Album: „Chameleon“
Die in Bern lebende Musikerin aus Surinam zeigt sich auf diesem Album wirklich als Chamäleon. Es sind alles Tanznummern und sie fahren recht in die Beine. Sie zelebriert die afrokaribischen Rhythmen von Reggaeton zu Reggae und weiteren Rhythmen. Samora hat auf diesem Album sechs Featuring-Gäste, meistens in ihrer Heimat verwurzelt. Einer davon ist Guillaume Hoarau, den man in Bern bestens kennt. Dieses Duett ist etwas romantischer und wunderschön. Die zwei Stimmen passen bestens zusammen. Die anderen Gäste geben den Songs noch mehr Dampf und treiben sie voran. Samora thematisiert auch gesellschaftskritische Themen, und wie das in den Breitengraden ihrer Heimat üblich ist, haben diese Lieder trotzdem einen beschwingten Rhythmus und strahlen Fröhlichkeit aus, obwohl der Inhalt alles andere als fröhlich ist. Mit dieser Musik von Samora kann man gut durchs Leben gehen, auch wenn es schwierigere Zeiten sind. Ein tolles Album, welches nicht ganz neu ist, mir aber erst jetzt zu Ohren kam.
Fredi Hallauer
