CAROLINE CHEVIN

Album: „Enjoy The Ride“ (Chevin Music)

Die Schweizer Musikerin ist nach einem längeren Neuseeland Aufenthalt wieder in die Schweiz zurückgekehrt und knüpft mit ihrem ersten Album seit der Rückkehr, dort an, wo sie aufgehört hat. Nicht vergessen 2011 erhielt sie in der Kategorie „Best Breaking Act“ einen Swiss Music Award. Nun also ist sie wieder da, sowohl physisch wie akustisch. Dieses Album tönt reifer als die Vorgänger oder vielleicht ist abgeklärter das bessere Wort. Ihr Poprock groovt ziemlich und der Sound ist recht funky. Sie richtet es teilweise mit der grossen Kelle an, nämlich mit Bläsern, Backgroundgesang und Perkussion, zu der üblichen Bandbesetzung. Wesentlich ist aber ihre Stimme und ihr Gesang. Dieser ist top präsent und ihre schöne Stimme lässt sie in allen Lebenslagen erklingen. Da tönt sie fast mädchenhaft und übermütig, dort singt sie einem ins Gewissen oder umgarnt einem. Das Album ist sehr gut gemischt und hat einen top Sound. Caroline Chevin ist hier ein Album gelungen, welches keine Mängel hat.

Fredi Hallauer

SPARROHS

Album: „Volcano“ (Sparrohs)

Das unten beschriebene Album „Naked“ erschien 2019, kam aber erst jetzt zu meinen Ohren. Nun erschien am 17. März 2020 bereits dieses Nachfolgealbum. Wer die Sparrohs sind, lässt sich unten nachlesen. Jetzt pur zum Album. Das Trio ist etwas popiger geworden, die Rockelemente fehlen aber nicht. Das Feuer der Band ist immer noch da, umso wichtiger mit dem Albumtitel. Der Gesang ist öfters auch mehrstimmig, was den Sound prägt. Die Sparrohs setzen auch mal Streicher ein, tropische Rhyhtmen dürfen es auch sein und mit dem Stil des Duets wird ebenfalls gearbeitet. Die Songs sind klug aufgebaut, tolle Arrangements geben den nötigen Power. Die Musikstile sind mehr geworden, auch hier wieder Abbaeskes, aber auch mal Eurodisco der 90iger Jahre. Dieses Album gibt Energie in diesen schwierigen Zeiten und eignet sich sowohl für das Radio wie für das Tanzen und sei es nur in der Wohnung für sich alleine.

Fredi Hallauer

Album: „Naked“ (Sparrohs)

Sparrohs sind eine in der Schweiz lebende Band, bestehend aus Brian Phillips aus Neuseeland (Songwriter, Gitarre, Gesang), Olive Brooke aus der Schweiz und Dänemark (Leadsängerin) und Cheryl Stevens aus Holland und den USA (Gesang, Cajon und Perkussion). Zusammen bilden sie ein heisses Rocktrio. Die Songs gehen richtig los und packen einem bereits beim ersten Anhören. Gute Musik, gutes Songwriting und kräftige Stimmen erwarten die Ohren. Dazwischen mal eine Ballade, welche auch nicht schlecht sind. Dieses Trio ist einzigartig und hat schon Menschen begeistert, welche nicht so auf Poprock stehen. Das Geheimnis dahinter ist wohl, dass sie ein Songwriting und eine Art der Interpretation haben, welche sehr eigenständig ist, doch aber entfernt an ABBA der Annfangszeiten erinnern, ohne sie zu kopieren.

Fredi Hallauer

NATACHA

Album: „Alls Drbi“ (HENA Music/Musikvertrieb)

Die Berner Mundartsängerin ist nach fast 30 Jahren im Musikbusiness immer noch da und präsentiert uns ihr 14. Studioalbum. Dieses Album hat in der Tat alles, was das Mundart Rockpop Herz begehrt. Der Titelsong erinnert an die Anfänge, er ist nämlich so richtig kräftig rockig. Dann gibt es die popigeren Songs und Balladen. Alles mit handgemachter Musik und dadurch einfach echt und emotional. Die Gitarren gehen so zu Herzen wie die Texte und die Stimme von Natacha. Sie singt weiterhin aus dem Leben, gibt Lebensweisheiten zum Besten oder stellt auch wieder Fragen, welche wir alle schon stellen mussten, wie im Lied „Wie sägis bloss“. Dieses Album ist ein pures Natacha Album und das erst noch eines der Besten von ihr. Wer Mundart Rock und Pop mag, es sich zu Herzen gehen lassen möchte oder mitsingen, liegt mit „Alls Drbi“ richtig.

Fredi Hallauer

LÄÄRGUET

Album: „Gsehsch mi? (iGroove)

Die sechs Männer aus dem Berner Seeland rocken in Mundart und nennen sich Läärguet. Auf ihrem neuen Album lassen sie es in bester Mundartpoprock Manier krachen. Handgemachte Musik mit Gesang, zwei Gitarren, Keyboards, Bass und Schlagzeug ist der Boden für die Texte. Zuerst bleiben wir noch etwas bei der Musik. Sie ist sauber und lüpfig gespielt, solid ohne irgendwelche Experimente. Die Texte handeln vor allem von der Liebe und zwar von der glücklichen Liebe, vom Kennenlernen, vom Entscheid Fussballschauen oder Sex, oder vom längeren glücklichen Zusammensein. Ein Lied handelt vom inneren Schweinehund, welcher immer verhindet, dass man fit wird. dies ist ein konservatives Album, neutral gemeint, aber sehr gut gemacht und es verbreitet gute Laune.

Fredi Hallauer

STEFANIA KAYE

Album: „Traces“ (Sound Service)

Stefania Kaye. die Berner Musikerin ist mit einem neuen Album zurück. Sie hat die neun Songs selber geschrieben in Zusammenarbeit mit Thomas Fessler und David Campbell Jr. Auf dem Album spielen grossartige Musiker mit, wie Thomas Fessler, Jean-Pierre von Dach, Mario Capitanio, Michael Chilewsky, Simon Kistler und ein paar mehr. So eintstand ein luftig, lockerer Poprock Sound, der sehr gut zu den Songs passt. Stefania Kaye ist etwas popiger geworden, aber auch unbeschwerter. Dieses Album passt bestens in die Sommerzeit, kann aber auch im Herbst den Nebel vertreiben.

Fredi Hallauer