BLUEDÖG

Doppelalbum: „Shut Up And Listen To The Band“ (Bluedög Production/Ex Libris)

Hinter dem Namen Bluedög ist der Bluesgitarrist und Sänger Philipp Bluedög Gerber und in der Band spielen Yves Horisberger am Bass und Etienne Issartel an Schlagzeug mit. Das Doppelalbum wurde live im Studio aufgenommen. Auf beiden Alben sind die gleichen elf Songs, auf CD1 die elektrischen, etwas längeren Versionen und auf CD 2 die akustischen Versionen. Wichtig ist, dass bei den akustiscVersionen alle um ein Mikrofon versammel waren und das so aufgenommen wurde. CD 1 ist toller, purer und rauher Bluesrock teils mit Americana Einflüssen oder Ausflügen. Die E-Gitarre explodiert manchmal fast und dann säuselt sie einem wieder irgend etwas ins Ohr, darum man muss zuhören, wie es der Albumtitel sagt. Der Bass pumpt so richtig schön und der Schlagzeuger muss nicht zimperlich mit seinem Instrument umgehen. Die Stimme von Philipp Gerber röhrt wie ein alter Auspuff und man merkt, dieser Mann hat den Blues in Fleisch und Blut. Die CD 2 ist dann etwas leiser, dass Schlagzeug gibt noch den Rhythmus an, der Bass legt den Boden und die Gitarre begleitet oder spielt feine Soli, so richtige Blues Saitenkunst. Der Gesang ist immer noch rauh, aber er tönt mehr wie wenn jemand heiser ist, aber immer voll Blues. Ein herrliches Blueswerk.

Fredi Hallauer

VELVET TWO STRIPES

Album: „Sugar Honey Iced Tea“ (Phonag Records)

Die drei Frauen sind mit ihrem dritten Album zurück in den Playern und auf der Bühne. Das neue Album hat neun herrlich kantige Songs. Bluesrock, Garage, FuzzRock und auch ein bisschen Psychedelik Blues Rock sind dabei. Alles schön rauh und dreckig. Beginnen wir am Anfang und hören uns diese fiebrige Einleitung von „Fever“ an, welche dann in einem Fieberwahn endet. Über allem ist diese Stimme der Leadsängerin mit viel Schleifpapier Appeal und die beiden anderen Stimmen stehen dem in Nichts nach, wenn sie mit einstimmen. Dazu kommt natürlich die Leadgitarre, welche die guten alten 70iger Jahre Bluesrockzeiten heraufbeschwört und doch auch zeitgemäss klingt, einfach eigenständig. Der Bass pumpt kräftig die Energie hoch und der Gastschlagzeuger ist besorgt, dass alles zusammenhält, sollten sich die Frauen von ihrer Musik zustark treiben lassen. Bei „This House Is Built On Sand“ beginnt ein Banjo, aber nachher geht es in der Geschichte klar zur Sache. Ein Wahnsinnsalbum für alle die laute und rauhe Töne mit Gitarre und Stimme mögen, egal wie alt sie sind.

Fredi Hallauer