PAT LAEMMLE

Album: „Born With The Blues“ (Sixty7ARecords)

Der Sänger und Gitarrist Pat Laemmle hat mit einer erweiterten Band ein weiteres Blues-Album aufgenommen. Am Schlagzeug sitzt Richard Spooner, den Bass zupft Andy Tolman. Dazu kommt der alte Kumpel, Chrigi Roffler an den Tasten. Die Bläsersektion Claudio von Arx am Tenorsaxophon, Naijma Gürth am Altosaxophon, Till Ruprecht an der Posaune und Thomas Knuchel an der Trompete erweitert den Sound. Backgroundsängerinnen sind Sandra Rippstein und Monika Schaer Kull. Produziert wurde das Album von Marco Jencarelli. So verblüfft es einen nicht allzu stark, wenn der Sound des Albums an gewisse Philipp Fankhauser Alben erinnert. Es sind tolle Aufnahmen und alles ist sauber produziert. Der Sound ist souliger Blues, weich und geschmeidig. Die Songs schrieb Pat Laemmle selbst und das Songwriting kann sich hören lassen. Dieses Album ist ein schönes und sanftes Blues-Album, da kann man sich einfach dazu hinsetzen und zuhören. Ein Ohrenschmeichler.

Fredi Hallauer

MARK SLATE & ROTOSPHERE

Album: „Live“ (RocknHall Artist Services By Dixiefrog)

Rotosphere ist eine klassische Bluesband ohne Schnörkel und die haben schon viele internationale und nationale Bluessänger begleitet. Nun haben sie auch ihren eigenen Sänger, Mark Slate gefunden. Mit ihm zusammen nahmen sie diese zehn Songs live im Powerplay Studio auf. Herausgekommen ist wundervoller, warmer Blues, der direkt ins Herz trifft. Der satte Sound und der herrliche Groove machen Freude. Dazu kommt der Gesang von Mark Slate, mit einer charismatischen Stimme, die ganz genau zum Blues passt. Eine solide Bluesband mit Musik, die man immer wieder gerne hört.

Fredi Hallauer

MARC AMACHER

Album: „Load“ (Hoboville Records)

Marc Amacher sollte unterdessen vielen Menschen ein Begriff sein. Der Blueser aus dem Berner Oberland mit der rauen Stimme und dem dreckigen Gitarrensound ist unverkennbar. Er war bereits Support Act auf der Deutschland Tour von Eric Clapton und von Billy F. Gibbons, auch von Boss Hoss. Nun ist ein neues Album von ihm erschienen. Diesem Album liegt ein Stück Geschichte zugrunde. Amachers sind Walser. Sie zogen vom Wallis in karge Täler im Berner Oberland, dann nach Georgien und anderen Ländern, von dort nach Amerika und wieder zurück in die Schweiz. Marcs Amacher Urgrossvater war vor etwa 140 Jahren ein Hobo, einer, der mit der Gitarre und einem Song auf der Zungeumherreiste. Bei diesem Album wird die Tradition modernisiert in dem heutigen Sound von Marc Amacher. Er erzählt nicht die Geschichte des Urgrossvaters, er erzählt Geschichten aus den USA, von sich und seinem Grossvater, macht Überlegungen und das mit seiner ganzen Energie und seinem kraftvollen Blues. Die Gitarre , Bass und Schlagzeug und manchmal noch ein anderes Instrument helfen, diesen rohen Klang zu transportieren. Marc Amacher ist und bleibt auch auf Tonträger ein Erlebnis.

