EMILIE ZOE

Interview:

Am Stars of Sounds in Murten sprach Fredi Hallauer mit Emilie Zoé. Hier zum Anhören.

Album: „The Very Start“ (Hummus Records)

Emilie Zoé kommt aus Neuchatel. Sie versteht es eigene Wege zu gehen und die Hörgewohnheiten des Publikums auf sanfte Art zu verändern. Sie erzählt gerne Geschichten, egal ob mit Worten, der Gitarre, der Stimme und mit dem Loop klingen dann die Geschichten in einer Umgebung. Mit dabei ist noch ein Schlagzeuger und Elektroniker. Das Album wurde gleich direkt eingespielt, also alles auf einmal und nicht später zusammengbaut, dies tut dieser Musik sehr gut, sie lebt. Emilie Zoé kann ganz sanft klingen, aber dazwischen lässt sie die Gitarre auf unangenehme Art lärmen um einem aufzurütteln und natürlich auch ein bisschen zu nerven, es geht aber vorbei. Im gesamten ist dies ein sehr hörenswertes Album, für Mensche, welche bereit sind, ein bisschen anders zuzuhören.

Fredi Hallauer

THE YOUNG GODS

Album: „Data Mirage Tangram“ (Two Gentlemen/Irascible)

Seit dreissig Jahren unterwegs und immer wieder erfinden sie sich neu. Den drei Herren ist ein grossartiges Album gelungen und ein Vielseitiges dazu. Der Anfang und auch dazwischen ist es ziemlich mystisch, ja fast sogar schon esoterisch. Aber keine Angst es ändert sich immer wieder. Bei anderen Stücken geht es ziemlich gerade zu und her, so ziemlich popig fast schon. Da und dort schlägt dann der Noise der ersten Jahre deutlich durch. Rhythmisch waren sie schon immer genial und hier werden auch Worldbeats angeschlagen und der Sound passt ebenfalls. Es schneidet sich dann eine scharfe E-Gitarre in den Sound und Noise kommt dazu. Einfach fantastisch. Auch bei den Young Gods gilt, diese Musik muss man hören und nicht lesen. Wer Young gods mag, kommt sicher auf seine Rechnung und wer mal etwas anderes hören will als den Mainstream, aber noch im Genussbereich, der liegt mit den jungen Götter auch nicht schlecht.

Fredi Hallauer