern und vor allem der Schweiz, nicht unbedingt lobend erwähnt. Als Beispiel sei genannt: „Nach Abzug des Amherd-Tiefs im Wallis, setzte sich in Bern ein Sutter-Keller-Dauertief fest“. Die Lieder waren teils besinnlich und teils beschwingt.
Bild Kathrin Hallauer
Dazwischen gab es immer wieder Gags, wie den Laubbläser, mit dem man den Schnee vor die Garage des Nachbarn blasen kann, und tatsächlich bliesen sie mit einem Laubbläser weisse Papierschnipsel bis mindestens zur zehnten Reihe im Publikum. Der zweite Teil startete mit einem Puppentheater.
Bild Kathrin Hallauer
Die Sänger standen in Puppen und bewegten mit ihren Händen die Puppenhände. Das war sehr einfallsreich. Sie spielten ein Märchen von der Prinzessin mit den drei Nussgipfeln. Das ganze Stück war alles in Esswaren formuliert, wie der Sbrinz (Prinz). Es war lustig, aber etwas lang, weil so in der ersten Hälfte des zweiten Teils erst am Schluss wieder gesungen wurde. Nach einem neuen «Weihnachtsbaum»-Medley traten dann auch noch die Nonnen wieder in Erscheinung und blieben Nonnen bis zum Schluss. Prächtigste und teils intelligente Unterhaltung und manchmal auch nur wohltuender höherer Blödsinn.