Fredi Hallauer

MARC ROSSIER RO’S BLUE

Album: „When A Soul Is Gone“ (www.marcrossier.com)

Der Gitarrist und Sänger Marc Rossier hat zusammen mit Peter Enderli am Bass und Christof Jaussi am Schlagzeug und Backing Gesang, ein wunderbares Album aufgenommen. Bei zwei Songs spielt Andreas „Chnuffi“ Michel Orgel und E-Piano. Marc Rossier setzt bei diesem Album sehr viele seiner Saiteninstrumente ein, nämlich elektrische und akustische Gitarren, Dobro, Coral Sitar und Ambient Gitarren. Zu den Gitarrensounds versteht es Peter Enderli passende Basslinien und Rhythmen zu spielen. Christof Jaussi gibt den nötigen Rhythmus an. Marc Rossier besingt die verschiedensten Themen wie Fernbeziehung, sich selbst zu feiern, oder die schönen Erinnerungen, welche bleiben, wenn jemand verstorben ist. Die Musik bewegt sich zwischen Americana, Singer/Songwriter, Blues und Rock. Im Zentrum der Songs steht die Gitarre, und die versteht Marc Rossier sehr kreativ und melodiös zu spielen. Es ist einfach ein Genuss, diesem Album zu lauschen und dazwischen in den eigenen Träumen zu versinken.

Die Videos sind etwas älter und live, die Songs sind aber auf dem Album und in dieser Besetzung gespielt.

Fredi Hallauer

ELLIS MANO BAND

Album: „Morph“ (SPV Recordings/Phonag)

Das gestandene Quintett wird immer stärker. Mit „Morph liefern sie ihr bestes Album ab. Sie spielen Klassikrock mit vielen Blues-Anteilen. Die Stimme des Sängers kommt charismatisch und kräftig herüber. Die Songs sind unterschiedlich und haben hohen Wiedererkennungswert. Mal wird so richtig gerockt, dann wieder wird es balladesk. Die Gitarre gefällt ebenfalls bestens mit den herrlichen Soli. Der Drummer hämmert so richtig satt und kräftig, oder bei den Balladen setzt er gute Zeichen mit dem Schlagzeug. Das Keyboard umspielt das Ganze oder setzt Akzente bei den rockigen Songs. Bei den Balladen gefällt dann das Hammondspiel. Der Bassist pumpt mit schönen Pattern den Beat. Auffallend ist auch die hervorragende Qualität der Aufnahmen und der Produktion. Egal, ob laut oder leise, immer ist alles bis ins Detail zu hören. Ein Album, das eine Auszeichnung verdient.

Homepage: https://www.ellismanoband.com/

Fredi Hallauer

PHILIPP FANKHAUSER

Album: „Ain’t That Something“ (Phonag Records)

Philipp Fankhauser ist zurück, mit einem neuen Album. Es ist ein vielseitiges Album geworden. Soul, Blues, Zydeco und Chanson. Ausser dem Chanson ist alles amerikanische Musik und im amerikanischen Verständnis auch Blues, aber ohne die Blues-Klischees. Das Album ist opulent mit Bläsern und Backgroundchören. Es ist sicher ein Album geworden, das stimmungsmässig im Blues liegt, mit der Ausnahme des Zydeco Titels „Monsieur Thibodeaux“. Diese Musik aus Louisiana steht Philipp Fankhauser und seiner Band gut an, wie auch das Chanson „L’Italien“, von Serge Reggiani, mit französischem und italienischem Text. Im „The Undertaker“ wird es recht funky und „In The Ghetto“ ist eine sehr gelungene Version dieses Klassikers. So könnte man Song für Song aufzählen, keiner fällt ab. Das Album klingt trotz der Vielseitigkeit sehr kompakt und solid. Eines der besten Alben von Philipp Fankhauser.

Fredi Hallauer

LARISSA BAUMANN

Album: „Showtime“ (iMusician)

Larissa ist eine stimmgewaltige Sängerin zwischen Soul und Blues in allen den verschiedenen Spielvarianten. Ihr Power und ihr ausdrucksstarker Gesang ist schlichtweg umwerfend. Mal lässt sie es krachen und geht richtig ab, dann wieder singt sie einen gefühlsvollen Blues mit sehr viel Ausdruck. Ihre Band trägt das ihre zu diesem Gesamtsound bei. Zu Gitarre, Piano, Bass und Schlagzeug kommen noch Backings, Saxophon und Trompete dazu. Somit bringt die Band auch einen jazzigen Groove mit. Was es da zu hören gibt ist Feelgood Musik über zehn Songs. Man kann dazu so herrlich grooven. Tolles Album.

Fredi Hallauer