3YOONI

Album: „Baghdad“ (Irascible)

Der in Bern lebende Iraker macht seinen ganz eigenständigen Sound. Es sind elektronische Beats und Synthesizer-Klänge, welche auf das Oud und orientalische Rhythmen treffen. Dazu die spezielle Stimme, welche irakisch-arabisch singt. Gesang, Produktion und Instrumentierung machte 3Yooni selbst. Seine Texte sollen antirassistisch und politisch sein. Sie befassen sich mit Identität und Orientalismus. Dies muss ich jetzt einfach dem Label nachschreiben, da mir keine Übersetzung der Lyrics vorliegt. Was wichtig ist, es ist sehr spezielle wohlklingende Musik, welche auch in einer Worlddisco gut ankommen wird.

Fredi Hallauer

EVELINN TROUBLE

Album: „Season Indicators“ (Mouthwatering Records)

Die Zürcher Musikerin, Sängerin, Produzentin und Komponistin hat ihr sechstes Album released. Es ist eine bunte Mischung von Stilen und Themen. Als Gäste sind Faber, auf englisch zu hören und Dino Brandão. Evelinn Trouble spielt auch ihre typischen Gitarrenklänge. Ein Song ist auf französisch und versetzt einem zurück in die 60iger Jahre. Ein Antikriegssong ist zu hören, angelehnt an Bertold Brecht „An die Nachgeborenen“ und viele weitere Themen aus der heutigen Zeit. Musikalisch sind die meisten Songs klar miteinander verwandt und pendeln zwischen Indiepop und Elektropop, da mal etwas rockiger dort vielleicht ein Schuss Chanson dabei. Ein vielseitges Album und doch fast aus einem Guss.

Fredi Hallauer