ELLA RONEN

Album: „Motherland“

Ella Ronen lebt nun in Zürich und wurde in Tel Aviv geboren. Sie verbrachte früher einige Jahre in Vevey in der Schweiz, zog wieder nach Israel und jetzt lebt sie mit einer eigenen kleinen Familie in Zürich. Das Thema „Motherland“ oder „I’m not from here“ beschäftigte sie schon länger, sie schrieb auch die Lieder bereits früher, aber sie stimmten nicht wirklich für sie. Nun ist die Zeit gekommen und es stimmt. In Zürich, sagt sie, leben alles Ausländer und somit sind es keine Ausländer mehr. Auch die anderen Lieder erzählen aus dem Leben und Ella Ronen’s Umfeld. Ihre warme ruhige Stimme passt gut zu den Songs. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Pop und Jazz. Streichinstrumente sind immer wieder zu hören, ein jazziges Schlagzeug, aber auch Tasteninstrumente. Es ist eher ruhige Musik aber sehr packende. Ella Ronen ist eine Entdeckung.

Fredi Hallauer

LORD KESSELI

Album: „Tell Me When You’re Empty“ (Irascible)

Lord Kesseli kann es auch ruhig angehen. Das zeigt uns der St. Galler Musiker auf seinem Solo Album. Er reduziert Musik auf das minimalste, nämlich einen Flügel und eine Stimme. Die Töne Perlen erfrischend aus den Boxen und die Stimme löst dann die Frische auf. Lord Kesseli, schmachtet, flirtet, schimpft und leidet mit seiner Stimme durch die stockdunkle Nacht. Piano und Stimme ergeben aber ein Ganzes und so klingt es wunderschön düster und nicht bedrohlich. Lord Kesseli singt englisch. Das ist wirklich Musik für Menschen welche Musik mögen und hinhören.

Fredi Hallauer

JAËL

Album: „Sinfonia“ (Zealand Records)

Jaël hat ein Album mit ihren Songs und einem 28 köpfigen Orchester, einem Pianisten und Backgroundsängerinnen aufgenommen. Es ist das Drouji’s Frineds Orchestra unter der Leitung von Droujelub Yanakiew. Im Orchester sind neben den Streichern auch Bläser, Perkussion und Timpani vertreten. Die Songs stammen aus den verschiedenen Zeiten von Jaëls musikalischem Schaffen. So sind zwei Lunik Songs, sieben von ihrem letzten Album, einer von einem früheren Album und drei bisher unveröffentlichte Songs zu hören. Lunik singt klar und deutlich mit ihrer schönen, elfenhaften Stimme und viel Gefühl vor dem Orchester. Das Orchester ist sehr gut arrangiert und nicht nur eine Begleitband, sondern da gibt es zwischen dem Gesang auch sehr viel spannende Töne zu hören. Trotz dieser Vielseitigkeit der Songs und der Musik, klingt das Album aus einem Guss. Man kann es als Songbook bezeichnen mit verschiedenen Kapiteln. Jaël ist bemerkenswertes Werk gelungen, welches seinesgleichen sucht.

Fredi Hallauer