SPORTELLI

Live: Albumtaufe in der La Cappella am 8. Februar 2019

Bild Fredi Hallauer


Sportelli trat im Trio auf, mit Lea Meyer (Cello, Gitarre, Keys, Loops und Backings) und Christine Wyder (Drums und Backings). Er selber spielte die verschiedensten Gitarren, Loops und er sang. Der Sound war meist recht trocken, auch das Cello verströmte nicht die romantische Wärme, sondern es rockte, das Schlagzeug rumpelte erfrischend. Sportelli spielte die Gitarren oft perkussiv. Der Soudn war irgendwie Postpunk oder Alternativ Singer/Songwriter. Die Stimme von Sportelli klang grossartig mit dem Touch der australischen Singer/Songwriter. Die Arrangements klangen spannend, oft kam zum Schluss auf dem Cello ein Feuerwerk, das dann abrupt endete und das Stück war aus. Das Repertoire umspannte die ganze Schaffensperiode von Sportelli. Der Schwachpunkt, oder wo es noch etwas zu verbessern gibt, war die Technik. Beim Umstellen mit den Fusstasten bei Sportelli, war oft der Sound zu extrem verschieden in Lautstärke und Hall, das störte die Stimmung welche das Trio vorher aufgebaut hatten. Dieser gelungene Abend des sympathischen Trios endete mit drei Zugaben.

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Fredi Hallauer

Album: „Fear & Courage“ ( Jungle Ocean Records/ iGroove)

Sportelli aus dem Berner Seeland spielt auf seinem neuen Album interessante Singer/Songwriter Musik. Die Gitarren und Loops, dazu Schlagzeug, Cello und Tasten. Die Songs sind ruhig gehalten. Sie erzählen von dem Mut sichauf den Weg zu machen und Neues zu entdecken, vielleicht auch solches vor dem man Angst hat. Die Türen müssen hinter sich geschlossen werden, damit man neue aufmachen kann. Das Ganze tönt traumwandlerisch und bringt das Kopfkino in Betrieb. Für meinen Geschmack ist etwas viel Audiotune bei der Stimme, aber vielleicht ist es gewollt, um das träumerische zu bewirken.

Fredi Hallauer

SHIRLEY GRIMES

Album: „Hold On“

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Shirley Grimes hat ein wunderschönes Album aufgenommen. Nach einer längeren Pause ist diese schöne Stimme zurück. nein nicht nur die Stimme, Shirley Grimes hat neue, ehrliche, einfache Songs mit irischen Wurzeln geschrieben. Eingespielt hat sie das Album zusammen mit Wolfgang Zwiauer und Tom Etter. Diese zwei Saitenzauberer begleiten sehr subtil, filigran und virtuos, den Gesang und das Gitarrenspiel von Shirley Grimes. Die Stimme ist immer das wichtigste und sie klingt auch immer im Vordergrund. Da ist nicht mehr von Pop zu hören, sondern eine irische Singer/Songwriterin mit Contemporary Folk. Musik welche in den Gehörgängen nur so dahinschmilzt. Kleiner Schwachpunkt des Albums ist die Gleichförmigkeit der Songs, Tempo und Melodie sind sich sehr ähnlich. Da die Songs aber so schön sind gilt das nicht als Einbusse.

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YELLOW TEETH

Album: „Stella“ (Vitesse Records/Irascible)

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Das Quartett aus Sion hat sich seit dem letzten Album verändert. Personell nicht  und sie singen auch noch englisch, aber das dreckige rockige ist weg. Sie gehen zurück zum Einfachen. Es tönt eher wie ein Singer/Songwriter Album. Sänger und Gitarrist spielen und singen einfache Melodien und Bass und Schlagzeug umrahmen es. „Hanging With You“ ist ein auffallend schöner Song, welcher das Obgenannte auch gut dokumentiert. Viele Songs sind sich aber etwas zu ähnlich. Die Idee ist sehr gut, zurück zum Einfachen.

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LONG TALL JEFFERSON

Album: „Lucky Guy“ (Red Brick Chapel)

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Der Singer/Songwriter präsentiert sich auf seinem Zweitling sehr erfrischend. Durch die Hinzunahme diverser weiterer Instrumente tönen seine Songs erfrischender und man wird zum genauen Hinhören eingeladen. Die leicht monotone Stimme von Long Tall Jefferson gewinnt mächtig. Er ist weiterhin der Geschichtenerzähler in seinen Liedern, von seinen Reiseerlebnissen, seinen Beobachtungen und Überlegungen. Long Tall Jefferson ist mit diesem Album nun nicht nur jemanden den man liver Erleben muss, sondern ein Musiker von dem es sich auch lohnt das Album anzuhören.

Fredi Hallauer

SONIC DELUSION

Album: „This Material World“

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Der seit 10 Jahren in Neuseeland lebende Schweizer hat bereits sein 4. Album veröffentlicht. Diesmal ist es ziemlich funky, auch mit schönen Bläsersätzen. Seine Musik hat Einflüsse von überall und ist nicht einzuordnen, vielleicht müsste man die Schublade Funky Folk erfinden. Er selber spielt Gitarre und singt. Dabei sind auch seine langjährigen MitmusikerInnen Sev. Thiebault an den Keys und Missie Moffat an der Perkussion und Gesang. Einen Song gibt es sogar auf Spanisch, warum entzieht sich meinen Kenntnissen. Sonic Delusion hat sich mit diesem Album klar gesteigert und es ist fast ein Muss es gehört zu haben, darum ist es wohl kein Wunder, dass er am Seaside Festival alle seine CD’s, welche er dabei hatte, verkaufte.Man darf sich auf den 5. Streich freuen.

Fredi Hallauer

HONG

EP: „Toxic Disorder“ (Coldkings)

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Der malaysisch-chinesische Zürcher verblüfft mit seiner EP. Der ausgebildete Geiger, autodidaktisch gelernter Gitarrist und Sänger von den höchsten Falsett Tönen zu warmen Bariton Tönen nahm fünf Songs auf. Zum Einsatz kommen die Instrumente die er spielen kann, dabei wurde manchmal die Geige heruntergetunt. Die Musik geht direkt ins Herz und kommt mit möglichst wenig aus, was die Wirkung verstärkt. Hong erzählt seine Geschichte oder Geschichten aus seinem Leben, und das alles unaufgeregt und sehr abwechslungsreich. Ein Album das viel Beachtung verdient hat.

Fredi Hallauer

SUBMARYNE

EP: „Encore“ (Phonag)

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Die junge Lausanner Sängerin hat sich auf ihrer ersten EP verschiedenen bestehenden Songs angenommen, unter anderem „Addicted To You“ von Avicii, aber auch weniger bekannten Stücken, auch eines aus Frankreich. Sie singt mit einer Ausnahme englisch. Submaryne hat eine wunderschöne natürliche Stimme und die Begleitung ist sehr folkig, akustisch im Sinne einer Singer/Songwriterin. Auf das Album, welches 2019 erscheinen soll darf man sich freuen.

Fredi Hallauer