Album: „Tag & Nacht“ (Universal Music)
Schon lange war das Album angekündigt und noch viel länger hat es gedauert. Es sollte eigentlich für die Bilderausstellung von Büne Huber im Naturhistorischen Museum erscheinen und für die legendären Schwellenmätteli Konzerte, dann hoffte man letztes Jahr für die Festivals, aber nun ist es da. Das Resultat löst gemischte Gefühle aus, für dass es so lange dauerte. Okay, es war eine Zangengeburt, Büne Huber schrieb mehrere Lieder neu und so weiter und so fort. Das Album besticht auf den ersten Augenschein mit der Aufmachung. Es ist ein Buch, fast im A5 Format, mit einem 49-teiligem Leporello und einer Länge von 6,45 Metern. Die Bilder erzählen wie die Songs von der Vergänglichkeit und dem sprudelnden Leben. So tun das auch die fünfzehn Songs zwischen dem Prolog und dem Epilog. Es ist ein schönes Album geworden, einfach ein Patent Ochsner Album, etwas weniger üppig im Sound wie auch schon. Die Texte haben die typischen schönen und lyrischen Formulierungen, welche man von Büne Huber so mag. Überraschungen gibt es keine, auch das grosse Lied fehlt. Mir gefallen der Prolog und der Epilog gut, und mein Lieblingslied auf dem Album ist „Hanna Luna“, ein Lied von einem reifen und älteren Mann über das Leben. „Tag & Nacht“ ist ein bunter Hund, betitelte es Büne Huber, dem kann ich beipflichten. Ein Album, wo sicher alle etwas für sich finden.
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Fredi Hallauer
