CAROLINE BREITLER

Album: „The Guide Within“

Die Schweizer Metal-Queen schlägt wieder zu mit einem neuen Album. Das melodische Metalalbum wird vor allem durch die Stimme von Caroline Breitler geprägt. Sonst wird da einfach solide Musik gespielt von einer Studioband (Namen stehen nirgend, ausser dem Produzenten und wahrscheinlich auch Musiker Allesandro del Vecchio). Caroline Breitler schreit nicht, sie singt und das mit einer festen aber doch lieblichen Stimme. Sie hat keine Rockröhre. Zuerst ist das leicht irritierend mit dieser Musik dazu, aber bald kann man es geniessen. Die Songs sind druckvoll aber nicht immer gleich packend. Das Ganze ist eine Gewöhnungs- und Geschmacksache, wie das ja auch bei den männlichen Gesangstimmen im metal unterschiedlich ist. Also kurz gesagt, toller harter Rock, druckvoll mit gutem weiblichen Gesang.

Fredi Hallauer

ZEAL & ARDOR

Album: „Zeal & Ardor“ (MVKA/Radicalis)

Die Basler Band zeigt sich von der wütigen Seite. Es ist diesmal mehr Metal als Gospel und trotzdem sehr vielseitig. Häufig ist die Musik laut, zeigt aber auch leise und brüchige Momente, ja sogar Stücke. Neben der Stimme oder den Stimmen dominieren Bass und Schlagzeug, aber auch die Gitarre kommt toll zum Zuge. Die Hammondorgel/das Keyboard tritt auch immer wieder klar in den Vordergrund. Dies ist sicher kein einfaches Album, neben dem Metal hat es auch fast Artrock und Progrock Elemente. Wer sich die Zeit nimmt und diese Musik etwas länger anhört findet viel gute Musik, aber zuerst muss man sich an die Metal-Elemente gewöhnen oder man überspringt die ersten Songs. „Bow“ ist zum Beispiel ein sehr faszinierender Song.

Fredi Hallauer