Album: „Honest Work“ /Sinnbus/Mouthwatering Records)
Die Musikerin erzählt vom Arbeitsalltag mit den Frustrationen, unfairen Arbeitsbedingungen, ökologischen Krisen und emotionaler Einsamkeit. Es erzählt von einer Gesellschaft, die Leistungsdruck internalisiert und dabei Leistung nur vage definiert. Von Erschöpfung, Zorn und Druck und vom Leben jener, die versuchen, sich darin zurechtzufinden und ihre Würde nicht zu verlieren, und damit wahrscheinlich scheitern. Musikalisch betont sie die Beats und den Bass. Die Stücke lehnen sich an elektronische Musik der Neunzigerjahre an; an Trip-Hop, Drum ’n’ Bass, 2-Step Garage und Industrial. Die Stimmung ist dunkler Pop und trotzdem mit einer Leichtigkeit, welche Mut macht und vielleicht sogar aufstellend ist, wenn man unter schwierigen Bedingungen arbeiten muss. Ein sehr engagiertes und intelligentes Album.
Fredi Hallauer
