BLIGG

Album: „Okey Dokey II“ (Universal)

Der Rapper ist zurück mit einem Album welches an ein früheres mit dem selben Namen erinnert oder erinnern soll. Es ist eine Art Mixtape aber trotzdem keines. Bligg geht mehr in den HipHop zurück, wobei bei den fast klassischen HipHop Liedern ist er musikalisch wie textlich zurück gefallen. Es sind nicht moderne Beats die er seinen Texten unterlegt und die Texte sind die eines jungen Erwachsenen. Ab der Hälfte des Albums wird es wieder popiger und die Texte bekommen plötzlich Gehalt. Höhepunkt ist sicher „Sorry Mama“ mit Marc Sway und „S Paradies“ mit Naomi Austero. Diese Sängerin gibt es dann auch noch einmal im Lied „Bis da anne“ und auch da überzeugt sie. Die feat. Gäste geben sich die Klinke in die Hand und aufzählen will ich nun nicht alle. spass macht an dem Album, dass Bligg sich nicht all zu ernst nimmt und seine eigenen Lieder zitiert. Sätze und Sound von seinen Hits tauchen da und dort auf, also Ohren spitzen. Das Ultimative HipHop Album ist es nicht, aber es macht Spass wie bereits das Album mit dem gleichen Namen.

Fredi Hallauer

MIMIKS

Album: „Für immer niemer“ (Sony Music)

Der Luzerner Rapper ist vielleicht, zu unrecht, immer noch ein nicht so bekannter Rapper. Das könnte sich aber mit diesem Album ändern. OK, musikalisch tönen die Beats und Sounds wie bei vielen anderen Rappern auch. Aber sein klarer, schneller Flow bei den Texten und die Texte selber lassen aufhorchen. Er rappt über Luzern, seine Mutter oder seine Lebensgeschichte. Natürlich noch über vieles Andere. Seine Texte sind clever, direkt und ehrlich. Er hat auch Gäste mit dabei, das sind ZID, Damian Lynn, aber auch Effe, Xen und Lcone. Es ist kein Schönwetter Rap was Mimik da erzählt, nein diese Texte gehen unter die Haut. Also aufgepasst, Mimiks kommt.

Fredi Hallauer