ZIAN

Album: „Burden“ (Sony Music)

Zian schafft es mit seinem Debütalbum gleich ein Wow Album zu lancieren. Vom ersten Ton an nimmt einem dieses Album gefangen und fasziniert einem. Der Basler hat eine Wahnsinnsstimme in der Baritonlage mit etwas Sandpapier dabei. Musikalisch liegt er im Popbereich aber sehr vielseitig zwischen Poprock und manchmal etwas Elektropop. Er wählte die Musik für die Songs welche zu den Inhalten und der Songstruktur passte. Die Songs sind tanzbar und trotzdem viel mehr als Gebrauchsmusik. Inhaltlich geht es um Lasten, welche Zian zu tragen hatte und hat, was aber auch die Lasten von fast allen Menschen sein können. Trotzdem ist es ein beschwingtes Album geworden, vielleicht ein bisschen in gedämpften Farbtönen, aber nie dunkel. Dieses Album darf man nicht vergessen wenn es um die Jahreswertung geht. Wichtig ist aber auch, dass man Zian diesen Sommer auf möglichst vielen Festivalbühnen sieht und sicher ab Herbst auf der einen oder anderen Clubbühne. Wer einmal eine Dosis von Zians Musik gehört hat, bekommt wahrscheinlich nicht genug.

Fredi Hallauer

DENNIS KISS & THE SLEEPERS

Album: „Poco Bono“ (Lauter Musik)

Die Basler Band debütieren mit einem auffälligem Album, ohne extrem zu werden. Ihr Poprock ist luftig, bewegt und tut der Seele gut. Der Sänger und Texter, Dennis Kiss ist gerade mal zwanzig Jahre alt und versteht es Texte für genau dieses Alter zu machen, bzw über dieses Alter zu machen. JGefangen in der Jugendlichkeit, gehemmt erwachsen zu werden und gerade dadurch Erwachsen wird. Poco Bono ist der Ort, der Club wo man sich zurückzieht, wohin man in Ekstase flieht, micht mehr und nicht weniger. Liebeslieder von gebrochenem Herzen und viele andere Geschichten gibt es alles auf diesem Album zu hören. Ein bemerkenswertes Album.

Fredi Hallauer

THE SOULS

Album: „Queenie Pop“

Das Sextett aus Thun spielt auf ihrem Album Queenie Pop, gepflegten, ziemlich rockigen Poprock. Die Songs brillieren durch das Songwriting und manchmal hat man das Gefühl, das ist der perfekte Poprock Song. Als zweites fällt der Gesang auf. Die hohe, klare Stimme glänzt und glitzert über den Instrumenten. Das Schlagzeug macht das ziemlich rockige aus und das Keyboard prögt die Songs zu grossen Songs mit herrlichen Bögen. Der Bass pumpt und funkt und die Gitarren machen alles noch perfekt. Die Songs sind unterschiedlich und Langeweile kommt bei diesem Album nie auf. Darum Album abspielen und lostanzen und geniessen. Ein tolles Album.

Fredi Hallauer

BARRIO COLETTE

EP: „Amour De Vivre“ (Cheptel Records/Irascible)

Dieses Trio aus Genf bestehend aus zwei Frauen und einem Mann sind sehr erfrischend. Sie spielen Poprock mit französischem Chanson vermischt oder wie das Label schreibt, es ist wie wenn Françoise Hardy mit Mariah Carey befreundet wäre. Hier sind vier Chansons Rock mit viel Charme, etwas Melancholie, angriffigen Fauenstimmen und von Perkussion getrieben. Dieses Trio hat nicht nur im francophonen Raum Zukunft.

Fredi Hallauer