LUZIUS SCHULER

Album: „Penta Fest“ (Red Brick Chapel)

Der Pianist Luzius Schuler suchte in 14 Tagen in seinem Studio nach seinem ich. Dafür setzte er nicht nur das Piano ein, sondern umgarnte das Pianospiel mit Synthesizer. Die ganz grobe Schublade ist neo-Klassik, etwas moderner und da und dort wird es leicht jazzig. Aber ansonsten fliesst die Musik so dahin, mal eher ruhiger, dann plätschert sie und ab und zu kommt eine Schwelle oder ein Strudel. Irgendwie geht das Innere von Luzius Schuler an mir vorbei und löst nicht einmal das Kopfkino aus. Ich glaube es war spannender für den Musiker dieses Album zu machen, als es zu hören.

Fredi Hallauer

ELIAS BERNET BAND

Album: „Better Off With The Blues“ (bbProductions)

Der Piano- und Hammondorgelmann ist mit seinem Trio unterwegs und hat gleich ein neues, bluesiges Album aufgenommen. Es ist lebensbejahender Blues und bringt fast etwas wie Sonnenschein in die trüben Herbsttage, ohne überschwenglich zu sein. Elias Bernet spielt nicht nur das Piano und die Hammond, nein er singt mit einer Stimme wie sie für den Blues nicht besser passen könnte. In seiner Band ist Markus Fritzsche am Kontrabass, Backing Vocals und Bernhard Egger Schlagzeug. Gastauftritte von Freda Goodlett Backing Vocals und David Stauffacher perkussion kommen dazu. Dieses Trio bzw Quintet lässt es zwischendurch so richtig rocken. Elias Bernet zieht alle Register des Blues, vom langsamen, getragen Blues, zum Shuffle, dem Boogie und eben dem Rock. Der Entertainer und Musiker bringt uns Musik wieder näher, welche in letzter Zeit nicht mehr so viele Vertreter hatte.

Fredi Hallauer

LORD KESSELI

Album: „Tell Me When You’re Empty“ (Irascible)

Lord Kesseli kann es auch ruhig angehen. Das zeigt uns der St. Galler Musiker auf seinem Solo Album. Er reduziert Musik auf das minimalste, nämlich einen Flügel und eine Stimme. Die Töne Perlen erfrischend aus den Boxen und die Stimme löst dann die Frische auf. Lord Kesseli, schmachtet, flirtet, schimpft und leidet mit seiner Stimme durch die stockdunkle Nacht. Piano und Stimme ergeben aber ein Ganzes und so klingt es wunderschön düster und nicht bedrohlich. Lord Kesseli singt englisch. Das ist wirklich Musik für Menschen welche Musik mögen und hinhören.

Fredi Hallauer