SHENANYGANS

Album: „Lullabies And Lucid Dreams“ (Irascible)

Das Quartett aus Solothurn bietet uns Musik für den Sonntagmorgen. Einerseits kann man dazu weiterträumen, oder sie ermuntert einen auch zum Aufstehen, es aber dann noch gemütlich zu nehmen. Musikalisch lassen sie sich im Spannungsfeld von Slacker Rock, Indie und Psychedelikpop einordnen. Die Band setzt sich aus einem Brüderpaar aus Irland und zwei Schweizern zusammen. Ein weiterer Mann spielt hier und dort die Keyboards. Der Sound ist gitarrenlastig, mit einer klaren Stimme gesungen, Chorgesang und einem erfrischend rumpeligen Schlagzeug. Es ist es wert, diese Band anzuhören, und dieses Album ist die beste Gelegenheit dazu.

Fredi Hallauer

PALINSTAR

Album: „Backtrain Places“ (Mouthwatering Records)

Palinstar veröffentlicht mit diesem Album ihr Debütalbum. Die Singer/Songwriterin bildete eine Band um sich, manchmal mit zwei rumpeligen Schlagzeugen, aber auch wieder mit verzerrten Gitarren, Harp und viel Keyboard. Sie spielen zwischen Indie und Americana, ich würde dem Indie-Americana sagen. Das auffallende an dieser Sängerin ist ihre warme, sinnliche Stimme, ohne künstlich zu hauchen, nein sie schafft die Sinnlichkeit beim richtigen Singen. Die Songs sind sehr unterschiedlich, aber durchwegs schön. Oft entwickeln sich die Songs im Laufe der Zeit und steigern sich musikalisch bis fast zur Explosion, andere enden aber auch wieder ruhig. Palinstar unbedingt auf dem Schirm behalten.

Fredi Hallauer