YELLOW TEETH

Album: „Stella“ (Vitesse Records/Irascible)

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Das Quartett aus Sion hat sich seit dem letzten Album verändert. Personell nicht  und sie singen auch noch englisch, aber das dreckige rockige ist weg. Sie gehen zurück zum Einfachen. Es tönt eher wie ein Singer/Songwriter Album. Sänger und Gitarrist spielen und singen einfache Melodien und Bass und Schlagzeug umrahmen es. „Hanging With You“ ist ein auffallend schöner Song, welcher das Obgenannte auch gut dokumentiert. Viele Songs sind sich aber etwas zu ähnlich. Die Idee ist sehr gut, zurück zum Einfachen.

Fredi Hallauer

 

LONG TALL JEFFERSON

Album: „Lucky Guy“ (Red Brick Chapel)

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Der Singer/Songwriter präsentiert sich auf seinem Zweitling sehr erfrischend. Durch die Hinzunahme diverser weiterer Instrumente tönen seine Songs erfrischender und man wird zum genauen Hinhören eingeladen. Die leicht monotone Stimme von Long Tall Jefferson gewinnt mächtig. Er ist weiterhin der Geschichtenerzähler in seinen Liedern, von seinen Reiseerlebnissen, seinen Beobachtungen und Überlegungen. Long Tall Jefferson ist mit diesem Album nun nicht nur jemanden den man liver Erleben muss, sondern ein Musiker von dem es sich auch lohnt das Album anzuhören.

Fredi Hallauer

SONIC DELUSION

Album: „This Material World“

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Der seit 10 Jahren in Neuseeland lebende Schweizer hat bereits sein 4. Album veröffentlicht. Diesmal ist es ziemlich funky, auch mit schönen Bläsersätzen. Seine Musik hat Einflüsse von überall und ist nicht einzuordnen, vielleicht müsste man die Schublade Funky Folk erfinden. Er selber spielt Gitarre und singt. Dabei sind auch seine langjährigen MitmusikerInnen Sev. Thiebault an den Keys und Missie Moffat an der Perkussion und Gesang. Einen Song gibt es sogar auf Spanisch, warum entzieht sich meinen Kenntnissen. Sonic Delusion hat sich mit diesem Album klar gesteigert und es ist fast ein Muss es gehört zu haben, darum ist es wohl kein Wunder, dass er am Seaside Festival alle seine CD’s, welche er dabei hatte, verkaufte.Man darf sich auf den 5. Streich freuen.

Fredi Hallauer

HONG

EP: „Toxic Disorder“ (Coldkings)

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Der malaysisch-chinesische Zürcher verblüfft mit seiner EP. Der ausgebildete Geiger, autodidaktisch gelernter Gitarrist und Sänger von den höchsten Falsett Tönen zu warmen Bariton Tönen nahm fünf Songs auf. Zum Einsatz kommen die Instrumente die er spielen kann, dabei wurde manchmal die Geige heruntergetunt. Die Musik geht direkt ins Herz und kommt mit möglichst wenig aus, was die Wirkung verstärkt. Hong erzählt seine Geschichte oder Geschichten aus seinem Leben, und das alles unaufgeregt und sehr abwechslungsreich. Ein Album das viel Beachtung verdient hat.

Fredi Hallauer

SUBMARYNE

EP: „Encore“ (Phonag)

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Die junge Lausanner Sängerin hat sich auf ihrer ersten EP verschiedenen bestehenden Songs angenommen, unter anderem „Addicted To You“ von Avicii, aber auch weniger bekannten Stücken, auch eines aus Frankreich. Sie singt mit einer Ausnahme englisch. Submaryne hat eine wunderschöne natürliche Stimme und die Begleitung ist sehr folkig, akustisch im Sinne einer Singer/Songwriterin. Auf das Album, welches 2019 erscheinen soll darf man sich freuen.

Fredi Hallauer

CAT’S EYE

Album: „Curves Of A Straight Light“ (Phonag Records)

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Cat’s Eye kommt aus Fribourg und heisst bürgerlich Benoit Perriard. Er ist Multiinstrumentalist und Sänger mit einer buttertweichen Stimme. Gerry Leonard spielt die Gitarren und hat produziert. Er ist bekannt von Produktionen mit David Bowie, Suzan Vega und weiteren Grössen. Das Resultat ist Singer/Songwriter Pop mit Feenlandschaften unterlegt und magischen elektrischen Gitarren illustriert. Etwa so versponnen wie die Musik tönt kommen auch die Texte an. Die weiche Stimme gibt einen guten Kontrast zu dem Schlagzeug und den Bässen ohne gerade eine Faust aufs Auge zu sein. Cat’s Eye spielt da sehr innovativen Sound mit guten Songs.

Fredi Hallauer

 

BAUM

Album: „Live At BScene Festival 2018

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Der Basler Sänger und Gitarrist spielte im Atlantis Basel am 3. März 2018, anlässlich des Clubfestival mit seinen Musikern dieses Live Album ein. Mit dabei sind Bass, Keyboards und Schlagzeug und alle singen noch. Gespielt wurde das letzte Album, nun live umgesetzt und es funktionierte. Baum’s tiefe leicht sonore Stimme strahlt sehr viel Wärme aus und so wirken die Songs im folkrockigen amerikanischen Gewand sehr gut. Die Instrumente stützen die Songs, kommen aber kaum zu markanten Soloeinlagen, auch keinen kurzen. Die einzelnen Songs sind sich oft sehr ähnlich, die Intros unterscheiden sich, aber dann wirds etwas zu gleich.

Fredi Hallauer